Rabattverträge
für Arzneimittel, engl.: discount agreements for drugs; Gesetzliche
Kassen können mit Pharmaproduzenten Preisrabatte aushandeln. Durch solche
Rabattverträge können die KK bei den Arzneimittelkosten sparen. Diese
Einsparungen können sie an die Versicherten in Form von teilweisen oder
vollständigen
Zuzahlungsbefreiungen weitergeben. Das Einsparvolumen liegt zur Zeit (2010)
bei etwa 800 Millionen Euro pro Jahr.
Festbeträge
Arzneimittel bei Gesetzlich Versicherten: Die wichtigsten Regelungen für
Zuzahlung und Erstattung
Rabenschnabelzange
engl.: crow`s beak forceps;
Extraktionszange für den Unterkiefer mit rechtwinklig abgebogenen, zur
Spitze hin schmaler werdenden und geriffelten Backen.
In einer anderen Form früher auch zur Konturierung von
Bandkronen
gebraucht.
Rachen
Schlund, Pharynx, engl.: fauces; ca. 13 Zentimeter
langer, muskulöser Schlauch vom hinteren Teil der
Mundhöhle und Nase über den Hals bis zum Kehlkopf und zur Luftröhre;
anatomische Unterscheidung in Mundrachen, Nasenrachen und
Halsrachen, wobei der in der
ZHK interessierende Mundrachen am
Schlucken und an der Stimmbildung beteiligt ist. |

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Rachenring
lymphatischer Rachenring, Waldeyer Rachenring, engl.: tonsillar
ring, Waldyer's ring; das beim Menschen an der Schlundenge (Isthmus faucium)
in den Tonsillen befindliche lymphoepithelialen Gewebe der Rachenmandel,
Tubenmandel, Gaumenmandel und Zungenmandel. Gilt als bedeutende Abwehrbarriere
der oberen Atemwege gegenüber einer möglichen Infektion.
Rachitis
Vitamin-D- Mangelkrankheit, "Englische Krankheit", engl.:
dito o. rickets; Störung des Calcium- und Phosphatstoffwechsels
mit typischen Skelettveränderungen (z.B. Knochenerweichung,
Zahnentwicklungsstörungen), hauptsächlich beim Säugling und
Kleinkind auftretend. Das mangelnde Vitamin D3 (Cholecalciferol)
entsteht bei Ultraviolettbestrahlung (Sonnenlicht, Höhensonne) aus einer
Vorstufe in der Haut und wird erst in der Leber in die eigentliche
Wirkform umgewandelt.
Bedingt durch die Störung des Calciumstoffwechsels kommt es zu einer
ungenügenden Mineralisation von Knochen und Zähnen. Die Schneidezähne
und die
ersten bleibenden Backenzähne (Molaren)
brechen verspätet durch und zeigen
Schmelzhypoplasien (s. Abb.); typisch ist außerdem - durch
Verformung der Kiefer - der schwer behandelbare "rachitisch
offene Biss".
Die Behandlung besteht aus natürlichem Sonnenlicht oder künstlichem
UV-Licht, da die Vorstufe des Vitamin D3 schon in der Haut vorhanden ist
und einer Vitamintherapie, verbunden mit einer vollwertigen Ernährung.
Als Rachitisprophylaxe werden ärztlich kontrollierte Vitamingaben
beim Säugling empfohlen, evtl. auch Vitamin-D-Zufuhr im letzten
Schwangerschaftsdrittel.
Von der erworbenen R. abzugrenzen ist die familiäre
hypophosphatämische Rachitis als
genetische Erkrankung. Sie ist u.a. mit einer schweren
Wachstumsstörung und gestörter Knochen- und Zahnmineralisation ("dentale
Nekrose") sowie geringen Konzentrationen an zirkulierendem
1,25-Dihydroxy-Vitamin D assoziiert. Zur Behandlung werden im dentalen
Bereich Gaben von 1-Hydroxy-Vitamin D und oralem Phosphat vorgeschlagen.
Zahnentwicklungsstörungen |
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Radiatio, Bestrahlung, engl.:
radiation;
Strahlentherapie
radikulär, engl.: radicular; von der
Zahnwurzel ausgehend, die Zahnwurzel betreffend,
Zahnflächen
Radioaktivität
engl.: radioactivity; Eigenschaft der Atomkerne von instabilen Isotopen,
sich ohne äußere Einflüsse umzuwandeln und dabei bestimmte Strahlen auszusenden;
R. wird in
Becquerel gemessen (zerfällt in einer Sekunde ein Atomkern, so ist dies 1
Becquerel). In Abhängigkeit von der Instabilität der Atomkerne sind dies:
Alpha - Strahlung
oder positiv geladenes Kernteilchen (vollständig ionisierte Helium-4-Atome). Sie
werden beim radioaktiven Zerfall bestimmter Elemente spontan abgestrahlt.
Beta - Teilchen
Atomkerne mit einer zu großen Neutronenzahl im Verhältnis zur Protonenzahl.
Durch Umwandlung entsteht u.a. ein "schnelles Elektron", welches als
Beta-Teilchen bezeichnet wird. Diese dringen- je nach Energie - in Luft bis in
den Meter-Bereich, im Gewebe in den Millimeter-Bereich vor.
Gamma - Strahlung
als Folge von Atomkernen mit einem zu hohen Energieinhalt. Auftreten meist
zusammen bei einem Alpha- oder Beta-Umwandlungsprozess als sog.
Begleitstrahlung. Dabei hängt die Energie dieser Strahlung von der Art des
Atomkerns, dem abgelaufenen Umwandlungsvorgang und der Stabilität des Folgekerns
ab. Die Durchdringungsfähigkeit dieser Wellenstrahlung ist weitaus größer als
die der Teilchenstrahlung. Vom Energiegehalt sind Gammastrahlen am ehesten mit
Röntgenstrahlen zu vergleichen.
Nach der Art der Quelle wird unterschieden in kosmische, terrestrische
und zivilisatorische Strahlung, wobei letztere im Wesentlichen medizinischen
Quellen, Bau- und Gebrauchsgegenstände und kerntechnischen Anlagen zuzuordnen
ist.
Nach der Schadensart - welche von den Faktoren Dosis, Dauer der
Einwirkung, Strahlungsempfindlichkeit, Strahlensensibilität abhängt - wird
unterschieden:
somatische Strahlenschäden: Folgeerscheinungen bei dem Individuum,
welches der Strahlung ausgesetzt war (z.B. Hautreaktionen =
Radiodermatitis)
genetische Strahlenschäden: durch Veränderungen des Genmaterials machen
sich diese erst in der Nachkommen-Generation bemerkbar machen; in jüngster Zeit
(2009) werden derartigen Wirkungen nicht mehr eine so gravierende Bedeutung
nachgesagt
deterministische Strahlenschäden (deterministisch = festgelegt): sind die
Summe vieler Strahlenwirkungsprozesse und treten erst oberhalb von sog.
Dosisschwellenwerten auf: bis zu einer bestimmten Dosis tritt nach
bisherigen Kenntnissen keine Schädigung auf, ab dem Schwellenwert jedoch
regelmäßig
stochastischen Strahlenschäden (stochaistisch = von den Gesetzen der
Wahrscheinlichkeit bestimmt): nach dem "Alles-oder-Nichts Gesetz" reicht nach
dem Wahrscheinlichkeitsgesetz schon eine einzige Strahlungseinwirkung um einen
Schaden auszulösen; Schäden sind also schon bei kleinsten Dosen möglich, ohne
dabei einen Beweis erbringen zu können
Curie,
Hormesis,
Sievert,
Strahlenrisiko
Radiodermatitis;
Röntgendermatitis
Radiographie
engl.: radiography.
1.) Röntgenographie; Untersuchung mit
Röntgenstrahlen
2.) Digitale Radiographie: Statt auf einen
Film werden die Strahlen auf einem Sensor aufgezeichnet, digital bearbeitet
und gespeichert. In die
ZHK seit 1986 unter dem Namen Radiovisiographie (RVG; von
einem Gerätenahmen abgeleitet, Trophy Radiologie SA, Paris) eingeführt
Röntgendiagnostik, digitale
Radiologie
Strahlen(heil)kunde, engl.: radiology; Beschäftigung
(Lehre und Wissen) mit
ionisierenden Strahlen, wie z.B.
Röntgendiagnostik und
Strahlentherapie,
Röntgenologie
radiopak, (Röntgen-)Strahlen undurchlässig;
Radiopazität
radioluzent, (Röntgen-)Strahlen
durchlässig;
Radiopazität
Radix, in der
ZHK: radix dentis = Bez. für
Zahnwurzel
Radix-Anker ™
Schraubenaufbau, engl.: tooth stump mounting filling with
calibrated screw; schraubenförmige Verankerung für eine Krone ("Stiftkrone")
bei einem
tief zerstörten und
wurzelkanalbehandelten Zahn. Diese äußerst stabile Verankerungsform
hat allerdings zuweilen auch Nachteile:
Korrosionsbedingt können sich metallische Zersetzungsprodukte in das
Wurzel- und Zahnfleischgewebe einlagern und so zu Verfärbungen und
Reizungen führen; weiter werden Korrosionen und damit verbunden
Lockerungen der Schraube im Wurzelkanal beobachtet. Ebenso kann der
metallische Schraubenkopf bei der kosmetisch optimalen
Vollkeramikkrone zu nicht erwünschten Farbabweichungen führen.
Alternativ werden deshalb Keramik-Stifte in jüngerer Zeit zunehmend
verarbeitet.
Stiftaufbau |

Einbringen eines
Metall-Schraubenaufbau
("Radix-Anker™")
|
Radix relicta
Wurzelrest, engl.: do. o. retained root; Teil einer Zahnwurzel,
welcher nach
Extraktion dieses Zahnes wissentlich (= intentionelles Belassen) oder
unwissentlich zurückgelassen wurde. Ohne
Fremdeinwirkung auch vorkommend im
Wechselgebiss, dann, wenn die
Milchzahnwurzel nicht völlig vom durchbrechenden, bleibenden Zahn
aufgelöst wurde ("Milchzahnscherbe");
zuweilen auch im desolaten bleibenden Gebiss als Folge einer
tiefen
Karies und/oder
Eiterungsprozessen der Zahnwurzel zu beobachten.
Eine regelrechte Entfernung eines Zahnes (Extraktion,
Osteotomie) bedeutet in der Regel auch dessen vollständiges Entfernen, um
nicht Komplikationen in der
Wundheilung oder spätere Irritationen durch Wandern der Wurzelreste zu
provozieren. In anatomisch besonders gelagerten Fällen (Enge Lagebeziehung zu
einem
Nerv o. der
Kieferhöhle, extrem schwieriger Zugang) können in Absprache mit dem
Patienten(!) kleine, nicht infizierte Teile in situ belassen werden. Diese
"schonende Technik" senkt zwar das postoperative Risiko, führt aber unter Umständen
längerfristig zu Problemen durch Wandern der Wurzelreste.
Ramfjord-Zähne, Ramfjord-Index;
Periodontal Disease Index
Ramus
pl.: Rami; anatomische Bez. für den Ast oder eine Verzweigung von
einem Organ. So wird z. B. der (aufsteigende)
Unterkieferast
als "Ramus mandibulae" oder "Ramus ascendens" bezeichnet. Den Abstand "Artikulare-Gonion"
bezeichnet man demzufolge auch als Ramushöhe. Knochenchirurgische
Eingriffe in diesem Gebiet haben den Oberbegriff Ramusosteotomie.
Randabschrägung,
Abschrägung
Randolf-Metall, "Phantommetall",
Sparlegierung; zur Hauptsache aus Messing (Kupfer-Zink-Legierung)
und weiteren Zusätzen bestehend.
Legierung,
Palliag,
Wiegold
randomisierte Studie, "Zufalls-Studie",
engl.: randomized study, randomized controlled trial, RCT ;
Auswahl der Versuchspersonen streng nach dem Zufallsprinzip. Dadurch wird eine
Gleichverteilung unbekannter Störgrößen gewährleistet. Bei richtiger
Randomisierung (Zuordnung zur jeweiligen Versuchsgruppe nach dem
Zufallsprinzip), besteht eine hohe Aussagekraft dann, wenn die Untersuchung an
einer großen Anzahl von Versuchspersonen vorgenommen wird und ein genügend
langer Zeitraum besteht.
Blindversuch,
Fall-Kontroll-Studie,
Kohortenstudie
Randschluss
Randspalt(breite), Randdichtigkeit einer
Krone,
engl.: border seal; Passungsungenauigkeiten (Abstand) zwischen
präpariertem Zahn und
Restauration sind in der
ZHK ein bekanntes Problem. Grundsätzlich wird aus parodontalen und
kariesprophylaktischen Gründen eine maximale Randspaltbreite zwischen 30
u. 100 µm in Abhängigkeit vom jeweiligen
Befestigungszement angestrebt (die durchschnittliche Größe der
"normalen"
Bakterien liegt zwischen 1 und 10 μm, meist um 1 μm; die kleinsten
Formen weisen nur 0,2–0,5 μm Durchmesser auf), und so wird der
Langzeiterfolg von
Kronen und
Brücken ganz wesentlich vom Abschluss am Zahnhals bestimmt;
Sekundärkaries. Idealerweise wird hier ein
fugenloser Übergang zwischen Werkstück und Zahn angestrebt.
So können durch hohen Aufpressdruck beim
Einsetzen, wie auch
Finieren der fertigen Restauration Spaltgrößen von 10 - 15 µm
erzielt werden. Klinische Nachuntersuchungen
ergaben jedoch Spaltbildungen von bis zu 400 μm. Insofern liegen Ideal
und Realität weit auseinander. Zurückzuführen sind derartige
Unterschiede u.a. auf die Gestaltung des
Präparationsrandes, die Art der
Abdrucktechnik und die "mehrschrittige"
Laborfertigung mit mehreren Positiv-/Negativ-Übertragungen. Somit
ist der R. von festsitzendem Zahnersatz (Kronen,
Brücken) eine Summe der Herstellungs-Faktoren
Präparationsform,
Abformtreue,
Modellgenauigkeit und Gusstechnik.
Untersuchungen zeigen, dass bei der
Hohlkehlpräparation oder einer abgewinkelten 135°-Stufe eine bessere
Anpassung an das marginale
Parodontium erreicht werden kann als mit der klassischen
90°-Stufe (Rechtwinkelstufe); Abformungstechnik und -material
scheinen das Ergebnis hingegen weniger stark zu beeinflussen.
Bei Füllungen ist der R. - neben der Güte des eingesetzten
Materials - wesentlich von einer sorgfältigen
Politur
abhängig.
Kronen
auf Zahnwissen.de
Abbindeexpansion,
anfinieren,
Befestigungszement,
bevel
enamel,
biologische Breite,
Bissflügelaufnahme,
Cerec,
C-Faktor,
coronal leakage,
Dentinhaftung,
Gingivitis,
Goldhämmerfüllung,
Inlay,
Keramik-Inlay (Fuge),
Kariesprophylaxe,
Kondensation,
Kronenrand,
Kuhhornsonde,
Leakage,
Lichtkeil,
Metallkeramik,
oligodynamische Wirkung,
Passung,
Politur,
Polymerisationsschrumpfung,
Präparation,
Präparationsgrenze,
Retentionsstellen,
Ryge Klassifikation,
Zementieren |

tolerabler Randspalt bei einer Krone

schlechter und verfärbter R.
einer ca. 5 Jahre alten
Komposite-F.
Patient ist starker Raucher und
betreibt kaum
Mundhygiene

Schädigung der
Papille durch überstehende Füllung
|

schlechter R. an
Keramik-Kronen:
Die
Zahnstümpfe waren
nach Entfernung total
verfault

Chairside
hergestelltes Inlay |
Randschrägung; Schlagwortbez. für ein
spezielles Vorgehen im Anschluss an eine (Füllungs-)Präparation;
Abschrägung
Randspalt, Zementspalt, engl.:
marginal leakage, cement leakage;
Randschluss
Randtuberkel;
Schneidekante
Rank-Krone
Rank-Teilkrone,
(Alfred Rank, Berliner Zahnarzt, 1885-1961, Mitbegründer der Zahnklinik an der
Freien Universität Berlin), engl.: Rank's crown;
pinledge-artige, gegossene
Dreiviertelkrone im
Frontzahnbereich, welche die sichtbare Außenfläche des Zahnes nicht
überdeckt. Zusätzlich zu den parallelen Bohrungen werden im
Approximalbereich noch zwei parallele Rillen präpariert. Nur noch selten in
der Anwendung.
Teilkrone
Ranula
Froschgeschwulst,
Retentionszyste, Mundbodenzyste, engl.: do.; unterhalb
der Zunge
gelegene, im Unterzungen-Speichelgang (Ductus submandibularis)
befindliche, mit
Speichel
gefüllte Zystenart unterschiedlicher
Genese (Speichelretentionszyste
oder seltener als
Schleimzyste).
Zyste |

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Rap-Caps;
Zahnschmuck
Raphe
Rhaphe, Naht, bezeichnet eine anatomische Verwachsungslinie
symmetrischer Körperteile. In der
ZHK
hauptsächlich bekannt als Raphe palati, welche im
Oberkiefer
eine in der Mitte des
Gaumens
sagittal
verlaufende, nach vorn in die
Papilla
incisiva auslaufende, (blasse Schleimhaut-)Leiste bezeichnet; sie
stellt die Vereinigungslinie der embryonalen Gaumenfortsätze dar. |

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Raphe-Median-Ebene
RME, nach
Schmuth, Raphe = Naht,
Verwachsungslinie, engl.: raphe-median-plane; entspricht der
Medianebene am
Gaumen; sie ist eine Gerade durch den Mittelpunkt am Abgang der
zweiten queren
Gaumenfalte und dem letzten sichtbaren Punkt der
Gaumennaht (Raphe, Übergang vom
harten zum
weichen Gaumen). Die RME wird bei
Modellanalysen als Grundlage für
sagittale und
transversale (Symmetrie-)Vergleiche und Abweichungen benutzt. Da die
Messpunkte durch Kiefer-/Zahnfehlstellungen verschoben sein können, gibt
sie nicht unbedingt die Mitte des Oberkiefers und auch die
Medianebene wieder (Mittellinienverschiebung).
Senkrecht zur RME steht im hinteren Oberkiefer die
Tuberebene
Messpunkte,
Oberkieferlänge,
Orale,
Prosthion,
Raphe-Papillen-Transversale,
Spinaebene,
Tuberebene |

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Rapidly Progressive Periodontitis; rasch
fortschreitende Parodontitis;
RPP
Rarefizierung, Rarefactio,
Verminderung, engl.: rarefaction (e.g. of bone); durch
Atrophie oder Resorption
verursachter diffuser Gewebsschwund.
Raschkow-Plexus
engl.: Raschkow's plexus, (nerve)
plexus of Raschkow; nach dem einem
Breslauer Arzt benanntes Nervengeflecht im Außenbereich der
Pulpa;
teilweise in das
Prädentin hineinreichend.
Dentin
Raspatorium
"Periostschaber", engl.: raspatory, periosteal elevator;
versch. geformte und große, scharfe Instrumente zum Ablösen (Präparieren) der
Knochenhaut (
Periost) von seiner knöchernen Unterlage.
Mukoperiostlappen
rationierte Prothese;
Verkleinerung der
Prothesenbasis auf das kleinste, funktionell und statisch noch vertretbare
Maß;
Lochplatte
Rattenschwanzfeile
engl.: rat-tail file; raspelartiges
Wurzelkanal-Aufbereitungs-Instrument mit kleinen "Zähnchen" auf der
Oberfläche zur Säuberung und Erweiterung des Wurzelkanals
Wurzelkanalinstrumente |

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Raumbrücke
selten gebrauchter Ausdruck für eine
Schwebebrücke:
der Abstand des Schwebegliedes zur Schleimhaut des Alveolarfortsatzes ist groß
(~ 3mm). Gegenteil:
Spaltbrücke
(Abstand sehr gering)
Rauschnarkose "Rausch",
Sedierung,
Analgesie
RBA; Abk. v.
chronisch rezidivierende,
benigne
Aphthose;
Aphthe
RCI-Index
root-caries-index (of Katz), Zahnwurzel-Karies-Index (nach Katz), nur
bei
freiliegenden Zahnwurzelbereichen anwendbare
Messzahl nach folgender Abhängigkeit:
(Zahl der Zähne mit
freiliegender Wurzel und mit
Wurzelkaries) + (Zahl der Zähne mit freiliegender Wurzel und Füllungen im
Wurzelbereich) / (Zahl der Zähne mit freiliegender Wurzel) * 100. Die Scala
reicht bei diesem Index von 0-100.
RDA-Wert
engl. Abk. für Radioactive
Dentin Abrasion; Maß für die abtragende Wirkung (Abrasivität)
der Putzkörper einer
Zahnpasta
auf das Zahnbein (Dentin)
bei "standardisiertem" Putzen gegen eine definierte Charge eines
Vergleichsstoffs; seit 1998 festgelegt in der DIN EN ISO 11609
"Zahnpasten". Die Quantifizierung erfolgt durch Aktivitätsbestimmung des
beim Putzen abgetragenen, vorher radioaktiv markierten Dentins. Dieser
Wert hängt u.a. von der Härte, Größe und Oberflächenstruktur der
Putzkörper ab, die der
Zahnpasta beigemengt werden. RDA-Werte von 30 gelten als
gering abrasiv, solche mit Werten zwischen 70 u. 80 bezeichnet man als
mittel-abrasiv; Werte über 100 gelten als stark abrasiv; einige
Zahnweißzahncremes setzen zur Entfernung von
Verfärbungen sogar auf RDA-Werte von bis zu 150.
Gesetzlicher Grenzwert ist 250,
welcher von Experten als überaus schädlich angesehen und stattdessen ein
Maximum von 100 gefordert wird; Zahnpasten mit Werten über 80 sollten
keinesfalls regelmäßig gebraucht werden. Ein gewisser Abrieb ist
allerdings notwendig, um Ablagerungen zu entfernen (s.u. unter
"Reinigungsleistung"). Durch eine ausgewogene Rezeptur (RDA ~ 30-70)
kann die Abrasion einer Zahncreme verringert werden, ohne damit eine
große Einbuße des Reinigungspotentials hervorzurufen.
In-vitro-Putzversuche haben ergeben, dass eine Zahnpasta einen RDA-Wert
unter 50 haben sollte, damit es keine zu großen
Abrasionen
gibt. Andererseits aber ist ein RDA-Wert von mehr als 35 wünschenswert,
damit überhaupt eine ausreichende Reinigung eintritt. Von der Abrasion
sind nicht nur der Schmelz und das Dentin betroffen, sondern auch
Füllungen und besonders verschiedene Versiegelungen.
Die Angabe des Wertes auf dem
Produkt ist gesetzlich nicht geregelt (Stand 2012); eine weltweite
Standardisierung der Messungen besteht nicht. Die Abrasivität am
Zahnschmelz wird durch den sog. REA-Wert = Radioactive
Enamel Abrasion angegeben.
Durch das
tägliche Zähneputzen entstehen an freiliegendem Dentin (z.B.
Zahnhals) bei richtiger Putztechnik und Pasten mit normalen RDA-Werten
nur sehr geringe Substanzverluste. Diese rangieren zwischen 4 µm
und 35 µm in der Woche.
Die Reinigungsleistung
einer Paste wird durch den
PCR-Wert
(Abk. von Pellicle Cleaning Ratio) ausgedrückt.
Dieser beschreibt, inwieweit die jeweilige Paste das Zahnoberhäutchen (
Pellicle) zerstört, indem
angefärbte Auflagerungen entfernt werden. Diese Methode ist
wissenschaftlich umstritten, da im Labor an Rinderzähnen gemessen wird.
Diese Ergebnisse sind nicht ohne weiteres auf den menschlichen Mund
übertragbar.
Abrasivität,
Verfärbungen,
Weißmacher-Zahnpasten,
Zahnpasta. |

RDA-Werte ausgesuchter Pasten |
RDF-Index
von root (=Wurzel), decayed (=faul), filled (=gefüllt);
grober
Index für eine
Zahnwurzelkaries;
verfeinert durch den
RCI-Index
Reaktionsdiagnostik
exspektative Diagnostik, engl.: expectant diagnostic, reaction
diagnostic; Bestätigung bzw. Erstellen einer nicht offensichtlichen oder
klinisch ergründbaren
Diagnose
aufgrund einer Vermutung und einer darauf gerichteten Therapie.
So kann z.B. bei pulpitischen Beschwerden nur
histologisch
primär sicher festgestellt werden, ob die
Pulpitis
reversibel (heilbar) oder irreversibel ist. Dies ist
aber in der Praxis nicht möglich (der Zahn müsste dazu entfernt werden!). Man
behandelt diesen erkrankten Zahn bei R. deshalb mit einem Medikament (
Caries
profunda,
Einlage,
Überkappung) und wartet das Ergebnis ab. Lassen die Beschwerden nach und der
Zahn "erholt" sich, so war die Schädigung heilbar. Beim Fortbestehen der
Schmerzen handelt es sich um eine nicht mehr heilbare Pulpenerkrankung - der
Zahnnerv muss entfernt werden (
Wurzelkanalbehandlung).
Reaktionsgrad
selten gebrauchter, von Korkhaus (Bonn) verwendeter
kieferorthopädischer Ausdruck: gemeint ist die Zeit, die notwendig ist, um
eine biologisch günstige, orthodontische
Bewegung
eines Zahnes oder einer Zahngruppe in einer bestimmten Richtung um die
Strecke von 1 mm durchzuführen.
Reattachment
Wiederanheftung, Wiederverbindung; Ziel jeder
Parodontaltherapie ist, von der Zahnwurzeloberfläche abgelöstes Gewebe
wieder am Ursprungsort zu befestigen ;
Attachment,
new attachment
Recall
Recall-System, Erinnerung, engl.: do.; in Zahnarztpraxen
mit Erfolg eingesetztes Erinnerungssystem, besonders bei der
implantologischen,
parodontologischen,
kieferorthopädischen und
prothetischen Betreuung sowie zur
Vorsorge von Zahnerkrankungen: So ist eindeutig in vielen Studien
belegt, dass eine regelmäßige Kontrolle ("Nachsorge") erheblich zu einem
Erfolg der ärztlichen Maßnahme beiträgt (
Compliance).
Ein R. darf nur bei den eigenen Patienten durchgeführt werden und
dies auch nur dann, wenn die Patienten nach entsprechender Unterrichtung
zu dieser Maßnahme ihre (jederzeit widerrufbare) Zustimmung gegeben
haben.
Auch nach der Neufassung des Gesetzes gegen den
unlauteren Wettbewerb (UWG) ist ein R. gestattet. Andersherum ist
ein Arzt nicht verpflichtet, seine Patienten von sich aus zu
Vorsorgeuntersuchungen einzubestellen (OLG Koblenz, Az.:
5 U 186/10, Urteil vom 26.6.2010).
Behandlung,
Bestellpraxis,
Follow-up,
parodontale Erhaltungstherapie ("Parodontal-Recall"),
unterstützende Parodontitistherapie
|

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rechtfertigende Indikation
Entscheidung eines Arztes oder Zahnarztes mit der erforderlichen Fachkunde im
Strahlenschutz, dass und in welcher Weise
Röntgenstrahlung am Menschen in der Heilkunde oder Zahnheilkunde angewendet
wird (gesundheitlicher Nutzen vs.
Strahlenrisiko); nach der
Röntgenverordnung in D vorgeschriebene kritische Prüfung bei der
Anwendung von
diagnostischen Röntgenstrahlen vor deren Einsatz. Dazu sagt § 23 RöV aus:
" (1) Röntgenstrahlung darf unmittelbar am Menschen in Ausübung der Heilkunde
oder Zahnheilkunde nur angewendet werden, wenn eine Person nach § 24 Abs. 1 Nr.
1 oder 2 hierfür die rechtfertigende Indikation gestellt hat. Die
rechtfertigende Indikation erfordert die Feststellung, dass der gesundheitliche
Nutzen der Anwendung am Menschen gegenüber dem Strahlenrisiko überwiegt. Andere
Verfahren mit vergleichbarem gesundheitlichen Nutzen, die mit keiner oder einer
geringeren Strahlenexposition verbunden sind, sind bei der Abwägung zu
berücksichtigen. Eine rechtfertigende Indikation nach Satz 1 ist auch dann zu
stellen, wenn die Anforderung eines überweisenden Arztes vorliegt. Die
rechtfertigende Indikation darf nur gestellt werden, wenn der die
rechtfertigende Indikation stellende Arzt den Patienten vor Ort persönlich
untersuchen kann, es sei denn, es liegt ein Anwendungsfall des § 3 Abs. 4 vor. §
28a bleibt unberührt.
(2) Der die rechtfertigende Indikation stellende Arzt hat vor der Anwendung,
erforderlichenfalls in Zusammenarbeit mit dem überweisenden Arzt, die
verfügbaren Informationen über bisherige medizinische Erkenntnisse
heranzuziehen, um jede unnötige Strahlenexposition zu vermeiden. Patienten sind
über frühere medizinische Anwendungen von ionisierender Strahlung, die für die
vorgesehene Anwendung von Bedeutung sind, zu befragen.
(3) Vor einer Anwendung von Röntgenstrahlung in der Heilkunde oder Zahnheilkunde
hat der anwendende Arzt gebärfähige Frauen, erforderlichenfalls in
Zusammenarbeit mit dem überweisenden Arzt, zu befragen, ob eine Schwangerschaft
besteht oder bestehen könnte. Bei bestehender oder nicht auszuschließender
Schwangerschaft ist die Dringlichkeit der Anwendung besonders zu prüfen. "
Strahlenrisiko
RECIPROC ®
"One File Endo"; neuartiges Konzept eines Nickel-Titan
Wurzelkanalaufbereitungsinstrumentes: für die gesamte Aufbereitung des
Wurzelkanalsystems wird nur ein Instrument benötigt. Das nur einmal verwendbare
Instrument (Sterilisation
konstruktionsbedingt nicht möglich) rotiert nicht im Kanal sondern macht jeweils
Bewegungen nach rechts und links mit genau definierten Winkeln. Dadurch wird die
Bruchgefahr wesentlich verringert. Die Drehung in Schneidrichtung ist dabei
größer als die Rückbewegung, wodurch das Aufbereitungsinstrument nach
apikal
vordringt.
Im Prinzip vereint dieses neue Verfahren (2011) 3 bekannte Techniken:
balanced force Technik
Nickel-Titan-Feilen
maschinelle Aufbereitung des Wurzelkanalsystems
Redentistry
zahnärztliche Wiederholungsleistung; engl. Schlagwortbez. für eine
Folgeversorgung einer früher durchgeführten zahnärztlichen
Restauration. Ausdruck ebenfalls gebraucht für die
Vermeidung von Neuanfertigungen zahnärztlicher Arbeiten
durch Einsatz neuerer technischer Möglichkeiten der
Zahnheilkunde
im Sinne einer "smart repair" Lösung.
Reevaluation
engl.: do.; in der
ZHK besonders im Zusammenhang mit einer
Zahnfleischbehandlung gebraucht. Gemeint ist damit die kritische Überprüfung
des bisher erreichten Therapieergebnisses (z.B. nach einer vorhergegangenen
Leicht-
oder
Erhaltungstherapie). Es wird die häusliche Mundhygiene und der
Entzündungsgrad überprüft und erneut ein
Parodontalstatus erhoben. Anschließend erfolgt - für jeden Zahn einzeln -
eine Therapieabwägung derart:
palliative/konservierende
Erhaltungstherapie?
resektive Therapie? (Parodontalchirurgie,
Entfernung des Zahnes)
regenerative Therapie?
unterstützende Parodontitistherapie
Referenzaufnahme
Referenzfilm; vorgeschriebene Röntgenaufnahmen im Rahmen einer
Qualitätssicherung von Röntgengeräten. Gemäß § 16 Abs. 2 S. 5 i. V. m. Abs. 4
RöV
sind die Protokolle der Abnahmeprüfung, die Referenzaufnahmen des
Prüfkörpers
sowie des Nutzstrahlfeldes, für die Dauer des Betriebs, mindestens jedoch bis 2
Jahre nach dem Abschluss der nächsten vollständigen Abnahmeprüfung
aufzubewahren.
Konstanzprüfung,
Prüfkörper,
Röntgenverordnung
Referenzpunkte;
Messpunkte
Reflexschiene
engl.: reflex splint;
Aufbiss-Schiene zur Unterbrechung eingefahrener Bewegungsmuster um so den
neuromuskulären Regelkreis zu stören. Bekannte Vertreter sind die
Miniplastschiene und der
Interzeptor.
palatinale Plateaus
Reflux
Sodbrennen; engl.: do. o. heartburn o. waterbrash; saures
Aufstoßen nach dem Essen, ein brennendes Gefühl hinter dem Brustbein oder im
Rachen. Die häufigsten Beschwerden sind andauernde Heiserkeit und nächtliche
Hustenanfälle. Der saure Magensaft ist aber auch Gift für Kehlkopf, Zähne und
Atemwege: Die hochsteigende Magensäure kann die Stimmbänder angreifen, den
Zahnschmelz ruinieren und eine Bronchitis verursachen.
Bulimie,
erosionsbedingte Zahnschäden
refraktär
unempfindlich, unempfänglich, nicht beeinflussbar, engl.: refractory;
In der Medizin versteht man unter r. das Verhalten einer Erkrankung, auf
eine Behandlung nur gering oder gar nicht zu reagieren (z.B.
refraktäre Parodontitis = auf eine Behandlung kaum ansprechende
Zahnfleischerkrankung).
Regelversorgung
engl.: etwa standard (dental) care; Wortschöpfung nach dem
GMG für Zahnersatz ab 2005 bei
Gesetzlich Versicherten. Sie wurde für jeden zahnärztlichen Gebiss-Befund -
zum Beispiel
tief zerstörter, aber erhaltungswürdiger Zahn oder das Fehlen von mehreren
Zähne - "am grünen Tisch" festgelegt und beschreibt eine zahnärztliche Therapie
unter den Gesichtspunkten der
Gesetzlichen Krankenversicherung. Sie beinhaltet neben der Beschreibung der
R. das durchschnittliche
Honorar für die zahnärztlichen Leistungen und die in der Regel anfallenden
Kosten des
Dentallabors für einen medizinisch ausreichenden, zweckmäßigen und
wirtschaftlichen Zahnersatz (
Wirtschaftlichkeitsgebot). Auf ihrer Grundlage wurden die
Festzuschüsse berechnet, die die gesetzlichen Krankenkassen ab 2005 für
die Behandlung mindestens bezahlen müssen (
Bonusregelung). Die Vergütung für die durchgeführte R. richtet sich
nach dem
BEMA.
Dabei gilt ein verbindlicher, bundeseinheitlicher
Punktwert;
kassenspezifische oder regionale Sonderregelungen sind dadurch ab 2005 hinfällig
geworden.
Vergütungen für
Zahnersatz nach der R. unterliegen ab 2005 nicht mehr der
Budgetierung und werden auch nicht bei der
Degression angerechnet.
Zahnersatz-Festzuschüsse (siehe unter Artikel Index
- Ordner - Festzuschuss allg. Teil)
andersartiger Zahnersatz,
erhaltungsfähig vs. erhaltungswürdig,
Festzuschüsse,
gleichartiger Zahnersatz,
Eigenbeteiligung/Zuzahlung bei Zahnersatz
Regelwert,
engl.:
regular value;
GOZ
Regeneration, Erholung, Wiederherstellung,
Heilung, engl.: do.
regenerative Medizin
engl.: regenerativ medicine; neuartiger Begriff aus der Biomedizin für
die Wiederherstellung funktionsgestörter oder -untüchtiger Zellen, Gewebe und
Organe sowohl durch den biologischen Ersatz, beispielsweise mit Hilfe
gezüchteter Gewebe, wie auch durch die Anregung körpereigener Regenerations- und
Reparaturprozesse. Experten gehen in 2007 davon aus, dass sich solche
regenerativen Therapien in der klinischen Praxis in fünf bis zehn Jahre
etablieren werden. Mittlerweile setzt sich die Erkenntnis durch, dass es
sinnvoller ist, den Organismus selbst zur Regeneration geschädigter Bezirke
anzuregen, statt ihm im Labor gezüchtete Organe (
Tissue
Engineering) einzupflanzen. Eine Schlüsselfunktion könnten hierbei
Stammzellnester haben, die in fast allen Organen gefunden werden.
regenerative Parodontaltherapie;
parodontale Regeneration
Regionalanästhesie, engl.:
regional anesthesia; wenig gebr. Bez. für eine
Leitungsanästhesie oder auch
Lokalanästhesie
Registrat
Aufzeichnung; Oberbegriff für eine Vielzahl von Hilfsmitteln
(Wachsplatten- und -wälle, sonst. thermoplastische Stoffe, Kunststoffe,
Farbstreifen usw.) zur Erkennung und Markierung von Kieferstellungen
(sog.
Kieferelationsbestimmung) und Kontakten mit dem Gegenkiefer
(sog.
Antagonisten-Kontakte) während der
Okklusion im Rahmen einer
Registrierung. Unterscheidung in:
intraokklusales Registrat: das Hilfsmittel wird zwischen die
Okklusionsflächen der Zähne beim Zusammenbiss gebracht
paraokklusales Registrat: das Hilfsmittel wird nicht zwischen die
Okklusionsflächen der Zähne beim Zusammenbiss gebracht, sondern
greift seitlich bei der Registrierung in die Zahnzwischenräume; Vorteil:
keine
Bisserhöhung
Achsiographie,
Bissgabel,
Bissnahme,
Checkbiss,
FGP-Verfahren,
Modellmontage,
Okklusogramm,
Posselt Diagramm,
Quetschbiss, Registrierung,
Unterkiefergrenzbewegungen
|

einfaches intraokklusales Wachsregistrat |

R. einer
Unterkiefer-grenzbewegung

sog. "Pfeilwinkel"
(elektronische Aufzeichnung)
|
Registrierschablone, engl.: jaw
relation record, interocclusal record;
Bissschablone
Registrierung
Ermittlung der Kieferbeziehungen (Kieferrelationsbestimmung),
engl.: jaw relation record; unter Erstellung eines
Registrats. Vom Prinzip her wird
unterschieden zwischen einer R. innerhalb des Mundes (= innerorale
Registrierung mit im Mund befestigten "Schreibplatten" zur Aufzeichnung der
Grenzbewegungen des Unterkiefers) und einer R. außerhalb der
Mundhöhle (= extraorale Registrierung um z.B. die Bewegung der
Kiefergelenksköpfchen aufzuzeichnen;
Pantographie).
Der Wert einer R. wird kontrovers diskutiert.
Aus einer Dissertation: "... Selbst durch den Einsatz technisch und
mechanisch aufwendiger Registriermethoden und die Weiterverarbeitung der
gewonnenen Daten in einem volljustierbaren Artikulatorsystem können keine
absolut überzeugenden Ergebnisse erzielt werden, da die Okklusion bei der
Eingliederung der zahntechnischen Arbeit nach wie vor am Patientenstuhl
eingeschliffen werden muss. ..."
Achsiographie,
Bissgabel,
Bissnahme,
Fischer-Winkel,
Fixturenregistrierung,
Funktionsanalyse,
Gerber,
Handbissnahme,
Kieferrelationsbestimmung,
Modellmontage,
Pantographie,
Posselt
Diagramm,
Protrusionsbahn, Registrat,
Quetschbiss,
Staub™
Cranial-System,
Stützstiftregistrierung,
TMJ-Artikulator,
Übertragungsbogen,
Unterkiefergrenzbewegungen
Zahnwissen-Festzuschüsse
ab 2005
Regress
engl.: recourse; Schlagwortbez. für die Zurückzahlung von
(zahn-)ärztlichem Honorar im Rahmen der
Wirtschaftlichkeitsprüfung wegen (kassen-)unwirtschaftlicher
Behandlung oder Verordnung bei
Gesetzlich
versicherten Patienten.
Mängelgutachten ("Mängelrüge")
Regulierung, Klammer ; laienhafte Bez.
für eine
kieferorthopädische Behandlung
Rehabilitation
orale, engl: oral rehabilitation; an den Zähnen und dem Kausystem
durchgeführte vielfältige Wiederherstellungsmaßnahmen zur Wiedererlangung des
ursprünglichen Gebisszustands oder Erlangung einer optimalen
Kaufunktion
und einer
ansprechender Kosmetik.
ästhetische Analyse,
diagnostisches Aufwachsen,
diagnostisches Einschleifen,
Rekonstruktion
Rehrmann
Alfred R., 1910-1079; bedeutender deutscher Kieferchirurg, Gründungsmitglied
der Europäischen Gesellschaft für Kiefer- und Gesichtschirurgie. Bekannt u.a.
durch den "Mukoperiostlappen
nach R." ("Rehrmann-Lappen")
Reibhaftung;
Friktion
Reichsversicherungsordnung;
Sozialgesetzbuch
Reihenuntersuchung
Vorsorgeuntersuchung, engl.: serial examination,
screening; Untersuchung großer, ausgewählter Bevölkerungsgruppen ohne
verpflichtende Teilnahme. Hauptsächlich zur Früherkennung (
Prävention) von Erkrankungen. In der
ZHK bekannt als R. auf
Karies und
Mundhygiene in Kindergärten und Schulen (
DAJ)
Reinigung;
Denture-Hygiene-Index,
Prothesenreinigung
Reinklusion,
Inklusion
Reißzahn
Fangzahn, lat.: dens lacerans, engl.: fang, carnassial;
die oberen letzten
Prämolaren und die unteren ersten
Molaren (z.B. P4, M1) bei Raubtieren als Hauptbestandteil des sog. "Brechscherenapparates",
welche besonders scharfe Kanten und Spitzen aufweisen. Auch: unkorrekte Bez. für
einen
Eckzahn.
Dens,
Zahnformel
Reiter
Reiterverankerung, engl.: bar clip, bar attachment;
triviale Bez. für ein
Steggeschiebe oder -gelenk, welches den Steg umfasst und in dem abnehmbaren
Teil des
Zahnersatzes integriert ist.
Gilmore Reiter,
Steg
Reizdentin,
Tertiärdentin
Reizfibrom;
Fibrom
Reizspeichel,
Speichelmenge
Reizstromtherapie
Elektrotherapie, engl.: electro-physiotherapy; Anwendung eines
niederfrequenten Gleichstroms oder von Impulsströmen zur neuromuskulären
Erregung, Schmerzbehandlung oder Erzeugung von
Hyperämie-Effekten.
In der ZHK
von untergeordneter Bedeutung;
TENS
Reklamation,
Mängelgutachten
rekliniert, engl.: recumbent; von
Reklination (reclination) für Rückwärtsbiegen, Zurückbiegen,
Überstrecken; in der
Kieferorthopädie bezeichnet eine "reklinierte Front" eine
sagittale
Anomalie durch Kippung der Zahnkronen nach
dorsal (hinten)
Inklination
Rekonstruktion
Wiederherstellung, engl.: reconstruction, restoration;
Schlagwortbezeichnung für die Wiederherstellung defekter Zähne/Zahnlücken
bzw. Gebiss-Strukturen.
ästhetische Analyse,
Aufwachstechnik,
diagnostisches Aufwachsen,
diagnostisches Einschleifen,
Gnathologie,
Kieferrelationsrekonstruktion,
Konstruktionsbiss,
Mock-up,
Okklusaler Kompass, Restauration,
Rehabilitation,
Wax-up
Rekonturieren;
Einschleifen
Rekordspritze ®
Handelsname für eine wieder verwendbare,
sterilisierbare Injektionsspritze aus einem Glaszylinder mit
Nickelkolben und -fassung. Ist der Konus exzentrisch, dann unter dem
Namen LOEB-Spritze bekannt
Heute nur noch wenig gebräuchlich (Übertragung von Infektionen bei nicht
sachgemäßer
Sterilisation) und durch
Einmalspritzen (disposable syringe) abgelöst. Diese sind
optisch wesentlich kleiner und vermindern so den
"Spritzen-Angst-Effekt". Sie werden schon vom Hersteller steril verpackt
geliefert.
Carpule,
Kanüle,
Lokalanästhesie |
|
Reliabilität
Maß für die Zuverlässigkeit wissenschaftlicher Untersuchungen, z.B. ob bei der
Wiederholung unter gleichen Bedingungen es auch zu den selben Ergebnissen kommt.
Validität
REM
Abk. mit versch. Bedeutung:
1.) in der Röntgenologie nicht mehr gebräuchliche Messgröße für die
Äquivalentdosis; Abk. des engl. radiation equivalation
man.
Sievert
2.) Raster-Elekronen-Mikroskopie
3.) in der Neurologie als REM-Phase (rapid eye movements);
ein Stadium des Schlafes mit raschen, ruckartigen Augenbewegungen.
Remineralisation
engl.: remineralization; Wiedereinlagerung von Mineralien nach einer
Demineralisation, "Zahnschmelzhärtung", engl.: do.; Begriff im
Zusammenhang mit "Karies reparierenden Maßnahmen" gebräuchlich: Besonders durch
Mineral-Bestandteile aus dem
Speichel erfolgt ständig eine Wiedereinlagerung von Stoffen, welche durch
Karies verursachende Faktoren zuvor aus dem Zahnschmelz herausgelöst wurden;
allerdings ist deren Konzentration zu gering, als dass die R. eine
zuverlässige Therapieoption darstellen würde.
Bei diesem komplizierten Mechanismus kommt den
Fluoriden eine besondere Bedeutung ("Katalysatorwirkung") zu: Unter
optimalen Voraussetzungen in der Mundhöhle können derartige Salze das
Fortschreiten von Schmelzkaries verlangsamen oder stoppen.
Die Wirkstoffkomponente des Produktes
GC
Tooth Mousse besteht aus Kaseinphosphopeptiden (CPP), einem in der Milch
vorkommenden Molekül, welches Verbindungen mit Kalzium und Phosphaten eingeht
und in der Lage ist,
amorphes Kalziumphosphat (ACP) zu stabilisieren. Im Mund werden bei einem
pH-Abfall in der
Plaque Kalzium- und Phosphat-Ionen aus CPP freigesetzt. Dadurch wird ein
übersättigter Zustand an Mineralien hergestellt, der zuerst die
Demineralisation reduziert und außerdem die R. steigert.
Kariesinfiltration mittel Kunststoffen: hierbei ist vor allem die
Penetration des Kunststoffes in den Schmelz von Bedeutung, da diese die
Porosität des Schmelzes ändert. Die in den porösen Schmelz penetrierten
Kunststoffe verhinderten dessen weitere
Demineralisierung durch Säuren.
Derartige Mechanismen funktionieren nur bei einer
Präkaries
und (bedingt) einer
oberflächlichen Karies. Ist die Zahnoberfläche hingegen eingebrochen, so
kann keine Wiedereinlagerung mehr erfolgen, da das tragende Zahngewebe fehlt.
Demineralisation,
Fluoride,
HealOzone,
Hidden caries,
Initialkaries,
Karies,
Kariesprophylaxe,
Mineralisation,
Präkaries,
restitutio ad integrum,
White Spot
Remission
medizinisch: dauerhaftes oder vorübergehendes Nachlassen von
Krankheitssymptomen bei weiterhin bestehender Grunderkrankung.
Remodellation
Umgestaltung, Knochenumbau, engl.: remodelling; in der
ZHK
hauptsächlich für die Beschreibung eines Knochenumbaus durch Apposition und
Resorption gebraucht. Eine über einen längeren Zeitraum anhaltende R.
bewirkt eine Lage- und Größenänderung des Knochens verbunden mit einer
Harmonisierung mit den umgebenden Weichgeweben.
Remontage
Remontieren, Reartikulation, Reokklusion, engl.:
re-mounting; Wiedereinsetzen eines
Modells mit entsprechendem Zahnersatz in einen
Artikulator (
Modellmontage), um Korrekturen der
Okklusion vorzunehmen ("auf dem Modell einschleifen",
Einschleifen). Unterscheidung in:
primäre Remontage, Reokkludieren: Nach der technischen
Herstellung von
Zahnersatz wird dieser - ohne erneut im Patientenmund ein
Registrat zu nehmen - wieder in
den Artikulator eingesetzt (remontiert), um herstellungsbedingte
Okklusionsstörungen (meist eine
Bisshebung) zu korrigieren
sekundäre Remontage: Der definitive Zahnersatz wird vom Patienten
für eine gewisse Zeit provisorisch getragen. Nach Tagen/Wochen erfolgt
eine erneute Registrierung der
Biss-Situation und mittels
Übertragungsbogen eine R. . Im Artikulator selbst erfolgen
entsprechende,
habituelle Okklusionskorrekturen. |

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Replantation
Reimplantation, Rück- o. Wiedereinpflanzung, engl.: do.;
von erhaltungswürdigen Zähnen in das entsprechende
Zahnfach. Der Zahn kann entweder durch einen
Unfall sich nicht mehr im Zahnfach befinden (traumatische
Replantation,
Avulsion; häufigste Art) oder absichtlich durch den Zahnarzt vorübergehend
entfernt werden, wie z.B. bei der therapeutischen Replantation (
Autotransplantation,
Trans-Replantation), oder um außerhalb des Mundes eine
Wurzelkanalfüllung und
Wurzelspitzenresektion bei schwierigen anatomischen Verhältnissen
durchzuführen (intentionelle Replantation); letztere Verfahren werden
selten praktiziert. Da der den Zahn versorgende Gefäßstrang ("Zahnnerv")
nach Entfernung aus der Alveole nie wieder anwächst, muss stets eine
Wurzelkanalbehandlung (meist in Kombination mit einer
Wurzelspitzenresektion), entweder direkt vor dem Wiedereinpflanzen oder nach
dem beginnenden Einheilen im Knochenfach (nach 7-10 Tagen) durchgeführt werden.
Direkt vor der R. sollte der Zahn stets mit
physiologischer NaCl-Lösung abgespült werden; begleitend wird eine
Antibiotikatherapie empfohlen.
Entscheidend für den Langzeiterfolg einer R. ist eine möglichst geringe
Schädigung der
Wurzelhaut, der Zahn sollte immer so schnell wie möglich wieder eingepflanzt
werden; hier können Minuten entscheiden (Näheres unter
Avulsion und
traumatische Zahnverletzungen). Ein primäre "Einheilung" findet zwar auch
bei abgestorbener Wurzelhaut statt, es tritt in Folge im günstigsten Fall eine
feste Verwachsung des Zahnes mit der
Alveole ein (
Ankylodontie).
Allerdings führen derartige Zustände relativ rasch zu einer Auflösung der
Zahnwurzel (
Wurzelresorption), was ein Aus für den Zahn bedeutet.
Eine Behandlung mit einem Derivat eines Schmelzmatrixproteins (z.B.
Emdogain®) bei R. bleibender Schneidezähne von Kindern und
Jugendlichen hemmt die Entstehung entzündlicher Wurzelresorptionen.
Ersatzresorptionen lassen sich dagegen nicht verhindern.
Zur Fixierung und Schonung des replantierten Zahnes wird in der Regel für einen
1-3-wöchigen Zeitraum eine
Schiene über die Zähne des betroffenen Kiefers eingesetzt. Andere Verfahren
fixieren den betroffenen Zahn mit
Ligaturen an den Nachbarzähnen; neuere Methoden verblocken mit einer
Kombination aus Draht(-geflecht) und
Komposite - ähnlich eines festen lingualen
Retainers - an den Nachbarzähnen (Abb.
traumatische Zahnverletzungen).
Ankylodontie,
Autotransplantation,
Avulsion,
Emdogain,
Odontoklasten,
Odontoplastik,
Titan-Trauma-Schiene (TTS),
Trans-Replantation,
traumatische Zahnverletzungen,
Wurzelresorption,
Zahnkeimtransplantation
Repositionsschiene
Repositionierungsschiene, Positionierungsschiene, engl.: repositioning
appliance (splint); zu den exzentrischen Hilfsmitteln gehörende
Schienenart mit
wissenschaftlich kontroverser Diskussion (hohes Rezidivrisiko, keine
Langzeitergebnisse). Die Wirkungsweise dieses Hilfsmittels beruht auf einer
Positionierung des Unterkiefers nach
anterior
(vorn), um einen verlagerten Diskus beim Vorliegen einer partiellen oder totalen
Diskusverlagerung wieder „einzufangen“.
Die Positionierungsschiene stellt den Unterkiefer in einer therapeutisch
festgelegten Position ein, welche nicht unbedingt nur nach
anterior sein
muss.
Einsatz bei: Kiefergelenkkompression, strukturelle Veränderungen (arthropathia
deformans) des Gelenks;
in protrusiver
Unterkieferposition: Verlagerung des
Discus nach
anterior
(vorn) in
habitueller
Interkuspidation: - Stadium II - Stadium III (bei akuter
Kieferklemme,
wenn Reposition gelingt).
R. sollten ständig (auch beim Essen!), mindestens 6 Monate bis zum
Verschwinden oder Abnahme der Gelenkgeräusche und einer Beschwerdefreiheit
getragen werden. Nach dieser Behandlung ist eine
Restauration evtl. in Kombination mit
kieferorthopädischen Maßnahmen notwendig.
AufbissSchiene,
Schiene,
Stabilisierungsschiene.
repräsentative Studie
engl.: representative study; Übereinstimmung der wichtigsten Merkmalen
einer Stichprobe mit den Teilen der Bevölkerung, aus welcher sie genommen wurde.
Beispiel: gibt es in einer Bevölkerung 50% Frauen und 50% Männer, so muss dieses
Verhältnis auch für die Stichprobe gelten.
Blindversuch,
Feldstudie,
klinische Studie,
Querschnittsstudie,
retrospektive Studie,
Validität
Resektion, operative Entfernung kranken
Gewebes oder von Organteilen ;
Wurzelspitzenresektion
Resektionsprothese
Defektprothese, engl.: resection prothesis;
Ersatzprothese, die nach operativen, knochenverlustbedingten
Kieferoperationen eingesetzt wird. Meist nach
tumorbedingter Oberkieferresektion solange angewandt, bis eine
chirurgische Rekonstruktionsplastik der verloren gegangenen Gewebe
durchgeführt werden kann.
Epithese,
Obturator,
Prothese |

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Residenzpflicht
Anwesenheitspflicht, engl.: residence obligation; Verpflichtung
des
Vertragsarztes/-zahnarztes seinen privaten Wohnort so zu legen, dass er für
die vertragsärztliche/-zahnärztliche Versorgung an seinem Vertragssitz zur
Verfügung steht (§ 24 Abs. 2 Ärzte-Zulassungsverordnung). Der Wohnsitz darf von
der Praxis nur soweit entfernt sein, dass der Arzt im
Notfall
auch kurzfristig seine Praxis aufsuchen kann.
Was unter kurzfristig zu verstehen ist, wurde bisher nicht eindeutig formuliert,
dürfte sich aber in der Größenordnung von 15-30 Minuten bewegen. Ein
höchstrichterliches Urteil (BSG - Az.: B 6 KA 2/03 R vom 05.11.03) befasst sich
mit einem Psychotherapeuten und billigt diesem 30 Minuten Anfahrtsweg zu.
Vertragszahnarzt
Residualzyste, "Restzyste", engl.:
residual cyst;
Zyste
Resilienz
vorübergehende Eindrückbarkeit, Nachgiebigkeit eines Gewebes
bei Belastung, engl.: resilience; mit der Eigenschaft, sich nach
Ende der Belastung wieder in den Ausgangszustand zurückzustellen (=
reversible Nachgiebigkeit). In der
ZHK häufig für
Schleimhautresilienz gebraucht.
Abdruckarten,
Freiendsattel,
Gaumen,
Mastikator,
Resilienzteleskop,
senkbare Prothese,
Tegument,
Torsionsbügel |

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Resilienzgeschiebe
Resilienzverankerung, engl.: resilience attachment; spezielles
Verankerungselement (
Geschiebe) bei
Kombinationszahnersatz, welches die
Resilienz der
Schleimhaut in vertikaler Richtung kompensiert (sog.
"Resilienzspielraum" des Elements). Einsatz bei
Freiendprothesen.
Beim Resilienzgelenk handelt es sich um ein erweitertes
Verankerungselement, da es zusätzlich eine Kompensation in horizontaler
und/oder
sagittaler Richtung ermöglicht.
Abstützung,
Biaggi Gelenk,
Resilienzteleskop
Resilienzschiene;
AufbissSchiene
Resilienzteleskop
engl.: resilience telescope; eine Art der Resilienzverankerung, Teleskopkronenverbund
("Doppelkrone") mit eingearbeitetem "Spiel" (Resilienzspielraum,
"Spielpassung"), welches in etwa der natürlichen
Resilienz der bedeckten
Kieferschleimhaut entspricht.
Coverdenture,
Freiendsattel,
Passung, Resilienz,
Resilienzgeschiebe,
Teleskopkrone
Resinzement, "Kunststoffzement",
engl.: resin cement, resin = Harz;
Befestigungszement auf Polymethylmethacrylat-Basis
Resistenz
Erregerresistenz, resistent, Widerstandsfähig(keit),
engl.: resistance, resistent, drug resistant;
Widerstandsfähigkeit gegen äußere Einflüsse. So existieren
Bakterienarten, die von Natur aus r. gegen ein bestimmtes
Antibiotikum sind; andere entwickeln diese Fähigkeit erst nach Kontakt
mit diesem Medikament: Lag früher die Wirksamkeitsdauer eines neuen
Antibiotikums im Durchschnitt bei 14 Jahren, so ist sie inzwischen auf drei bis
fünf Jahre geschrumpft. 2005 infizierten sich bereits rund drei Millionen
Europäer mit Keimen, gegen die herkömmliche Antibiotika einfach nicht mehr
helfen – 50.000 von ihnen starben daran. Dabei wird die Situation durch eine
zunehmende Zahl methicillinresistenter Stämme (MRSA =
"Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus") verschärft.
So befürchtet und warnt wiederholt die
Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass es in Zukunft gegen viele
Infektionen kein Gegenmittel mehr geben könnte, da:
- ärztlicherseits Antibiotika verschrieben werden, obwohl konservative
Therapien ebenfalls zum Erfolg führen würden und der ungezielte Einsatz
dieser Medikamente wenig erfolgsversprechend ist. Hier spielen von Seiten
der Ärzteschaft allerdings juristische Gründe eine Rolle: Es wird
befürchtet, dass bei einer Verschlimmerung des Krankheitsbildes der Patient
den behandelnden Arzt auf Fehlbehandlung verklagen könnte.
- die Einnahme nicht nach Vorschrift (bis über das Abklingen des
Krankheitsbilds hinaus) erfolgt; so werden unwissend neue R. erzeugt.
- Spitzenreiter beim Einsatz von Antibiotika in Europa ist Frankreich.
Nach einem Vergleich von 26 Ländern (2005) werden täglich 32
Tagestherapiedosen Antibiotika pro 1000 Einwohner eingesetzt und damit mehr
als dreimal so viele wie in den Niederlanden mit 10 Tagestherapiedosen pro
1000 Einwohnern. Deutschland gehört danach mit etwa 14 Tagestherapiedosen
pro 1000 Einwohner zu den Ländern mit dem niedrigsten Verbrauch (Platz 22).
- ein verbotener Einsatz von Antibiotika in der Tiermästung erfolgt. Über
diese Nahrung nimmt der Mensch auch Bakterien auf, die bereits eine
Unempfindlichkeit für bestimmte Antibiotika aufweisen. Diese R.
überträgt sich dann auf körpereigene Bakterienstämme.
- Gegen Medikamente unempfindliche Keime werden in Kliniken zu einem immer
größeren Problem. Infektionen mit resistenten
Staphylokokken (MRSA) sind in deutschen Kliniken seit 1990 um
das Zehnfache gestiegen.
- MRSA ist schnell und langlebig: In 24 Stunden hat ein infizierter
Patient ein Drittel seines Zimmers kontaminiert. Der Keim kann auf
Oberflächen mehr als 100 Tage überleben.
- Wenn Bakterien nicht genügend Nährstoffe zur Verfügung haben oder
anderweitig in Stresssituationen geraten, passen sie ihren gesamten
Stoffwechsel sehr schnell der neuen Situation an und schalten alle Vorgänge
ab, die nicht unbedingt lebensnotwendig sind. Das entscheidende Signal dafür
ist das Auftreten einer Verbindung namens pppGpp, eines mehrfach
phosphorylierten Guanin-Nucleosids, welches als "Alarmmolekül"
fungiert. Dieses Alarmsystem ist für das Überleben der Bakterien
entscheidend, bei Säugern aber nicht vorhanden. Aus diesem Grunde bietet das
Enzym einen völlig neuen Angriffsort für neuartige antibakterielle
Wirkstoffe um den zunehmenden R. von Bakterien gegen die heute
vorhandenen
Antibiotika zu begegnen.
- Eine sichere Unterscheidung zwischen bakteriellen und viralen
Infektionen bietet der
Procalcitonin-Test
- Innerhalb weniger Stunden kann ein neuer Schnelltest aufdecken,
ob eine Infektion durch antibiotikaresistente Bakterien verursacht wird oder
nicht. Während herkömmliche Tests, bei denen von den verdächtigen Mikroben
Kulturen angelegt werden müssen, mehrere Tage dauern, kommt die neue Technik
ohne die langwierige Vermehrung der Bakterien im Brutschrank aus: Ein
spezielles Eiweiß sendet schon bei Anwesenheit einiger weniger Mikroben
Licht aus und macht sie so sichtbar. Die verdächtigen Mikroben werden in
eine Flüssigkeit gegeben, die kleine magnetische Kügelchen enthält. Diese
Kügelchen sind mit Antikörpern beschichtet, die an die Bakterien andocken
und sie so an der Oberfläche der Kugeln festhalten. Mit einem Magneten
können dann die Kügelchen samt der daran klebenden Bakterien eingesammelt
werden. Anschließend werden sie in ein Gefäß gegeben, das das
Antibiotikum Methicillin enthält. Nach einigen Stunden, in denen
der Wirkstoff alle bis auf die resistenten Keime abtötet, wird der Mischung
ein bestimmtes Enzym hinzugefügt, das in Anwesenheit lebender Zellen zu
leuchten beginnt. Ein Aufleuchten der Lösung ist also ein eindeutiger Beweis
für resistente Bakterien.
Unter
Kreuzresistenz versteht man das Ausweiten der auf ein bestimmtes
Antibiotika bestehenden R. auf (meist) chemisch ähnliche Substanzen.
Eine Antibiotikaresistenz kann versch. Ursachen haben:
- Penicillin regt bei bestimmten Bakterien (z.B.
Staphylokokken) die Bildung des Ferments Penicillinase an welches
das Penicillin-Molekül zerstört
-
Bakterien besitzen das Ferment Amidase, welches eine chem.
Seitenkette der Penizillinsäure abspaltet und damit das Antibiotikum
deaktiviert
- genetische Mutationen ("Multiple-Step-Mutation") verändern ein Bakterium
derart, dass es resistent wird
- Bakterien können ein Ruhestadium ("Persister") annehmen, welches
sie resistent gegenüber Antibiotika macht
- Adaptation des Bakteriums oder es besteht eine natürliche
Unempfindlichkeit
Vor dem Einsatz von Chemotherapeutika kann eine
Resistenzbestimmung
indiziert sein.
Aerob-anaerobe Mischinfektionen sind die häufigste Ursache odontogener
Infektionen, allerdings steigt die Zahl reiner anaerober Entzündungen an,
worauf jüngere Studienergebnisse hindeuten. Die
Resistenzrate gegenüber
Penicillin ist dabei eher niedrig, Ausnahme stellen anaerobe gramnegative
Erreger dar.
Eine Behandlung mit Antibiotika sollte in Erwägung gezogen werden, wenn der
Patient eine bakterielle Infektion nicht durch die eigene Immunabwehr überwinden
kann. Antibiotika sind nur zur Eliminierung von Bakterien bestimmt.
Unglücklicherweise sind Bakterien wahre Überlebenskünstler und extrem
anpassungsfähig. Deshalb ist das Auftreten von Resistenzen in Gegenwart von
Antibiotika unvermeidlich und sogar natürlich. Antibiotika sollten folglich nur
verschrieben werden, wenn es wirklich notwendig ist. Heutzutage werden
Antibiotika aber nicht nur in der Human- und Tiermedizin eingesetzt, sondern
häufig auch in der Landwirtschaft und Viehzucht.
Antibiotika, Antibiogramm,
Autovakzine,
Penicillin
Resistenzbestimmung
Antibiogramm, engl.: bacterial sensivity test, antibiogram,
Ermittlung der minimalen Hemmkonzentration für
Bakterien durch
Chemotherapeutika. Sollte nach Möglichkeit einer Therapie mit
Chemotherapeutika vorangehen. Hierauf kann verzichtet werden, wenn:
- wenn ein akutes Krankheitsbild besteht, dass einen sofortigen
Einsatz erfordert
- bei "klassischen Infektionen" mit weitgehend konstantem
Erregerspektrum und Resistenzverhalten
Unter dem Resistenzfaktor versteht man den Quotienten aus der
minimalen Hemmkonzentration eines resistenten Stammes und der minimalen
Hemmkonzentration der Ausgangskultur.
Antibiogramm, Procalcitonin-Test,
Resistenz
Resonanzfrequenzanalyse
RFA, engl.: resonant frequency analysis; im Gegensatz zum
Perkussionstest exakte Messmethode zur Bestimmung der sog.
Primärstabilität von
Implantaten.
Ein piezoelektrisches Bauteil erregt einen Tragarm bei Frequenzen von 5.000 bis
15.000 Hz, und ein zweites misst die Reaktion. Die Resonanzfrequenz, die durch
Änderungen von Amplitude und Phase des Signals angezeigt wird, hängt von der
Steifheit der Schnittstelle zwischen Implantat und Knochen ab. Dabei steigt der
Wert der R. in bisher vorliegenden Studien während der Phase der
Einheilung (Osseointegration)
kontinuierlich an, während er bei einer
erfolglosen
Integration abnimmt.
Messzahl für diese, wie auch andere Methoden der Primärstabilitätsmessungen
(z.B.
CT-Techniken mit der Messung des Verhältnisses von kortikalem und spongiösem
Knochen) ist der sog. Implantat-Stabilitäts-Quotient (ISQ,
implant stability quotient); die Mess-Skala reicht von 0 bis 100. Ein Wert
größer 60 ermögliche
Sofortbelastung, Werte von 45 bis 60 eine zweizeitige Versorgung, wobei die
Einheilphase unter 50 verlängert werden sollte. Ein ISQ unter 45 spiegle ein
erhöhtes
Implantatverlustrisiko wider.
Ein Gerät ist das von der Fa. Integration Diagnostics, Göteborg/Schweden,
hergestellte Messgerät
"Osstell".
Die Messung erfolgt mit einem auf das Implantat aufgeschraubten Messelement
(Transducer), dessen Piezoelemente in eine Schwingung versetzt werden. Das
Messgerät zeichnet die vom Implantat-Knochen-Interface ausgehende
Resonanzfrequenz auf (Amplitudenänderung über eingeleitetes Frequenzband). Eine
grafische Darstellung wird auf einem Display betrachtet. Das
Schwingungsverhalten des Implantat-Transducer-Elementes wird als
Implantat-Stabilitäts-Quotient (ISQ) dokumentiert.
Auslenkung,
Implantat,
Ostel mentor,
Parodontitisdiagnose,
Sofortbelastung
Resorption
engl.: do.; Aufnahme flüssiger oder gelöster Stoffe in die Blut- oder Lymphbahn.
In der
ZHK wird dieser Begriff für folgende Vorgänge gebraucht, wobei es sich
in der Regel um Abbauvorgänge handelt:
Avulsion,
Milchzahn,
Milchzahnpersistenz,
Odontoklasten,
Wurzelresorption
Restauration
engl.: restoration; allgemeiner Oberbegriff für
Wiederherstellungsmaßnahmen im erkrankten
Gebiss, so z.B. für
Brücken,
Kronen,
Füllungen,
Zahnfleischplastiken usw.; im allgemeinen Sprachgebrauch meist mit
festsitzendem Zahnersatz assoziiert.
ästhetische Analyse,
Eingliedern,
Randschluss,
Redentistry, Rehabilitation,
Rekonstruktion
Restgebiss,
engl.: residual dentition; "die noch eigenen Zähne nach
Zahnverlust".
Lückengebiss
Restitutio
ad integrum, vollständige Ausheilung/Wiederherstellung von durch Krankheiten
angegriffenem Gewebe. Bei einer
Karies nur im
äußersten Frühstadium möglich.
Osteogenese
Restmonomer
engl.: residual monomere; nicht gewollte "Rückstände" - in der Regel
Methylmetacrylat (MMA) - beim Übergang von
Monomeren zu
Polymeren ("Polymerisation"),
stellen ein
Allergie-auslösendes Potential dar und vermindern zusätzlich die
mechanischen Eigenschaften von
Kunststoffen. Im Vergleich zur
Heißpolymerisation ist der R. bei Autopolymerisaten ("Kaltpolymerisation")
besonders hoch, minimiert sich aber nach einigen Wochen. Aufgrund der chemischen
Gleichgewichtsprozesse ist ein gewisser Anteil an R. in der fertigen
Prothesenbasis unvermeidbar. Durch geeignete Polymerisationsbedingungen lässt
sich dieser jedoch auf ein Mindestmaß reduzieren aber nicht eliminieren. Als
Optimum hierfür wird die
Langzeit-Aushärtung (10-15 Stunden) bei 95°C angegeben.
Langzeitpolymerisation,
Prothesenbasis,
Prothesenstomatitis,
Schleimhautbrennen,
Zytotoxizität
Restostitis
engl.: residual ost(e)itis; veraltete Bez. für eine eng
begrenzte
chronische Osteomyelitis; meist im Unterkiefer nach Zahnextraktion
auftretend (zurückgelassenes
Granulationsgewebe nach einer Zahnentfernung). Eine generelle Entfernung
derartiger "Herde"
wird wissenschaftlich abgelehnt, bei
alternativen Behandlungsverfahren aber in der Regel gefordert.
Ostitis
Restschatten
Hammerscher oder Ritterscher Restschatten, engl.: residual shadows following
apicoectomy; bisweilen röntgenologisch sichtbare
Aufhellung
im Anschluss an eine
Wurzelspitzenresektion als Zeichen dafür, dass keine vollständige
Verknöcherung der
apikalen Region stattgefunden hat.
Retainer
(festsitzende) Retentionsspange, engl.: do.; festsitzende
Apparatur nach Abschluss einer
kieferorthopädischen Behandlung zur dauerhaften Stabilisierung des
Behandlungsergebnisses. Wichtig ist bei jeglicher Art von R.,
dass diese nicht durch das Abbeißen harter Nahrung verbogen oder
abgebrochen werden. Deshalb ist eine regelmäßige Kontrolle (mindestens
einmal jährlich) erforderlich. Empfehlenswert ist es, den R. bis
zum 25. Lebensjahr im Mund zu belassen, mindestens aber 4 Jahre lang.
Bei einigen Zahnstellungen ist es empfehlenswert, dass der R. ein
Leben lang getragen wird.
Man unterscheidet:
herausnehmbarer Retainer: einer
aktiven Platte ähnliches Haltegerät (keine Dehnschraube, keine
Federchen, dünne Kunststoffplatte) mit einem eng anliegenden
Labialbogen (sog. Retentionsapparat, z.B. Hawley Retainer); gilt als
obsolet
Drahtretainer: auch 3-3 oder 4-4 Retainer: wenig
nachgebender Draht, welcher
adhäsiv an den Eckzähnen oder 1. Prämolaren befestigt wird. Meist
Einsatz als sog. Lingualretainer im Unterkiefer; gilt heute
(2009) als Standard; s. Abb.
Twistflex-Retainer: Stahldraht, welcher mit einem Zwirn umwickelt
ist ("verseilter Stahldraht") und lingual
adhäsiv befestigt ist. Hierdurch soll eine "Eigenbeweglichkeit" der
Zähne erhalten bleiben
Netz-Retainer: ein Draht- oder Nylon-Netz wird lingual mit
Komposite überdeckt und
adhäsiv befestigt; zusätzlich kann ein Draht mit eingelegt werden
(sog. Draht-Netzretainer)
Komposite-Schienung: zahnfarbenes
Kunststoff-Material wird in die
Interdentalräume der zu schienenden Zähne gefüllt: :Wenig stabile
und
parodontal fragwürdige Retention
Interkoronale-parapulpäre Verschraubung: "Mini-Verschraubung" in
Kontaktpunkthöhe von
oral her durch kleine
Schrauben, welche mit Komposite überdeckt sind. Sehr stabil, aber
Eingriff in die Zahnhartsubstanz. Aus anatomischen Gründen (u.a.
Zahngröße) Einsatz nur im Oberkiefer möglich.
als R. im weiteren Sinne gelten dünne
Kunststoff-Schienen und
Positioner
Behandlungszeitraum,
ortho-circ,
Positioner, Retention,
Rezidiv |

|
Retention
Zurückhalten, engl.: do.; Begriff ist in der Medizin vielfältig
besetzt. In der
ZHK hauptsächlich gebraucht für:
- Nichtdurchbruch eines Zahnes - weil dessen
Durchbruchszeit beträchtlich verspätet ist und bei dem klinische
oder radiologische Anzeichen dafür bestehen, dass kein weiterer
Durchbruch stattfinden wird; in der Regel sind dies
Weisheitszähne, zuweilen auch
Eckzähne (Prävalenz
ca. 3%,
palatinale Lage) und die zweiten
Prämolaren, welche vollständig (= retiniert, "komplette
Retention") oder nur teilweise (= teilretiniert , "partielle
Retention") im
Kieferknochen liegen. Meist sind ein
Platzmangel oder eine falsche Achsrichtung des
Zahnkeimes die Ursachen dafür (
Impaktion).
Eine primäre Retention bedeutet das Ausbleiben der
Eruption eines normal gelegenen und entwickelten
Zahnkeimes ohne physikalisches Hindernis.
Grafiken
Weisheitszahn
Verlagerung
- Verankerung einer Füllung im Zahn durch gezielte
Präparation (
unter sich gehend = Schaffung einer Retentionsform) oder
einer Krone auf dem
Zahnstumpf (
Konvergenzwinkel, etwa 6-10° gelten als klinisch optimal; bei
Winkeln über 20° besteht praktisch keine Eigenretention mehr),
entweder durch entsprechende
Präparation (= makromechanische Retention)
Amalgapin Verankerung,
Befestigungszement,
Black,
Kavitätenpräparation u.
Kastenpräparation,
Stifte, oder durch chemische Haftvermittler (=
mikromechanische Retention)
Adhäsivtechnik. Weiter ist bei zweiflächigen Füllungen auf
die sog. Kippstabilität zu achten (
Schwalbenschwanz)
- Halteeigenschaften einer
Teil- oder
Vollprothese durch sog. Retentionselemente (
Halteelemente)
- Fixierung eines kieferorthopädisch umgeformten Kiefers ("Retentionsphase")
durch spez. Geräte (z.B.
Retainer)
- Haftung von Verblendkunststoffen auf einer metallischen
Unterlage;
Retentionsperlen
Freilegung |

teilretinierter
Weisheitszahn

Die Aufnahme zeigt zwei retinierte u. verlagerte Zähne im Gaumen
|

Retentionsformen
bei der
Kavitätenpräp. |
Retentionsfeld
Retentionsfläche, engl.: retention area (of tooth); das Gebiet
eines Zahnes, welches unter dem
prothetischen Äquator liegt. In diesem Feld sollten wesentliche (aktive)
Teile der
Klammerarme liegen.
Retentionsperlen
Retentionsstege, engl.: retention beads, retention bars;
fast kugelförmige Erhebungen (ca. 0,5 mm) auf Metallgerüsten von Kronen
oder Brückenzwischengliedern, um dadurch für den Verblendkunststoff eine
mechanische Retention zu
erreichen. Während bei Kronen aus Platzgründen meist Perlen verwendet
werden, kommen bei Brückenzwischengliedern zusätzlich Retentionsstege
oder -schlaufen zum Einsatz (s. Abb.)
Silanisierung,
Verblendkrone |

|
Retentionsphase
engl.: retention phase; die Zeitspanne am Ende einer
kieferorthopädischen Behandlung, welcher der aktiven, umformenden Behandlung
folgt. In der R. erfolgt eine dauerhafte Stabilisierung des erreichten
Behandlungsergebnisses durch entsprechende (passive) Geräte (Retainer,
Positioner),
welche über einen individuell sehr unterschiedlichen Zeitraum getragen werden
müssen, um einem Rezidiv vorzubeugen.
Retentionsstellen
engl.: retention points; natürliche oder durch unzweckmäßige
Restaurationen entstandene Stellen
einer Zahn- oder Zahnersatzoberfläche, die der natürlichen Zahnreinigung beim
Kauakt oder bei
Mundhygienemaßnahmen nur schwer zugänglich sind. Hierzu zählen
Approximalflächen,
Fissuren,
Gebiete in der Nähe des Zahnfleischrandes,
unpolierte oder überstehende o.
spaltbehaftete Füllungen oder nicht fachgerechte
prothetische Restaurationen. Durch
Plaqueansammlungen kommt es in diesen Bezirken zu
Sekundärkaries und/oder
Zahnfleischentzündungen. Weiter stellen R. ein Reservoir für
Mundgeruch-verursachende Bakterien dar.
Kariesprädilektionsstellen,
Schmutznische
Retentionszyste, Extravasationszyste,
engl.: retention cyst, distention cyst;
Bohn Perlen,
Ranula,
Zyste
retiniert, engl.: impacted, retained;
Retention
Retralbewegung, engl.: retral motion;
nach rückwärts geführte Bewegung; für das
Kiefergelenk typische Bewegung
Retrogenie
veraltet für mandibuläre Retrognathie,
engl.: mandibular retrognathia; relative Rücklage eines zu kleinen
Unterkiefers (Unterkieferhypoplasie)
mit dem äußeren Erscheinungsbild des "Vogelgesichts"
Dysgnathie,
Progenie, Retrognathie
Retrognathie
engl.: retrognathism; Oberbegriff für jegliche Art von
skelettaler
Rückverlagerung eines Kiefers; früher nur für den Oberkiefer
gebräuchlich. Unterteilung in:
Apert Syndrom,
Dysgnathie,
Gelenkwinkel,
Neugeborenenrücklage
retrograd; in
zurückliegende Situationen zurückreichend, entgegen der natürlichen Richtung
(als Gegensatz zu
orthograd)
Retromolar, engl.:
do.;
Distomolar; retromolar auch als
Lagebezeichnung: Gebiet hinter den Backenzähnen
Retrookklusion,
engl.: retroocclusion;
Distalbiss
retrospektive Studie
engl.: retrospective study; die Historie von Eigenschaften, Erfahrungen
und Verlauf von Personen mit einer bestimmten Erkrankung aufgrund einer Erhebung
wird mit denjenigen anderer, nicht an dieser Krankheit leidenden Personen
(Kontrollpersonen) verglichen.
Blindversuch,
Fall-Kontroll-Studie,
repräsentative Studie,
Validität
Retrusion
Rück(wärts)verlagerung, engl.: do.; eines Zahnes oder
eines Kiefers. Man unterscheidet bei Zähnen in:
-
koronale Retrusion
Kippung der
Frontzahn-Zahnkronen zur Mundhöhle (z.B. beim Deckbiss)
-
alveoläre Retrusion
Neigung bzw. Stellung der Zähne im Alveolafortsatz nach hinten (distal)
-
mandibuläre Retrusion
der Unterkiefer ist im Ganzen nach hinten verschoben bzw. zu klein
Protrusion,
SNA-Winkel,
SNB-Winkel |


|
Retrusionsbewegung
Retropulsionsbewegung; engl.: retrusive movement; das Bewegen des
Unterkiefers nach hinten: Beide
Kondylen bewegen sich gleichzeitig nach hinten (dorsal).
Bennet-Bewegung,
Protrusion, Retrusion,
Unterkiefergrenzbewegungen
Retrusionsfacette
Retropulsionsfacette; durch
antagonistischen
Kontakt auf den
Kauflächen
der Zähne hervorgerufenen
Schlifffacetten, die bei der
Retrusionsbewegung entstehen.
Protrusionsfacette
Revaskularisation
engl.: revascularisation; Wiedereinsprossen von Blutkapillaren
in ein nicht ausreichend durchblutetes (z.B. implantiertes) Gewebe oder
chirurgische Verbesserung der Durchblutung in minderversogtem Gewebe (z.B.
Herzinfarkt).
Revelatoren, Plaque-Relevatoren,
Färbetabletten
reversibel; engl.: reversible;
(aus-)heilbar, umkehrbar
Revision
kontrollierende Prüfung, Nachprüfung, engl.: review, (surgical)
revision; in der
ZHK im Zusammenhang:
1.) mit einer Erneuerung oder Erweiterung einer bereits durchgeführten
Maßnahme gebraucht. Z.B.: R. einer
Wurzelkanalfüllung, wenn klinisch oder im Röntgenbild festgestellt wird,
dass die bestehende Füllung nicht den Kriterien einer "lege-artis-Behandlung"
entspricht.
2.) chirurgischer Zweiteingriff (im gleichen Gebiet), wenn es z.B. zu
einer
Wundheilungsstörung gekommen ist (sog. Wundrevision).
rezent, engl.: recent; meist im
Zusammenhang mit Untersuchungen/Studien gebraucht: jüngst, neuerlich, frisch,
unlängst, neueren Datums
Rezept
Verordnung, Verschreibung, engl.: prescription;
schriftliche Verordnung mit urkundlichem Charakter (in der Regel
auf einem vorgeschriebenen Formblatt = "Kassenrezept", "Betäubungsmittelrezept")
eines (Zahn-)Arztes an einen Apotheker zur Abgabe eines
Medikaments. Erforderlich sind darauf Datum, Anschrift und Unterschrift.
Vom Arzt ausgestellte Rezepte für Arzneimittel haben eine begrenzte
Gültigkeitsdauer. Ein rotes Rezept (Papier weiß, Aufdruck rot) ist für
Medikamente, die von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet werden. Es gilt
einen Monat. Gelb sind Betäubungsmittel-Rezepte; in der Regel betreffen sie
starke Schmerzmittel. Diese Verordnung muss innerhalb von sieben Tagen eingelöst
sein. Für Privatrezepte verwenden die meisten Ärzte blaue Vordrucke (nicht
vorgeschrieben). Sie sind ein halbes Jahr gültig. Jüngeren Datums ist das
grüne Rezept
für
Gesetzlich Versicherte. Darauf trägt der Arzt Medikamente ein, die er
empfiehlt. Sie sind unbegrenzt gültig und werden von den Kassen nicht erstattet.
Ab 2006 gilt ausnahmslos, dass verschreibungspflichtige Arzneimittel nur
gegen Vorlage einer ärztlichen, zahnärztlichen oder tierärztlichen Verschreibung
abgegeben werden dürfen - telefonische Absprachen sind nur noch dann zulässig,
wenn es sich um einen Notfall handelt und das Rezept unverzüglich nachgereicht
wird. Im Gegensatz zu Arzneimittelverordnungen zu Lasten
der
GKV und zu Betäubungsmitteln gibt es für Privatrezepte kein besonderes
Formular. Im Prinzip kann und darf man ein Privatrezept auf jeder Art Papier
ausstellen. Neu ist aber, dass man jetzt außer dem Namen auch das Geburtsdatum
des Patienten angeben muss.
Während dem allgemeinen Arzt eine Verordnung sämtlicher Arzneimittel gestattet
ist, muss sich der Zahnarzt auf Stoffe beschränken, die im Zusammenhang mit der
Zahnheilkunde stehen - die Grenzen sind hierbei fließend.
Neben der ursprünglichen Bedeutung wird der Begriff "Rezept" auch im Sinne einer
Verordnung für Krankentransporte, Heil- und Hilfsmittel und medizinische
Rehabilitationsleistungen gebraucht. Wird eine derartige Verordnung von einem
dazu Berechtigten erstellt, so verpflichtet dies die Krankenkasse gegenüber dem
Versicherten zur entsprechenden Leistung.
Grünes Rezept,
Pharmakon,
Rp.
Rezession
Gingivarezession, entzündungsfreier Zahnfleischrückgang, "Entblößung"
engl.: (gum) recession; vorkommend meist außenseitig (bukkal)
an prominent stehenden, sonst entzündungsfreien Zähnen. Dabei keine
Zahnfleischtaschenbildung und erst im Spätstadium (bei
entsprechendem
Alveolarknochenabbau) leichte
Zahnlockerungen erkennbar. Man unterscheidet einzelne (singuläre
Rezession) von einer Entblößungen an allen Zähnen (generalisierte
Rezession). Der Verlust des Zahnfleischgewebes mit einem erweiterten
Zahnzwischenraum und einer vergrößerten Kronenlänge kann besonders
bei den oberen Schneidezähnen zu ästhetischen und funktionellen
Problemen führen.
Ursachen: falsche
Zahnputztechnik,
Parafunktionen (Knirschen,
Pressen), altersbedingter Zahnfleisch/-knochenrückgang ("Parodontose"),
Zug durch tief ansetzende
Lippen-/Wangenbänder.
Unterteilung in gingivale Rezession (nur die
marginale Gingiva ist betroffen, meist bei Jugendlichen auftretend)
und parodontale Rezession (zusätzlich sind auch
Alveolarknochen und
Desmodont betroffen). Dabei beschränkt sich die Rückbildung auf die
vestibulären und
oralen Anteile des
Parodontiums,
Zahnfleischpapillen sind weniger davon betroffen.
Jede R. wird vor der Therapie her einer der
vier Miller-Klassen zugeordnet. Dies dient der prognostischen
Einschätzung des zu erwartenden Therapie-Ergebnisses.
Neben einer Behandlung der
empfindlichen freiliegenden Zahnhälse mit hoch konzentrierten
Fluoriden,
Desentisizern und speziellen Lacken, können eine chirurgische
Rezessionsdeckung z.B. durch ein Bindegewebstransplantat
(subepitheliales Bindegewebstransplantat (SBT)
Schleimhauttransplantat, wegen begrenzter Ressourcen auf einzelne
Zähne beschränkt), bzw. ein
koronaler
Verschiebelappen (s. Abb. unten) und evtl. zusätzlich die
Applikation von
Membranen (
Atrisorb) einzeln oder in Kombination durchgeführt werden.
Alternativ wird die auch Anwendung einer azellulären dermalen Matrix
(z.B. Alloderm®, LifeCell) bei größeren Defekten empfohlen, welche ein
schonenderes Vorgehen beim Eingriff ermöglichen soll. Eine Deckung
bietet zusätzlich den Vorteil, dass die kosmetisch störenden "langen"
Zähne optisch nicht mehr so negativ erscheinen.
Alle chirurgischen Techniken führen zu einer Verringerung der
Rezessionstiefe und zur Verbesserung des
Attachmentniveaus. Bei zusätzlicher Verwendung von
Bindegewebstransplantaten oder Schmelzmatrixproteinen (
Emdogain) zu den versch. Techniken scheinen nach Untersuchungen die
Transplantate besser abzuschneiden.
Eine chirurgische Therapie zur Deckung der freiliegenden
Wurzeloberfläche ist bei R. der Miller-Klassen I und II mit gutem
Erfolg möglich. R. der Klasse III lassen zumindest einen
Teilerfolg erwarten. Bei R. der Klasse IV ist eine chirurgische
Deckung meist ohne Erfolg.
In jüngerer Zeit werden Versuche unternommen, mit Gingiva-farbene
partielle
Porzellan-Laminat-Veneers den Zahnfleischverlust zu kachieren.
Folgende Verhaltensmaßnahmen können das Fortschreiten von
keilförmigen Defekten und R. verhindern:
biologische Breite,
Erosion,
Gingivabreite,
keilförmige Defekte,
Miller-Klassen,
Piercing,
Rolltest,
Schleimhauttransplantat,
Stillmann-Spalte |


R. unbekannter
Ursache (Frühkontakt? Parafunktion?) an einem einzelnen
Schneidezahn

R. an einem unteren
Prämolaren, bedingt
durch ein tief
ansetzendes Wangenbändchen
|

R.
an den unteren
Schneidezähnen, bedingt
durch ein tief
ansetzendes Lippenbändchen

Ablauf einer chirurg. Deckung |
Rezidiv
Rückfall, engl.: relapse; von einer (subjektiv) gerade
überstandenen Erkrankung. In der
ZHK besonders im Zusammenhang mit
kieferorthopädischen Behandlungen gebräuchlich: Hier sind mit R. eine
Verschlechterung nach Behandlungsende zum Ursprungszustand der Erkrankung hin
gemeint. Die regelrecht eingeordneten Zähne oder die optimale Bisslage
verschlechtern sich wieder. Deshalb ist der richtige Zeitpunkt der Behandlung
wichtig, da ein stark wachsender Kiefer häufiger zu einem R. neigt als
ein schon fast ausgewachsener. Zur Vermeidung eines R. werden häufig nach
Abschluss der Behandlung sog.
Positioner oder Retainer zur
Retention (Stabilisierung) getragen.
Behandlungszeitraum,
Deckbiss,
Positioner, Retainer
Rhagade
Mundwinkelrhagade, Schrunde, Mundwinkelfurche,
Faulecke, Perlèche,
Cheilitis angularis, engl.: angular cheilitis rhagad;
durch Entzündungen hervorgerufene feine Einrisse in den Mundwinkeln,
welche zur Verkrustung neigen. Als Ursachen kommen schlecht angepasster
oder insuffizienter Zahnersatz (zu tiefe
Bisshöhe), Infektionen mit
Candida albicans,
Streptokokken und
systemische Erkrankungen in Frage.
Cheilitis angularis, "Griebe" |

|

|
Rhinitis
Schnupfen, Nasenkatarrh, engl.: do.; akute oder chronische Entzündung
der Nasenschleimhaut, in der Regel ausgelöst durch
infektiöse
(Rhinoviren) oder
allergische Ursachen. Als Symptome gelten Juckreiz, Sekretion, Verschluss
und Niesreiz der Nase. Klassisches Begleitsymptom einer Erkältung.
rhinogen; zur Nase gehörend, von der Nase
ausgehend
Rhinolalie
Rhinolalia, Näseln, engl.: do.; näselndes Sprechen versch.
Ursache, auf dem Gebiet der
ZHK bedingt durch Fehlbildungen im
Gaumenbereich,
wie bei der Rhinolalia aperta: Der näselnde Klang der Stimme ist bedingt
durch einen ungenügenden Verschluss der Verbindung zwischen Naso- und
Oropharynx, wie z.B. bei einer
Gaumenspalte
Rhinophym, Knollennase, engl.:
rhinophyma; knollenartige Verdickung der Nase ungeklärter Genese; meist
erst jenseits des 40. Lebensjahrzehnts auftretend.
Rhodan
CNS-Ion, einwertige Schwefel-Kohlenstoff-Stickstoff-Gruppe, heute als
Thiocyan bezeichnet. Auftreten im
Speichel. Durch Einwirkung des
Enzyms
Lactoperioxidase (LPO) kommt es zu einer Umwandlung von Thiocyanat in das
Bakterien-hemmende Hypothiocyanat. Unterschiedliche Beurteilung einer
unspezifischen
Immunabwehr, welche durch R. angeregt werden soll.
Richmond Krone
Ringstiftkrone (Stiftkrone mit Wurzelumfassung und Keramikfacette), gilt
als der klassische "Stiftzahn"; engl.: Richmond crown,
porcelain-faced dowel crown; heute wenig gebrauchte Stiftkronenart;
ursprünglich (1878 von Richmond beschrieben) bestehend aus
einem Wurzelstift, einer Wurzelkappe und einer metallischen Kassette, welche an
die Wurzelkappe gelötet wurde und zur Aufnahme einer Keramikfacette (bzw. später
mit zahnfarbenem Kunststoff ausgefüllt wurde) diente. Eine modifizierte Art der
R. K. besteht aus einer Wurzelkappe mit eingelötetem Wurzelstift,
auf welche eine vollkeramische Krone ("Jacketkrone")
zementiert wurde.
Davis Krone,
Facette,
Logan Krone,
Steele Facette,
Stiftaufbau
Richtlinie
engl.: directive (europ. Sprachraum), guideline (USA-Sprachraum);
durch Rechtsnormen (von einer rechtlich legitimierten Institution) erlassene
Anweisungen des Handelns oder Unterlassens, welche abgestimmt, schriftlich
fixiert und veröffentlicht werden. Sie sind für den Rechtsraum dieser
Institution verbindlich; eine Nichtbeachtung zieht vorher definierte Sanktionen
nach sich und hat
haftungsrechtliche Konsequenzen.
alle Richtlinien der
kassenzahnärztlichen Versorgung (Stand
10/2008).
Arzneimittel-Richtlinien,
BEMA,
erhaltungsfähig vs. erhaltungswürdig,
Gemeinsamer Bundesausschuss,
Leitlinie
Zahnwissen-Festzuschüsse
ab 2005
Richwil
Crown and Bridge Remover
™
"Masse zum Entfernen von Kronen und Brücken", "Inlay-Kaugummi"; probate kleine
Kunststoffblöckchen zum schonenden Entfernen provisorisch eingesetzter
Restaurationen (Inlay, Kronen, Brücken) indem der Patient mit der Restauration
fest darauf zubeißt und dann den Mund wieder öffnet. Ähnliche Eigenschaften hat
das Präparat
Gripit™.
Ricketts
bedeutender US-amerik.
Kieferorthopäde (1920-2003). In der
ZHK
bekannt durch
Ricketts Analysen (z.B. die 10-Faktoren-Analyse, die
11-Positions-Analysis und die 5-Position- Analysis) welche auf der
Auswertung von
Fernröntgenbilder (frontal, seitlich) beruhen
Bioprogressive Therapie nach Ricketts (sog.
Ricketts Technik) ; R. formulierte hierzu 10 Prinzipien auf der Basis
eines "sichtbar gemachten Behandlungskonzept" (Visualized Treatment Objective:
VTO) in
Kombination umfangreicher Wachstumsprognosen von vorhandenen statistischen
Daten.
Ricketts Linie,
Ästhetiklinie
Riebler´sche
Wurzelfüllungs-Paste
Riebler Paste, engl.: Riebler's endodontic cement; wenig
gebräuchliche,
Paraformaldehyd-haltige Paste zum definitiven Abfüllen des Wurzelkanals als
Abschluss einer
Wurzelkanalbehandlung , mit der Zusammensetzung:
Pulver:
Zinkoxyd 156,0
g
Bariumsulfat
40 g
Paraformaldehyd
4 g
--------------------------
Universalflüssigkeit:
Formaldehyd 32,6 g
Guajakol 7 g
Glycerin 5 g
Aqua dest. ad 100 g
-----------------------
Härterflüssigkeit:
Resorcin 46,5 g
Acid. Hydrochlor. conc 6,0 g
Glycerin 33,5 g
Aqua dest. ad 100,0 g
Wurzelfüllpaste, Wurzelkanalfüllung
Riegel
passives Halteelement,
engl.: bolt;
Verbindungselement zwischen (überkrontem)
Restzahnbestand (mind. zwei eigenen Zähnen) und einer herausnehmbaren
einseitigen
Teilprothese im Seitenzahnbereich - sog.
unilaterale Riegelprothese (
Kombinationsprothese).
Ausführungen als Dreh-, Schwenk- (swinglock denture) und Steckriegel, welche
in der Regel vom Patienten beim Einsetzen/Entfernen (zur täglichen Mundhygiene) selbst
betätigt werden. Selten angewandte Konstruktion.
abnehmbar,
Geschiebe,
Kombinationsprothese,
Monoreduktor,
Verbindungselemente
Riesenzellgranulom
auch Riesenzellengranulom, engl.: central or periphal giant-cell granuloma; gutartige Wucherungen aus mehrkernigen
"Riesenzellen" (große Zelle mit mehreren Kernen als Folge einer
Zellteilungsstörung) mit Unterteilung in:
- peripheres Riesenzellgranulom ,
Epulis
gigantocellularis (alte Bez.)
stark durchbluteter blau-rötlicher tumorähnlicher Knoten am
Alveolarfortsatz oder an der
Gingiva,
gelegentlich blutend oder
ulzerierend, unter Umständen Eindringen in den darunterliegenden
Kieferknochen; stark rezidivierend.
Epulis
- zentrales Riesenzellgranulom , reparatives R.
meist sehr langsam wachsender gutartiger Kiefertumor, oft nur
bei Routineuntersuchungen als Zufallbefund erkannt; daneben sind
auch aggressivere, gutartige Formen bekannt, welche sich mit
Schmerzen und Verlagerungen von Zähnen äußern und häufiger zu
Rezidiven neigen. Auftreten meist im Kindes-
oder frühen Erwachsenenalter im Bereich von zahntragenden
Kieferabschnitten; im Unterkiefer häufiger als im Oberkiefer. Beim
sichtbaren Auftreten wird eine schmerzlose Auftreibung im
betroffenen Kieferbereich beobachtet. Röntgenologisch lassen sich
scharf begrenzte Knochenauflösungen erkennen, welche unter Umständen mit einem
zystischen Geschehen verwechselt werden können.
Histologisch ist eine Abgrenzung zum "Braunen Tumor" des
Hyperparathyreoidismus sehr schwierig. Das z. R. ist
abzugrenzen vom echten Riesenzelltumor (Osteoklastom), der
aber an anderer Stelle (lange Röhrenknochen) auftritt.
Zur
Ätiologie ist wenig bekannt; vermutet wird eine traumatische
Ursache. Als Therapie wird ausschließlich ein chirurgisches Vorgehen
empfohlen, rein medikamentöse Interventionen (Calcitonin,
Corticosteroide, Interferon) sind fraglich und von einem langen
Zeitraum begleitet.
Cherubismus,
Epulis,
Granulom |

zentrales
Riesenzellgranulom

zentrales
Riesenzellgranulom |

Epulis
granulomatosa |
Rilliet Punkte;
Hatchcock Zeichen,
Mumps
Rim-Lock Löffel
Rim-Lock® impression tray, konfektionierter
Abdrucklöffel aus verwindungsfreiem Edelstahl mit an den Rändern
aufgelöteten wulstförmigen Metallretentionen zur besseren Haftung des
Abdruckmaterials. Im Vergleich zu einem perforierten
Löffel weist diese Konstruktion eine noch größere
Dimensionsstabilität der fertigen Abformung auf.
Abdruck |

|
Ringabdruck, Ringabformung, engl.:
band impression;
Kupferringabdruck
Ringbandmatrize,
Matrize,
Ringmatrize
Ring-Deckel-Krone, Ringdeckelkrone,
Ringbandkrone, engl.: collar crown;
Bandkrone
Ringer Lösung
engl.: Ringer's mixture (solution); isotonische Salzlösung
(Lösung mit gleichem osmotischem Druck wie das menschliche Blut), die einen
kompletten Elektrolytersatz (Voll-Elektrolyt-Lösung) bietet. Sie ähnelt so in
ihrer Zusammensetzung weitgehend der des Blut-Plasmas bzw. der des
extrazellulären Raumes. Zusammensetzung: Natrium 130mmol/l, Kalium 5mmol/l,
Kalzium 2mmol/l, Chlorid 112mmol/L, theoretische Osmolarität: 280mOsmol/l;
entspr. mmol/l: Na+ 147, K+ 4, Ca2+ 2,2, Cl- 156.
isotonische Kochsalzlösung
Ringmaß
Herbst Ringmaß, Kronenringmaß, Bandmaß, engl.: (Herbst's)
crown gauge; von dem Zahnarzt Herbst (Münster, 1872-1940) entwickeltes
Hilfsmittel zur Messung des Umfangs von
Zahnstümpfen. Bei dem als historisch zu betrachtenden Messverfahren -
der Umfang des Zahnstumpfes in mm war für die Anfertigung einer nicht mehr
gebräuchlichen
Bandkrone erforderlich - wurde mit Hilfe genormter und durch
Millimeterangaben markierte Ringe der Maßring ausgesucht, welcher stramm passend
über den Zahnstumpf geschoben werden konnte. Heute noch gebräuchlich bei der
Größenauswahl von vorgefertigten
Provisorien oder bei Stahlkronen ("Konfektionskronen")
Dentimeter
Ringmatrize
Ringmatrizenspanner, engl.: circumferential matrix
(retainer); Oberbegriff für versch., doe Zahnkrone ringförmig
umfassende Hilfsmittel beim Legen einer Füllung zum
Konturieren der Restauration
im
Zahnzwischenraum. Bekannte Vertreter sind die
Tofflemire Matrize, Meba™ Matrize, Müller Matrizenhalter (auch unter
der Bezeichnung UMH-Matrize; UMH = Universal-Matrizen-Halter) oder die
selbstspannende Caulk AutoMatrix™ (s.Abb.).
Matrize |

Caulk AutoMatrix™ |
Risikobewertung von
Medizinprodukten; engl.: risk assessment of medical products;
Hygiene
Risikofaktor
engl.: risc factor; ursächlich mit der Wahrscheinlichkeit des
Auftretens einer Erkrankung verbundener Umstand. So ist z.B. der Befall eines
Zahnes mit Plaque
ein R. . Das Fehlen oder die Beseitigung eines R. vermindert nur
die Wahrscheinlichkeit, an einer bestimmten Erkrankung zu erkranken, welche mit
diesem Faktor im Zusammenhang steht (z.B. Lungenkarzinom bei einem
Nichtraucher).
Risikoindikator
engl.: risc indicator; nicht ursächlich an einer Erkrankung beteiligter
Umstand. Nach der Entfernung eines R. wird die Wahrscheinlichkeit für das
Auftreten einer Erkrankung nicht reduziert. So ist z.B. die oberflächliche,
kreidige Verfärbung eines Zahnes (sog. "Kreidefleck")
ein R. . Der R. hat aber z.B. die
Demineralisation nicht verursacht - hierfür sind die
Plaque und
Kohlehydrate
verantwortlich -, sondern er ist die Folge einer beginnenden Erkrankung.
Risikopatient
engl.: (high) risk patient; zahnärztlicherseits zu
erwartende/wahrscheinlicher auftretende Zwischenfälle aufgrund
allgemeinmedizinischer Erkrankungen während einer
Behandlung.
Hierzu zählen insbesondere Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
Allergien, Stoffwechselstörungen,
Blutgerinnungsstörungen,
Patientinnen während der Schwangerschaft, Patienten nach einer
Bestrahlungs- oder Chemotherapie oder Patienten mit Infektionskrankheiten
wie Hepatitis
oder HIV.
Neben dem Behandlungsstress sind es besonders zahnärztliche Betäubungen (
Lokalanästhesie) und chirurgische Eingriffe, welche vermehrt
Komplikationen bei R. auslösen können.
Behandlung in der Schwangerschaft,
intraligamentäre Anästhesie,
Lokalanästhesie,
Lokalanästhetika,
Oralchirurgie.
Risus sardonicus;
Trismus
Rivet Winkel
frz.: l'angle de Rivet, engl.: Rivet angle; zur Einordnung des
Oberkiefers im Schädel in der
Sagittalebene
ermittelter Winkel aus den Geraden "Nasion
-- Prosthion"
und "Prosthion
-- Basion". Es
gelten danach:
Winkel < 70° bei einer
Prognathie
Winkel zwischen 70° u. 73° =
Mesognathie
Winkel > 73° =
Orthognathie
RME;
Raphe-Median-Ebene
rmGIZ;
Glasionomerzement
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