Zahnmedizin - Zahntechnik -Lexikon -
SNA-Winkel _bis_ Szintigramm-
es wird der Versuch unternommen, typische und
häufige Behandlungsformen in einer zahnärztlichen Praxis allgemeinverständlich
zu erläutern und Fragen dazu zu beantworten. Bilder die beim Überfahren mit
der Maus -aus dem "Pfeil" eine "Hand" entstehen lässt-; können per Doppelklick
vergrößert werden.
Suchen Sie bei unklaren und heftigen Beschwerden unbedingt
einen Arzt auf! Es wird ausdrücklich darauf
hingewiesen, dass diese Webseite, kein Ersatz für einen Arztbesuch ist.
Auf die Ausführungen im
Disclaimer
wird zusätzlich hingewiesen.
SNA-Winkel
Sella-Nasion-A Punkt Winkel, engl.: Sella-Nasion-A point angle;
zur Bestimmung der
sagittalen
Lage des Oberkiefers im Bezug zur vorderen
Schädelbasis; Winkel zwischen
Sella -
Nasion -
A-Punkt mit diesen Werten:
Normalwert: 80 - 82° bei Erwachsenen
> 82°= maxillare
Prognathie oder Antemaxillie
< 80°= maxillare
Retrognathie oder Retromaxillie
Der sog. ANB-Winkel gibt die
sagittale
Position des
Oberkiefers
in Relation zum
Unterkiefer an. Er ergibt sich als Differenz aus dem SNA- und
SNB-Winkel (SNA - SNB). Dieser kann sowohl
positive als auch negative Werte annehmen. Liegt z.B. der
A-Punkt vor der NB-Linie, so ist der Wert positiv, im umgekehrten
Fall entsprechend negativ. Liegt der A-Punkt auf der NB-Linie, so ist
der ANB-Winkel 0°.
A-Punkt,
Basiswinkel,
Bergen-Analyse,
B-Punkt,
Fazialkonvexität,
Fernröntgenbild,
FRS-Analyse,
Nasion |

|
SNB-Winkel
Sella-Nasion-B-Punkt-Winkel, engl.: Sella-Nasion-B point angle;
zur Bestimmung der
sagittalen Lage des Unterkiefers; Winkel zwischen
Sella -
Nasion
-
B-Punkt mit diesen Werten:
Normalwert : 78° - 80° bei Erwachsenen
>80° = Antemandibulie oder mandibuläre
Prognathie
<78° = Retromandibulie oder mandibuläre
Retrognathie
A-Punkt,
Bergen-Analyse,
B-Punkt,
Fernröntgenbild,
FRS-Analyse,
Nasion,
SNA-Winkel ; Abb. unter
SNA-Winkel
SN-Ebene,
Sella-Nasion Ebene;
Gesichtshorizontale
Snyder Test
"Säuretest", engl.: do.; historischer Test zur
Kariesaktivität, heute durch moderne und schnellere Methoden abgelöst (
Speicheltest); besonders bei
Laktobazillen angewandtes Speichel-Testverfahren mittels Farbumschlag von
Grün nach Gelb, welcher auf einem
Agar-Substrat nach einer Inkubationszeit von 24 Std/37° C bei einem
pH-Wert unter 4,8 auftritt.
Kariesdiagnostik
Sockeln
engl.: box an impression; Vervollständigen eines ausgegossenen Abdrucks (Modell)
mit einem "Sockel", in der Regel unter Zuhilfenahme eines Modellsockelformers (rubber
base former). Dabei sollten nach Möglichkeit alle Schädel-Ebenen (Tuberebene,
Raphe-Median-Ebene,
Okklusionsebene) exakt berücksichtigt werden.
Modell
socket preservation
Stabilisierung der Extraktionswunde mit
Knochenersatzmaterialien,
augmentatives
Verfahren, welches besonders im Oberkiefer-Frontzahnbereich eingesetzt
wird, um ein Einsinken des Zahnfleisches in den durch mangelnden Knochen
entstandenen Defekt zu verhindern, der z.B. auftritt, wenn ein Schneidezahn
entfernt wird. Man kann die Extraktionswunde entweder mit
Knochenersatzmaterial auffüllen oder bei entzündungsfreien Verhältnissen
eine Sofortimplantation durchführen.
Reflux
Sofortbelastung
von
Implantaten, Sofortversorgung, engl.: "immediate loading";
mit Unterteilung in:
"sofort funktionell belastet" (Immediate Functional Loading, IFL) und
"sofort außer Okklusion belastet" (Immediate Non-Functional Loading,
INFL).
Wissenschaftlich umstrittenes (2010), in Laienmedien gern herausgestelltes
Verfahren im Zusammenhang mit dem Setzen von
Implantaten, indem die bei konventionellen Verfahren übliche Wartezeit für
das
Einheilen (~ 3 Monate im Unterkiefer, ~ 5-6 Monate im Oberkiefer) ignoriert
und so die Gesamtbehandlungszeit bei der Implantattherapie entscheidend verkürzt
wird. Die konventionelle Wartezeit wurde von einem der Väter der modernen
Implantologie,
Prof. Per-Ingva Branemark, mit dem Konzept der "unbelasteten Einheilung"
definiert und gilt (2010) für viele Implantologen als
Goldstandard,
obwohl sich hier durch Fortschritte bei der Planung und besserer Kenntnisse der
Einheilungsprozesse ein Umdenken anzubahnen scheint. Offensichtlich scheinen
aber individuelle, biologische Gegebenheiten bei einer S. nicht
vorhersehbar sein.
Wenn angewandt, sollte das Verfahren der S. auf
Rekonstruktionen ganzer Kiefer beschränkt bleiben (die
Suprakonstruktion wirkt dann stabilisierend als
Schienung) und Implantatseitig eine gute primäre Stabilität aufweisen
(Insertions-Drehmoment von mindestens 30 Ncm). Die sofort belastete
Suprakonstruktion sollte in
diesen Fällen nur
provisorisch zementiert oder verschraubt werden und keinesfalls vor Ablauf
von 2 - 3 Monaten wieder abgenommen werden, da eine Manipulation an den frischen
Implantaten deren
Osseointegration erheblich beeinträchtigt.
Nirgends definiert ist bisher (2006) die Zeitspanne für den Begriff "Sofort-".
In der Literatur tauchen dafür Zeiträume von einem Tag bis zu 14 Tagen nach
Implantatinsertion auf. Auch erlaubt das bisher vorliegende Datenmaterial (2010)
keine Rückschlüsse im Sinne einer
Evidenz darauf, ob die S. dem konventionelle Vorgehen ebenbürtig,
besser oder schlechter ist.
Eine direkte Versorgung von Einzelzahnimplantaten mit unbelasteten
provisorischen Kronen ist dagegen bei guter Knochenqualität
unproblematisch, da diese Provisorien frei von
okklusalen und funktionellen Belastungen sind. Korrekt sollte man hierbei
aber nicht von einer S. sprechen, sondern von einem individuellen "Heilungsbehelf"
("healing abutment").
In Laienkreisen bestehen gern Begriffsverwechslungen zwischen S. und
Sofortimplantation
Implantat,
Implantat,-temporäres,
Implantationszeitpunkt,
Osseointegration,
Ostel mentor,
Schrauben-Implantat,
Sofortimplantation
Sofortimplantation
Sofortimplantat, "Schnellimplantat", engl.: immediate
implantation; Einsetzen eines
Implantats unmittelbar im Anschluss eines entfernten (eigenen) Zahnes in die
noch frische (Extraktions-)Wunde (Alveole);
Haupteinsatzgebiet ist der (unfallbedingte)
Verlust von
Frontzähnen ohne ausgedehnte Schäden an Weichteilen und Knochen und in
zunehmendem Maß auch normale
Implantationen
im Anschluss an eine geplante
Extraktion.
Man bezeichnet dies als primäre Sofortimplantation. Der
Extraktionsalveole
mit umgebendem Knochengewebe wird ein hohes Regenerationspotenzial nachgesagt.
Allerdings zeigten Tierstudien, dass eine enge Passung zwischen Implantat und
Knochen für die
Osseointegration von entscheidender Bedeutung ist. Ein Spalt von 1 mm Breite
gilt als eine kritische Entfernung (
Primärstabilität). Allerdings: Nach Zahnextraktionen und direkter
Implantation in die Extraktionsalveole ist die Dimension der Alveole meist
größer als der Durchmesser des eingebrachten Implantats und es besteht teilweise
ein erheblicher Spalt zwischen Implantatschulter und
Alveolenrand. Um diese Schwäche zu kompensieren, arbeiten andere Verfahren
entweder durch Einbringen von
Knochenersatzmaterial (z.B. BioOss™) und/oder nach der sekundären
oder verzögerten Sofortimplantation: Das Einsetzen der künstlichen
Zahnwurzel erfolgt in einem Zeitraum von etwa 6 bis 10 Wochen. Dieser Zeitraum
soll zur Ausheilung etwaiger Entzündungsprozesse dienen, eine engere Passung
(s.o.) herstellen und so eine bessere Einheilung gewährleisten.
Die S. wird wissenschaftlich kontrovers diskutiert: Als Vorteile
gelten, dass der Eingriff mit der
Extraktion
verbunden ist, ein zweiter chirurgischer Termin somit entfällt, die Wundheilung
und Einheilungsphase verläuft zeitgleich und es fallen keine langen
Überbrückungsphasen mit Provisorien nach der Extraktion des nicht mehr
erhaltungswürdigen Zahnes an. Als Nachteil gilt der Umstand, dass nicht
erhaltungswürdige Zähne meist im Wurzelbereich
bakterielle
Verunreinigungen aufweisen, welche die Einheilphase unter Umständen empfindlich stören
können. Entscheidender Nachteil ist aber, dass nach S. das Verhalten
insbesondere der Weichgewebe nicht ohne weiteres vorauszusehen ist;
Komplikationen/Misserfolge treten deshalb häufiger auf.
Wird das Implantat konventionell erst nach Abheilen aller knöchernen
Umbauvorgänge inseriert ( ~ 15-20 Wochen), so spricht man auch von einem
Spätimplantat (engl.: delayed implant). Die Kurzzeit-Überlebensraten
von Implantaten bei Sofort- und bei verzögerter Sofortimplantation sind ähnlich
und in jüngerer Zeit (2010) annähernd vergleichbar mit den konventionellen
Verfahren ("Spätimplantation"); Langzeitergebnisse stehen aus.
In Laienkreisen bestehen gern Begriffsverwechslungen zwischen
Sofortbelastung (Sofortversorgung)
und S.
BOI-Implantat,
Implantat,
Implantat,-temporäres,
Implantationszeitpunkt,
Kurzimplantate,
Osseointegration,
Ostel mentor, socket preservation,
Sofortbelastung,
Tübinger Sofortimplantat
Sofortinlay
engl.: direct o. immediate inlay; unübliche Bezeichnung für ein
Inlay,
welches in derselben Sitzung
präpariert und
eingesetzt wird. Meist handelt es sich dabei um
Komposite-Inlays, welche nach
Abdrucknahme im
Praxislabor gefertigt und am selben Tag noch eingesetzt werden. Ebenfalls
gehören auch
Cerec-Inlays zu den S.
Sofortprothese,
engl.: immediate denture;
Immediatprothese
Softlaser, Schlagwortbezeichnung für
Laserstrahlen geringer Energie und umstrittener "biostimulierender" Wirkung.
Lasereinsatz in der ZHK
Sölder-Linien
engl.: Soelder's lines; konzentrisch um Mund- und Nasenöffnung
verlaufende Begrenzungen von Sensibilitätsausfallzonen des
Trigeminusnervs bei Hirnstammverletzungen der Trigeminuswurzel.
Abb.
somatisch
körperlich, engl.: somatic;
1.) Begriff aus der Medizin, welcher dazu dient, körperliche (somatische)
Erkrankungen von psychischen Erkrankungen oder funktionellen Beschwerden
abzugrenzen.
2.) das willkürliche, animalische Nervensystem.
Somatogramm
Diagramm, auf welchem die körperliche Entwicklung eines Säuglings, Kleinkindes
oder Jugendlichen im Bezug auf die Körpermaße (Länge, Gewicht, Kopfumfang) bis
zum Abschluss des Wachstums dargestellt wird.
Sonde
Specillum, engl.: explorer (spitze Sonde), sound, probe
(stumpfe Sonde; s. Abb. u.); eines der zahnärztlichen Instrumente, welches neben
dem Mundspiegel
und der zahnärztlichen
Pinzette bei
keiner Behandlung/Untersuchung ("Sondierung") fehlen darf. Dieses - auch als
"verlängerter feiner Finger" bezeichnete - Instrument ist in der
Standardausführung von seinem Griff weg fast rechtwinklig abgebogen und mit
einer feinen Spitze versehen; spez. S. für die Untersuchung von
Zahnzwischenräumen sind zusätzlich noch korkenzieherartig gedreht (z.B.
Kuhhornsonde). Die S. gilt auch heute noch als ein wichtiges
Instrument in der
Kariesdiagnostik. Da in diesem Bereich zunehmend neue Methoden entwickelt
werden und bei unsachgemäßer Anwendung die Entwicklung kariöser
Läsionen
begünstigt werden kann, sollte die Sonde auf die Untersuchung des Dentins
beschränkt bleiben bzw. nur als eines der diagnostisches Mittel bei der
Eingangsuntersuchung (initiale Untersuchung) herangezogen werden.
Zur Untersuchung von
Fistelgängen oder
Zahnfleischtaschen können biegsame, nicht-spitze ("runde") S. aus
Silberdraht (sog.
Knopfsonde) bzw. spezielle Messsonden (z.B.:
WHO-Sonde) benutzt werden.

Borodontic
Sonde,
Knopfsonde,
Kuhhornsonde,
Mundspiegel,
PCP-Sonde,
WHO-Sonde
Sondierungsblutung,
SB, SoB, engl.:
BOP; leichte Blutung aus der physiologischen
Zahnfleischtasche ("Gingivalsulkus") bei vorsichtiger Berührung (für die
Sondierung soll nur ein leichter Druck von 0.25N (25g) angewandt
werden.) des Bodens mit einer stumpfen Sonde (z.B.:
WHO-Sonde). Diese, nicht spontan, sondern erst nach 10-20 Sek.
auftretende Blutung gilt als ein sicherer Hinweis auf eine beginnende
Gingivitis.
BOP,
Gingivablutungsindex,
SBI |

ausgeprägte Blutung auf Sondierung |
Sonic Zahnbürste; engl.:
sonic-toothbrush; Oberbegriff für
elektrische Zahnbürsten auf Schallbasis.
elektrische Zahnbürste
Sonntagsbiss
Doppelbiss, engl.: sunday bite; Schlagwortbezeichnung für das
habituelle
Einnehmen einer Unterkieferposition, um eine ästhetische Verbesserung zu
erzielen. Meist handelt es sich dabei um eine Vorschubbewegung des Unterkiefers,
um z.B. ein
Vogelgesicht-Profil zu kompensieren.
Biss
Sonographie
"Ultraschalldiagnostik", Echographie, von "sonor" = "klingend,
tönend", engl.: echography, sonography;
röntgenstrahlenfreies
bildgebendes Verfahren auf der Basis von
Schallwellen (1-20 MHz). Die Erzeugung eines Ultraschallbildes beruht
darauf, dass in den Körper eingestrahlter Ultraschall an verschiedenem Gewebe
unterschiedlich stark reflektiert wird. Der Kopf des Ultraschallgeräts wirkt
hier gleichzeitig als Schallsender und als Schallempfänger. Das bei der
Untersuchung verwendete, nebenwirkungsfreie Gel leitet die Schallwellen von der
Haut in den Schallkopf. Die von Organen oder Geweben reflektierten Wellen werden
in elektrische Impulse verwandelt, aus denen mit computergesteuerten Verfahren
ein Bild auf einem Monitor erzeugt wird. Diese Bilder vermitteln dem Arzt eine
räumliche Vorstellung von Größe, Form und Struktur des untersuchten Bereichs.
Mit der besonderen Farb-Duplex-Sonographie lassen sich zudem Blutfluss,
Flussrichtung und -geschwindigkeit sowie die Beschaffenheit der Gefäßwände
sichtbar machen. Bisher nur seltener Einsatz in der
ZHK; mit Hilfe der S. können
Diskusverlagerungen und intrakapsuläre Veränderungen im
Kiefergelenk sicher diagnostiziert werden; die Interpretation der knöchernen
Strukturen (z.B.
condyläre Veränderungen) ist naturgemäß eingeschränkt. Weitere Einsatzgebiet
sind die Darstellung der Nasennebenhöhlen, der Kaumuskulatur und des Mundbodens.
Unterschieden wird bei der S.:
A-Scan (engl.: linear scan): Ein eindimensionales Verfahren, das
zur Diagnostik angewandt wird. Einsatz zur schnellen Tiefenlokalisierung
B-Scan (convex scan, sektor scan): Durch eine periodische
Bewegung des Schallkopfes wird ein zweidimensionales Schnittbild des
Körperinneren erzeugt. Einsatz in Bereichen, in denen nur sehr kleine
Eintrittsfenster für den Ultraschall im Körper vorhanden sind.
Die
Magnetfeldresonanztomographie gilt heute als
Goldstandard in der
Kiefergelenks-Diagnostik, wenn auch die S. (8 - 20 MHz) Vorteile
bezüglich der Kosten, Verfügbarkeit und Anwendbarkeit bietet. Beide Verfahren
arbeiten ohne
Röntgenstrahlen;
https://www.kzvn.de/nzb
bildgebende Verfahren,
Knochenszintigraphie,
Magnetfeldresonanztomographie,
Osteometer,
Tomographie.
Soor
Mehlmund, Mundpilz, Candidiasis, Candidose,
Candidamykose, Monoliasis, engl.: candida mycosis,
trush; im gesamten Mund- und Lippenbereich vorkommende
Pilzerkrankung, in der Hauptsache ausgelöst durch den Hefepilz
Candida albicans. Die Infektion kann sich bis in Hals und
Speiseröhre ausbreiten. Überwiegend Ausdruck einer
geschwächten Immunabwehr,
systemischen Störungen (z.B.
Diabetes) oder Medikamentenfolge (Antibiotika,
Corticosteroide, Zytostatika). Der Pilz gehört bei 30-50% der
gesunden Menschen zur
physiologischen Haut- und Schleimhautflora.
Zur Therapie (ausführlich
Candida albicans) stehen
Mundspülungen z.B. mit
Hexetidin oder eine systemische Behandlung mit Azolen wie z.B.
Fluconazol zur Verfügung; daneben spielt die
sorgfältige Pflege von Zahnersatz eine wichtige Rolle.
Antimykotika,
Candida albicans,
Leukämie,
Mundschleimhauterkrankung,
Rhagaden,
Zungenbelag |


Haut- und Schleimhaut-Soormykose |
Sorbit
Sorbitol, Glucitol, griech.: Sorbum = Vogelbeere; ein
C6-Zuckeralkohol (pflanzliches Hexit); sog. Zuckeraustauschstoff mit etwa der
halben Süßkraft des normalen Rohrzuckers und abführender Wirkung
Zuckeraustauschstoffe
Sozialgericht
Sozialgerichtsbarkeit, SG, engl.: social jurisdiction; nach
dem Sozialgerichtsgesetz (SGG) in D vorgeschriebene Einrichtung. Unterteilung
in: Sozialgericht, Landessozialgericht und Bundessozialgericht, durch welche in
Streitfällen über folgende Dinge entschieden wird:
Belange der Sozialversicherung (Renten-, Kranken-, Unfall- und
Pflegeversicherung)
Feststellung von Behinderungen
Belange der Arbeitsförderung in Verbindung mit den sonstigen Aufgaben der
Bundesagentur für Arbeit
Angelegenheiten der Sozialhilfe und des Asylbewerberleistungsrechts
Aufgaben, die besonders gesetzlich zugewiesen wurden
Gerichtskosten entstehen keine für Versicherte, Leistungsempfänger
und behinderte Menschen oder deren Sonderrechtsnachfolger, soweit sie in dieser
Eigenschaft am Verfahren beteiligt sind; die anderen Beteiligten (z.B.
Versicherungsträger) müssen für jede Streitsache unabhängig vom Ausgang des
Rechtstreits eine Pauschalgebühr entrichten. In den übrigen Verfahren
(z.B. zwischen Arbeitgebern und Versicherungsträgern, Versicherungsträgern
untereinander oder (Zahn-)Ärzten und
Kassen(zahn)ärztlichen Vereinigungen) fallen Kosten nach dem
Gerichtskostengesetz an.
Sozialgesetzbuch
Sozialgesetzbuch
SGB, engl.: social security code, social code of law; seit
1989 neu geschaffenes Regelwerk als Grundlage des Sozialrechts. Es soll
zur Verwirklichung sozialer Gerechtigkeit und sozialer Sicherheit die
Sozialleistungen gestalten und u. a. dazu beitragen, ein menschenwürdiges Dasein
zu sichern, die Familie zu schützen sowie besondere Belastungen des Lebens
abzuwenden oder auszugleichen. Vorläufer des SGB war das auf Bismarck
zurückgehende, 1911 staatlich verankerte
Sozialversicherungsgesetz, mit der sog.
Reichsversicherungsordnung (RVO).
Von den bisher erschienen 14 Gesetzbüchern ist für den medizinischen Bereich das
SGB V (Gesetzliche
Krankenversicherung) von zentraler Bedeutung.
§1 sagt aus: "Die Krankenversicherung als Solidargemeinschaft hat die Aufgabe,
die Gesundheit der Versicherten zu erhalten, wiederherzustellen oder ihren
Gesundheitszustand zu bessern. Die Versicherten sind für ihre Gesundheit
mitverantwortlich; sie sollen durch eine gesundheitsbewusste Lebensführung,
durch frühzeitige Beteiligung an gesundheitlichen Vorsorgemaßnahmen sowie durch
aktive Mitwirkung an Krankenbehandlung und Rehabilitation dazu beitragen, den
Eintritt von Krankheit und Behinderung zu vermeiden oder ihre Folgen zu
überwinden. Die Krankenkassen haben den Versicherten dabei durch Aufklärung,
Beratung und Leistungen zu helfen und auf gesunde Lebensverhältnisse
hinzuwirken."
Seit 1. Januar 2004 müssen die niedergelassenen Ärzte Patientendaten mit
Diagnosen und ärztlichen Leistungen an die Krankenkassen melden. Grundlage dafür
ist der mit dem
GMG geänderte Paragraf 295 Absatz 2 SGB V, demzufolge die bisherige
anonymisierte fallbezogene Abrechnung in eine versichertenbezogene geändert
wurde - Krankenkassen können nun bei ihren Versicherten die entsprechenden
Diagnosen und ärztlichen Leistungen direkt zuordnen.
andersartiger Zahnersatz,
Behandlungspflicht,
Beitragsbemessungsgrenze,
BEMA,
Bundesausschuss Zahnärzte und Krankenkassen,
Bürgerversicherung,
EDV in der
Zahnarztpraxis,
Einzelleistungsvergütung,
Ermächtigung,
Fallpauschale,
Gemeinsamer Bundesausschuss,
Gesamtvergütung,
Gesetzliche Krankenversicherung,
Gesundheitsfond,
gleichartiger Zahnersatz,
Kopfpauschale,
Gesundheitsreform (ab 2004),
Härtefall,
NUB-Richtlinien,
Regelversorgung,
Sachverständigenrat,
Schiedsverfahren,
Selbstverwaltung,
Sicherstellungsauftrag,
Sozialgericht,
Sozialversicherung,
Wirtschaftlichkeitsgebot
Zahnwissen-Festzuschüsse
ab 2005
Sozialversicherung
engl.: social insurance; auf Bismarck zurückgehende Institutionen mit den
damaligen Schwerpunkten Krankenversicherung (1883), Unfallversicherung
(1884) und Invaliden- und Alterssicherung (1889). In der weit über 100
Jahre alten Geschichte wurden weitere Risiken einbezogen:
Arbeitslosenversicherung (1927, als Nachfolge der Erwerbslosenfürsorge) und
Pflegeversicherung (1995 als "5. Säule" der S.).
Gesetzliche Krankenversicherung,
Gesundheitsfond,
Knappschaft,
Sozialgesetzbuch
Sozietät
engl.: co-partnership; besonders bei Angehörigen
freier Berufe (Ärzte, Rechtsanwälte usw.) häufige, zur gemeinschaftlichen
Berufsausübung gebildete Gesellschaft des bürgerlichen Rechtes (GbR).
Berufsausübungsgemeinschaft,
Gemeinschaftspraxis,
Partnerschaftsgesellschaftsgesetz
Spaltbrücke
engl.: etwa: sanitary pontic, slit bridge; Bezeichnung für das
Brückenzwischenglied einer
Schwebebrücke, welches einen spaltförmigen Abstand (~ 1mm) zur
Kieferschleimhaut hat. Gegenteil:
Raumbrücke
(Abstand ~ 3mm). S. können nur schlecht gereinigt werden, sind also
mundhygienisch bedenklich und führen gern zu
Schleimhautentzündungen.
Spaltlappen, engl: split flap;
Mukoperiostlappen
Spaltung
engl.: (abscess) splitting; kieferchirurgische Eröffnung eines
mit Eiter gefüllten Raumes (Abszess, Loge, in einer durch Entzündung
entstandenen Gewebe-Höhle) mit dem Zweck des Eiterabflusses und/oder Zufuhr von
Luftsauerstoff.
Dabei kommen folgende Techniken zum Einsatz:
kleiner Abszess (Durchmesser bis ca. 1 cm):
Stichinzision mit
Skalpell
größerer Abszess: Über dem Gebiet mit maximaler
Fluktuation
wird kreuzförmig eingeschnitten (evtl. werden die zentralen Spitzen gekappt), so
dass im Zentrum eine Öffnung entsteht, welche mit einer
Drainage
versehen wird.
Abszess,
Inzision
Spange; Trivialbez. für eine
herausnehmbare kieferorthopädische Apparatur
Spanngummi, unübliche Bezeichnung für
Kofferdam
Spannungsreihe
von Metallen, engl.: galvanic series of metals; abgeleitet
aus dem unterschiedlichen Verhalten der verschiedenen Metalle im
Elektrolyten: Taucht man zwei verschiedene Metalle in einen Elektrolyten
(in der Regel eine wässrige Lösung von Salzen, Säuren oder Basen), so entsteht
dadurch eine Stromquelle mit einer charakteristischen Spannung. Daraus
leitet sich die relative Stellung der einzelnen Metalle zueinander ab.
Bei der elektrochemischen Spannungsreihe wird die Spannung
zwischen einem Metall und einer Standard-Wasserstoffelektrode angegeben.
Daraus folgt: Je höher das Potenzial der Elektrode, desto
edler ist der metallische Werkstoff, desto höher ist seine
Korrosionsbeständigkeit.
In der Praxis ist das Verhalten aber unter Umständen anders; Titan ist ein
typisches Beispiel dafür. Obwohl es in der Spannungsreihe sehr weit
unten liegt, gilt es als sehr korrosionsbeständig. Dies liegt daran,
dass sich an der Luft rasch eine Oxidschicht bildet, welche das Metall
sehr unempfindlich gegenüber weiteren Reaktionen macht.
Galvanismus,
Legierung |
| Gold (Au) |
Au+ |
+1,69 V |
| Platin (Pt) |
Pt2+ |
+1,12 V |
| Silber (Ag) |
Ag+ |
+0,80 V |
| Eisen (Fe) |
Fe3+ |
+0,77 V |
| Kupfer (Cu) |
Cu+ |
+0,52 V |
| Wasserstoff
(H2) |
2H+ |
0 V |
| Nickel (Ni) |
Ni2+ |
-0,23 V |
| Cadmium (Cd) |
Cd2+ |
-0,40 V |
| Eisen (Fe) |
Fe2+ |
-0,45 V |
| Zink (Zn) |
Zn2+ |
-0,76 V |
| Chrom (Cr) |
Cr2+ |
-0,91 V |
| Niob (Nb) |
Nb3+ |
-1,099 V |
| Vanadium (V) |
V2+ |
-1,175 V |
| Mangan (Mn) |
Mn2+ |
-1,19 V |
| Zinn (Sn) |
Sn2+ |
-1,38 V |
| Aluminium (Al) |
Al3+ |
-1,66 V |
| Titan (Ti) |
Ti2+ |
-1,77 V |
| Magnesium (Mg) |
Mg2+ |
-2,37 V |
| Natrium (Na) |
Na+ |
-2,71 V |
| Calcium (Ca) |
Ca2+ |
-2,82 V |
| Kalium (K) |
K+ |
-2,92 V |
| Lithium (Li) |
Li+ |
-3,04 V |
|
|
Spargold
Sparlegierung, engl.: economy alloy; Schlagwort für eine nicht
genauer definierte Edelmetalllegierung, bei welcher der Goldanteil aus
Kostengründen in der Hauptsache durch Silber und Kupfer ersetzt wird; dabei kann
der Goldanteil um weit unter 50% sinken. Grobe Unterteilung in goldreduzierte
und goldarme Legierung.
Edelmetalle,
Legierung
Spatelübungen
Spateldehnungen, engl.: spatula exercises; Hilfstherapie bei einer
Kieferklemme,
um eine muskuläre Dehnung der "verkrampften" Gewebestrukturen zu erreichen.
Zwischen die Zahnreihen eingelegte Holzspatel ("Beißspatel") werden in
ihrer Anzahl durch vorsichtiges Dazwischenschieben weiterer Spatel in ihrer
Anzahl erhöht und bewirken so eine Vergrößerung der
Mundöffnung.
Einsatz ebenfalls in der
Kieferorthopädie bei einem frontalen
Kreuzbiss,
indem ein Spatel hinter die gaumenwärts stehenden oberen Schneidezähne geführt
und anschließend zusammengebissen wird.
Helkimo-Index,
Kieferklemme
Spätimplantat, (engl.: delayed implant),
Sofortimplantation
SPECT
engl. Abk. von single photon emission computer tomography;
nuklearmedizinisches diagnostisches Verfahren, welches die Möglichkeit besitzt,
im intakten menschlichen Organismus ablaufende Stoffwechselvorgänge von außen
dreidimensional sicht- und messbar zu machen. So kann z.B. mittels SPECT und
radioaktiv markiertem Diphosphonat präzise und effektiv das Wachstumsmuster des
Knochens bestimmt werden (3D-Rekonstruktion und Schichtdarstellung der
anatomischen Strukturen).
bildgebende Verfahren,
Positronen-Emissions-Tomographie,
Tomographie
Speed, Speed-Klassen;
Filmempfindlichkeit
Spee Kurve
Speesche Kurve, (nach Ferdinand Spee, Anatom, 1855-1937; 1890 in
die
ZHK eingeführt), (sagittale)
Okklusionskurve,
Kompensationskurve, engl.: Spee's curve, sphere of
Spee; bogenförmiger Verlauf der
Okklusionsebene im
eugnathen Gebiss, welche im Idealfall im virtuellen Verlauf die
Vorderfläche des
Kiefergelenksköpfchens tangieren soll; der Mittelpunkt dieser Kurve
(Radius zwischen 6,5 u. 7 cm, Milchgebiss ca. 4,5 cm) liegt in der
horizontalen transorbitalen Ebene, genau hinter der Crista lacrimalis.
Die Kauflächen der Molaren sind danach entlang einer Kurve mit
geringerer Konvexität als der Oberkieferzahnbogen und größerer
Konkavität als der Unterkieferzahnbogen ausgerichtet.
Dieses Prinzip wird bei der Anfertigung von Vollprothesen angewandt: Bei
einer Vorschubbewegung befinden sich Kiefergelenksköpfchen und die
Okklusionsebene auf der gleichen Kreisbahn, was zur Folge hat, dass
die Seitenzähne im ständigen Kontakt bleiben und somit eine
Lagestabilisierung des Zahnersatzes bewirkt wird.
Monson entwickelte die sog. Kalottentheorie (Monson
Kurve, sphere of Monson, (späte 1890ziger Jahre), indem er
die Prinzipien der Sp. K. mit denen der
buccolingualen Verwindungskurve (Wilson
Kurve) kombinierte und annahm, dass die
Kauflächen der
Seitenzähne auf einer Kugelfläche liegen und die
Zahnachsen im Ober- und Unterkiefer im Mittelpunkt dieser Kugel (~
12 cm Radius) zusammentreffen. Auf dieser Grundlage konstruierte er den
Monson-Artikulator ("The Monson Mandibulo-Maxillary Instrument", 1923
patentiert) und stellte darin die künstlichen Backenzähne mit
Abrasionskauflächen in
Kopfbissstellung entsprechend auf. Er nahm an, so die ideale
Kompensationskurve mit einer
balancierten Okklusion gefunden zu haben.
Kieferorthopäden bestreiten im allgemeinen die Notwendigkeit einer Sp.
K. (siehe unten stehenden Link)
Okklusion,
Kalottenartikulation,
kaustabile Zone,
Kompensationskurve,
Vollprothese,
Wilson Kurve |

Spee-Kurve

Wilson-Kurve
|
Speichel
Saliva, ordinär: Spucke, engl.: saliva, spittle; Absonderung der
Speicheldrüsen;
besteht zu ~ 99,5% aus Wasser, mit einem von der
Menge (Fließrate)
abhängigen durchschnittlichen
pH-Wert von 6,7 (Schwankung
zwischen 6,2 und 7,6). Nach Hochrechnungen werden im Laufe eines Lebens etwa
25.000 Liter davon produziert.
Als S. bezeichnet man häufig auch den Inhalt der gesamten
Mundflüssigkeit. Neben den
Sekreten der
großen und kleinen Speicheldrüsen
gehören noch dazu:
» zahlreiche Mikroorganismen
» abgestoßene Mundschleimhautzellen
» Nahrungsmittelreste
» Flüssigkeit aus den Zahnfleischtaschen (Sulkusflüssigkeit)
In einem Milliliter Speichel befinden sich etwa 100 Millionen
Bakterien.

Übersicht: Bestandteile
des Speichels und deren Funktion
Die wichtigsten
Speichelfunktionen sind:
- Regeneration der
Zähne:
der Speichel enthält alle chemisch gelösten Mineralbestandteile der
Zahngrundsubstanz und regeneriert/repariert so ständig die durch mechanische
und chemische Einflüsse angegriffene Zahnoberfläche. Ist dieses
Gleichgewicht gestört, entwickelt sich in der Regel eine
Karies.
- Reinigungsfunktion
der Mundhöhle:
Es werden die Reste verkleinerter Nahrung, abgestorbene
Mundschleimhautzellen, in Speichel lösliche Substanzen wie Salze und Zucker
und bedingt auch Mikroorganismen, welche nicht in den Zahnbelägen (Plaque)
fest verwurzelt sind, durch den Schluckakt dem Magen zugeführt.
- Puffern von Säuren:
Der Bikarbonatgehalt des S. macht von außen zugeführte Säuren (z.B.
Fruchtsäuren aus Obst), wie auch aus Mundhöhlenbakterien stammende Säuren
bei entsprechender Menge unschädlich. Die Wirkung der Karbamide - einem
Abfallprodukt des Stoffwechsels stickstoffhaltiger Substanzen - auf den
Säuregehalt des S. ist z.Zt. in Erforschung.
- Vorverdauung
("Andauung") der Nahrung:
Die im Speichel befindlichen Fermente (z.B. die
Amylasen u. Proteasen) können besonders unaufbereitete Stärkeprodukte
(z.B. Speicheldiastase) für den Körper verdaulicher machen. Da unsere
heutige Nahrung - im Gegensatz zur früheren Entwicklungsgeschichte des
Menschen - aber nur noch einen geringen Anteil dieser Substanzen hat, ist
diese Verdauungsfunktion von untergeordneter Bedeutung.
- Abtötung von
Bakterien:
Diese Speichelfunktion, welche bei Tieren gebräuchlich ist ("Auslecken von
Wunden"), ist beim Menschen nicht so stark ausgeprägt; die Gesamtkeimzahl
der Mikroorganismen im Speichel beträgt bis zu 109/ml:
Wichtigster Speichel-Antikörper
ist das sekretorische IgA (sIgA), welches in den Körpersekreten wie
Speichel, Tränen, Nasenschleim, Tracheobronchialschleim, gastrointestinalen
Sekreten, Muttermilch und Kolostrum vorkommt; Neugeborene und Säuglinge
werden über die Muttermilch mit sIgA versorgt und sind so gegenüber
gastrointestinalen Infektionen passiv immunisiert. sIgA- Antikörper binden
und neutralisieren
Antigene so früh, dass sie nicht in den Wirtsorganismus eindringen
können.
Die
antibakteriellen Substanz Lysozym (Enzym,
Mucopolysaccharidase, kann bestimmte Kohlenhydratketten spalten) beschädigt
die Zellwände bestimmter Bakterien.
Laktoferrin bindet
Eisen und verhindert so, dass sich eisenabhängige Bakterien - z.B. das
Coli-Bakterium - in der Mundhöhle ansiedeln können.
Weiter wird dem
Rhodankalium eine fragliche und
neuerdings auch der
Eiweißverbindung
SLPI eine gewisse Heilwirkung zugeschrieben. Die den sog. Mutinen
nachgesagte Wirkung ist bisher (2010) wissenschaftlich nicht abgesichert.
- Beschichtung der
Mundhöhle und der Zähne:
eine äußerst nützlich Speichelfunktion, durch welche viele Fremdstoffe sich
nicht an den Zähnen und der Mundhöhle festsetzen und so leichter verschluckt
werden können. Dieser Schutzfilm - als das
Pellicle bezeichnet - schützt auch die Zähne vor Säuren und
freiliegende Zahnhälse vor Schmerzempfindungen.
-
Prothesenhalt
bes. bei
Vollprothesenträgern. Der feine, zwischen der Mundschleimhaut und der
Prothesenbasis befindliche und mit S. angefüllte Spalt ist von
entscheidender Bedeutung für den guten Sitz einer Prothese.
- Wenn auch keine Speichelfunktion, so lässt sich ebenfalls eine
Kariesvoraussage anhand des S. treffen: Die Proteine des
Speichels tragen an ihrer Oberfläche Zuckermoleküle, die von Mensch zu
Mensch unterschiedlich verknüpft sind. Je nach Webart haften sie besonders
gut am Zahn - ein gefundenes Fressen für
Kariesbakterien. Die Art der Zuckerverknüpfung sei "genetisch festgelegt
und durch Ernährung kaum zu beeinflussen", sagt Professor Paul Denny. Er
entwickelte einen Kariesrisiko-Speicheltest, mit dem er sogar die Zahl der
zu erwartenden Löcher präzise bestimmt."
- Der menschliche Speichel liefert ein natürliches Schmerzmittel,
das bis zu sechs Mal stärker als Morphium wirkt. Wissenschafter des Institut
Pasteur hoffen, dass Opiorphin zur Entwicklung einer neuen Generation von
natürlichen Medikamenten führen wird, die Schmerzen so gut wie Morphium
lindern aber keine süchtig machenden oder psychologischen Nebenwirkungen
haben (Stand 2006).
- Menschlicher Speichel enthält mehr als 1.500 körpereigne Proteine
(Eiweiße) und 3.000 Typen sogenannter Messenger-RNA (mRNA). Je nach
Gesundheitszustand verändert sich die Zusammensetzung der Proteine und mRNA,
und das lässt sich für Diagnosezwecke
nutzen. Krankheiten wie Brustkrebs, Aids und Hepatitis im Speichel eines
Menschen könnten anhand ihres spezifischen Protein- und mRNA-Musters
diagnostizierbar sein. Derzeit (2007) befinden sich die Verfahren noch im
Versuchsstadium, aber die Experten sprechen davon, dass in einigen Jahren
ein Gesundheitscheck bei Routinebesuchen beim Zahnarzt durchgeführt werden
könnte.
Amylase,
Atropin,
Biomarker,
Fluoride,
Halitosis,
Insalivation,
Kauakt,
Meth-Mouth,
Mundflüssigkeit,
Psychosomatik,
Ptyalismus,
Remineralisation,
Rhodan,
Saccharase,
Schleim,
Sialographie,
Sjögren-Syndrom,
Speichelersatzmittel,
Speichelmenge,
Speichelstein,
stomatognathes System,
Xerostomie
Zusammensetzung und Funktion eines oft unterschätzten Helfers
Speicheldrüsen
Glandulae salivales, engl.: salivary glands; in der
Mundschleimhaut befinden sich viele kleine, unpaarige, verstreut
liegende Speicheldrüsen (auf der Schleimhaut von Wange, Lippe, Gaumen
und Zunge), der Hauptspeichel entstammt aber den 3 (paarigen) großen
Drüsen (siehe Abb.):
Ohrspeicheldrüse (~ 30% der Menge; lat.: Glandula parotis),
Unterkieferdrüse (lat.: Glandula submandibularis) und
Unterzungendrüse (lat.: Glandula sublingualis). Diese "großen
Speicheldrüsen" liegen zwar außerhalb der Mundhöhle, sind aber durch
ihre Speicheldrüsenausführungsgänge ("Speichelgänge") mit dieser
in offener Verbindung. In diesen Gängen muss ein ständiger Speichelfluss
vorhanden sein, da sonst Keime über das Gangsystem in die Drüsen wandern
und zu Entzündungen (Sialoadenitis)
führen können.
Die
Ohrspeicheldrüse (Glandula parotis) - sie besteht aus
einem oberflächlichen und einem in der Tiefe liegenden Drüsenanteil -
mündet gegenüber den ersten und zweiten Oberkieferbackenzähnen auf der
Papilla salivaris in die Mundhöhle. Sie ist eine ausschließlich
seröse
Drüse.
Die Unterkieferdrüse (Glandula submandibularis) liegt am
hinteren Rand eines Mundbodenmuskels (M. mylohyoideus) und mündet auf
der Caruncula sublingualis in die Mundhöhle.
Die Unterzungendrüse (Glandula sublingualis) besteht aus drei
Drüsengruppen (hintere
seröse,
mittlere
muköse und vordere gemischte Drüsen) befindet sich in der Plica
sublingualis des Mundbodens.
Man unterscheidet von der Qualität des
Speichels her grob zwei
verschiedene Formen: wässriger oder
seröser
Speichel (Sekretion nach Reiz über eine
sympathische Innervation) und schleimiger oder
muköser
Speichel (Sekretion nach Reiz über eine
parasympathische Innervation). So produzieren die großen
Speicheldrüsen des Unterkiefers ein gemischtes Sekret (Unterkieferdrüse:
mehr seröser, Unterzungendrüse mehr muköser Anteil), während die
Ohrspeicheldrüse
wässrigen
und die kleinen Speicheldrüsen des Gaumens mukösen S.
produzieren. Die kleinen Zungen-Speicheldrüsen sondern am Zungengrund
rein serösen S. ab, um damit aus den dort befindlichen
Geschmacksknospen entsprechende Geschmacksstoffe auszuspülen. Davor
befindet sich ein Gebiet mit rein schleimigen Zungen-Speicheldrüsen und
an der Unterseite der Zungenspitze wird durch die vordere
Zungenspeicheldrüse (Glandula lingualis anterior) ein gemischtes Sekret
produziert. Die Qualität unterliegt tageszeitlichen Schwankungen,
verändert sich mit der Art und Dauer der Nahrungsaufnahme oder Anregung
(Stimulation) und wird durch Faktoren wie Stress oder Medikamente
erheblich beeinflusst.
Adenolymphom,
Adenom,
Carmalt Drüse,
Sialographie, Speichel,
Speicheldrüsentumoren,
Speichelersatzmittel,
Speichelmenge,
Xerostomie
|

Hauptspeicheldrüsen
des Kopfes

Speicheldrüsen
der Mundhöhle

Übersicht: Bestandteile
des Speichels und deren Funktion |
Speicheldrüsentumoren
engl.: salivary gland tumors; sowohl gutartige (benigne,
Adenome,
etwa 75%) wie auch bösartige (maligne)
Geschwulste unterschiedlicher Struktur mit einem Hauptschwerpunkt in der
Ohrspeicheldrüse (Parotis = 80%, Submandibularis
= 10%). Als häufigster S. gilt das gutartige pleomorphe Adenom ("Speicheldrüsenmischtumor"),
welches fest abgegrenzt die Parotis befällt, mit einer Bevorzugung von Frauen ab
der 5. Dekade.
Beim Warthin-Tumor , welcher Männer in der 7.-8. Dekade überwiegend befällt,
handelt es sich ebenfalls um ein abgekapseltes Geschehen hauptsächlich der
Parotis aus onkozytär transformierte Epithelien; ein Nikotinzusammenhang wird
vermutet.
Adenom
Speicheldrüsenzyste;
Sialozele
Speichelersatzmittel
Speichelersatz, engl.: saliva substitute; seit 1972 auf dem Markt
befindliche Präparate, zunächst auf der Basis von Carboxymethylcellulose (CMC)
mit Sorbitolzusatz zur Erhöhung der Oberflächenaktivität.
Heute werden allgemein im bezahnten Kiefer
muzinhaltige Ersatzstoffe favorisiert, da sie der Schutzwirkung durch eine
gute Benetzungsfähigkeit der Oberfläche (Filmbildung sowohl auf hydrophoben wie
auch hydrophilen Oberflächen) dem natürlichen Speichels am nächsten kommen.
Wegen einer erhöhten Kariesanfälligkeit durch Speichelmangel wird der Zusatz von
Fluoriden
empfohlen.
Untersuchungen - besonders kontrollierte
Langzeitstudien - sind nur wenige in der Literatur vorhanden. Hinzu kommt
das manche Patienten synthetische S. ablehnen und auf Wasser
zurückgreifen.
Nachfolgend ausgewählte Ersatzmittel. Mit aufgeführt ist normales Leinsamenöl,
welches ebenfalls in Untersuchungen gute Werte zeigt:
| Handelsname |
CaCl2
(mg/l) |
K2HPO4
(mg/l) |
KH2PO4
(mg/l) |
Fluorid
(mg/l) |
Basis |
pH |
| Artisial |
166 |
802 |
326 |
- |
Na-CMC |
6,7 |
| VA-Oralube |
166 |
802 |
326 |
2 |
Na-CMC |
7,0 |
| Luborant |
166 |
803 |
366 |
4,3 |
Na-CMC |
6,9; spät. 6,0 |
| Glandosane |
148 |
348 |
- |
- |
Na-CMC |
5,1 |
| biotène |
- |
- |
- |
- |
CEC HEC |
5,2 |
| Oralbalance |
- |
- |
- |
- |
HEC Gel |
- |
| Saliva medac |
- |
- |
- |
- |
Muzin |
5,4 |
| Saliva Orthana |
150 |
350 |
- |
4,2 |
Muzin |
6,7 |
| Oralube |
60 |
665 |
- |
2,3 |
Sorbitol |
6,9 |
| Salinum |
- |
ja |
- |
- |
Leinsamenöl |
- |
Tabelle nach Meyer-Lückl / Kielbassa in zm 93/2003. Die
Präparate biotne und Oralbalance werden seit 2001in ähnlicher Zusammensetzung
unter dem Handelsnamen "aldiamed Mundspülung" und "aldiamed Mundgel" auf dem
Markt angeboten.
CMC = Carboxymethylcellulose; CEC = Carboxyethylcellulose; HEC =
Hydroxyethylcellulose
Je nach Zusammensetzung können S. ein nicht zu vernachlässigendes
Demineralisierungs-Potential auf
Schmelz,
Dentin oder
Hydroxylapatit haben. Der natürliche menschl. Speichel hat einen annähernd
neutralen
pH-Wert und stellt eine calcium- und phosphatübersättigte Lösung dar.
Hierdurch ist er in der Lage, auftretende Entkalkungsvorgänge relativ rasch
durch Remineralisation auf natürliche Weise zu beheben.
Nicht so eines der weit verbreitesten Mittel Glandosan: niedriger pH-Wert und
wenig Mineralien können den Zahnhartsubstanz arg zusetzen; biotène enthält keine
relevanten Mineralien und ist zudem noch sauer: Zahnschäden sind
vorprogrammiert. Sehr gute Werte zeigen dagegen die obersten drei Präparate in
der Tabelle.
Erfolge zeigt ebenfalls ein Mundspray, bestehend aus fixen
Konzentrationen des Cholinesteraseinhibitors Physiostigmin
Kariesanfälligkeit,
Ptyalismus,
SLPI,
Strahlentherapie,
Xerostomie
Speichelmenge
Speichelfließrate, Speichelfluss, engl.: quantity of saliva;
individuell unterschiedliche Größe, welche von vielen Faktoren (Körperzustand,
Alter, Geschlecht) abhängig ist, hauptsächlich aber durch das Kauen (=
natürliche Stimulation) oder eine künstliche Stimulation beeinflusst bzw. durch
krankhafte Körperprozesse vermindert wird. Die Literaturangaben über die Menge
schwanken erheblich:
- Beim gesunden Menschen beträgt das Speichelvolumen "nur" etwa
1,07 ml vor dem Schlucken und 0,77 ml nach dem Schlucken
- Der Speichelfilm ist außerordentlich dünn und wird in der
Literatur auf normalen Mundflächen, die nicht mit anderen Flächen im Kontakt
stehen, mit 36 - 50 Fermi (fm) angegeben. Mindeststärken von 10 fm sind
nötig, um ein Gefühl des "trockenen Mundes" zu vermeiden. (Fermi ist eine
Maßeinheit für sehr kleine Zahlen; auch Femtometer, Kurzform fm. 100.000
Fermi ergeben ein Angström. Typische Atomkerne sind einige Fermi groß).
- während des Kauens ca. 2 ml/min, hochgerechnet auf zwei Stunden
natürliche "Stimulationszeit" ("Reizspeichel") am Tag = 240 - 300 ml.
- im wachen Körperzustand (ohne Kauen bei einer Fließrate von
20ml/Std. über angenommene 15 Std., hochgerechnet) 300 ml/Tag
- während des Schlafes (Ruhespeichel)
nur (hochgerechnet auf angenommene 7 Std.) 15 ml/Nacht. Besonders ungünstig
ist bei dieser geringen Menge ein Schlafen mit offenem Mund, da zusätzlich
noch eine Verdunstung über die Schleimhäute erfolgt (~ 025 ml/min)
- Dies ergibt einen durchschnittlichen Speichelfluss von etwa 0,7
Liter pro Tag (vorbehaltlich der methodischen Schwankungen während der
Nahrungsaufnahme (wie lange wird Nahrung aufgenommen? wird der Speichel
allein oder zusammen mit Teilen des Nahrungsbreis gemessen? sowie
individueller Unterschiede!).
- Sinkt dieser individuelle Wert etwa um 50% ab, so wird eine
Mundtrockenheit empfunden.
- Generell ist die
Speichelmenge mit zunehmenden Alter herabgesetzt. (
Alterszahnheilkunde)
- Bei einer nur geringen Menge von etwa 0,7 Milliliter Speichel im Mund,
wird ein Drang zum Schlucken verspürt.
Im Tages-Ruhezustand befinden sich nur 0,8 - 1,1 ml S. in der
Mundhöhle. Diese Menge reicht aus, um die etwa 200 qcm große Oberfläche mit
einem dünnen (1-10µ) Speichelfilm zu überziehen.
- Bei beeinträchtigtem Speichelfluss sind Kauen, Schlucken und Sprechen
erschwert. Auch das Risiko für orale Infektionen nimmt zu, insbesondere für
Candida-Befall. Letzterer führt häufig dazu, dass betroffene Patienten
in ihrer Ernährung auf weiche, flüssige und oft kalorienreiche Kost
ausweichen. Dies führt zwangsläufig zu einer
Fehlernährung, welche wiederum starke Einflüsse auf die
Speichel-Drüsenfunktion und die S. hat.
- Bestimmte Speisen gelten als besonders speichelfördernd: Harter
Käse, Nüsse und faserige Lebensmittel zählen dazu.
- Nach zweistündigem Kauen von Kaugummi steigen
Flussrate und
pH-Wert des Speichels im Vergleich zu unstimulierten Speichel
beträchtlich an: Im unstimulierten Zustand ergibt sich keine Veränderung des
Speichelflusses über zwei Stunden (durchschnittlich 0,39 ml/min). Nach
Kaugummikonsum hingegen steigt die Rate zunächst steil an, um dann nach 35
Minuten auf ein Plateau von durchschnittlich 0,94 ml/min zu fallen.
- Fluoridgehalt: die
Fluoridkonzentration beträgt unter fluoridarmen Lebensbedingungen (keine
fluoridierte Zahnpasta, kein angereichertes Speisesalz usw.) im Mittel nur
0,02 mg/l. Dieser Wert lässt sich durch eine
systemische Fluoridzufuhr nur unwesentlich erhöhen.
Bestimmung der Speichelmenge (Sialometrie)
nach Siedek, Zengel, Berghaus in zahnärztliche Mitteilungen , zm
98, Nr. 18, 16.09.2008 (2517):
"Der Patient soll am Morgen reichlich trinken. Die Sammelperiode erfolgt wegen
der zirkadianen Sekretionsschwankung zwischen neun und elf Uhr in ruhiger
Atmosphäre bei künstlichem Licht und Raumtemperatur von 20 bis 22 Grad. Zähne
und Zahnersatz sind ein bis zwei Stunden vorher zu reinigen. Die Stimulation
kann durch Kauen eines Kaugummis erfolgen. 30 Sekunden nach Vorkauen und
Schlucken beginnt die Sammelperiode. In vornübergebeugter Haltung, mit auf die
Oberschenkel abgestützten Unterarmen sammelt der Patient nach einem Schluckakt
den Speichel über zwei Minuten im Mundboden, um ihn dann komplett in den
Trichter zu spucken. Während der Sammelperiode sollen Lippen, Zunge, Wangen
nicht bewegt werden. Die Speichelprobe wird gelagert, bis sich der Schaum gelöst
hat. Dann wird die klare Flüssigkeit in einen Messzylinder mit
0,1-ml-Graduierung gegossen."
Ernährungsempfehlungen,
Kariesanfälligkeit,
Kaugummi,
Mundflüssigkeit,
Oligosialie,
Ptyalismus,
Sjögren-Syndrom, Speichel,
Strahlenkaries,
Speichelersatzmittel,
Xerostomie
Speichelsauger
Speichelzieher, engl.: saliva ejector, aspirator;
unentbehrliches Hilfsmittel bei vielen zahnärztlichen Behandlungen zum
Aufrechterhalten eines
trockenen
Behandlungsfeldes. Die kleinen Röhrchen waren früher meist aus Glas und an
einen begleitenden Wasserstrahl ("Wasserstrahlpumpe") angeschlossen, heute durch
biegsame Kunststoffröhrchen ersetzt, welche an die
Absauganlage
auf der Helferinnenseite der Behandlungseinheit angeschlossen werden.
Trockenlegen
Speichelstein
Ptyalolith, Sialolith, engl.: sialolith; in den
Ausführungsgängen der großen
Speicheldrüsen (Parotis, Submandibularis, Sublingualis) befindliche
Ablagerung; hauptsächlich bestehend aus Calciumphosphat u.
Calciumcarbonat. Bei entsprechender Größe können diese Steine zu einem
Speichelstau mit Entzündungen (Sialoadenitis,
Sialolithiasis) führen. Dadurch, dass es bei der
Nahrungsaufnahme reflektorisch zu einer Speichelproduktion kommt, treten
erheblichen Schmerzen und Schwellungen auf gerade während dieser Zeit
auf.
Als Ursachen bei der Entstehung von S. - bevorzugt sind
Männer im dritten und vierten Lebensjahrzehnt - werden
Sekretionsstörungen der Speicheldrüsen
diskutiert, besonders dann, wenn das Sekret wegen eines hohen
Muzingehalts
besonders zähflüssig ist. Aus Kalzium und Muzin entwickeln sich zunächst
Mikrolithen und schließlich große Steine aus Kalziumphosphat oder
Kalziumkarbonat. Zu 80 Prozent ist die
Glandula submandibularis betroffen, zu 20 Prozent die
Glandula parotis. Statistisch gesehen
treten Speichelsteine bei rund 1.2% der Bevölkerung auf.
Therapie:
Kleine Steine können durch einen regen Speichelfluss ausgeschwemmt
werden, größere Steine bedürfen der chirurgischen Entfernung; bei
häufigen Rezidiven Entfernung der betroffenen Speicheldrüse. In jüngster
Zeit wird eine "Stoßwellenlithotripsie" (ESWL) im Sinne einer
Lithotripsie ("Steinzertrümmerung") erprobt, welche ambulant ohne
örtliche Betäubung durchgeführt werden kann.
Okklusalaufnahme |

©: Dr. Drüke,
|
Speicheltest
Speicheldiagnostik, Speicheluntersuchung, engl.: saliva
analysis; Bestimmung von
Speichelproduktion (Fließgeschwindigkeit),
Keimzahl und
Pufferkapazität des Speichels u.a. für eine
(unsichere) Vorhersage der
Kariesaktivität bzw. des
Kariesrisikos. So kann z.B. die Anzahl der
St. mutans-Bakterien ein
Hinweis auf eine Kariesgefährdung ebenso sein, wie die Anzahl der
Laktobazillen, welche auf falsche
Ernährungsgewohnheiten schließen lassen; allerdings sind hier individuelle
Faktoren, wie das
Immunsystem und der generelle Zustand der Mundhöhle (unversorgte
Kariesfolgen,
schlechte Füllungen und Kronen), verbunden mit
Mundhygiene und Essgewohnheiten schwer einzuschätzen. Zusätzlich gilt: Die
Stoffwechselaktivität, und nicht die Anzahl der
Kariesbakterien wird zum Maß für die Einschätzung des Kariespotenzials
angesehen.
In der Literatur gelten Werte von über einer Millionen/ml an
St. mutans-Bakterien und über
100.000/ml an
Laktobazillen als Anhaltspunkt für ein erhöhtes
Kariesrisiko.
Die Laktatbestimmung mit Hilfe eines indikatorgetränkten Watteträgers und
die daraus abgeleitete Einteilung in drei Risikogruppen (Cario L-Pop) ist
vielleicht ein neuer Ansatz, da hier nicht nur die Säureproduktion der üblichen
Verdächtigen S. mutans und Lactobacillus bestimmt wird. Für diese Leitkeime und
zwei Actinomyces-Arten besteht eine enge Korrelation zwischen koloniebildenden
Einheiten (CFU) und Laktatbildung. Als semiquantitative Methode ist der neue
Test jedoch in Bezug auf seine statistische Aussagekraft nicht gut bewertbar und
es liegen daher auch keine Werte für
Sensitivität,
Spezifität oder Predictive Value vor.
Weiter sollen S. Rückschlüsse auf die
Quecksilberbelastung des Organismus aufgrund von vorhandenen
Amalgamfüllungen
liefern. Derartige "Tests" gelten heute als
obsolet. G.
Schmalz schreibt dazu; Gesundheitsrisiken
bei Füllungswerkstoffen",:
"Voraussetzung für eine systemische Wirkung ist die
Resorption.
Ca. 25 % des durch Amalgamfüllungen freiwerdenden Quecksilberdampfes werden
inhaliert, davon wiederum ca. 80 % in der Lunge resorbiert und zum größten Teil
innerhalb von Minuten in die ionische Form (Hg++) oxidiert. Die verbleibenden 75
% werden in Speichel gelöst und verschluckt, aber in dieser Form (Hg0)
im Magen-Darm-Trakt kaum aufgenommen. Ionisches Quecksilber gelangt mit dem
Speichel ebenfalls in den Magen-Darm-Trakt und wird zu 10 % resorbiert.
Quecksilber aus Amalgampartikeln nimmt der Körper - wenn überhaupt - nur in
äußerst geringem Umfang auf. Bei der Messung der Quecksilberkonzentration im
Speichel wird die Oxydationsstufe des Quecksilbers nicht ermittelt, und es
können auch kleinste Amalgampartikel zu stark erhöhten
Quecksilberkonzentrationen im Speichel führen. Diese Form wird jedoch nicht
resorbiert, weshalb die Quecksilberbestimmung im Speichel
obsolet ist. Die
WHO-Grenzwerte der
tolerierbaren Quecksilberaufnahme sowie der Konzentrationen in Blut und Urin
werden nicht annähernd erreicht. ... . Dabei kam man zu dem Ergebnis, dass das
Risiko für die Bevölkerung - auch im Vergleich zu den anderen heute üblichen und
weniger gut untersuchten Füllungswerkstoffen - gering und damit vertretbar
ist."
Behandlung auf Verlangen,
Ernährungsempfehlungen,
Fosdick Test,
Kariesaktivität,
Kariesbakterien,
Kariesdiagnostik,
Kariesrisiko,
Kaugummi-Test,
Quecksilberallergie,
Quecksilberfreisetzung, Snyder-Test,
(Testverfahren, Dissertation)
Speisesalzfluoridierung, (Koch-)Salzfluoridierung,
engl.: (common-)salt fluoridation;
Fluoride,
Salzfluoridierung
Sperrbiss
"sperrender Schneidezahnüberbiss"; wenig gebräuchliche Bez. für einen
deckbissartigen
Zusammenbiss im Milchgebiss, verursacht durch ein "Aneinandervorbeiwachsen"
der in der Achsrichtung zu steil stehenden Schneidezähne bei zu geringer
Bisshöhe.
Spezialist;
Generalist
Spezifität
engl.: specificity; Prozentsatz von negativen Ergebnissen z.B. "kein
Befund", die man für nicht von dieser Krankheit/Störung Betroffenen erhält. So
gibt die S. einer Untersuchung an, wie gut es mit dem jeweiligen
Verfahren möglich ist, zwischen zwei Krankheiten (oder krank vs. gesund) zu
unterscheiden. Beispielsweise sagt eine S. von 99.99 % aus, dass eine
falsche Diagnose nur in 0,01 % der Fälle vorkommt.
Sensitivität,
Validität
Spielpassung, engl.: clearance fit;
Begriff aus der Prothetik;
Passung
Spinaebene
Vermessungsebene in der
Kephalometrie:
sie verbindet durch die sog. Spinagerade die Spina nasalis anterior (Spa;
anteriorster
Punkt der knöchernen Spina nasalis in der
Median-Sagittal-Ebene, vordere Begrenzung des
Oberkiefers)
mit der Spina nasalis posterior (Spp; virtueller röntgenologischer Punkt
am Schnittpunkt der vorderen Wand der Fossa pterygopalatina mit dem Nasenboden,
hintere Begrenzung des Oberkiefers); sie liegt als Ebene senkrecht zur
Raphe-Median-Ebene.
Spira-Syndrom;
Fluorose
Splitcast-Sockel
Trennsockel, (nach G. Geiger); labortechnisches Verbindungselement
zwischen
Artikulator und
Präzisionsmodell, auf welchem das
Arbeitsmodell präzise befestigt, aber auch leicht wieder gelöst werden kann.
Heute meist gebräuchlich als Magnet-Splitcast-Systeme
Sockeln
Spongiosa,
substantia spongiosa, engl.: spongy bone; "schwammige", mit dünnen
Bälkchen und Knochenmark versehene Knochenmasse im Knocheninneren
Kompakta ,
Kortikalis,
Ostitis
Spongosiatransplantat;
Knochenersatzmaterialien
Spontanschmerz
engl.: pathologic pain; spontan ("aus heiterem Himmel") auftretender
(Zahn-)Schmerz. Meist sicheres Zeichen für eine fortgeschrittene
Pulpitis,
Schmerz,
Zahnschmerz
Spray
Spraykühlung, Wasserkühlung, wörtlich: "Sprühregen",
engl.: spray coolant, (cooling) spray;
Schlagwortbezeichnung für die Kühlung mit einem Gemisch aus Luft und
Wasser im Rahmen zahnärztlicher Behandlungsmaßnahmen (z.B.
Präparationen),
um die dabei auftretende Hitzentwicklung zu kompensieren; dabei ist ein
Kühlmittelfluss (Spray) von 50 ml/min zur
Schonung der Pulpa bei rotierenden Instrumenten größer 10.000 U/min
als Minimum anzusehen.
Ebenso Bezeichnung für die Mehrfunktionsspritze, mit deren S. das
Arbeitsfeld gesäubert wird.
Es ist wissenschaftlich belegt, dass im S. (Aerosol)
Streptococcus, Actinomyces, Lactobacillus sowie Staphylococcus Bakterien
vorhanden sind. Diese an sich nicht-pathogenen
Keime können für Patienten mit geschwächtem
Immunsystem ein Risiko darstellen. Weiter können Aerosole und
Spritzer bei medizinischem Personal Augen-, Haut- und
Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen sowie Erkrankungen der Atemwege
verursachen.
Absaugen,
Bohren,
Irrigationswasser |
 |
Spreader
"Spreizer"; im Rahmen der
lateralen Kondensationstechnik (eine besondere Technik bei der
Wurzelkanalfüllung) angewandte "Spreizinstrumente" zum "Platz schaffen" und
damit einem Nachschieben weiterer
Guttapercha-Stifte. Unterschieden werden Fingerspreader (s. Abb.;
kurzer Griff) von Handspreadern (langer Griff). Die Arbeitsenden sind
jeweils glatt und in konischer Form mit versch. Größen nach ISO-Norm.
Wurzelkanalbehandlung
Sprechabstand
engl.: speaking distance"; verschieden großer Abstand der
Schneidekanten der oberen und unteren mittleren Schneidezähne bei der
Lautbildung. Während er beim Laut "S" nur 1-2 mm beträgt, erweitert er sich bei
einem "O" z.B. auf ~ 6mm. Der S. hat Bedeutung bei der Ermittlung der
Bisshöhe von
Vollprothesen
Interokklusalabstand
Sprechstundenbedarf
engl.: consultation overhead;
Arzneimittel und medizinische Materialien, die unmittelbar in der
(zahn-)ärztlichen Sprechstunde durch den Patienten verbraucht werden und nicht
bereits in der Gebührenbeschreibung (
BEMA,
GOZ)
enthalten sind. Bei den versch. Kostenträgern z.T. mit unterschiedlichen
Regelungen über die Möglichkeit der Verordnung ; unterliegen dann der
Wirtschaftlichkeitsprüfung.
Spreng Schiene, Spreng Klammer;
fortlaufende Klammer
Spritze, Injektionsspritze, engl.: syringe;
Injektion,
Lokalanästhesie,
Luer
Spritzenabszess
engl.: syringe abscess; in der
ZHK äußerst selten auftretende
Komplikation im Zusammenhang mit einer
Lokalanästhesie; dabei als Folge Ausbildung eines subkutanen oder
intramuskulären
Abszesses. in der Regel Folge eines durch die Injektion bedingten
Blutergusses, welcher durch eingeschleppte Bakterien infiziert wird. Während
sich S. nach
Infiltrationsanästhesien relativ rasch abbauen, kann es nach
Leitungsanästhesie (Mandibularanästhesie) zu einer länger anhaltenden
Kieferklemme kommen.
Sprühdesinfektion
Oberflächen-Sprühdesinfektion, engl.: spray disinfection; wenig
effektives Verfahren zur Vernichtung von
mikrobiellen Lebewesen auf kontaminierten Oberflächen mittels Versprühung
eines desinfizierenden Sprays. Zusätzlich besteht im Vergleich zur effektiveren
Wischdesinfektion noch die Gefahr eines Einatmens des Spraynebels durch
die Anwendung. Gebrauch bei schwierig zu desinfizierende Flächen, sofern diese
während der Behandlung nicht abgedeckt sein können.
Desinfektion
SRP; Abk. v. scaling and root planing ;
geschlossene PA-Therapie
SSO
Standesvertretung der Schweizer Zahnärzte. Die in der Berner Altstadt gelegene
Schweizerische Zahnärzte Gesellschaft, die Societe Suisse d'Odonto-Stomatologie
(SSO), vereinigt mehr als 90 Prozent aller Zahnärzte auf freiwilliger Basis und
ist für alle standes- und berufspolitischen Belange der Zahnärzte zuständig. Als
Vertreterin der Zahnärzte ist die SSO die Gesprächspartnerin der Behörden auf
der Bundes- und Kantonebene. Sie ist auch für die Fortbildung der Zahnärzte
zuständig, die bei allen SSO-Mitgliedern Pflicht ist. Die Öffentlichkeitsarbeit
und die Publikationen von Zeitschriften der Zahnärzte gehören auch zu ihren
Tätigkeiten. Die SSO bietet außerdem weitere Leistungen wie Rechts- und
Finanzberatungen.
Staffelstellung; engl.: stacked
behind; meist durch einen Engstand bedingte dachziegelartige Stellung der
Frontzähne ;
Engstand
Stafne-Zyste
Pseudozyste, engl.: Stafne cyst, Stafne’s bone defect;
röntgenologisch als Zyste erscheinender Knochendefekt im Unterkiefer.
Tatsächlich handelt es sich um eine
linguale
Knochenresorption ("Knocheneindellung", "Knochenaussparung") der
Mandibula
im Bereich der Unterkiefer-Speicheldrüse (
Glandula submandibularis),
welche durch einen ständigen Druck auf dieses Gebiet ausgelöst wird. |

|
Stahlkrone
engl.: steel crown; hauptsächlich in der Kinderzahnheilkunde angewandte
Kronenart zur Versorgung von
stark zerstörten Milchzähnen; auch gelegentl. zur
vorübergehenden (provisorischen) Behandlung bleibender (Backen)Zähne.
konfektionierte Krone
Stahlprothese; Trivialbezeichnung für
eine
Teilprothese auf der Grundlage eines
Modellgusses
Stainton Syndrom
auch bekannt unter:
Capdepont(-Hodge-Stainton)
Zahndysplasie, engl.: Stainton's syndrome;
Dentinogenesis hypoplastica (o. imperfecta) hereditaria mit dem
Erscheinungsbild: zu kleine, gelblich-karamellfarbenen Zähne, angeborene
Schmelzhypoplasien und Palmoplantarkeratosen (Verhornungsstörung der Handflächen
und Fußsohlen).
Stammanästhesie, ungebräuchlicher
Ausdruck für eine
Leitungsanästhesie
Stampfhöcker
Arbeitshöcker, Stützhöcker, engl.: working cusp; Bezeichnung
für die tragenden
Höcker der
Arbeitsseite. Sie befinden sich in der Regel oben
lingual und unten
bukkal.
Scherhöcker
STAMPs
engl. Abk. von "specifically targeted antimicrobial peptides"; neuartige
Wirkstoffkombination zum gezielten Ausschalten einzelner Bakterienarten
("probiotische Antibiotika"). Dabei handelt es sich um ein Fusionsprotein,
bestehend aus einem Spezies-spezifischen Zielpeptid (das an spezielle Moleküle
des Erregers bindet; sog. "Suchermolekül") und einem antimikrobiellen Peptid mit
weitem Spektrum. Sollte sich das Prinzip auch in
klinischen
Studien durchsetzen, könnte es die
Antibiotikatherapie generell verändern. Denn theoretisch ist es möglich,
STAMPs für alle gewünschten Erreger herzustellen.
In der ZHK
im Experimentierstadium bei der gezielten Ausschaltung des Hauptverursachers der
Karies, dem
Streptococcus mutans Bakterium. Erfolge
werden z.Zt. (2009) skeptisch eingeschätzt.
Kariesimpfung
Standardtarif; der
Privaten Krankenversicherer, engl.: standard tariff; ab 1.1.2009
durch den
Basistarif abgelöst.
Staphylokokken
Haufen- oder Traubenkokken, "Eiterbakterien", von
griech. staphylé = Weintraube und kókkos = die Kugel, engl.:
staphylococcus; kugelförmige ~ 0,8 mµ große
grampositive, nicht Sporen bildende, "traubenförmig wachsende"
Bakterien, welche sich im Gegensatz zu den in Kettenform wachsenden
Streptokokken in einem
traubenähnlichen Haufen organisieren. Besondere Haftmoleküle ("eap"
= extracellular adherence protein) bewirken im Wundgewebe einen
besonders festen Halt; gleichzeitig behindern diese "eaps" die
körpereigenen Entzündungszellen bei der Infektabwehr. S. sind
häufig
resistent gegen die klassischen
Antibiotika. Generelles Vorkommen auf Haut und Schleimhäuten von
Mensch und Tier, ohne unbedingt eine Erkrankung auszulösen.
Abszess,
Autovakzine,
Eiter,
Gram Färbung,
Granulom,
Mundflora,
Oberlippenfurunkel,
Pyämie,
Resistenz, Streptokokken
|

mikroskopisches Abbild
von S. auf einem Nährboden
|
Staphyloplastik
"künstliche Gaumenbildung", früher: Staphyloraphie, engl.:
staphyloplasty; chirurgisch-plastische Korrektur (Verschluss einer
Spalte) am
weichen
Gaumen, spez. im Bereich des
Zäpfchens;
Gaumenplastik
Stärke, engl.: starch;
Amylum,
Glykogen
starre Verbindung; engl.: rigid connection;
Geschiebe,
Interlock,
Verbindungselement
State of Art, dem
aktuellen Wissensstand entsprechend;
Goldstandard
Status
engl.: state, chart Beschreibung/bildliche Darstellung eines gegenwärtigen
Zustandes; so stellt der Gebissstatus den gegenwärtigen klinischen Zustand (Status
praesens) der Zähne (Fehlstellungen,
Karies,
Zahnfleischerkrankungen) dar. Unter einem
Röntgenstatus versteht man in der
ZHK die röntgenologische Untersuchung aller Zähne (in der Regel mit intraoralen
Zahnfilmen).
Röntgenstatus,
Parodontalstatus,
Zahnstatus
Status-X™-Röntgengerät,
Panoramavergrößerungsaufnahme
Staub™
Cranial-System
neuartiges System zur Bestimmung des
Zahnbogens
und der Position von Kunstzähnen auf
Zahnersatz.
Es erleichtert weiter die Berechnung der
Okklusionsebene
und der
vertikalen Kieferrelation.
Im Rahmen seiner Grundlagenforschung an über 6.500 verschiedenen Modellen konnte
K.H. Staub sowohl im Oberkiefer als auch im Unterkiefer konstante Größen
nachweisen, die bis heute in der Zahnmedizin unbekannt waren. Diese
reproduzierbaren Größen werden als "Craniale Referenzpunkte" bezeichnet und sind
der Ausgangspunkt für eine genaue Rekonstruktion des ursprünglichen Zahnstands,
die anhand der
Modellanalyse
rechnerisch vorgenommen wird.
Stauchung, unfallbedingte Quetschung in Längsrichtung eines Objekts, engl.:
compression;
traumatische Zahnverletzungen
Stauchungsfraktur
Stauchungsbruch, Kompressionsfraktur, engl.: compression o.
impacted fracture; Knochenbruch, der durch die
Stauchung eines Knochens in der Längsachse ausgelöst wird. Hauptvorkommen in
der ZHK
im Bereich des
Kiefergelenks (
Collumfraktur), wenn die Gewalteinwirkung von vorn auf die Kinnspitze
erfolgt.
Kieferbruch
Steele Facette
engl.: Steele's facet; historische, 1903 von Thomas Steele entwickelte,
fest-zementierte Keramik-Facette
für Stiftkronen und Brückenarbeiten.
Im Gegensatz zu "Langstift-Facetten"
hat die S. F. eine glatte Rückenfläche mit einem eingebrannten Kanal, in
welchen exakt ein Stift der zu verblendenden Metallrestauration passt.
Steg
Verbindungssteg, Stegverankerung, engl.: connecting bar
o. continuous beam;
Verbindungsvorrichtung bei festsitzend-herausnehmbaren
Zahnersatz. Zwischen zwei überkronten Zähnen (meist den unteren
Eckzähnen, wenn die 4 kleinen Schneidezähne fehlen), befindet sich eine
starre Verbindung ("Verblockung") aus vorgefertigtem stabilen
"Golddraht" (runder o. ovaler Querschnitt) oder aus einem gegossenen
Zwischenstück (meist parallelwandig), auf welchem die Teilprothese
gleichzeitig abgestützt und gehalten wird.
Verbunden wird der herausnehmbare Ersatz über sog. "Stegreiter"
(engl.: bar clip, bar attachment), welche meist
aktivierbar ("aktiv") sind.
Je nach Querschnitte des St. spricht man von einem
Steggelenk (auch: Dolder-Gelenk, engl.: bar joint) bei
rundem u. ovalem Querschnitt, welches Drehbewegungen um die Achse des
St. zulässt, bzw. von einem Steggeschiebe (auch:
Dolder-Geschiebe, engl.: bar attachment) bei parallelwandiger
Ausformung des St. (starre Verbindung mit dem St., keine
Rotation möglich)
Ankerelement,
Coverdenture,
Dolder
Steg,
Geschiebe,
Gilmore Reiter,
Kombinationsprothese,
Reiter,
Verbindungselement,
Verblockung ,
Wurzelstiftkappe |

Wurzelstift-
kappen mit einem
Steg verbunden
|
Steilbiss
engl.: vertical bite; nach
Angle
Klasse II,2:
Neutralokklusion bei Steilstellung der oberen und unteren
Frontzähne (retrudierte
Schneidezähne); in der Regel kombiniert mit einem
Tiefen Biss bzw.
Deckbiss
Interinzisalwinkel,
Schachtelbiss
Steiner-Analyse
engl.: Steiner-analysis; früher gebräuchliche Auswertung eines
Fernröntgenbildes als zusätzliche diagnostische Maßnahme bei der Behandlung
von
Engständen. 1953 eingeführt, galt sie damals als übersichtliche, leicht zu
erlernende Analyse.
S-Linie (Steiner
Profillinie)
Steinzement
Silikophosphat-Zement, "Zinkporzellanzement" engl.: stone
cement; in der
ZHK wenig
gebräuchliches
Füllungsmaterial (heute werden stattdessen meist
Glasionomerzemente verwendet) zur provisorischen Versorgung von
Kavitäten; früher auch bei der
Modellherstellung angewandt. Gute Haftfähigkeit am Dentin; auch mit
zugesetzten Kupfer-Ionen auf dem Markt.
Das Pulver besteht aus einer Mischung zu ~ 40 % von reinem
Zinkoxid und einem
Glas-Silikat-Zement; die Flüssigkeit aus einer wässrigen Lösung der
Phosphorsäure. Verwendung als
provisorisches
Füllungsmaterial bei sog. "Amalgamsanierungen bzw. "Metallsanierungen"
(Austausch von Füllungswerkstoffen) für einige Monate.
Stellungnahme engl.: statement;
Leitlinien
Stellungsanomalien,
Zahnstellungsanomalien, engl.: anomaly of tooth position;
Kieferorthopädie
Stent Masse
engl.: Stent's mass; nach dem Londoner ZA C. Stent benannte,
historische, starr-reversible, wieder verwendbare
Abdruckmasse.
Das zu den
Kompositionsabdruckmassen zählende Material enthält plastische Stoffe (wie
z.B. Kopal, Schellack, Kolophonium), elastische Massen (wie z.B. Rohkautschuk,
Guttapercha), Weichmachungsmittel (wie z.B. Triphenylphosphat, Paraffin) sowie
Füllstoffe und Färbemittel (wie z.B. Talkum, Farben).
Step-back-Technik
Stufenaufbereitung, "ein-Schritt-zurück-Technik"; besonderes
Verfahren im Rahmen einer
Wurzelkanalaufbereitung: Zweck ist die stufenförmige, konische Aufbereitung
des Hauptwurzelkanals und Schaffung einer "Eigendentinplastik" oberhalb vom
Foramen
des physiologischen Apex (sog. Eigendentinverschluss). Alternativ dazu
besteht die sog.
Step-down-Technik
Balanced force-Technik,
Ellbogen-Effekt,
Step-down-Technik
Step-down-Technik
Crown-down-Technik, "ein-Schritt-nach unten-Technik"; frühe
koronale Erweiterung und spätere
apikale Aufbereitung des Wurzelkanals; vor allem bei stärker gekrümmten
Wurzelkanälen angewandte Technik der
Wurzelkanalaufbereitung: zur Verringerung des Risikos einer
Wurzelkanalperforation (
Via
falsa) wird zunächst die koronale und mittlere Erweiterung des Wurzelkanals
(bis zur Krümmung hin) mit dünnen Wurzelkanalinstrumenten und
Gates-Bohrern durchgeführt. Erst dann wird der
apikale Anteil mit voller Arbeitslänge der dünneren Instrumente aufbereitet.
Eine Kombination von Step-back- und Step-down-Technik ist die sog.
Double-flare-Technik, welche ebenfalls bevorzugt bei gekrümmten Wurzelkanälen
eingesetzt wird.
Balanced force-Technik,
Step-back-Technik
Stephan-Kurve
ist das Diagramm eines
pH-Wert-Abfalls in der
Plaque nach
Konsum von Glukoselösung. Innerhalb kurzer Zeit (ca. 5 Min.) sinkt der pH-Wert
des Speichels auf unter 5,5. Die Puffersysteme sorgen für eine Stabilisierung
des pH-Wertes, benötigen jedoch 35 - 40 Minuten, um den Ausgangswert wieder zu
erreichen. Der Kurvenverlauf ist u.a. auch abhängig von der
Zuckerdiffusionsgeschwindigkeit, der Säureproduktion in der Plaque und der
Säurediffusionsgeschwindigkeit.
Vipeholm-Studie
Stereognosie
engl.: stereognosis; Fähigkeit, Gestände ausschließlich durch Betasten
(Augen sind geschlossen!) zu erkennen und ihnen entsprechende Merkmale (z.B.
Größe, Beschaffenheit) zuzuordnen. Orale Stereognosie (orale
Taktilität; Erkennen von Gegenständen vornehmlich durch Betasten der Zunge)
ist nach jüngsten Untersuchungen ein wichtiges Kriterium für die Zufriedenheit
von eingegliedertem Zahnersatz, vornehmlich bei Vollprothesenträgern.
Vollprothese,
Zahnersatz,
Zunge
Stereomikroskop; engl.:
stereomicroscope;
Operationsmikroskop
Sterilisation
engl.: sterilization; Keimfreimachen von medizinischen
Instrumenten, Wäsche usw. (= Sterilisiergut), in der Regel durch Erhitzen
("Hitzesterilisation") im geschlossenen Behälter auf Temperaturen über
100º C im Sterilisator (
Autoklav). Der unter Druck stehende Wasserdampf ("gespannter
Wasserdampf") wirkt 15 Minuten lang bei 121° C in sog. Autoklaven ein. Durch
Erhöhung der Temperatur (bis 141° C) und einer damit verbundenen Steigerung des
Dampfdrucks (bis 3 bar) kann die S.-zeit entsprechend reduziert werden.
Alternativ wird trockene und heiße Luft eingesetzt (
Heißluftsterilisation). Andere Verfahren der S. , wie z.B.
Strahlen, Mikrowellen oder Chemikalien, haben sich wegen der komplizierten
Handhabung bzw. unvollständiger S. im zahnärztlichen Bereich nicht
durchsetzen können.
Bei der
Wurzelkanalbehandlung ist auch der Kugelsterilisator zur S.
der Wurzelkanalinstrumente gebräuchlich: Ein mit Salz oder Glasperlen gefüllter
kleiner Behälter im Bereich des Behandlungsplatzes sterilisiert bei Temperaturen
um 230° C innerhalb 10 sec. die
Aufbereitungsinstrumente unmittelbar vor Einbringen in den Wurzelkanal.
Eine Überprüfung der Effektivität (bacteriological control)
einer S. erfolgt durch sog. Sterilisationsindikatoren, z.B. mit:
Glasröhrchen mit einem Farbindikator, welches beim Erreichen einer
bestimmten Temperatur die Farbe verändert oder präparierte Klebestreifen, die
bei einer bestimmten Temperatur andersfarbig werden ("Thermoindikatoren"). Diese
Methode dient als tägliche Routinekontrolle, da sie nur etwas über die erreichte
Temperatur des Röhrchens aussagt aber nichts über den
Autoklaven selbst, oder exakter durch
Sporenpäckchen (mit Keimen versehene Teststreifen, sog. "Bioindikator"),
welche durch ein mikrobiologisches Institut ausgewertet werden. Empfehlungen
besagen, dass dieser Test mindestens zweimal jährlich zur Überprüfung der
Funktionsfähigkeit der St. durchgeführt werden sollte.
Asepsis,
Aseptik,
Ausgleichszeit,
Autoklav,
Biostoffverordnung,
Desinfektion,
Gassterilisation,
Hygiene,
Instrumentendesinfektion, "Kaltsterilisation",
PDT,
Plasma,
Strahlensterilisation,
Wasserentkeimung
Sterilisator, engl.: sterilizer,
Autoklav
Sterilität
engl.: sterility; Fehlen von Keimen und
Mikroorganismen in einem umschriebenen Gebiet; im Idealfall sind keine
Mikroorganismen, Sporen Viren, Plasmide und andere DNA-Fragmente mehr vorhanden
bzw. aktiv; im Volksmund dagegen meist für "Unfruchtbarkeit" o. "Unfähigkeit zur
Fortpflanzung" gebraucht.
Asepsis,
Sterilisation
Stern Geschiebe, engl.: stern
attachment; intrakoronales, starres
Geschiebe ;
Stevia
Chrysanthemengewächs, natürlicher Süßstoff,
Zuckerersatzstoff; Kennzeichnung auf Produkten als "Süßstoff E 960" oder
"Süßstoff Stevioglykoside". Blätter des Stevia-Strauches (auch „Süßkraut“ o.
„Honigkraut“; Heimat: Lateinamerika) mit den genannten Steviolglycosiden
besitzen eine bis zu 300 mal stärkeren Süßkraft als
Haushaltszucker. Zusätzlich wird dem Produkt eine
Plaque-hemmende Eigenschaft nachgesagt; besonders hoher Gehalt von Vitamin
C- und Zink. "Süßungsmittel, die aus den Blättern der Stevia-Pflanze gewonnen
werden, sind für die Gesundheit unbedenklich - vorausgesetzt, eine bestimmte
Tagesdosis wird nicht überschritten. So lautet das Fazit eines Gutachtens der
Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) aus 2010". Anhand der in
2010 vorliegenden Daten wurde eine
tägliche tolerierbare
Aufnahmemenge (ADI) von vier Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht
festgelegt. Der ADI ist die Menge einer Substanz, die lebenslang pro Tag ohne
gesundheitliche Auswirkungen verzehrt werden kann. Im November 2011 hat die EU
alle Stevia-Produkte in ihren Mitgliedsländern zum Verzehr frei gegeben.
Je nach Herstellungsverfahren kann St. unterschiedlich schmecken, z.B.
nach Lakritze oder unangenehm bitter. Da der Süßstoff durch ein chemisches
Verfahren aus den Blättern extrahiert wird, kann er nicht - wie zuweilen von
alternativen Gruppen behauptet - als ein "Bioprodukt" bezeichnet werden.
Zuckerersatzstoffe
Stichinzision
Parazentese, engl.: spot incision; kleiner Einstich/Einschnitt in
die Haut/Schleimhaut eines Hohlraumes zur entlastenden
Drainierung
(z.B. bei einem
Abszess).
Abszesseröffnung
Stichverletzung
Nadelstichverletzung, NSV, engl.: stab wound; in der
ZHK
hauptsächlich bei der Entsorgung von
Kanülen
auftretende Zwischenfälle im Anschluss an eine lokale
Anästhesie, wenn die benutzte Kanüle in ein Sammelgefäß oder in die
Kanülenhülse (Aufstecken der Kappe auf die Kanüle) gegeben wird. Jede dieser
Verletzungen birgt das Risiko z.B. an einer Infektion mit dem
Hepatitis-B-Virus, dem Hepatitis-C-Virus oder
HIV zu erkranken.
Empfehlungen gehen dahin, diese Aufbewahrung/Entsorgung grundsätzlich nur mit
einer Hand vorzunehmen und auf ein Wiederaufsetzen der Kappe zu verzichten,
sondern die nackte Kanüle gleich in ein geeignetes Sammelgefäß zu geben.
Stiellappen
gestielter Lappen, engl.: pedicle flap; Schlagwortbezeichnung für
eine
Lappenplastik: Es verbleibt bei einer plastischen Deckung ein Teil des
Lappens im ursprünglichen, mit Gefäßen versorgten Gewebe, der andere Teil des
Lappens wird in den Defekt hinein verlagert.
Der Gegensatz ist der Freie Lappen (engl.: free flap). Dieser
Lappen wird mitsamt den ernährenden Gefäßen vollständig vom Ursprungsort
herausgelöst und am Empfängerort eingepflanzt.
Arterienlappen,
Mukoperiostlappen,
Schwenklappen
Stierzahn, Rinderzahn;
Taurodontie
Stiftaufbau
Schraubenaufbau, Wurzelanker, engl.: u.a. post and
core, root pin (Wurzelstift); teilweise Wiederherstellung
einer zerstörten Zahnkrone mittels Stiften oder Schrauben, welche im
Wurzelkanal verankert werden im Rahmen einer
Wurzelkanalbehandlung. Anwendung bei tief zerstörten,
wurzelkanalbehandelten Zähnen, wo die natürliche Zahnkrone allein
keinen Halt mehr für die Aufnahme eines
Zahnersatzes (Krone) bietet. Zum Einsatz kommen dabei:
parapulpäre Stiftchen (sog. Stiftchenverankerung) bei
vitalen Zähnen; heute wegen der Möglichkeiten der
Adhäsivtechnik und der Gefahr einer Pulpenverletzung nur noch
begrenzt im Einsatz
Schrauben, Gussobjekte oder Stifte bei
devitalen Zähnen
Neben den als klassisch zu bezeichnenden Stiftsystemen auf
Metallbasis werden heute vermehrt St. aus
faserverstärktem Komposite und auf
Zirkonbasis angeboten. Daneben unterscheidet man aktive
(mit Gewinde, s. Abb. oben: "Radix-Anker™ ") von passiven
(konisch, zylindrisch, zylindrisch-konisch) Stiftsystemen. Zu den
nichtmetallischen Systemen liegen bisher (2010) nur statistisch
unzureichende klinische Langzeiterfahrungen vor; bisherige Erfahrung
deuten auf positive Ergebnisse hin.
Gegossene Aufbauten aus
Metall sind heute in der Praxis kaum noch üblich. Ein relativ großer
Substanzverlust, erhöhte Laborkosten, eine zweite Behandlungssitzung und
erhöhte Schwierigkeiten bei der provisorischen Versorgung stehen in
keinem Verhältnis zu deren Vorteilen
Nach Daniel Edelhoff, Hubertus Spiekermann (in zm 93 vom
1.4.2003) ergeben sich folgende Vor- und Nachteile der versch.
Behandlungskonzepte:
-
Metall
umfangreiches Systemangebot, klinische Langzeiterfahrungen,
Standardtherapie (2010)
Korrosionsproblematik, ungünstige optische Eigenschaften, hohes
E-Modul,
Infrakturen bei
Schraubenaufbauten (s.u.), Keilwirkung ("wedge effect")
von Metallstiften
- faserverstärktes
Komposite
Stiftaufbauten aus carbonfaserverstärkten Epoxidharzen (z.B.
ComposiPost® oder RTD®) verfügen über gute klinische Eigenschaften.
Ihre dentinähnliche Elastizität reduziert die Frakturrate im
Vergleich zu metallischen Stiftsystemen.
günstige Biomechanik, unter Umständen wieder entfernbar,
Biokompatibilität, optische Eigenschaften (bei
Glasfaserverstärkung)
anisotropes Verhalten, Flexibilität des Aufbaus, Hohe
WAK-Differenz (WAK = Wärme-Ausdehnungs-Koeffizient) zur
Zahnhartsubstanz, unzureichende klinische Langzeiterfahrung
-
Zirkonoxidkeramik
Mit der Einführung vorgefertigter Wurzelstifte aus
teilstabilisierter Zirkonoxid-Keramik (z. B.
Cerapost oder Cosmopost) stehen metallfreie Stiftaufbausysteme
mit guten ästhetischen und werkstofflichen Eigenschaften zur
Verfügung. Durch die Entwicklung einer speziellen Glaskeramik (z.B.
Empress Cosmo), die als individueller Stumpfaufbau an
konfektionierte Wurzelstifte aus
ZrO2-Keramik angepresst werden kann, ist die Herstellung
einteiliger, halbkonfektionierter Stiftaufbauten möglich geworden.
Der Haupteinsatzbereich ist die Frontzahnregion des Oberkiefers.
Eine Steigerung der Stiftverankerung im Wurzelkanal sowie eine
bessere Spannungsverteilung auf die umgebene Kanalwand kann durch
eine
adhäsive Befestigung erzielt werden.
weiße Farbe,
Transluzenz,
Biokompatibilität, hohe Festigkeit
extrem hohes E-Modul, extrem hohe Härte, nicht wieder entfernbar,
Konfektionierte Wurzelkanalstifte aus Zirkoniumoxid-Keramik zeigen
im Labortest eine nur unzureichende Retention (Halt im Wurzelkanal).
Die Schwachstelle des Verbundes liegt zwischen dem Kunststoffzement
und der keramischen Oberfläche; unzureichende klinische
Langzeiterfahrungen.
- Eine Studie aus 2007 sieht keinen Unterschied zwischen
Gold-Stiftaufbauten und Komposit-Stiftaufbauten:
"Gold-Stiftaufbauten wie Komposit-Stiftaufbauten sind
mit hohen Überlebensraten gleichermaßen als Aufbausysteme devitaler
Zähne geeignet, für die Prognose sei eigentlich die verbleibende
Menge an gesunder Zahnsubstanz entscheidend. In der Studie von Dr.
Ronald E. Jung et al. („A Comparision of Composite Post Buildings
and cast Gold-Post- and Core-Buildings for the Restauration of
non-vital Teeth after 5–10 years“, in: Int J Prosthodont
Januar/Februar, 20/2007) werden auch keine statistisch signifikanten
Unterschiede bei den Komplikationsraten der beiden Systeme
gefunden."
Aufbaufüllung,
Cosmopost,
Davis
Krone,
Facette,
getapert,
Kernkrone,
Krone,
Logan Krone,
Masseran Instrumentarium,
parapulpäre Stifte,
Pinlay,
Pinledge,
Richmond-Krone, Steele
Facette, Stiftkrone,
Stiftverbolzung,
Transfixation,
Wurzelkanal,
Wurzelstiftkappe,
Zahnstumpf
Kronen
auf Zahnwissen.de |

glasfaserverstärkter Komposite-Wurzel-
stift Dentipost® der
Fa. Komet (Copyright der Graphik)


gegossener Aufbau
|

Einbringen eines
Metall-Schraubenaufbau
("Radix-Anker™")
Transfixation
gelockerte bzw.
frakturierte
Zahnwurzeln
|
Stiftkrone
Stiftzahn, engl.: dowel crown, pivot tooth; St.
werden nur noch historisch als eigene Kronenart bezeichnet, da es früher
Verfahren gab, bei welchen die Krone samt Stift in einer Einheit
hergestellt wurde. Heute heißt die Krone korrekter: "Krone mit
Stiftverankerung" oder "Krone mit Stiftaufbau", wobei der
Begriff "Stift" nicht wörtlich genommen werden muss, denn es kommen auch
Schrauben oder individuell gegossenen Aufbauten zum Einsatz.
Stiftaufbau |

|
Stiftung Gesundheit
engl.: etwa donation health; ist eine gemeinnützige, unabhängige Stiftung
bürgerlichen Rechts. Sie wurde Anfang 1996 mit der Genehmigung des
Innenministeriums Schleswig-Holstein errichtet und wird durch die
Stiftungsaufsicht beständig kontrolliert.
Stillkaries,
engl.: caries induced by breast feeding;
Nursing-Bottle-Syndrom,
Ernährungsempfehlungen
Stillman Spalte
engl.: Stillman('s) cleft (cliffs); nach dem
amerik. Zahnarzt Paul St. benannter Defekt des Zahnfleisches im
Zahnhalsbereich, besonders am oberen Eckzahn vorkommend. Es bildet
sich ein schmaler Spalt in der
Gingiva,
der sich zu einer
Rezession
ausweiten kann. Als Ursachen werden sowohl eine falsche
Zahnputztechnik wie auch (wahrscheinlicher) Fehl- bzw.
Überbelastungen (z.B.
Knirschen)
diskutiert.
Auf der Abb. re. ist sehr schön auch die sog.
McCall Girlande - eine wulstförmige, entzündungsfreie Verdickung
- des Zahnfleischrandes zu sehen.
Miller-Klassen,
Rolltest |

|
Stillman-Technik
Stillman-Methode, Rotationsmethode, engl.:
Stillman's method (of toothbrushing); spezielle
Zahnputztechnik zum Schutz und zur Stimulierung des
Zahnfleischs. Einsatz vor allem bei Patienten mit bestehenden
Zahnfleisch-Rezessionen
(Rückgang) bzw.
keilförmigen Defekten. Schwer zu erlernen und auf Dauer
beizubehalten; muss vom Fachpersonal gelehrt und sollte in gewissen
zeitlichen Abständen kontrolliert werden.
Bei der klassischen St.-T. wird die
Zahnbürste in einem Winkel von 45° zur Längsachse des Zahnes in Höhe
des mittleren Drittels der Zahnwurzel aufgesetzt und ähnlich wie bei der
Bass-Technik unter intermittierendem Druck leicht rotierend auf der
Stelle bewegt. Die modifizierte St.-T. führt zusätzlich noch eine
"Abrollbewegung" zur Zahnkrone ("von Rot nach Weiß") hin aus (s. Abb.)
Bass-Technik,
Charters-Methode,
Rot-Weiß-Methode,
Zahnbürstmethoden |

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Stippelung, Tüpfelung,
Orangenhaut-Stippelung, engl.: stippling; wie die Oberfläche einer
Zitrusfrucht aussehnende Oberfläche der gesunden
Gingiva
Stockzahn, mundartlicher Ausdruck aus
Südd., Österr. u. Schweiz für den großen oder
kleinen
Backenzahn
Stomaticum
Stomatikum, von griech. stoma = Mund; wenig gebräuchliche Bezeichnung
für ein Heil- und Pflegemittel für die Mundhöhle, spez. des Zahnfleischs.
Zusatzbezeichnung z.B. bei
Mundspüllösungen u.
Zahnpasten
Stomatitis
Mundschleimhautentzündung, griech. Stoma = Mund (
stomatogen); engl.: do.;
Entzündung der gesamten Mundschleimhaut, meist auf dem Boden einer
Gingivitis oder
Parodontitis, verbunden mit einem
Foetor ex ore und einer erschwerten Nahrungsaufnahme. Als Ursachen
kommen mangelnde
Mundhygiene, ein reduzierter Allgemeinzustand (bei Infektionen,
Erkrankungen des
Immunsystems), chemische o. physikalische Reize der Schleimhaut und
Vergiftungen in Frage. Man unterscheidet hauptsächlich
(es werden noch eine Vielzahl weiterer Erkrankungen beschrieben, die
meist den Namen der Grunderkrankung tragen):
St. allergica, auch St. medicamentosa :
orale
Erscheinung einer
Allergie (enteral,
parenteral oder durch Inhalation aufgenommene
Allergene);
bei einem direkten Kontakt der Schleimhaut mit entsprechenden Substanzen
spricht man von einer St. venata, ausgelöst meist bei der lokalen
Anwendung von Antibiotika, aber auch durch Sulfonamide,
Procain und Salicylate.
St. (herpetica) aphthosa , auch rezidivierende
Stomatitis aphthosa (RSA): Virusinfektion mit kleinen,
grauweißlichen von einem hochroten Hof umgebenen Flecken, vorwiegend bei
Kindern beim Durchbruch der Milchzähne, aber auch zeitlebens bei
Erwachsenen bei Allgemeinerkrankungen und Magen-Darm-Störungen.
Herpes
St. diphtherica: mit einer Diphtherie einhergehende Entzündung
der Mundschleimhaut und der Mandeln; äußerst ernstes Krankheitsbild.
St. epidemica, St. epizootica, auch Maul- und
Klauenseuche;
Aphthenerkrankung der Klauentiere, ausnahmsweise auch auf den
Menschen (Melkerberuf) übergreifend.
St. prothetica : auch
Prothesenstomatitis; unter (herausnehmbaren) Zahnersatz
auftretende Entzündung der Mundschleimhaut (häufig Pilzinfektionen mit
Candida albicans), verursacht durch mangelnde Prothesenhygiene in
Kombination mit einer mikroskopisch rauen
Prothesenoberfläche.
St. simplex, auch St. catarrhalis: als leichte Form einer
Mundschleimhautentzündung; häufig als Begleiterscheinung von
fieberhaften Erkrankungen oder mangelnder Mundhygiene, Alkohol- und
Nikotinabusus, in der Schwangerschaft, bei
Anämien,
chemische o. physikalische Reize.
St. ulcerosa, Stomakake, auch Mundfäule;
geschwürige, eitrige Entzündung der Mundschleimhaut, ausgelöst durch
Bakterien bei reduziertem Allgemeinzustand des Organismus wie bei
Infektionskrankheiten (z.B.
Plaut-Vincent-Angina), chronischen Vergiftungen oder Veränderungen
des Blutbildes vorkommend. Charakteristisch sind ein unangenehmer
Mundgeruch (Foetor
ex ore) und grün-gelbliche, schmierige Beläge auf der
Mundschleimhaut verbunden mit starken Schmerzen, Fieber und
vermehrtem Speichelfluss. Häufig tritt auch ein
Gewebeverlust der Zahnfleischpapillen auf.
Aphthoid,
Aphthosis,
Mundschleimhauterkrankung,
Prothesenstomatitis,
Quecksilberstomatitis
Einteilung und Erscheinungsbilder von Zahnfleischerkrankungen
(siehe unter Artikel
Index - Ordner - Zahnfleisch Erkrankungen) |

Stomatitis
ulcerosa als
Folge einer Säureverätzung |
stomatogen, engl.: stomatogenic; vom
Mund bzw. von der
Mundschleimhaut ausgehend, herrührend; zum Mund gehörend.
stomatognathes System
Gesamtheit des
Kauorgans/-systems, engl.: stomatognathic system;
bestehend aus:
den beiden Kiefern: Oberkiefer (Maxilla)
und Unterkiefer (Mandibula)
Zähne und
Zahnhalteapparat (Parodont)
Zungenbein
(Os Hyoideum)
Kiefergelenk (Articulatio temporo manibularis)
Weichgewebe der Zunge (Lingua),
Wange (Bucca),
Gaumen (Palatum),
Lippen (Labia), Muskulatur der Bänder des Kopfes, Halses und Nackens
neurale, vaskuläre und lymphatische Versorgung dieser Gewebe
Speicheldrüsen (Glandulae
salvatoriae)
Kauorgan
Stomatologie
griech: Stoma = Mund, Logia = Lehre, Lehre vom Mund und seinen Krankheiten o.
Wissenschaft von der Heilkunde der Krankheiten die
Mundhöhle
betreffend.
Der Ursprung dieses Begriffs liegt bei dem Pariser Zahnarzt E. Magitot
(1843-1897), welcher sprachlich die praktisch ausgebildeten Zahnärzte als "Odontologen"
und die universitär ausgebildeten als "Stomatologen" bezeichnete.
In der ehem. DDR erhielten die Zahnmedizinabsolventen nach ihrem Abschluss eine
Approbation
als Zahnärzte. Dem folgend, konnte dann eine Weiterbildung zum Fachzahnarzt in
der allgemeinen Stomatologie, der Kinderstomatologie oder der orthopädischen
Stomatologie mit dem Abschluss als Diplom-Stomatologe (Dipl.-Stom.) begonnen
werden.
Zahnheilkunde
Stopfen
engl.: plugging; Schlagwortbez. für den
Kondensationsvorgang beim Legen einer
Amalgamfüllung bzw. bei der Verarbeitung von chemoplastischen Kunststoffen
("stopfbare
Komposites", Einbringen von Prothesenbasismaterial in eine
Kuvette mittels "Stopfverfahren")
Stopfgold
Reingold, Galvanoformgold, engl.: do. o. cohesive gold; Oberbegriff für
Feingold-Darreichungen beim Legen einer
Goldhämmerfüllung. Es handelt sich dabei entweder um
Schwammgold (kleine, gesinterte, poröse Partikel) oder zusammengerolltes
Blattgold
in Form von "Pellets".
Stops
okklusale Stops, Schlagwortbezeichnung für
okklusale
Berührungspunkte beim Zusammenbiss, sog. statische Stops bzw.
zentrische Stops. Als optimal werden punktförmige, flache, stabile
zentrische Stops - d.h. ein Stop pro tragenden zentrischen
Höcker des gegenüberliegenden Zahnes - angesehen. Funktionell noch
zusätzliche Unterscheidung in Ausgleichsstopper
("nerver-come-back-stopper") und Schließstopper (
Balanceseite,
Arbeitsseite).
ABC-Kontakte,
statische Okklusion,
Zentrik
Störfeld,
Fokus
Störkontakt,
Gleithindernis
Strahlenbelastung
Strahlenexposition, Strahlendosis, engl.: exposure dose;
Einwirkung von
ionisierender Strahlung (z.B.
Röntgenstrahlen) auf biologische Systeme. So nimmt man an, dass eine
Durchschnittsperson jährlich (j) einer natürlichen Strahlenbelastung von
etwa 170 - 230 Millirem (mrm)
(= 170 - 230 mrm/j) ausgesetzt ist. Diese Exposition teilt sich etwa wie folgt
auf:
30 mrm/j durch kosmische Strahlung,
50 mrm/j durch Erdstrahlung,
30 mrm/j durch sich ständig im Körper befindliche Strahlung,
50 mrm/j durch medizinische Anwendungen (der Hauptanteil entfällt auf
Bestrahlungen und allgemeinmedizinische Bildgebungsverfahren; zahnärztlich
verursacht (s.u.) nur 0,05mrm/j),
1 mrm/j durch Atomkraftwerke,
9 mrm/j durch sonstige Quellen.

(©:
KWU, 1996)
Nach Angaben des Bundesamtes für
Strahlenschutz (BfS, 2005) ist die jährliche S. pro Person innerhalb
weniger Jahre in der BRD von 1,5 auf 2,4
mSv gestiegen und nimmt damit den Spitzenplatz in Europa ein. Über 90% der
Strahlenbelastung wird von Radiologen verursacht. Nur 4% aller Rö-Untersuchungen
aber 37,8% effektive S. gehen zu Lasten der
Computertomographie (CT). Umgekehrt haben die zahlenmäßig sehr häufigen
Zahnaufnahmen nur einen geringen Anteil an der S. und sind nach
Angaben der GFB (Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände) zusammen mit den
Röntgenleistungen von Urologen, Orthopäden und HNO-Ärzten stark zurückgegangen.
Die Kollektivdosis für alle röntgenologischen Maßnahmen in D beträgt 1,7
mSv/Jahr. Davon macht der zahnmedizinische Anteil nur 0,2% aus (= 0,004
mSv/Jahr), dies trotz der mit 36% relativ hohen Anzahl an Aufnahmen. Dies
zeigt eindrucksvoll, wie gering die Belastung durch eine zahnärztliche
Röntgendiagnostik ist.
Es gelten folgende Anhaltswerte: Die Einzelbelastung bei einer
Zahnfilmaufnahme (intraoral, analog) beträgt ca.:
1,5 mrm auf der Hautoberfläche,
0,03 mrm mit Schutzeinrichtung im Bereich der Fortpflanzungsorgane des
Patienten,
0,06 mrm beim Praxispersonal außerhalb des Kontrollbereiches,
0,006 mrm beim Praxispersonal außerhalb des Kontrollbereiches mit
Schutzvorrichtung.
Vergleich verschiedener Rö-Untersuchungstechniken in der
ZHK betreffs S. (Faustregel, Geräteabhängig):
4
intraorale Aufnahmen = 1
Panoramaaufnahme
4 Panoramaaufnahmen = 1
DVT
4 DVTs = 1
Dental-CT
Im Gegensatz dazu zeigen allgemein-medizinische Untersuchungen höhere Werte,
wenn auch ebenfalls noch auf einem sehr niedrigen Niveau:
intraorale Zahn-Aufnahme 0,01
mSv
Mammographie 0,2 - 0,6
mSv
Wirbelsäule 0,1 - 1,8
mSv
CT-Schädel 2-4
mSv
Durchleuchtung ca. 6,5
mSv
natürliche Strahlenbelastung 2,4
mSv/Jahr
natürliche Strahlenbelastung im Mittel 2,4
mSv/Jahr
Urlaubsflieger im Mittel zusätzlich 0,20mSv/Jahr
Vielflieger im Mittel zusätzlich 1,40 mSv/Jahr
Flugpersonal im Mittel zusätzlich 5,70 mSv/Jahr
Strahlenbelastung durch einen Zahnfilm <0,01 mSv
Über die Atmung, Nahrung oder Wunden in den Körper
gelangte Radionuklide stellen für Jeden den größten Anteil an seiner natürlichen
Strahlenexposition (von etwa 2,4 mSv/a) dar. In jedem Menschen zerfallen ca.
5.000 natürliche Kalium-40-Atome in jeder Sekunde seines Lebens. Uran und
Thorium werden über Nahrungsmittel aus dem Boden in den Körper transportiert.
Radon (ein radioaktives Tochterelement von Radium und Uran) befindet sich mit
ca. 60 Zerfällen pro Sekunde und Kubikmeter in unserer Atemluft in Wohnzimmern,
am Arbeitsplatz, etc. und wird über die Lunge aufgenommen.
Die
Dosimetrie für inkorporierte Alpha-Teilchen-Strahler ist z.Zt. (2010) nur
ungenau und sollte deutlich verbessert werden, da ein großer Unterschied
zwischen der Röntgen- und Gammastrahlenbestrahlungen und nach
Alphateilchenbestrahlungen besteht: Während im ersten Fall alle Zellen ähnlich
betroffen sind, werden im letzteren Fall nur wenige (typisch 1 %) der Zellen,
diese aber viel stärker von einer Strahleneinwirkung betroffen. Deshalb sind
unterschiedliche Formen der Dosiswirkung wahrscheinlich und auch beobachtet
worden. Dies ist aber in der Gesetzgebung und einschlägigen Verordnungen nicht
berücksichtigt. Die meisten
Strahlenrisikoabschätzungenn wurden für Photonen und nicht für
Alphateilchen abgeleitet.
In 2007 schreibt die
Physikalisch-Technische-Bundesanstalt(gekürzt):
"Im Rahmen eines vom BMU geförderten Forschungsvorhabens wurde die
Dosis helfender Personen bei Röntgenuntersuchungen in der Zahnmedizin gemessen.
Sie liegt im Bereich der Tagesdosis durch die natürliche Umgebungsstrahlung.
Bei zahnmedizinischen Röntgenuntersuchungen ist unter Umständen die Anwesenheit
von helfenden Personen für die Beruhigung der Patienten erforderlich. Hierbei
stellt sich die Frage nach der damit verbundenen Dosis für diese Personen. Im
Rahmen eines BMU/BfS Forschungsvorhabens wurde die Dosis von helfenden Personen
während zahnmedizinischer Röntgenuntersuchungen gemessen.
Die Röntgenuntersuchungen in der Zahnmedizin können in 4 Arten aufgeteilt
werden: (1) Panoramaaufnahme des Gebisses, (2) Intraorale Einzel-Zahnaufnahme,
(3) Fernröntgen-Seitenbild und die eher seltene (4) Digitale Volumentomographie.
Die Anwesenheit von helfenden Personen bei radiologischen Untersuchungen kann
bei kleineren Kindern und bei behinderten oder dementen Patienten erforderlich
sein. Wenn möglich, wird der Röntgenraum für den kurzen Augenblick der Aufnahme
von den helfenden Personen verlassen.
Grundsätzlich ist in Räumen, in denen ionisierende Strahlung angewendet wird,
aus Strahlenschutzgründen immer Schutzkleidung zu tragen. Bei den Messungen
sollten jedoch die auftretenden Dosiswerte ohne den Abschirmungseinfluss dieser
Kleidung bestimmt werden, damit die maximal auftretende Dosis auch für den Fall
von nicht getragener Schutzkleidung erfasst ist. Zu diesem Zweck wurden die
Dosimeter oberhalb der Bleischürze der helfenden Personen befestigt.
Die gemessenen Dosiswerte (für helfende Personen) liegen, je nach
Untersuchungsart, im Bereich von 0,1 µSv bis
4 µSv, was vergleichbar ist mit der Dosis
eines Tages durch die natürliche Umgebungsstrahlung von ca. 2
µSv. Zur Bewertung des Risikos für helfende
Personen ist weiter zu beachten, das durch das Tragen von Schutzkleidung die
auftretenden Dosiswerte, je nach Art der Schutzkleidung und der eingestellten
Hochspannung, um bis zu einen Faktor 100 verringern werden können."
Dental-CT,
DVT,
Behandlung in der Schwangerschaft,
Bissflügel-Röntgenaufnahmen,
digitale Röntgendiagnostik,
Dosimeter,
Feldgröße,
Filmempfindlichkeit,
Gleichwert,
Gonadendosis,
Hormesis,
Kiefergelenkaufnahme,
Knochenszintigraphie,
Kontrollbereich,
Langzeitdosis,
(Haut-)Oberflächendosis,
Panoramavergrößerungsaufnahme,
Radioaktivität,
Röntgengerät,
Röntgenstrahlen,
Röntgenverordnung,
Sievert,
Strahlenrisiko,
Strahlenschutz, Strahlentherapie,
Zahnfilm
Strahlendermatitis;
Röntgendermatitis
Strahlenpilz, Strahlenpilzerkrankung;
Aktinomykose
Strahlenrisiko
Strahlengefährlichkeit, engl.: radiation danger o. risk;
statistische Aussage bezogen auf die Anzahl von Personen, welche hauptsächlich
durch
ionisierende Strahlung erkranken oder sterben werden, im Vergleich zu den
Personen, die ohne diese zusätzliche Strahlung an der selben Krankheit erkranken
oder sterben werden. Ein Bezug wird dabei in der Regel auf krebsartige Erkrankungen
(Hautkrebs,
Leukämie usw.) genommen.
Ionisierende Strahlen jeder Art bewirken primär keine andere Veränderung bei
einem Individuum, als diese nicht auch natürlicherweise auftreten könnte
("Spontanrate"). Deshalb sind Voraussagen für eine Einzelperson nicht möglich,
sondern beziehen sich immer auf ein großes Kollektiv und leiten sich auch aus
Beobachtungen davon ab (z.B. Hiroshima, Nagasaki). So ermittelt man bei diesem
großen Personenkreis die betreffende Dosis ("Ortsdosis") ohne dabei z.B.
Kinder explizit zu berücksichtigen. Allerdings sagt diese Ortsdosis wenig über
die eigentliche Wirkung am Menschen aus, da individuell ein natürlicher
Strahlenschutz (Kleidung,
Aufenthaltsort usw.) bestehen kann. Aussagekräftiger wäre hier die
effektive
Dosis. Diese drückt die berechnete Ganzkörperstrahlenbelastung aus und
berücksichtigt die unterschiedliche Strahlenempfindlichkeit der versch. Gewebe.
Weiter ist bisher unklar, ob das St. linear verläuft (niedrige Dosis =
niedriges Risiko; höhere Dosis = höheres Risiko) oder ob ein Schwellenwert
besteht, unter dem keine statistisch nachweisbare Schädigung auftritt. Nimmt man
eine lineare Abhängigkeit an, so ergeben sich bei einer Dosis von 2
Sv fünf zusätzliche Leukämiefälle und 20 zusätzliche Krebsfälle pro 10.000
Personen und Jahr. Zum Vergleich: Die Strahlengrenzwerte liegen bei beruflich
exponierten Personen (Aufenthalt im Kontrollbereich) bei 20 mSv/Jahr und bei der
Bevölkerung bei 1 mSv/Jahr.
Die Kollektivdosis für alle röntgenologischen Maßnahmen in D beträgt 1,7
mSv/Jahr. Davon macht der zahnmedizinische Anteil nur 0,2% aus (= 0,004
mSv/Jahr), dies trotz der mit 36% relativ hohen Anzahl an Aufnahmen. Dies
zeigt eindrucksvoll, wie gering die Belastung durch eine zahnärztliche
Röntgendiagnostik ist.
Der individuelle Risikofaktor für alle tödlich verlaufenden Krebsfälle
durch ionisierende Strahlung wird auf 0,00005 pro 1
mSv vermutet. Danach ergibt sich für die gesamte Röntgendiagnostik in D: 1,7
(Kollektivdosis) x 0,00005 x 85 Millionen Einwohner = 7.225 hypothetische Fälle.
Umgerechnet auf die 0,2% zahnmedizinischer Anteil entspricht dies 15 Fällen.
Setzt man nun die natürliche Strahlenexposition
von 2,4
mSv/Jahr dagegen, so würden sich - ohne jegliche medizinische
Röntgenbelastung - 10.200 Fälle ergeben.
Die in der
ZHK angewandten diagnostischen Röntgenstrahlen liegen im
µ-Sievert-Bereich und sind mit einem
Dosimeter nicht mehr messbar: 1µ = 1Mikro , Zehnerpotenz: -6 , Dezimal=
0,000 001 , Name: 1 Millionstel. Bei Beachtung des niedrig angesetzten
Grenzwerts von 1
mSv/Jahr entspricht dies etwa 10.000
intraoralen Röntgenaufnahmen.
Das Strahlenrisiko in der Schwangerschaft ist extrem niedrig und im
Uterus nicht messbar, da hier Werte von < 1
µSv geschätzt werden. Man geht davon aus, dass erst ab 50 - 100
mSv Missbildungen bewirkende (teratogene) Schäden auftreten können. Im
Gegensatz zu
genetischen Schäden werden teratogene Auswirkungen nicht vererbt.
Generelle Risiko-Einschätzung (Klaus Kocher,
2012, auf einer Mailing-Liste):
Grundsätzlich gilt im Bezug auf ionisierende Strahlung folgende Grundregel:
-- Ob durch
ionisierende Strahlung eine Ionisation geschieht ist in erster und
übergeordneter Weise abhängig vom Faktor Zufall.
-- Ob aus einer bzw. mehreren ionisierten Körperzellen eine Erkrankung z.B. ein
Tumor entsteht ist in erster und übergeordneter Weise abhängig von der
Veranlagung (Disposition) . Ein weiterer nachgeordneter Faktor ist die
Verfassung (Konstitution) usw.
-- Da weder der Zufall noch die Veranlagung eindeutig vorhersehbar und
bestimmbar sind, ist grundsätzlich jede künstliche Bestrahlung durch
ionisierende Strahlen auf das absolut notwendige zu reduzieren.
-- Fast alle ionisierten Zellen in unserem Körper werden durch den
Selbstreparaturmechanismus in unserem Körper wieder ausgeglichen. Nur in
seltenen Fällen z.B. bei Störungen des Selbstreparaturmechanismus vor allem
erzeugt durch ungesunde und unnatürliche Lebensweise wird diese Selbstreparatur
gehemmt.
-- Künstliche ionisierende Strahlung (Wellenlänge kürzer als 1/10000 mm) wird
auch erzeugt in Sonnenstudios, durch Haushaltsgeräte, Kühlschränke, Fernseher,
Stereoanlagen usw.
-- Natürliche ionisierende Strahlung wirkt auf uns ein in Form von kosmischer
Strahlung, Erdstrahlung, Radoninhalation usw.
-- Die vergleichende Maßeinheit für das Gefahrenrisiko das von unterschiedlicher
ionisierender Strahlung ausgeht ist Sv.
-- Eine Schachtel Zigaretten / Tag entspricht 8,8 mSv / a . Ein Jahr lang
schlafen neben einem Partner entspricht 0,02 mSv / a .
-- Ein 10 stündiger Flug entspricht 0,1 mSv / a . Eine Stuardesse eingesetzt im
Interkontinentalverkehr ist einem Gefahrenrisiko von 5,7 mSv / a ausgesetzt.
Eine 100 stündige Tätigkeit an einem Laptop birgt ein Gefahrenrisiko von 0,07
mSv / a. usw.
-- Eine
PanoramaSchichtAufnahme (PSA) entspricht 0,1 mSv / a. Eine
Zahnfilmaufnahme mit Film und
Rundtubus
angefertigt entspricht 0,02 mSv / a . Eine Zahnfilmaufnahme mit Film und
Rechtecktubus
angefertigt entspricht 0.008 mSv /a . Eine Zahnfilmaufnahme mit Sensor und
Rechtecktubus
angefertigt entspricht 0,006 mSv / a .
Tödliche Risikofaktoren aus anderen Lebensbereichen im Vergleich:
Rauchen = 7,2 %
Alkohol = 4,8 %
Verkehrsunfälle: = 1,1 %
Röntgendiagnostik = 0,3 %
Daraus erfolgt grob: 1 Std. im Straßenverkehr ist genauso "tödlich" wie eine
Panoramaschichtaufnahme (PSA)
Hormesis,
Radioaktivität,
rechtfertigende Indikation, Strahlenbelastung
Strahlenschutz
vor (ionisierenden) (Röntgen-)Strahlen;
radioprotection; Abschirmung gegen von außen einwirkende
ionisierende Strahlung (Direktstrahlung und sog.
Streustrahlung). Seit der Entdeckung von Radioaktivität und ionisierenden
Strahlen im vergangenen Jahrhundert haben Verfahren, die diese physikalischen
Phänomene nutzen, breite Anwendung in Medizin und Technik gefunden. Parallel zu
den wachsenden Erkenntnissen über die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten wuchs
das Wissen um mögliche Gefahren und Risiken.
Als S. hat sich das Element Blei als sehr wirkungsvoll
erwiesen: So hat eine Bleischicht von 1 mm Dicke den gleichen Effekt wie eine
ca. 10 cm starke Ziegelwand. Nach der Röntgenverordnung sind die zu
untersuchenden Patienten (Anlegen von
Bleischürzen
oder Schildern, meist mit einer Stärke zwischen 0,2 und 0,4 mm) und das
Praxisteam (Verbot des Aufenthaltes innerhalb des
Kontrollbereiches ohne besondere Schutzmaßnahmen) besonders zu schützen.
§ 25 der deutschen RöV besagt: Die durch eine Röntgenuntersuchung bedingte
Strahlenexposition ist so weit einzuschränken,
wie dies mit den Erfordernissen der medizinischen Wissenschaft zu vereinbaren
ist. Körperbereiche, die bei der vorgesehenen Anwendung nicht von Nutzstrahlung
getroffen werden müssen, sind vor einer Strahlenexposition so weit wie möglich
zu schützen (ALARA-Prinzip).
Es werden zwei Strahlenschutzbereiche (radiation protection areas)
unterschieden:
Kontrollbereich : Bereiche, in denen Personen im Kalenderjahr eine
effektive Dosis von mehr als 6 Millisievert oder höhere Organdosen als 45
Millisievert
für die Augenlinse oder 150 Millisievert für die Haut, die Hände, die Unterarme,
die Füße und Knöchel erhalten können. (im zahnärztlichen Bereich: Umkreis von
1,5 Metern von der Röntgenröhre (Nutzstrahlenkegel)). Dieser Bereich ist
abzugrenzen und während der Einschaltzeit zu kennzeichnen. Die Kennzeichnung
muss deutlich sichtbar mindestens die Worte „Kein Zutritt – Röntgen“ enthalten;
sie muss auch während der Betriebsbereitschaft vorhanden sein.
Überwachungsbereich: nicht zum Kontrollbereich
gehörende betriebliche Bereiche (über 1,5 Meter bis 3 Meter), in denen Personen
im Kalenderjahr eine effektive Dosis von mehr als 1
Millisievert
oder höhere Organdosen als 15 Millisievert für die Augenlinse oder 50
Millisievert für die Haut, die Hände, die Unterarme, die Füße und Knöchel
erhalten können.
Allerdings sollte nicht übersehen werden, dass wesentliche Grundlagen des
S. auf Annahmen basieren, die unbewiesen oder grob vereinfachend
sind. Dazu zählen beispielsweise die Verwendung der effektiven bzw. Organ-Dosis
als maßgebende Größe im S. anstelle des mit der Bestrahlung verbundenen
Gesundheitsrisikos, der bislang unbewiesene Ansatz einer linearen
Dosiswirkungsbeziehung ohne Schwellenwert sowie die Vernachlässigung
individueller Unterschiede beim Stoffumsatz und in der Strahlenempfindlichkeit.
ALARA-Prinzip,
Behandlung in der Schwangerschaft,
Bleischürze,
Dosimeter,
Filter,
Gleichwert,
Gonadendosis,
Kollimator,
Kontrollbereich,
laterale Zahnaufnahme,
Personendosis,
Radioaktivität,
Röntgenverordnung,
Sievert,
Strahlenbelastung, Strahlenrisiko,
Strahlentherapie,
Tubus,
Zahnärztliche.
Weniger Strahlung beim Röntgen, aber unzufriedene Strahlenschützer
Strahlenschutzbereich, engl.:
radio protection area;
Kontrollbereich, Strahlenschutz
Strahlensterilisation
Kaltentkeimung, engl.: sterilization by irradiation,
radappertization; Sterilisation mit
ionisierenden Strahlen; wirkungsvolles Verfahren zur Keimabtötung. Ebenso
wie die Gassterilisation eingesetzt zur Keimbefreiung wärmeempfindlicher
Materialien. Im Vergleich zur Gassterilisation ist der technische Aufwand
geringer.
Nach gilt:
"Da die Inaktivierung von Mikroorganismen durch physikalische oder chemische
Mittel exponentiellen Gesetzen folgt, wird dieser absolute Zustand nicht
erreicht. Es bleibt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mikro- organismus überlebt.
Dieses Restrisiko ist in der EN 556 für Medizinprodukte, die in ihrer
Endverpackung sterilisiert wurden, mit 10-6 festgelegt. Dies bedeutet, dass von
einer Million Teilen eines Produktes, die in der Endverpackung sterilisiert
wurden, maximal ein Teil gefunden werden darf, das mit vermehrungsfähigen
Mikroorganismen behaftet ist."
Über die Gefährlichkeit von Reaktionsprodukten, die Bestrahlungsfolge sind und
hauptsächlich bei Kunststoffmaterialien entstehen (Radiolyseprodukte),
herrscht keine klare wissenschaftliche Meinung.
Plasma,
Sterilisation
Strahlentherapie
Bestrahlung,
Therapie mit ionisierenden Strahlen, Röntgenbestrahlung,
Radiatio, engl.: radiotherapy, radiation treatment; Begriff
bezeichnet meist die Anwendung von
ionisierenden Strahlen ("Röntgenstrahlen")
zur Verminderung/Ausschaltung des Zellwachstums bei bösartigen Geschwülsten;
Einsatz entweder isoliert oder in Kombination mit einer Chemotherapie (=
Radiochemotherapie). Einsatz besonders in der Tumortherapie (
Mundhöhlenkarzinom), wobei wissenschaftliche Meinungsverschiedenheiten darin
bestehen, ob vor oder nach einer Operation bestrahlt werden sollte. Aus
chirurgischen Gründen wird meist die nachherige S. bevorzugt. Bei
Patienten, die mit einer simultanen Radiochemotherapie (Bestrahlung und
Chemotherapie) behandelt wurden, ist die Schadenswahrscheinlichkeit der
Speicheldrüsen (Strahlensialadenitis) im Mundbereich wesentlich erhöht.
Diese Wahrscheinlichkeit nimmt mit zunehmender Strahlendosis deutlich zu.
Patienten mit kombinierter Radiochemotherapie unterliegen somit einem höheren
Risiko, infolge der onkologischen Behandlung und einer damit verbundenen Störung
der Speicheldrüsen (
Sialadenitis)
unter einer sehr unangenehmen Mundtrockenheit zu leiden;
Xerostomie.
Es gilt bei der St. folgendes Grundprinzip:
Durch Strahlen vorgeschädigte Zellen können sich durch Reparaturvorgänge an DNS
und RNS wieder erholen. Durch Zufuhr mehrerer nicht so hoher Einzeldosen (fraktionierte
Bestrahlung) kann sich das gesunde Gewebe, nicht aber die Tumorzellen von
den schädigenden Strahlenwirkungen rascher und besser erholen.
Etwa 60 bis 70 Prozent der Krebspatienten erhalten im Laufe ihrer Behandlung
auch oder ausschließlich eine Strahlentherapie. Die rasanten technischen
Entwicklungen ermöglichen inzwischen eine sehr präzise Planung der Behandlung.
Die Therapie erfolgt intensitätsmoduliert und navigations-gesteuert auf der
Grundlage
bildgebender Verfahren wie
CT,
Magnetresonanztomographie und
Positronenemissionstomographie.
Derartig tiefgehende Eingriffe in die Körperbiologie haben immer Nebeneffekte,
die oft irreversibel sind und eine dauerhafte Beeinträchtigung der
Lebensqualität mit sich bringen:
Die häufigste Begleiterscheinung auf zahnärztlichem Gebiet ist die
Mukositis, die in ihrer Ausprägung von Art, Dosis und Dauer der S.
abhängt - naturgemäß wird die gesunde Schleimhaut in der Umgebung des Tumors
ebenso geschädigt wie das neoplastisches Gewebe. Der Schweregrad reicht dabei
von der leichten, erythematösen Schleimhautreizungen über den
epithelialen Zusammenbruch bis hin zur schweren
Ulzeration und kann starke Schmerzen hervorrufen. Alle Stadien gehen mit
einer entsprechend starken Beeinträchtigung der Nahrungsaufnahme einher. Im
Extremfall kann für den Patienten eine künstliche Ernährung notwendig sein.
Speicheldrüsen haben sich als
hochgradig radiosensitiv erwiesen: Auch zwei Jahre nach Ende einer S.
erholte sich die Speichelsekretion der Krebspatienten nicht nennenswert.
Maßgeblich für den Schweregrad dieses Schadens scheint dabei ausschließlich die
verabreichte Gesamtstrahlendosis zu sein. Die durch die Bestrahlung ausgelöste
Unterfunktion oder permanente Schädigung der
Speicheldrüsen und der daraus resultierende qualitativ und quantitativ
veränderte Speichelfluss können
rapide fortschreitende
Karies,
Parodontitis,
Candidiasis,
Geschmacksstörungen und
Zungenbrennen, Kau- und Schluckbeschwerden, sowie
Attrition zur Folge haben. Bei Patienten, die mit einer simultanen
Radiochemotherapie (Bestrahlung und Chemotherapie) behandelt wurden, ist die
Schadenswahrscheinlichkeit der Speicheldrüsen im Mundbereich wesentlich erhöht.
Diese Wahrscheinlichkeit nimmt mit zunehmender Strahlendosis deutlich zu.
Patienten mit kombinierter Radiochemotherapie unterliegen somit einem höheren
Risiko, infolge der onkologischen Behandlung unter einer sehr unangenehmen
Mundtrockenheit zu leiden.
Ein weiteres gefürchtetes Problem stellt die
Osteoradionekrose dar. Eine gründliche
Mundhygiene seitens des Behandelten und professionelle zahnärztliche
Maßnahmen/Überwachungen
(
professionelle Zahnreinigung) können diese Nebenwirkungen erheblich
reduzieren.
in jüngerer Zeit haben intensitätsmodulierte Strahlentherapieverfahren (IMRT)
Einzug in die klinische Routine in der St. gehalten. Mit der so genannten
Intensitätsmodulation, deren technische Spielarten auch die Tomotherapie und das
Cyberknife umfassen, ist es möglich, hochkomplexe Zielvolumina zu umschließen
und somit die Nebenwirkungswahrscheinlichkeit deutlich zu reduzieren.
Antibiotikaprophylaxe,
Bestrahlung,
Grenzstrahlen,
Nachbestrahlung,
Osteoradionekrose,
Photodynamische Therapie (PDT),
Sialadenitis, Speichelersatzmittel,
Strahlenkaries,
Xerostomie
Straight-wire-Technik
"Gerade-Bogen-Technik", Straight-wires = gerade Vierkantbögen; spez. Form
der kieferorthopädischen Behandlung mit festsitzenden Apparaturen als
Weiterentwicklung der
Edgewise-Technik; 1970 von Andrews entwickelt.
Zur wissenschaftlichen umstrittenen Einstufung dieses Behandlungsverfahrens
schreibt
Prof. Sander:
"Die Straight-wire-Technik dürfte heute die am meisten verwendete
Multibandtechnik sein. Der Vorteil dieser Technik besteht darin, dass bereits
die Biegungen erster, zweiter und dritter Ordnung in den
Brackets
vorhanden sind. Dieses erleichtert in vielen Fällen die Behandlung der
Patienten. Andererseits dürfen jedoch die Nebeneffekte nicht unbeachtet bleiben.
Insbesondere verlangt diese Technik ein intensives Tragen des
Headgears und nicht selten ist eine Vorbehandlung erforderlich."
Light-wire-Technik,
Multibandtechnik,
Segmentbogentechnik nach Burstone,
Translation
Streptococcus mutans
"Kariesbakterium", engl.: streptococcus mutans;
Kariesverursacher, Hauptbewohner der dentalen
Plaque und als DER
Kariesverursacher bezeichnet. Diese Eigenschaft beruht darauf, dass
St. m. in Kombination drei Eigenschaften besitzt, die bei anderen
Bakterien im Mund nicht anzutreffen sind:
mittels ausgeschiedener klebriger, zuckerartiger Substanzen haftet es selbst auf
völlig glatten, unbeschädigten Zahnoberflächen und bildet Kolonien (
Biofilm), welche nur durch eine gründliche Zahnreinigung zu entfernen sind.
Somit ist es Hauptbesiedler der dentalen
Plaque.
weiter produziert das
Bakterium in große Mengen
Säure mit sehr niedrigem
pH-Wert, welche die Zahnstrukturen
demineralisieren
es spaltet Kohlenhydrat-Eiweiß-Verbindungen, wie sie in der Plaque und im
Speichel reichlich vorkommen, in komplexe
Kohlenhydrate.
St. m. befindet sich nicht von Geburt an in der Mundhöhle,
da noch keine zur Festsetzung nötigen Zähne vorhanden sind. Es wird erst während
des 1.
Zahndurchbruchs von infizierte Bezugspersonen übertragen: Mittels Löffel,
Schnuller oder Kuss ("kissing disease") erfolgt die natürliche
Infektion meist durch die Mutter zwischen dem 19. und 31. Lebensmonat (
primär-primär-Prophylaxe). Dabei gilt: Je höher der St. m.-Befall
der Mutter, um so größer auch die Anzahl dieser Karieserreger beim Kleinkind.
Weitere Einflussfaktoren sind: Kaiserschnittentbindung (Kinder, die per
Kaiserschnitt geboren werden, bekommen den
Karies-Erreger etwa 12 Monate früher als vaginal geborene), hoher
DMF-T der Mutter, Geschlechtskrankheiten (STD-Infektion) und niedriges
Familieneinkommen.
Je später diese Übertragung erfolgt, um so größer ist für andere, harmlosere
Bakterien die Chance, sich dauerhaft in der Mundhöhle einzunisten um so den
schädlichen Kariesbakterien den Platz streitig zu machen. Zwischen dem
Streptococcus-mutans-Befall
mit behandlungsbedürftiger Karies der Mutter und dem Auftreten aktiver
Milchzahnkaries beim Kind lässt sich eine eindeutige Korrelation herstellen.
Eine Studie aus 2003 zeigt, dass bei hohem Zuckerkonsum und bei aktiver Karies
der Mutter das K. des Kindes jeweils um das Vierfache erhöht ist. Bei
mehr als 50 Kolonien Streptococcus mutans in der mütterlichen Speichelprobe ist
die Wahrscheinlichkeit für manifeste Karies beim Kind etwa elfmal höher. Die
mütterliche Übertragung lässt sich bei hoher Besiedlungsdichte effektiv durch
regelmäßige Behandlung der mütterlichen Zahnoberflächen mit
Chlorhexidinlack eindämmen, während
Ernährungsmaßnahmen oder die mechanische Plaqueentfernung (z.B.
Zähneputzen) für eine langfristige Reduzierung nicht ausreichen.
Eine hohe Anzahl an St. m.-Keimen in der
Mundhöhle, welche z.B. durch einen
Speicheltest festgestellt werden, bedeutet nicht automatisch ein erhöhtes
Kariesrisiko. Sie dient zwar als Indikator, kann aber in ihren Auswirkungen
- bedingt durch ein individuell sehr unterschiedliches
Immunsystem - sehr verschieden sein.
Eine Impfung gegen St. m.-Befall ist - entgegen anderweitigen
Behauptungen - bisher (2010) nicht möglich (
Kariesimpfung).
Genmanipulationen, bei welchen neue St.m.-Bakterien gezüchtet
werden, denen die Anhaftungseigenschaft fehlt und welche die
kariesverursachenden natürlichen Bakterienstämme ersetzen (sog. "replacement
therapy") zeigen bisher (2010) hoffnungsvolle Tendenzen aber keine
praktischen Auswirkungen. Weiter besteht die Hoffnung, dass in Zukunft
nitrithaltige Mundspülungen oder Gels entwickelt werden könnten, die die
orale
pH-Kontrolle
erleichtern und Karies und
Erosionen vorbeugen können. Mögliche Nebenwirkungen müssten jedoch zunächst
noch ausgiebig abgeklärt werden.
Andere Denkansätze zielen im Rahmen der
Nano-Technologie auf eine Imprägnierung der Zahnoberfläche mit
Antihaftmitteln ab:
easy to clean effect
Bakterium,
Karies,
Kariesbakterien,
Kariesimpfung,
Kariesrisiko,
Laktobazillen,
Leitkeime,
Milchsäure,
Mundflora,
Plaque,
primär-primär-Prophylaxe,
Speicheltest, STAMPs,
Xylitol
Streptokokken
auch Kettenkokken, engl.: streptococcus; wie die
Staphylokokken zu den
Eiterbakterien gehörende, perlenschnurförmige Ketten bildende,
grampositive
Bakterien. Nach einer amerikanischen Biologin werden St. serologisch in
sog. Lancefield Gruppen (engl.: Lancefield's classification)
eingeteilt.
Bekanntester Vertreter in der Zahnmedizin ist das
Kariesbakterium Streptococcus
mutans.
Streptokokken-Infektionen sind ein ernsthaftes und oft unterschätztes
Gesundheitsproblem: Jedes Jahr infizieren sich weltweit rund 40 Millionen
Menschen mit dem Keim. Häufige Krankheitsbilder sind Scharlach, Hals- und
Mandelentzündungen sowie - besonders gefährlich - das akute rheumatische Fieber
(ARF), das zu schweren Entzündungen in Herz, Gelenken, Haut und Nervengewebe
führt. Während solche Infektionen in Industrienationen meist rechtzeitig und
gründlich behandelt werden, enden sie in armen Ländern mangels medizinischer
Versorgung oft tödlich.
Bakterien,
Erysipel,
Gram Färbung,
Lactobazillen,
Markerkeime,
Mikroorganismen,
Milchsäure,
Mundflora, Staphylokokken,
Streptococcus mutans
Streptomycin
1943 entdecktes, erstes
Antibiotikum
gegen Tuberkulose. Bei einer geringen therapeutischen Breite hat es ein breites
Wirkungsspektrum, vor allem gegen
Gram-negative
Keime. Längere Einnahme führt zu Ertaubung, Gleichgewichtsstörungen und
Nierenschäden. In der
ZHK ohne
Bedeutung.
Stress
Anstrengung, erhöhte Belastung physischer bzw. psychischer Art,
abgeleitet von "stringere" = spannen, fordern, engl.: stress,
pressure; viele Untersuchungen zeigen, dass ein andauernder S. auf
Dauer zu erheblichen Erkrankungen führen kann (
Disstress).
Nicht nur belastende Situationen können S. auslösen. Mitunter wird auch
das Ausbleiben von Ereignissen zur Belastung, etwa ungewollte Kinderlosigkeit,
unerwiderte Gefühle oder eine nicht realisierbare Karriere.
Auswirkungen des S. sind in der
ZHK
besonders im Zusammenhang mit
Zahnfleisch- und
Kiefergelenkserkrankungen bekannt. So ergaben sich nach Untersuchungen
(Krahwinkel T et al: Zusammenhang zwischen Stressparametern und
Parodontopathie. Quintessenz. 2003) statistisch signifikante Unterschiede
zwischen Patienten mit
chronischer
Parodontitis und Kontrollpersonen bei Problemen im persönlichen Bereich,
privatem Umfeld und Familie (z.B. Verlust eines Menschen) und im
Beruf/Ruhestand. Ob der Zusammenhang zwischen Stressfaktoren und Parodontitis
ausschließlich auf mangelnde
Mundhygiene, veränderte Verhaltensweisen, genetische Komponenten oder
Störungen des
Immunsystems zurückzuführen ist, ist noch nicht bekannt. Die Daten stützen
den Ansatz, die Parodontitis als das Ergebnis einer komplexen Wechselwirkung
vieler Faktoren zu betrachten.
Als Zusammenhang wird vermutet, dass Menschen in einer Stress-Situation ein
bestimmtes Protein in ihren Körperzellen aktivieren, das Entzündungen und
Abbauprozesse auslöst und in Gang hält. Als typische Stresshormone gelten
Adrenalin und
Noradrenalin.
Eng mit dem S. verbunden ist das
Burnout-Syndrom (burnout = "ausgebrannt";
, welches als eine
unangemessene Reaktion auf berufliche Herausforderungen verstanden wird und mit
sich verschlechternder Arbeitsleistung und gesundheitlichen Problemen
einhergeht.
Aphthe,
CMD,
Immunsuppression,
Kariesrisiko,
Parafunktion,
Parodontitisrisiko,
Schmerz,
Verkehrsfähigkeit
Streustrahlung
engl.: scattered radiation; einfallende
(Röntgen-)Strahlen, die ihre Richtung verändern; eine Strahlung, die im
Patienten erst entsteht und für die Bildqualität nachteilig ist. Je dicker das
Objekt und je höher die Energie der Strahlung, umso mehr St. fällt an.
Unterteilung in klassische Streuung und die
Compton-Streuung. Während die Hauptmasse der Strahlung - je nach
Material unterschiedlich stark - absorbiert wird und dadurch ein Röntgenbild
entstehen lässt, bewirkt die St. eine Qualitätsverminderung des
Ergebnisses (Kontrastabschwächung). Kompensationsmaßnahmen sind eine
Verkleinerung des Patientenvolumens mittels Kleinfeldtubus oder/und Verwendung
eines
Langfeldtubus bzw. Einsatz eines Streustrahlenrasters zwischen Patient und
Film.
Stripkrone,
Frasaco™-Krone
Stripping
auch
approximales Stripping, engl. wörtlich "Abstreifen";
Schlagwortbezeichnung für das Abtragen von Zahnsubstanz im Gebiet des
Kontaktpunktes oder der seitlichen Kontaktfläche zweier Zähne
mittels Schmirgelstreifen ("Strips"). Anwendung zur Beseitigung leichter
Engstände im
Frontzahnbereich als unterstützende
kieferorthopädische Maßnahme oder zum Beseitigen von
Engständen bei sonst normaler Zahnstellung, wenn sich z.B. die
Zahnseide nicht zwischen zwei benachbarten Zähnen durchführen lässt.
Ebenfalls lässt sich ein S. maschinell durchführen, um bekannte
Schwierigkeiten der handbetriebenen Instrumenten, wie ein zu geringer
Schleifweg oder regelmäßig auftretende Verklemmungen zu vermeiden.
Separieren
|

brasseler.marcant.net/ ( © der
Grafik) |
Strontiumchlorid; Zusatz in
Zahnpasten
gegen
überempfindliche Zahnhälse und Vorbeugung gegen
Zahnfleischerkrankungen; bekanntes Präparat: Sensodyne™;
Stuart Artikulator
Stuart-Pantograph, individuell einstellbarer (voll-justierbarer)
Artikulator; von einem der "großen" amerikanischen
Gnathologen (neben Thomas, Stallard und McCollum) entwickelter Artikulator,
welcher auf die Prinzipien der
Pantographie abgestimmt ist.
Stufe
Stufenpräparation, Schulter,
engl.: ledge, shoulder (grooving) preparation;
zahnärztlicher Begriff aus der
Präparationstechnik; im Gebiet des Zahnfleischrandes wird der
bearbeitete Zahn (
Zahnstumpf) bei einer Füllung oder Krone mit einer etwa 90°- S.
(Rechtwinkelstufe, siehe Abb.) versehen, um z.B. eine Füllung statisch
optimal abzustützen und/oder - wie bei einer Krone - diese
Zahnersatzarbeit nicht breiter als den Zahn selbst zu gestalten.
Durchgeführt werden derartige Präparationen mit Diamanten, welche bei
ihrer walzenähnlichen Struktur eine Stirnfläche aufweisen. Damit wird
dann der sog. Stirnschliff durchgeführt.
Von der zahnärztlichen Technik her stellt die Stufenpräparation den
höchsten Aufwand beim Bearbeiten eines Zahnes dar, allerdings bedeutet
sie für den Zahn im Vergleich zu anderen Präparationsarten auch den
höchsten Substanzverlust. Aus diesem Grund sind besonders bei
jugendlichen Patienten - wegen eines noch weit ausgedehnten
Zahnnervs - S. häufig anatomisch nicht möglich, ohne die
Pulpa nachhaltig zu schädigen bzw. eine nicht gewünschte
Wurzelkanalbehandlung folgen zu lassen.
Untersuchungen zeigen, dass bei der
Hohlkehlpräparation oder einer abgewinkelten 135°-Stufe eine bessere
Anpassung an das marginale
Parodontium erreicht werden kann als mit der klassischen 90°-Stufe
(Rechtwinkelstufe); Abformungstechnik und -material scheinen das
Ergebnis hingegen weniger stark zu beeinflussen.
Abschrägung,
Hohlkehlpräparation,
Keramikschulter,
Konvergenzwinkel,
Präparation
Kronen
auf Zahnwissen.de |

Präparation einer
zirkulären
St. zur Aufnahme
einer
Keramikkrone
(Modell)
|
Stumpf,
zahnärztlich bearbeitete ("beschliffene") Zahnkrone,
engl.: stumb, stub;
Zahnstumpf
Stumpfaufbau,
engl.: (endodontic) post;
Aufbaufüllung,
parapulpäre Stifte, Stiftaufbau
Stützelement; engl.: occlusal rest bar;
Vorrichtung an einer
Teilprothese,
welche die auftretenden
Kaukräfte auf
die Zähne und das
Parodontium
weiterleitet und ein Absinken des Ersatzes verhindert.
Auflage,
Klammer,
Prothese-abgestützte, Stützfeld
(Abbildung),
Verbindungselement
Stützlinie, engl.: prosthesis
supporting area;
Klammerstützlinie
Stützstiftregistrierung
Stützstiftverfahren,
Kieferrelationsbestimmung, engl.: bearing device registration;
meist im zahnlosen oder wenig bezahnten Kiefer angewandte Bestimmung der
Lage von Ober- und Unterkiefer zueinander. Die S. stellt eine
einfache Festlegung der Unterkieferlage in Bezug zum Oberkiefer dar. Bei
krankhaften Befunden ist dadurch nur ein kleiner Bereich der häufig
notwendigen, umfassenderen
Funktionsanalyse abgedeckt.
Die
Registrierung erfolgt mit einem
intraoralem zentralem Stützstift, welcher die horizontale
Kieferrelation in Form des "gotischen Bogens" (Grenzbewegung
des Unterkiefers in einer Ebene, die parallel zur
Kauebene liegt) registriert. Ihr voran erfolgt i. d. R. eine
konventionelle Wachswallrelationsbestimmung (
Bissnahme) der vertikalen Anstände. Durch den zentralen
Stützstift werden zusätzlich die Biss-Schablonen gleichmäßig
beidseitig auf die Kieferschleimhaut gedrückt.
Bissnahme,
Gerber,
Handbissnahme,
Kieferrelationsbestimmung,
Registrierung,
TMJ-Artikulator,
Unterkiefergrenzbewegungen
Zahnwissen-Festzuschüsse
ab 2005 |


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Stützzone
engl.: supporting area;
1.) die prothetische Stützzone wird gebildet aus den
großen und kleinen Backenzähnen beider Kiefer; sie bestimmt die
Bisshöhe. Der Begriff leitet sich von einer Abstützung des
Zusammenbisses ab. Bei einer fehlenden St. (
Stützzonenverlust)
nähert sich der Unterkiefer unverhältnismäßig zum Oberkiefer hin, da die
Schneidezähne beider Kiefer sich nicht abstützen können und deshalb
aneinander vorbei gleiten (s. Abb.;
Senkbiss).
2.) unter einer kieferorthopädischen Stützzone versteht
man das Gebiet hinter (distal)
dem seitlichen Schneidezahn bis zum 1. großen Backenzahn (sog.
6 Jahr Molar).
Von einem Stützzoneneinbruch spricht man, wenn es durch eine
Mesialwanderung der
6 Jahr Molaren (frühzeitiger
Verlust der entsprechenden Milchzähne) zu einem
Platzmangel kommt, und deshalb die kleinen Backenzähne und/oder
Eckzähne nicht regelrecht durchbrechen können (
Platzhalter,
Tanaka-Formel)
Abstützung,
Eichner-Klassen,
Engstand,
Erhaltung von Milchzähnen,
leeway,
Moyers Analyse,
Raphe-Papillen-Transversale,
Senkbiss,
Tiefer Biss,
Zahnbreite |

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Stützzonenverlust; engl.: missing
posterior support or posterior bite collapse); fehlender
Antagonistenkontakt durch Zahnverlust innerhalb der
Stützzone
subakut; subacutus; mäßig in der
Ausprägung, unterschwellig, klinisch von geringerer Ausprägung. Begriff in der
ZHK
geläufig im Zusammenhang mit
Entzündungen;
Abszess
subgingival
unterhalb des Zahnfleischsaums, engl.: do.; Lagebezeichnung für ein
Gebiet, welches meist mit dem der
Zahnfleischtasche identisch ist. in der Regel dürfen Eingriffe in diesem Bereich
nur von
approbierten (Zahn-)Ärzten durchgeführt werden (
Dental Hygenist). Das Gegenteil von s. ist
supragingival.
subkutan, direkt unter die (Schleim-)Haut,
engl.: beneath the skin;
perkutan
sublingual, sublingualis;
Lagebez.
für unter der Zunge liegend, unter der Zunge befindlich
Sublingualbügel,
Unterzungenbügel,
Verbinder
Sublingualrolle
linguale Rille um den M. genioglossus, Methoden zur Verbesserung des
Prothesenhaltes: für eine extensive Ausformung des sublingualen Bereiches wird
eine sog. "Sublingualrolle" im ehemaligen Frontzahnbereich (evtl. auch noch im
Gebiet der Tuberkula) aus Strentsmasse auf den
Funktionslöffel angebracht und ausgeformt. Hierdurch wird die stark
bewegliche Schleimhaut des Unterzungenraumes nach
dorsal gedrängt
und dadurch eine bessere Abdichtung des
Prothesenrandes
in diesem kritischen Bereich erreicht. Anschließend wird der Unterkiefer unter
Durchführung von Funktionsbewegungen wie bei einem
Funktionsabdruck abgeformt.
Extensionsabdruck,
Überextension,
Unterzungenflügel.
Subluxation
unvollständige Verrenkung eines Gelenks, engl.: (temperomandibular
joint) subluxation; in der
ZHK von zweierlei Bedeutung:
-
traumatische Subluxation
eines Zahnes, welcher gelockert, aber sich an Ort und Stelle
befindet. Dabei ist das
Alveolarfach gedehnt oder gestaucht und die Fasern des
Zahnhalteapparates sind (ein-)gerissen. Meist ist bei völliger
Ruhigstellung über 4 - 6 Wochen (Schiene) und einer positiven
Vitalitätsprüfung eine Einheilung und normale Funktion des
Zahnes wieder möglich.
traumatische Zahnverletzungen
- Subluxation des
Kiefergelenks (Kondylushypermobilität; engl.:
condylar subluxation)
ohne die Gelenkpfanne zu verlassen, befindet sich das
Kiefergelenksköpfchen vor oder hinter dem
Discus (s. Abb.; Köpfchen befindet sich hinter dem Diskus).
Dadurch ist keine regelrechte Funktion mehr möglich, der
Mundschluss ist behindert, wenn das Köpfchen nach hinten, und
die
Mundöffnung ist erschwert, wenn das Köpfchen nach vorn
verlagert ist.
Der Begriff "Luxation" wird in der neueren Literatur z.T. durch "Verlagerung"
ersetzt; z.B.: statt "Diskusluxation" wird "Diskusverlagerung"
gebraucht.
Häufig wiederkehrende S. werden als
habituelle Subluxation bezeichnet; s. a. unter
Diskusverlagerung
Hippokrates-Handgriff,
Kiefergelenksbeschwerden,
Kiefergelenkluxation,
Kiefersperre,
Luxation,
traumatische Zahnverletzungen,
Verriegelungsoperation |
|
submandibulär
, engl.: submandibular; unter dem Unterkieferkörper liegend bzw.
befindlic
Submukosa, Gewebe unter der (Mund-)Schleimhaut,
engl.: submucosa;
Mukosa
submuköser Abszess,
engl.: gumboil; submukös = unter der
(Mund-)Schleimhaut befindlich,
Abszess
Submukosa; engl.: submucosa; häufig
unter der
Mundschleimhaut befindliches lockere
Bindegewebe
Subnasale
Subnasalpunkt, Sn, "Nasenwinkel", engl.: subnasal point;
der am weitesten
dorsal
gelegene Punkt der Nasen-Lippen-Kurvatur (Übergang Nasensteg zur
Oberlippe). Die S. trennt das Mittelgesicht vom Untergesicht. Im
Durchschnittsgesicht liegt die S. auf der
Nasionsenkrechten (Vorgesicht = Subnasale liegt vor der
Nasionsenkrechten ; Rückgesicht = Subnasale liegt hinter der
Nasionsenkrechten).
Biomet-Gesicht |

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Substantivität
ausreichende Verfügbarkeit, engl.: substantivity; Vermögen eines
Medikamentes/Wirksubstanz am Einsatzort über längere Zeit verfügbar zu sein.
Mangelnde eigene S. wird meist durch Koppelung des Medikaments an
Begleitsubstanzen kompensiert.
Chlorhexidin,
Olaflur,
Triclosan
Subtraktionsradiographie
digitale, DSR, digital image radiography-subtraction;
Kombination der digitalen Bildverarbeitung mit der digitalen Radiographie mit
dem Ziel, alle anatomischen Strukturen, außer jenen von unmittelbarem Interesse,
auszublenden. Bei dieser Methode werden zu verschiedenen Zeitpunkten
Röntgenaufnahmen angefertigt und miteinander verglichen, um so Veränderungen in
der Zahnhart- (z.B. Fortschreiten einer Karies) oder der Knochensubstanz (An-
und Abbau von Knochen) zu erfassen. Der Vorteil dieses Verfahrens ist, dass alle
unveränderten anatomischen Strukturen digital eliminiert werden und nur die
eigentlichen Veränderungen sichtbar gemacht werden.
Suktor;
Absauganlage
Sulfonamide;
bakteriostatische
Chemotherapeutika; engl.: sulfonamides;
Antibiotika,
Chemotherapeutika
Sulkus
auch Sulcus, Furche, engl:. groove, sulcus;
etwa in Höhe des
Zahnhalses
zirkulär um den Zahn verlaufende Zahnfleisch-Furche, welche im gesunden
Zustand zwischen 0,1 u. 2mm tief ist. Wird nach
apical durch den Epithelansatz begrenzt.
biologische Breite,
dentogingivaler Verschluss,
krevikulär,
Kronenrand,
Saumepithel,
Sulkusflüssigkeit,
Taschenboden,
Taschentiefe,
Zahnfleischtasche |

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Sulkus-Blutungs-Index,
SBI
Sulkusflüssigkeit
Gingivafluid, Sulkusfluid, Taschenfluid, Taschensekret, engl.: sulcus fluid; überwiegend aus Blutplasma bestehendes Exudat,
welches vom Bindegewebe stammend durch das innere
Saumepithel
in den Sulkus (Zahnfleischtasche)
ausgeschieden wird. Geringe Mengen gelten als
physiologisch;
deutlich vermehrt ist die S. bei Entzündungen des Zahnfleisches (Gingivitis,
Parodontitis),
wo die S. durch kontinuierliche Erneuerung innerhalb einer Stunde über
40mal ausgetauscht wird. Bei fortgeschrittener Parodontitis nimmt die Menge
allerdings wieder ab.
Sulkusflüssigkeits-Fließrate
SFFR, Sulkus-Fluid-Fließ-Rate, engl: sulcus fluid flow rate;
mengenmäßige (quantitative) Bestimmung der
Sulkusflüssigkeit in einer
Zahnfleischtasche.
Die Menge der Flüssigkeit geht mit dem Grad einer Entzündung der
Zahnhalteapparates (
Parodontitis)
einher. Dies ist bedingt durch eine Permeabilitätserhöhung der unter dem Sulkus-
und Saumepithel gelegenen Gefäße bei einer Entzündung. Die Volumenbestimmung der
Sulkusflüssigkeitsmenge erfolgt z.B. mit dem Periotron®- Gerät, das
Feuchtigkeitssensoren besitzt und Flüssigkeitsmengen bis in den
Nanoliterbereich
messen kann.
Summationseffekt
Röntgensummationseffekt, Superpositionseffekt,
Überlagerungseffekt, engl.: additive or cumulative effect;
im Gegensatz zu einer
Schichtaufnahme werden bei den Standard-Zahnaufnahmen ("intraoraler
Röntgenfilm") dreidimensionale Strukturen auf einen
zweidimensionalen Film projiziert. Dadurch ist das entstandene Bild eine
Summe der Absorptionseffekte versch. Gewebestrukturen. Liegen im
Strahlengang vor dem abzubildenden Objekt Körperstrukturen, die weniger
Röntgenstrahlung absorbieren, so erscheint das Objekt auf dem Film
heller (= Substraktionseffekt); umgekehrt spricht man von einem
Additionseffekt. Bekannt ist die sog. trianguläre
Radioluzenz: bedingt durch anatomische Besonderheiten kann an
der
Mesialfläche oberer Milchmolaren und
erster bleibender oberer Molaren eine kariestypische Aufhellung als
Substraktionseffekt im
Röntgenbild entstehen.
Vermeiden lassen sich diese Effekte z.B. durch eine exzentrische
Projektion, dies allerdings auf Kosten der exakten Größenverhältnisse
(Verzerrung, s. Abb.) oder aufwendige
Verfahren in der 3. Dimension.
bildgebende Verfahren,
laterale Zahnaufnahme,
Röntgendiagnostik,
Zonographie |

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Superinfektion engl.: superinfection;
Infektion
supragingival; oberhalb des
Zahnfleischsaums, engl.: do.; Gegenteil:
subgingival ;
supragingivaler Zahnstein
Suprakonstruktion
implantologischer Begriff für "DAS, was auf das Implantat
aufgesetzt wird" (alle prothetischen Konstruktionen, welche auf
Implantaten ruhen) , engl.: (implant) superstructure,
framework;
Abdruckpfosten,
Abutment,
bedingt abnehmbar,
Gingivaformer,
Implantat,
Konnektor,
Mesostruktur,
Pink Esthetic Score,
Sofortbelastung,
Zylinderimplantat,intramobiles
Zahnwissen-Festzuschüsse
ab 2005 |
 |
Supraokklusion
Supraposition, Tiefstand (ungebr.), engl.: supraocclusion,
overeruption; das Herausragen eines Zahnes oder mehrerer Zähne über die
Okklusionsebene
hinaus. Meist bedingt durch
fehlende
Gegenzähne. Gegenteil
Infraokklusion
Nonokklusion,
Okklusion
Supramentalfalte
Unterlippen-Kinnfurche, Sulcus mentolabialis, engl.:
supramental o. chin fold; mittig unterhalb der Unterlippe befindliche
Einziehung, welche besonders bei kleinem Untergesicht (z.B.
Deckbiss) ausgeprägt ist. Unterscheidung in: verstrichen, unauffällig,
ausgeprägt = höchstwahrscheinlich
Klasse
II,2, eventuell II,1, niemals III).
Suprawölbung,engl.: supra-curvature;
Äquator,
Infrawölbung
Surfactants
oberflächenaktive Substanzen, welche
hydrophile und
hydrophobe Bindungsstellen besitzen, und so die Verbindung von Wasser und
organischen Substanzen ermöglichen.
Adhäsivtechnik
Süßstoffe; engl.: sweetener; sog.
Zucker-Alternativen,
Zuckerersatzstoffe
Sutur
Sutura; Begriff mit versch. Bedeutung:
1.) Verwachsungsstelle bestimmter Schädelknochen, z.B.
Gaumennaht = Sutura palatina
2.) Wiederzusammenfügen von Gewebe durch eine
Naht
symmetrische
Extraktion,
Ausgleichsextraktion
Sympathikus
einer der Nerven des vegetativen Nervensystems. Er befindet sich in einem
unterschiedlichen Zustand der Erregung (sog. Sympathikotonus) und kann
mit seinem "Gegenspieler" - dem Parasympathikus - zahlreiche
Organfunktionen beeinflussen. Dabei bewirkt der S. ein positives
Stimmungsbild und eine Leistungssteigerung des Gesamtorganismus. Weitere
Auswirkungen sind u.a. eine Pupillenerweiterung, eine Beschleunigung der
Herztätigkeit, eine Erweiterung der Herzkranzgefäße, eine Verminderung der
Drüsenaktivität des Magen-Darm-Trakts und seiner Peristaltik.
Adrenalin
Symphyse; engl.:
symphysis; Verbindung/Zusammenwachsen zweier Knochen durch Faserknorpel,
z.B. des Kinns durch die paarige angelegten Unterkieferknochen (Symphysis
mandibulae) in den ersten 6 Lebensmonaten.
symptomatisch
engl.: symptomatic; nur auf die Symptome (einer Krankheit) bezogen. So
bedeutet z.B. der Ausdruck "symptomatische Zahnfleisch-Therapie", dass eine
schmerzhafte
Entzündung des Zahnfleischs nur mit schmerzstillenden Maßnahmen (Salben,
Schmerztabletten usw.) behandelt wird. Im Gegensatz dazu steht der Ausdruck
kausal (= den Grund, die Ursache behandelnd)
Synapse
Kontaktstelle zwischen zwei
Nervenzellen
(Neuronen) bzw. zwischen einem Neuron und einer Muskelzelle, zur Übertragung des
Aktionspotentials. Die Reizübertragung erfolgt u.a. biochemisch durch
Acetylcholin oder
Noradrenalin.
Nerv
Syncheilie; engl.: synchilia;
teilweise oder komplette, angeborene Lippenverwachsung
Syndesmose, engl.
syndesmodial joint
Sharpey Fasern
Syndrom
engl.: syndrome; gleichzeitiges, gemeinsames Auftreten verschiedener
(Krankheits-)Merkmale mit ähnlichem Krankheitsbild, deren gemeinsames Auftreten
einen bestimmten Zusammenhang oder Zustand vermuten lässt. Häufig nach den
Entdeckern des S. benannt, z.B.
Costen-Syndrom
Morbus
Synkope
"Kreislaufkollaps", plötzlich einsetzende, kurze Bewusstlosigkeit,
welche ebenso rasch wieder verschwindet. Ursache ist in der Regel eine kurzzeitige
Minderdurchblutung des Gehirns (z.B. rascher Körperlagewechsel wie plötzliches
Aufstehen).
Ohnmacht
Synodontie;
Zahnverschmelzung
Syphilis
"Lustseuche", Lues venerea, engl.: do. o. treponemiasis;
durch Spirochäten (Treponema pallidum) hervorgerufene chronische
Infektionskrankheit (Geschlechtskrankheit, Meldepflicht) mit klinischer
Einteilung in
Primärstadium (Schankerbildung, lokale Lymphadenopathie),
Sekundärstadium (Fieber, generalisierte Lymphadenopathie,
papulöse Infiltratbildungen; s. Abb. Mitte) und
Spätstadium (Gummen, Aortitis, Aneurysmen, Tabes dorsalis;
s. Abb. u.).
Zur Diagnose werden in der Regel serologische Nachweisverfahren (s.u.)
angewandt; eine Therapie erfolgt in der Regel durch
Penicilline.
Generell ist die S. in den letzten Jahren (2007) wieder im
Zunehmen begriffen: So wurde ein verstärktes Auftreten der
infektiösen Syphilis,
besonders in Europa, aber auch in den USA registriert. Mehr als 3.000
Fälle von S. sind im Jahr 2007 in Deutschland gemeldet worden.
Damit haben sich die Infektionszahlen seit 2004 stabilisiert.
Eine Diagnose ist nur serologisch möglich, wobei möglichst mehrere der
Syphilis-Parameter VDRL, RPR, TPHA und FTA-IgM und TFA-IgG bestimmt
werden sollten. Bei Nichterkennung/-behandlung kann es Jahre später zur
Tertiärinfektion mit Bildung von Gummen und Befall des Nervensystems
(Neurolues) kommen.
Zahnärztlicherseits ist zu beachten:
Nicht selten treten Mundschleimhautveränderungen im Rahmen einer
S. auf.
Der Erreger kann durch Blut und Speichel übertragen werden.
In 10% der Fälle liegen weitere Allgemeinerkrankungen (z.B.
HIV) vor.
Lues connata,
Maulbeermolar,
Primäraffekt,
Wismutsaum |

Sekundär-Stadium
|

Gummen |
systematische Übersicht
engl.: systematic review; kritische Interpretation und Zusammenfassung
aller denkbaren Informationen zu einem bestimmten Thema/einer best. Erkrankung;
derartige Interpretationen liefern die sichersten und genauesten Informationen
zu einem bestimmten Gebiet/Erkrankung.
Evidence
systemisch
engl.: systemic; den ganzen Körper betreffend, auf den gesamten
Organismus einwirkend. So ist die "systemische Zufuhr" eines
Medikamentes
so zu verstehen, dass diese Substanz nicht gezielt an Ort und Stelle eingesetzt
wird (
topisch),
sondern sich im ganzen Körper verteilt (dies ist die Regel bei einer
Medikamenteneinnahme); eine systemische Erkrankung kann mit
Allgemeinerkrankung übersetzt werden.
SZ; Abk. für
Seitenzahn
Szintigramm; engl.: scintigram;
bildliche Darstellung einer nuklearmedizinische Untersuchung;
Knochenszintigraphie
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www.corel.com
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