O, O2,
O3
chem. Zeichen für Sauerstoff (engl.: oxygen): atomar, molekular,
naszierend (
Ozon)
o
okklusal
o.B., ohne (krankhaften)
Befund, engl.: N.A.D. (= no appreciable disease);
Befund
Oberflächenanästhesie
"Schleimhautbetäubung", Schleimhautanästhesie, "Vereisung",
auch als
topische
Anästhesie bezeichnet, engl.: surface anaesthesia;
Ausschaltung der Empfindung von Haut/Schleimhaut. In der
ZHK: direktes Auftragen (Einpinseln, Gel, Spray; kein
Einspritzen) von
Lokalanästhetika auf die
Mundschleimhaut. Einsatz z.B. bei der
Parodontalbehandlung (Scaling,
Root Planing) unter Verwendung eines Gels (Lidocain
25 mg/g,
Prilocain 25 mg/g;
Oraqix) oder (mehr aus psychologischen Gründen)
vor der eigentlichen
Injektion eines
Betäubungsmittels.
Anästhesie,
Chlorethyl,
Eugenol,
Kälteanästhesie,
Lokalanästhesie,
Tetracain,
Würgereiz |

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Oberflächendosis
Hautoberflächendosis, OD, HOD, engl.: skin dose; im
Strahlenfeld einer Röntgenröhre liegender Hautbezirk. Erste - aber reversible -
Schäden treten bei einer HOD von ~ 500
mSv auf. Zum Vergleich: Bei einer filmbasierten
Panoramaröntgenaufnahme (OPG) liegt die HOD bei 0.3 - 2 mSv, beim
Fernröntgen etwa bei 0.5 mSv.
Gonadendosis,
Strahlenbelastung
Oberflächenhärte
besser: Randschichthärte, engl.: surface hardness; durch
Bearbeitung unterschiedliche (verbesserte) Eigenschaft eines Werkstücks im
Vergleich zum Kern dieses Materials, um z.B. die Korrosions- und
Verschleißfestigkeit zu erhöhen; sie wird nach dem verwendeten Verfahren in HRB
oder HRC nach Rockwell - Vickers oder HB nach Brinell ausgedrückt. Dies ist z.B.
bei massiven metallischen Gegenständen durch plötzliches
Abschrecken
des vorher stark erhitzten Metalls (Austenitisation) möglich. Andere
Möglichkeiten sind z.B. das
Polieren des Werkstücks. Bestimmung z.B. durch die Kugeldruckhärte.
Diese ist der Quotient aus Prüfkraft und der Oberfläche des Eindrucks, der durch
eine Stahlkugel mit einem Durchmesser von 5 mm nach einer bestimmten Zeit
verursacht wurde.
Härteprüfung
Obergesicht, engl.: upper face ;
Biomet-Gesicht
Oberkiefer, engl.: upper jaw;
Maxilla
Oberkieferbasis, Oberkiefergrundebene,
NL-Ebene, engl.: upper jaw base; nicht exakt zu definierendes
knöchernes Fundament des
Oberkiefer-Alveolarfortsatzes;
Oberkieferlänge,
Nasallinie,
Unterkieferbasis (Abb.)
Oberkieferbruch, Oberkieferfraktur
;
LeFort
Oberkieferindex;
Maxilloalveolarindex
Oberlippe; engl.: upper lip;
Labium oris,
Philtrum,
Prolabium
Oberlippenfurunkel
engl.: upper lip furuncle; durch
Staphylokokkken bedingte, lokal begrenzte eitrige Einschmelzung im Bereich
der Oberlippe. Wegen der Gefahr einer Keimverschleppung (Gefahr einer
Verschleppung der Bakterien in das Venensystem des Gehirns) sollte nach
Möglichkeit nur konservativ (Antibiotikagaben)
behandelt werden.
Lippenfurunkel
Objekt-Film-Abstand, engl.:
object-film-distance;
laterale Filmaufnahme
Obliteration
Verwachsung, Verstopfung, "Verkalkung"
engl.: do.; in der
ZHK besonders im Zusammenhang mit einem
Wurzelkanalzustand gebräuchlich. Diese geschieht hauptsächlich durch
"Verkalkung" der Kanäle (= "obliterierter
Wurzelkanal"); in der Regel erfolgt eine Einlagerung dentinartiger
Hartsubstanzen (s. Abb.; Zustand nach einem
Zahnunfall) als Folge eines
Traumas oder fortschreitendem Alter.
Abb.: vollständiger Wurzelkanalverschluss (unfallbedingt)
Schrödersche Lüftung |

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obsolet
veraltet, nicht mehr gebräuchlich, nicht mehr den
Regeln der
ärztlichen Kunst entsprechend, engl.: obsolete; eine o.
Anwendung kann im Streitfall als Kunstfehler (
Haftung) gewertet werden.
siehe z.B. unter
Arsenik,
Devitalisation,
Kragenplatte
Obturator
1.) (Gaumen-)Verschlussplatte,
Defektprothese, engl.: do. or cleft palate prosthesis or speech
aid prothesis; vom lat.: obturare = verstopfen; Oberkiefer-Mundprothese,
durch welche Gaumendefekte (z.B.
Gaumenspalten oder sonstige Defekte) zur Verbesserung der
Nahrungsaufnahme und des Sprechens abgedeckt werden, soweit dies nicht
durch chirurgische Maßnahmen möglich ist. Der individuell hergestellte
Kunststoff-Block, der die Eröffnung abdeckt, befindet sich unter einer
Prothesenbasis.
Auch eingesetzt nach der Operation großer
Zysten nach
Partsch I, um einen vorzeitigen Verschluss zu verhindern, ehe
aus der Tiefe heraus genug Knochengewebe neu gebildet worden ist. Der
Kunststoff-Block wird dabei in Kontrollsitzungen - dem Fortschritt der
Heilung angepasst - schrittweise verkleinert.
2.) engl. Sprachgebrauch im Rahmen einer
endodontischen Maßnahme (
Wurzelkanalbehandlung): Bezeichnung für einen Kunststoff-Träger, der
äußerlich mit
Guttapercha beschichtet ist. Diese Kombination wird in einem Ofen
erwärmt, dabei plastifiziert sich die Guttapercha. Nach Einbringen des
Obturators verbleibt dieser im
Wurzelkanal
Abdeckplatte,
Defektprothese,
Epithese,
Partsch,
Prothese
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|

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Resektionsplatte |
Obwegeser
Prof. Hugo (*1920), bekannter Züricher Kieferchirurg; vor allem durch die 1953
publizierte
stufenförmige sagittale Spaltungstechnik des Unterkiefers bei einer
Progenie (sie
ist als Start der modernen korrektiven Chirurgie des Gesichtsskelettes zu
bezeichnen).
Occlusal-Rim-Inklinator ®
engl.: occlusal rim inclinator of Schreinemakers; occlusion rim =
Bisswall, Inklination = Neigung; spezieller Bisswallformer nach Schreinemarker;
Schreinemakers-Methode
OcP-MP-Winkel
Ocp = Occlusal plane, MP =
Mandibular Plane; Winkel, gebildet aus der
Okklusionsebene und
Unterkieferebene, drückt die Relation zwischen den oberen und unteren
Kieferbasen
aus.
Fernröntgenbild
Octapressin
Oktapressin; synthetisches Analogon des Hypophysenhinterlappenhormons
Vasopressin.
Vasokonstriktor, der zu einer zusätzlichen Druckerhöhung im pulmonalen
Kreislauf führt und bei Schwangeren vorzeitige Wehen auslösen kann (echte
Kontraindikation bei Schwangeren). In der
ZHK nur
selten eingesetzt, da es keine echte Alternative zum
Adrenalin
darstellt.
Odds
"Chance"; die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ereignis eintritt wird zum
Beispiel auf 60 % (60/100; P = 0,6) geschätzt. Die Wahrscheinlichkeit, dass das
Ereignis nicht auftritt ist demgemäß 40 % und die O. (oder Chance) ist 60
: 40 bzw. 1,5.
Die Odds Ratio oder relative Odds beschreiben das Verhältnis
zweier O. zueinander.
odont-, griech. Vorsilbe für
Zahn-;
Odontium
Odontalgie, Odontagra, engl.:
odontalgia;
Gesichtsschmerz,
Neuralgie,
Zahnschmerz,
Schmerz
Odontalgie, atypische, engl.:
atypical odontalgia;
Gesichtsschmerz
Odontiatrie, ungebräuchliche Bez. für
Zahnheilkunde
Odontitis, ungebräuchliche Bez. für
alles, was mit
Schmerzen am/im Zahn im Zusammenhang steht
Odontium
Zahnorgan, engl.: tooth structure; Oberbegriff für die
eigentlichen Zahnstrukturen:
Schmelz,
Dentin und
Pulpa. Gelegentlich wird fälschlicherweise noch der Zahnhalteapparat
mit dazu gerechnet; dieser heißt aber
Parodontium (par- = bei, neben)
Zahn |

|
Odontoblasten
Dentinoblasten, die
Dentin produzierende Zellen des Zahnes, engl.: odontoblasts,
dentin-producing cells; an der Oberfläche der
Pulpa.
"Die Odontoblasten liegen an der inneren Dentinoberfläche, also nahe der
Pulpa. Sie sind nach ihrer Differenzierung nicht mehr teilungsfähig,
sind aber zeitlebens zur
Sekundär- und
Tertiärdentinbildung befähigt. Die Odontoblastenfortsätze
verlaufen in sog. Dentinkanälchen. Jeder Fortsatz ist von
Gewebsflüssigkeit, dem so genannten Dentinliquor, eingehüllt, das den
periodontoblastischen Raum ausfüllt. Die Fortsätze durchsetzen das
gesamte Dentin und können variabel bis zu 5.000 µm lang sein.
Seitenäste, die ins intertubuläre Dentin hineinreichen, stehen z.T. mit
den lateralen Ästen der Nachbarfortsätze in Kontakt. Der zwischen den
O. gelegene periodontoblastische Raum besteht zum größten Teil aus
Gewebsflüssigkeit.
Feine Ausläufer der O. - die Odontoblastenfortsätze,
engl.: odontoblasts processes - füllen die Dentinkanälchen aus (s.o.)
und bilden das perikanaläre Dentin.
Unterhalb der Odontoblastenschicht befindet sich ein zellkernarmer
Bereich, welcher als "subodontoplastischer Nervenplexus" oder als "Weil
Zone" bezeichnet wird.
Die früher vertretene Auffassung, dass
Milchzähne nicht einer
Caries profunda-Behandlung zugänglich seien, wird in jüngerer Zeit
nicht mehr vertreten, da auch die O. der Milchzahnpulpa
zu Reparaturmaßnahmen fähig sind.
Dentin,
Dentinogenesis imperfecta,
Manteldentin,
Mineralisation, Owen-Linien,
Prädentin,
Präodontoblasten,
Retziusstreifen |

|
odontogen; dentogen, engl.:
odontogenous; vom Zahn(-system) ausgehend, oder zur Zahnentwicklung bzw. zum
Zahn(-system) gehörend,
dental
odontogene Infektion vom Zahn
ausgehende/zusammenhängende
Infektion
Odontogenese ,
Zahnentwicklung, engl.: odontogenesis;
Odontogenesis imperfecta
Odontodysplasie, engl.: do.;
erbliche, nur
selten anzutreffende
Zahnentwicklungsstörung, welche gleichzeitig beide
Zahn-Hartgewebsstrukturen (Dentin,
Schmelz)
betrifft
Amelogenesis imperfecta
odontogene Tumore,
Zahntumore.
Odontogramm
engl.: dental record; Schaubild
des Zahnschemas. Aus
forensischen Gründen vom eigentlichen Zahnschema abweichend, z.B.
mit Darstellung der Wurzeln oder der einzelnen
Zahnflächen. Nach den Darstellungsformen wird unterschieden in
anatomisches und geometrisches Diagramm.
Zahnschema |

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Odontoide, unübliche Bezeichnung für
Zapfenzähne, bzw.
Mesiodentes
Odontoklasten
"Dentinfresser", engl.: dentinoclasts, odontoclasts; auf
den körpereigenen Abbau von Zahnhartsubstanzgewebe (Dentin)
spezialisierte "Fresszellen". Sie spielen eine wichtige Rolle im
Wechselgebiss, wo sie den größten Teil der
Milchzahnwurzeln
resorbieren. Auch anzutreffen bei der Resorption von
replantierten Zähnen.
Den Abbauvorgang bezeichnet man als Odontoklasie.
Odontolithiasis, engl.. do.; unüblicher
Begriff für den Befall der Zähne mit
Zahnstein
Odontologie
"Lehre von den Zähnen", engl.: odontology; in D ebenso ungebräuchliches
Wort für
Zahnheilkunde wie der Begriff
Odontostomatologie (Lehre von den Zähnen u. der Mundhöhle;
Zahnheilkunde); ebenso ist der Begriff Odontologe oder Stomatologe,
engl.: odontologist, stomatologist =
Zahnarzt in D nicht gebräuchlich.
Stomatologie
Odontom
zahnähnlicher (gutartiger) Tumor, engl.: odontoma(e);
O. sind die häufigsten
odontogenen Tumoren und
betreffen bevorzugt den hinteren Bereich des Unterkiefers und den
vorderen Anteil des Oberkiefer. Sie werden heute überwiegend als
entwicklungsbedingte Anomalien (sog.
Hamartome) der embryonalen
Zahnleiste und nicht als echte Tumore angesehen. O.
entwickeln sich im Zusammenhang mit Zähnen der zweiten Dentition, eine
Assoziation mit
Milchzähnen ist ausgesprochen selten. Die Mehrzahl der O.
bleibt klinisch symptomlos und wird entweder anlässlich einer
röntgenologischen Routinediagnostik oder auf der Suche nach der Ursache
einer
Zahnretention entdeckt, oft erst nach dem 20. Lebensjahr.
Gelegentlich röntgenologisch mit einem
Osteom zu verwechseln.
Ein sehr seltenes dentinähnliches Geschwulst, das
Dentinom bzw. Dentinoblastom, wird verschiedentlich als
eine Abart des O. angesehen.
Ameloblastom,
Dens in dente,
Dentinom,
Fibrodentinom,
Hyperodontie,
Odontoameloblastom,
Osteoodontom,
Zahntumoren |


|
Odontomere
Verschmelzung aus Protomer und Deuteromer; nach der Dimertheorie von
Bolk sind
fast alle Säugetierzähne aus einer Verschmelzung von zwei Reptilienzähnen
hervorgegangen. Die Spitzen der Molaren und Prämolaren stimmen mit einer
Reptilienzahnreihe überein, man bezeichnet diese als Protomer. Die
Innenseiten - Deuteromer - entstammen einer zweiten Reptilienzahnreihe.
Odontometer,
Endometrie
Odonton
nicht klar definierter Begriff für den Zahn und seine umgebenden Strukturen;
z.B.: "Zahn mit seiner morphologischen Umgebung und seiner physiologischen
Funktion" (Spranger 2004); gern im Zusammenhang mit einer
ganzheitlichen Betrachtung gebraucht. "... Aus funktioneller Sicht sollte
man nicht den Zahn allein als Einheit auffassen, sondern ihn als Teil des
"Odonton" sehen. Es ist daher aus ganzheitlich-funktioneller Sicht falsch, wenn
man von einem
beherdeten Zahn spricht; vielmehr sollte man von einem "beherdeten Odonton"
sprechen."
integrative Medizin
Odontopathie; engl.: odontopathy;
"Erkrankung der Zähne"; wenig gebr. Sammelbegriff für alles, was mit einer
angeborenen oder erworbenen Zahnerkrankung zu tun hat.
Odontoplastik
engl.: odontoplasty; wenig gebr. Sammelbegriff für chirurgisch-plastische
Eingriffe am Gebiss, wie etwa
Hemisektion,
Prämolarisierung,
Re-/Transplantation,
Nivellierung und Erweiterung (Tunnelierung)
von
Furkationen zur verbesserten
Mundhygiene
Odontosarkom
ameloplastisches; sehr seltener, durch Entartung von
Ameloblasten
(Zahnschmelz-bildendes Epithel) verursachter, bösartiger Tumor;
Zahntumore
Odontoskopie
endoskopische Behandlung in der Zahnheilkunde mit speziell dafür entwickelten,
endoskopartigen Geräten. In der
ZHK
werden Bilder bisher durch so genannte intraorale Kameras verfügbar gemacht -
mit hohem Nutzen für die Patienteninformation und Patientenmotivation. Für die
professionelle Nutzung bildgebender Systeme in der Mundhöhle sind intraorale
Kameras allerdings nur begrenzt einsetzbar. Ein speziell für den Einsatz in der
Mundhöhle konzipiertes Endoskop, das Odontoskop, wird in der Mundhöhle
platziert, das Operationsfeld Zahn wird auf einem oder mehreren Monitoren online
dargestellt.
Weitere Informationen: Universität Göttingen - Bereich Humanmedizin Abt.
Zahnärztliche Chirurgie Prof. Dr. Wilfried Engelke, Robert-Koch-Str. 40, 37075
Göttingen ,Tel.: 0551/39 - 8303 oder 28 68
Odontostomatologie; im deutschen Sprachraum ungebräuchlicher Begriff für
Zahnheilkunde
odous, Plural: odontes;
griechische Bezeichnung für
Zahn
Offener Biss
Hiatodontie, engl.: open bite; besonders im
Schneidezahnbereich vorkommendes "nicht Zusammenbeißen" aller oder
einiger Zähne des Ober- mit dem Unterkiefer. Als Hauptursache dieses
multifaktoriellen Geschehens gilt das
Lutschen (sog. lutschoffener Biss) über ein gewisses
Säuglingsalter hinaus, sodass bleibende Kieferverformungen auftreten;
weniger ausgeprägt sind
genetische Faktoren und
Parafunktionen. Nur noch selten beobachtet wird der "rachitisch
offener Biss"
Von der klinischen Ausprägung her werden versch. Stufen unterschieden:
der pseudo-offene Biss mit einem Overjet
und Overbite < 1mm
der einfache oder frontal-offene Biss > 1mm
der komplexe-offene Biss mit Beteiligung / einschließlich der
Prämolaren
der komplizierte-offene Biss mit Beteiligung / einschließlich der
Molaren
der seitlich-offene Biss
Abweichung,
apicale Basis,
Deckbiss,
Federaktivator,
Genfer Platte,
Infraokklusion,
Kieferbasiswinkel,
kieferorthopädische Frühbehandlung,
Labium,
Lutschen,
Mundvorhofplatte, Okklusion,
Propulsor,
Rachitis,
Schluckmuster,
Tiefer Biss,
Zungenpressen |

frontal-offener Biss
seitlich-offener Biss
|
|
Öffentlicher Gesundheitsdienst
ÖGD, engl.: Public-Health-Institution(s) or Service;
Sammelbegriff für alle auf die Bundesländer übertragenen Einrichtungen mit dem
Aufgabenbereich für Gesundheitsschutz, Gesundheitshilfe und Aufsicht über Berufe
und Einrichtungen des Gesundheitswesens. Er gilt als "dritte Säule" des
Gesundheitswesens mit seinen vorrangigen Aufgaben im Bereich der
Bevölkerungsmedizin, der
Prävention
und der Gesundheitsförderung. Hauptamtlich sind etwa 500 Zahnärzte im Ö.G.
beschäftigt.
BZÖG,
DAJ
Öffnungsklausel
engl.: opening clause; Nebenbestimmung in einem Vertrag, durch welche
bestimmte Passagen dieses Vertrages aufgehoben/abgeändert werden. Im
Gesundheitswesen durch das
Versicherungsvertragsgesetz VVG, Neufassung ab 2008 von Bedeutung bei der
privaten Rechtsbeziehung zwischen
Patient
und (Zahn-)Arzt. So war geplant, bei der Neufassung der
Gebührenordnung für
Zahnärzte (GOZ) eine Ö. zu verankern (= abweichende Regelungen in
Verträgen von
Privaten Versicherungen oder
Beihilfeträgern
mit Zahnärzten oder Gruppen von Zahnärzten). Mit der angedachten Ö.
sollten u.a. (zahn-)ärztliche Leistungen pauschaliert und außerhalb der
staatlich geregelten Gebührenordnungen abgerechnet werden können. Besteht bisher
(2011) zwischen (Zahn-)Arzt und Patient eine ausschließlich direkte Beziehung
(sog. "Zweierbeziehung") ohne den Einfluss einer
privaten
Versicherung, so könnte mit einer Ö. diesen Kostenträgern neue
Einflussmöglichkeiten zugestanden und Direktverträge ("Einzelverträge") mit
Zahnärzten außerhalb der
GOZ erlaubt (sog.
„Discountklausel“) werden.
Selektivvertrag bei
Gesetzlich Versicherten
Öffnungskurve
Kieferöffnungskurve, engl.: aperture o. opening curve;
projizierte Bewegung der Kiefergelenkköpfchen bei der Mundöffnung. Der
komplizierte anatomischen Aufbau der Kiefergelenkes bedingt, dass sich der
Unterkiefer bei seiner Öffnung nur in der Anfangsphase wie bei einem
Scharniergelenk auf einer Kreisbahn bewegt, bei weiterer Öffnung gleitet der
Unterkiefer dann nach vorn und unten. Es ergibt sich eine kombinierte Dreh- und
Gleitöffnungskurve.
Bennet-Bewegung,
Bennett-Winkel,
Gelenkbahn,
Kiefergelenk,
Kondylenbahnwinkel,
Scharnierachse,
Translation,
Unterkieferbewegung
Ögram - System
Verfahren zur "schonenden" Zahnentfernung; "modernisiert die
Zahnextraktion, unter Ausnutzung der physikalischen Gesetze, auf einfachste Art
und Weise"; "easy and stress free non-invasive tooth removal system"
,
Extraktion
OHI (Index); Oraler Hygiene Index;
Mundhygiene-Status
OHIP
Oral Health Impact Profile als Charakterisierung der
mundgesundheitsbezogenen Lebensqualität. Das
Institut der Deutschen
Zahnärzte (IDZ) definiert:
"Aufgrund der wesentlich gestiegenen Lebenserwartung steht zunehmend auch die
"gesundheitsbezogene Lebensqualität" im Vordergrund als Ziel
medizinischer/zahnmedizinischer Interventionen und gesellschaftlicher
Anstrengungen. Lebensqualitätsforschung hat sich zu einem festen Bestandteil der
sog. "Outcomeforschung" entwickelt. (Mund)gesundheitsbezogene Lebensqualität
charakterisiert sozusagen als zweite Dimension die subjektiv wahrgenommene Seite
des (Mund)gesundheitszustands. Zu den anerkannten und im englischsprachigen Raum
schon häufig eingesetzten Messinstrumenten zur Erfassung der
mundgesundheitsbezogenen Lebensqualität gehört das Oral Health Impact Profil
(OHIP). Es wurde erstmalig für Deutschland dieses Instrument einer
gesamtdeutschen Normierung auf der Grundlage einer bevölkerungsrepräsentativen
Befragungsstichprobe unterzogen und auf seine statistische Aussagekraft
überprüft. Mit der deutschen Version des OHIP liegt ein international
kompatibles Instrument zur Erfassung der MLQ vor. Mehr Informationen erhalten
Sie unter "Publikationen" (IDZ-Information Nr. 1/03)."
Mundgesundheit
OHI-S Index,
Mundhygiene-Status
Ohnmacht;
Synkope,
engl.: faint;
Kollaps
Ohr-Nasen-Ebene (Nasoaurikularebene)
Camper Ebene
Ohrspeicheldrüse, engl.: parotic;
(Glandula)
Parotis
OK; Abk. für Oberkiefer;
Maxilla
Okkludator
Jargon: "Klipp-Klapp (Artikulator)", engl.: cast
relator, occluder; nicht zur Reproduktion von
Kieferbewegungen geeignetes, einfaches Gerät zum Befestigen von
Gipsmodellen des Ober- und Unterkiefers, um anschließend einfache
zahntechnische Arbeiten oder oberflächliche zahnärztliche
Modelluntersuchungen durchführen zu können. Von der Konstruktion her ist
der O. ein reines
Scharniergerät. Er kann deshalb - im Gegensatz zum
Artikulator - nur eine reine Rotationsbewegung in die
Schlussbiss-Stellung simulieren. Zum Anfertigen von zahntechnischen
Präzisionsarbeiten gilt der O. als
obsolet, da er z.B. keine
individuelle Kauflächengestaltung zulässt und keine individuellen
Beziehungen zum Kiefergelenk herstellt.
Artikulator,
Bewegungssimulator,
Fixator,
Modellmontage |
 |
okkludieren; engl.: occlude, close
together, shut; gegenseitiges Berühren von Zähnen/Zahngruppen des Ober- mit dem
Unterkiefer;
Antagonist,
Okklusion ,
Okklusionseinheit
okklusal,
occlusal, o; Flächen- und
Richtungsbezeichnung: auf der
Kaufläche, zur Kaufläche hin;
Zahnflächen
Okklusalauflage; engl.: occlusal
rest;
Auflage
okklusale Interferenz
Oberbegriff für klinische Erscheinungsformen, welche die Harmonie der
Kontakte von Zähnen während der Okklusion behindern.
Okklusionsstörungen
okklusaler
Kompass
nach M. H. Polz, engl.: "occlusal compass"; ein
biomechanisches
Aufwachskonzept zur
Rekonstruktion der Oberfläche von
Kauflächen. Der o. K. beschreibt die Bewegungsbahnen der
antagonistischen
Höckerstrukturen entlang der Kauflächenmorphologie der aufzuwachsenden
Kaufläche.
Schulz hat die Systematik des Aufwachskonzeptes durch Einführung eines
Farbcodes noch verfeinert: Jede Höckerstruktur - entlang derer sich eine
bestimmte Bewegungsbahn des Unterkiefers entwickelt und die für diese
Bewegungsbahn das strukturelle Kauflächenkorrelat bildet - erhält eine bestimmte
Farbzuteilung, in der die betreffende Kauflächenstruktur
aufgewachst
wird.
Aufwachstechnik,
Funktionsanalyse,
Metakonus,
Okklusion,
Rekonstruktion, Okklusionsfeld
Okklusiogramm
Okklusionsdiagramm, dynamische Bissregistrierung, engl.:
occlusiogram; dient auf der Basis von "Gusswachs" der sog.
Okklusionsdynamik und unterteilt sich in einen einfach durchzuführenden
MINI-CHECK und die umfangreiche instrumentelle Analyse im
Artikulator,
dem ARTI-CHECK nach Point
Checkbiss,
Bissnahme, Okklusaler Kompass,
Okklusionsfeld
Okklusion
"Zusammenbiss", "Kauberührung" der Zähne,
Kieferschluss, engl.: (dental) occlusion, (bite);
allgemein: jeder Kontakt zwischen den Zähnen des Ober- und Unterkiefers;
Aufeinandertreffen der oberen und unteren
Zahnreihen bei zwanglosem Kieferschluss (
Ruheposition). Unterteilung in dynamische u. statische
Okklusion.
In der
Funktionsanalyse gibt es unterschiedliche Auffassungen über die
"richtige" O.. Es hat sich als praktikabel erwiesen, zwischen
idealer, physiologischer, nichtphysiologischer und zu behandelnder O.
zu unterscheiden.
Ebenso existieren versch.
Okklusionskonzepte
(engl.: occlusion concepts) mit Vorstellungen, wie die Zähne bei
der Vorschub- und Seitwärtsbewegung miteinander im Kontakt stehen
sollten: Eine beidseitig balancierte O., eine einseitig
balanciert O. (auf der
Arbeitsseite) bei der
Seitwärtsbewegung, Front-/Eckzahnführung
oder -stützung bei Vorschubbewegungen, usw. . Allen Konzepten ist
gemein, dass sie einzeln bisher keine Allgemeingültigkeit erlangt haben
und wissenschaftlich sehr unterschiedlich beurteilt werden.
Der Begriff dynamische Okklusion (engl.: dental articulation
or dynamic occlusion) = Zahnkontakte bei Bewegung des
Unterkiefers, hat die ehem. Bezeichnung "Artikulation"
abgelöst; im Unterschied dazu steht der Begriff "statische Okklusion"
(engl.: static occlusion) = Zahnkontakte ohne Bewegung des
Unterkiefers in
Interkuspidation(-sposition) (IKP).
Steuerungsfaktoren für die dynamische Okklusion sind:
das
Kiefergelenk
die ineinander greifenden
Höcker und
Grübchen der Zähne
Muskulatur, Nerven und Psyche
Weitere Begriffe im Zusammenhang mit der O.:
- habituelle Okklusion (engl.: habitual occlusion)
gewohnheitsmäßig eingenommener Zusammenbiss (statische Okklusion)
- zentrische Okklusion, ZOP, (engl.: centric
occlusion)
statische Okklusion in zentrischer
Kondylenposition (
Zentrik), auch als ZOP = zentrische Okklusionsposition
bezeichnet
- Eine forcierte dynamische Okklusion entsteht durch starke
Anspannung der
Kaumuskeln (z.B. Pressen) oder durch manuelle Führung des
Unterkiefers.
- Eine bilateral balancierte Okklusion bedeutet, dass in
der
Laterotrusionsbewegung sowohl Okklusionskontakte auf der
Arbeits- als auch auf den Molaren und Prämolaren der
Balanceseite auftreten. Meist vorkommend bei
Kopf- und Offenem Biss
- Eine unilateral-balancierte Okklusion bedeutet
einseitiger Gruppenkontakt. Ohne
Balancekontakt ist diese Form selten, mit Balancekontakt als
Regel anzutreffen
Der Einfluss einer regelrechten O. hinsichtlich der Entstehung
von
Myoarthropathien ("Störung der neuromuskulären Balance") wurde
und wird sehr kontrovers diskutiert. Heute (2009) geht man davon aus,
dass der O. nicht die allein entscheidende Rolle zukommt;
allerdings kann sie als einer von vielen Faktoren an der Prädisposition,
Auslösung und Aufrechterhaltung von Myoarthropathien hauptsächlich
beteiligt sein.
Ebenso scheinen okklusale Störungen auf die
Parodontitis keinen großen Einfluss zu haben - lediglich kann eine
Progression verstärkt werden.
Umstritten ist, ob eine
Okklusionsstörung (engl.: occlusal disturbance) in
funktioneller Wechselwirkung mit Veränderungen der Wirbelsäule steht. So
wird vermutet, dass derartige Störungen die neuromuskulären Balance
verschieben und so hypomobile Bewegungsstörungen der HWS und des SIG
verursachen können.
ABC-Kontakte,
adjustiert,
Arbeitsseite,
Artikulation,
Bewegungssimulator, Bissnahme,
Checkbiss,
Christensensche Phänomen,
Disklusion,
Doppelbiss,
Eckzahnführung,
Einschleifen (von Zähnen),
Fehlbiss,
FGP-Verfahren,
Fixierungsschiene,
Frontzahnführung,
Frontzahnstufe,
Gegenbiss,
Gelenkbahn,
Gleitbahn,
Gnathologie,
Hackbiss,
Helkimo-Index (Mobilitätsindex),
Infraokklusion,
Interalveolärlinie,
Kaubewegung,
Kaufläche,
Kompensationskurve,
Kopfbiss,
Kreuzbiss,
Malokklusion,
Myoarthropathien,
Nonokklusion, Offener Biss,
Okklusionsebene,
Okklusionseinheit,
Okklusionsfeld,
Okklusionsfläche,
Okklusionskonzepte,
Okklusionsstörung,
Okklusogramm,
Primärkontakt,
Proglissement,
Quetschbiss,
Registrat,
Remontage,
Ruheposition,
Rundbiss,
Scherhöcker,
Schlifffacette,
Schlussbiss,
Spee-Kurve,
Stops,
Supraokklusion,
TMD,
Tripodisierung,
Vestibulookklusion,
Vorkontakt,
Wachsaufstellung,
Zentrik. |

|
Okklusionsabdruck ;
Abdruckarten
Okklusionsanalyse ,
Okklusionsdiagnostik,
instrumentelle Funktionsanalyse ,
klinische Funktionsanalyse
Okklusionseinheit
engl.: occlusal unit; Beschreibung für das Zusammentreffen von 3
Zähnen in einem
regelrechten Gebiss, da hier ein Zahn (die oberen endständigen Zähne
ausgenommen) immer zwei gegenüberliegende Zähne (Antagonisten)
berührt.
Aktionsfläche,
Kaukraft, Okklusionsfeld,
Okklusionsfläche,
Zahnwanderung
Okklusionsfeld
engl.: bite or occlusal area or field; in der
Literatur von versch. Bedeutung:
okklusaler Funktionsbereich eines
Höckers im
Antagonisten (s. Abb.)
nach
Gerber: schematische Darstellung des funktionellen Kontakts der
Zähne des Ober- u. Unterkiefers in den versch. Bissphasen. Die einzelnen
Berührungspunkte (
Interkuspidationskontaktpunkte) werden durch Linien miteinander
verbunden und ergeben das O.
nach Hiltebrandt: horizontales Bewegungsfeld mit einem
Durchmesser von 1-2 mm bei normaler
Okklusion der Zahnreihen (Interkuspidation).
Nimmt man das O. zwischen
habitueller und zentraler Okklusion, so wird dies heute als "long
centric" bezeichnet.
ABC-Kontakte, Okklusion |

|
Okklusionsfläche
engl.: occlusal table; der Teil der
Kaufläche, der während der (dynamischen) Okklusion mit dem
Antagonisten in Kontakt ist.
Zuweilen auch als die Summe aller okklusalen Kontaktflächen
definiert.
Aktionsfläche, Okklusion
Okklusionsfolie
Okklusionsprüffolie,
Artikulationspapier, Kontaktfolie, Okklusionspapier,
Prüffolie, engl.: articulating or occlusal paper;
probates Hilfsmittel zur Überprüfung der Okklusion
("Okklusionskontrolle") beim regelrechten Zusammenbiss (Interkuspidation)
wie auch während der dynamischen
Okklusion: Mit Farbstoff beschichtete/getränkte Folien versch.
Stärke (meist ~ 0,2-0,3 mm stark) hinterlassen
Spuren auf den entsprechenden Zähnen und geben so grobe Rückschlüsse auf
evtl. Störungen.
Andere Hilfsmittel ("Okklusionsindikatoren") können Sprays bzw.
spezielle Wachse sein; elektronische Folien, welche auf Belastung sehr
viel sensibler reagieren, haben sich in der Praxis bisher (2009) nicht
durchsetzen können.
Einschleifen,
Malokklusion,
Okklusion,
Shimstock Folie |

|
Okklusionskonzepte
Führungskonzepte, engl.: occlusal concepts; auf durch Nachdenken,
Analysieren und gewonnenen Erfahrungen basierende Idealvorstellung darüber, wann
und wie Zähne miteinander in Kontakt treten oder entsprechende Kontakte
aufgehoben werden sollten:
- frontzahngestützte Okklusion (engl.: anterior protected
articulation)
Konzept mit
Frontzahnführung, welches zur
Disklusion
aller übrigen Zähne führt
- eckzahngestützte Okklusion (engl.: canine-protected
articulation)
Konzept mit
Eckzahnführung, welches zur
Disklusion
aller übrigen Zähne führt
- eckzahn-prämolaren-gestützte Okklusion (engl.:
canine-premolar-protected articulation)
Konzept mit kombinierter
Eckzahn-
und
Prämolarenführung, welches zur
Disklusion
aller übrigen Zähne führt
- unilateral geführte Okklusion (engl.: group function)
Konzept mit Führung der Zähne der
Laterotrusionsseite, die zur
Disklusion
aller übrigen Zähne führt (
Gruppenführung)
- bilateral geführte Okklusion (engl.: bilateral balanced
articulation)
Konzept mit Führung der Zähne der
Laterotrusionsseite und
Mediotrusionsseite, auch bekannt als balancierte Okklusion
- vollständig geführte Okklusion, (engl.: full balanced
articulation)
welches im Prinzip auf der von
Gysi
geforderten Vollbalancierung der Arbeits- und Balanceseite sowie
mindestens eines Kontaktes in der Front bei der
Aufstellung
von
Vollprothesen beruht.
- sequentiell geführte Okklusion, (engl.: sequential balanced
articulation),
es wechseln sich bestimmte Zahngruppen während der
Laterotrusionsbewegung ab: Zu Beginn dieser Bewegung stützen auf beiden
Seiten vorrangig die Molaren und die 2. Prämolaren ab. Dann kommen für eine
relativ kurze Strecke die Eckzähne auf der
Laterotrusionsseite hinzu, bis auch die 1. Prämolaren auf dieser Seite
Kontakt miteinander haben. Eckzähne und 1. Prämolaren führen dann auf beiden
Seiten sehr schnell zur Aufhebung der Molaren und 2. Prämolarenkontakte (Disklusion).
Artikulationsausgleich,
funktionelles Dreieck,
Gleitbahn,
Gnathologie, Okklusion
Okklusionskorrektur, engl.: occlusal
contouring;
Einschleifen
Okklusionskurve
, engl.: occlusal curve o. curvature;
Spee-Kurve,
Wilson Kurve
Okklusionsschiene ,
AufbissSchiene
Okklusionsstörungen
Malokklusion, Okklusionsanomalien, Okklusionsabweichungen,
engl.: malocclusions, occlusal disturbances; den Zusammenbiss der
Zähne behindernde Faktoren unterschiedlicher Form und Ursache:
Dekuspidation,
Fehlbiss,
Gleithindernis, Okklusion
Okklusionszyste, Einschlusszyste, engl.:
postoperative maxillary cyst;
Verschlusszyste ;
Okklusogramm, engl.: occlusogram;
1.) "Okklusionsüberblick ohne Instrumente",
Registrat als
einfache Methode im Rahmen der
Gebissanalyse, um sich einen
Okklusionsüberblick zu verschaffen (klinische Untersuchung der statischen
und dynamischen Okklusion).
2.) Von Kinast entwickelte Technik einer Zahnbogendurchzeichnung
über ein Fotokopiergerät im Rahmen einer
Gebissanalyse; heute durch andere Methoden (z.B. computergesteuerte
3D-Methoden) abgelöst.
ökologische
Plaquehypothese;
Plaque
okzipital; engl.: occipital; Lagebez.:
in Richtung Hinterhaupt oder am Hinterhaupt gelegen
okzipitofrontale Aufnahme,
engl.: occipitofrontal radiograph;
Kiefergelenkaufnahme
Olaflur
Diamin,
Bis(hydroxyethyl)-aminopropyl-N-hydroxyethyl-octadecylamine-dihydrofluoride,
C27H60F2N2O3,
Kariesprophylaktikum, engl.: do.; ein von der Stearinsäure abgeleitetes
Di-(Hydro-)Fluorid
einer quarternären Ammoniumbase; Hauptbestandteil der gebräuchlichen
Aminfluoride;
sorgt für gute
Substantivität. Das in handelsüblichen Fluoridpräparaten enthaltene O.
basiert auf einem Fettsäuregemisch von Rindertalg. Anwendung als 0.5 - 5 %
Lösung.
Fluoride,
meridol™
Studie zur Fluoridaufnahme im Zahnschmelz
oligo-; engl.: do.,;
prefix for "a few" or "scanty"; Wortbestandteil mit der Bedeutung "wenig"
Oligodontie,
Zahnunterzahl, engl.: oligdontia;
Hypodontie
oligodynamische Wirkung
zusammengesetzt aus oligos = wenig, dynamis = Kraft,
engl.: oligodynamic activity or effect;
besonders von den Metallen Silber und Kupfer her bekannter Effekt, dass schon
kleinste Mengen von Metall-Ionen Keime abtöten oder in ihrem Wachstum
hemmen. Derartige Effekte werden z.B. beim metallenen Essbesteck oder Türgriffen
ausgenutzt. Auch das früher in der Kinderbehandlung eingesetzte und heute
obsolete
Kupferamalgam zeichnete sich zumindest durch eine sehr gute
Kariesbakterien-abtötende Wirkung aus. Auch das gemeine
Amalgam hat eine derartige Wirkung, während
moderne ("weiße") Füllungsmaterialien einen derartigen Effekt - wenn
überhaupt durch beigemischte Stoffe - nicht in dieser Intensität besitzen.
BASF Podcast: Der Chemie Reporter - Warum hemmt Silber das Wachstum von
Bakterien?
Oligosialie
verminderter Speichelfluss,
Hyposialie, Hyposalivation, engl.: oligosialia;
Krankheitsbild, bei welchem zu wenig
Speichel gebildet wird (etwa 0,7 ml/Minute, im Vergleich zu
mindestens 1 ml/Minute beim gesunden Menschen). Häufig
medikamentenbedingt oder als Folge von
Bestrahlungen auftretend.
Sialadenitis,
Sjögren-Syndrom,
Speichelmenge,
Strahlenkaries,
Xerostomie |

|
OMI
Abk. für Orthodontisches
Mini-Implantat;
kleine Schraube, welche z.B. in den (Unter-)Kieferknochen als
orthodontische Verankerung eingesetzt wird. Dient als zusätzliche
Verankerung bei festsitzenden Apparaturen um entsprechende
Zahnbewegungen durchzuführen. Die biomechanischen Auswirkungen auf den
Knochen durch derartige orthodontische Kraftsysteme oder durch Kaukräfte
wurden bislang nur wenig untersucht.
Implantat,
Kieferorthopädie |

©:
|
One-bottle-System,
Adhäsivtechnik
One-Stage Full-Mouth Disinfection, (OSFM);
Full-Mouth Disinfection
Onlay
Kuppelfüllung,
Gussfüllung, engl.: do.; ausgedehnte Gussfüllung mit Bedeckung
der gesamten
Kaufläche bis zu den
Höckerspitzen hin (sog. "Innenschliff").
Bedingt durch die Größe des Defektes werden die statisch geschwächten
Zahnwände durch teilweises Bedecken über einzelne kautragenden
Höcker des Zahnes geschützt (in der Abb. re. sind es die beiden
vorderen Höcker). Der Übergänge zur
Teilkrone sind fließend und nicht exakt definierbar.
Gelegentlich wird auch noch von einem
Overlay gesprochen, dann wenn
die Höcker nicht "überdeckt" sondern "übergriffen" (buccal
und
oral mit einem "Außenschliff" versehen) werden. Auch hier sind die
Übergänge von der der Definition her fließend und nicht einheitlich.
Inlay,
Höckerschutz,
Gussfüllung,
Haltbarkeit verschiedener Füllungsmaterialien und Techniken im
Seitenzahnbereich,
Haltbarkeit von Inlays vs. Teilkronen,
Kastenpräparation,
Konturfüllung, Overlay,
Teilkrone,
Tucker-Technik |
|

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Onlay-Plastik
Auflageplastik, zu den
augmentativen
Techniken zählende Operationsverfahren, bei welchen Substanzen (
Knochersatzmaterialien) der Unterlage aufgelagert werden. O. sind
prognostisch ungünstiger als Inlay- Plastiken, bei denen mehrseitige
Regenerationsimpulse den Transplantateinbau bestimmen.
opak ; u.a. Bez. für die teilweise oder
vollständige Lichtundurchlässigkeit von Stoffen;
Opazität
Opaker
Abdecklack, engl.: opaquer; in der Metall-Verblend-Technik
(Keramik, Kunststoff) gängiger Einsatz eines O., um ein
Durchschimmern des Metalls durch eine zahnfarbene Abdeckung zu vermeiden
oder abzuschwächen. Das kreidig aussehende Material ist meist auf der Basis von
Zirkondioxid; unter Umständen werden noch Farbstoffe zur Tiefenbeeinflussung der
zahnfarbenen Verblendung beigesetzt.
Opazität,
Verblendkrone
Opaleszenz
Schillern, engl.: opalescence; Farbigkeit bestimmter Stoffe, die
durch Streuung und/oder Interferenz des Lichts an kleinen Strukturen in diesem
Stoff hervorgerufen werden. Kurzwelliges Licht wird überwiegend reflektiert,
während langwelliges Licht kaum absorbiert wird. Dadurch schimmert z.B. der
Schmelz im Auflicht bläulich-weiß, im Durchlicht aber bernsteinfarben.
Zahnfarbe
Opazität
Undurchsichtigkeit, engl.: opacity; Durchlassgrad eines Stoffes
für Licht- oder elektromagnetische Wellen. So hat Metall z.B. eine hohe O.;
und schwärzt deshalb ein belichtetes
Röntgenbild kaum (der Film bleibt an dieser Stelle hell). Man spricht
(entgegen der Bilddarstellung, aber korrekt) von einer
Verschattung.
Der mathematische Kehrwert der O. wird als
Transluzenz ("Transparenz") bezeichnet: Hohe Transluzenz = wenig
Absorption (Opazität) = viel Durchlässigkeit = dunkler
Grauwert des
Röntgenfilms = Aufhellung.
Opaker,
Opaleszenz,
röntgennegativ,
Zahnfarbe
Operation
OP, engl.: do.; vom lat. "operatio" = "Verrichtung". in der Regel unter
Betäubung (Lokalanästhesie,
Narkose)
durchgeführter chirurgischer Eingriff am oder im Körper; überwiegend zur
Therapie
einer Erkrankung, weniger zu deren
Diagnostik.
Operationsmikroskop
OPM, endodontisches Mikroskop, engl.: operating
microscope; meist bei einer sehr aufwendigen
Endodontie eingesetztes Gerät, besonders zum Auffinden der mit
normalem Auge nicht sichtbaren, überzähligen
Wurzelkanäle. Weitere Vorteile sind eine exzellente Ausleuchtung des
Arbeitsfeldes. in der Regel wird mit einem
Stereomikroskop mit bis zu 24-facher Auflösung gearbeitet.
Wurzelkanalbehandlung |

Aufbereitung einer 3-kanaligen Wurzel |
OPG, auch OPT;
Abk. von Orthopantomogramm;
Panorama-Schichtaufnahme
Ophryon
On, Epiglabella, Obernasenorbitalpunkt, Supraorbitalpunkt;
kephalometrischer Messpunkt, bestimmt durch den Schnittpunkt einer über dem
Oberrand der Augenbrauen liegenden Tangente mit der
Median-Sagittalebene; meist identisch mit dem Mittelpunkt der
Glabella
Opiorphin, natürliches, im Speichel
enthaltenes Schmerzmittel;
Speichel
Opisthogenie; Kleinwuchs des
Unterkiefers bei normalem Oberkiefer und dadurch bedingte Rücklage desselben
Opisthognathie; Kleinwuchs des
Oberkiefers bei normalem Unterkiefer und dadurch bedingte Rücklage desselben
optischer Abdruck - digitale Abformung
direkte optische Erfassung, 3D-Imaging-Verfahren, "photographische
Abformung",
engl.: optical impression technique; Abtastung der
(sichtbar-zugänglichen) Zahnoberfläche mittels optischer Verfahren
(Streifenprojektion, Lichtschnittverfahren, 3D-Bildgebung in
Videogeschwindigkeit) als sog. "intraoraler Scan" im Rahmen von
CAD/CAM-Techniken. Die Anwendung derartiger Techniken ist prinzipiell nicht
neu, da schon 1987 das von der direkten Herstellung von Keramikarbeiten her
bekannte CEREC-System
mittels einer Mundkamera eine direkte digitale Abformung der Präparation
erstellt. Neu an den heutigen Systemen ist, dass auch größere Bereiche von
mehreren Zähnen (Pfeilern)
bis hin zum Gesamtkiefer digitalisiert werden können.
Trotz ständiger Verbesserungen dieser "jüngeren"
Abdruckverfahren, werden mit dieser Technik (bisher, 2011) die
grundsätzlichen Schwächen dieser Technik nicht beseitigt: es sind nur
Abdrücke von
supragingivalen und gut einsehbaren
Präparationen
möglich. Weiter: die Technik steckt immer noch in den Kinderschuhen, vor allem
hinsichtlich der Handhabung. Außerdem verzeihen die Systeme noch weniger Fehler
als die herkömmlichen Abformungen. Zur aufwendigen Vorbereitung schreiben
ZÄ Cora Brückel, Dr. Peter Rehmann, ZA Paul Seelbach, Prof. Dr. Bernd Wöstmann
in "ZP" u.a.:
"Obwohl sich die Funktionsprinzipien der intraoralen Scanner unterscheiden,
ist ihre klinische Handhabung recht ähnlich. So müssen beim LAVA C.O.S. und auch
beim CEREC Connect die Zahnoberflächen vor dem Scanvorgang mit einem speziellen
Puder bestäubt werden, um eine kontrastreiche Oberfläche zu schaffen. Alle
Arbeitsschritte sind unter relativer Trockenlegung durchzuführen. Als Puder
dient vor allem Titandioxid, das mit einer speziellen Sprühpistole oder mit
konventionellen Spraydosen gleichmäßig appliziert wird . Während die Zähne beim
CEREC-System vollständig bedeckt sein müssen, genügt für den LAVA C.O.S. eine
dünnere, nicht deckende Puderschicht. Der iTero-Scanner setzt im Gegensatz zu
den beiden anderen Systemen eine Bepuderung der Zähne nicht voraus; Gleiches
gibt der Hersteller für den cara TRIOS an. Vor dem Pudern muss eine gründliche
Trockenlegung der betreffenden Zahnreihen erfolgen. Hierzu haben sich spezielle
Einweg-Mundspangen (OptraGate, Ivoclar Vivadent) zum Offenhalten des Mundes und
starke Speichelabsorber (Dry Tips, Mölnlycke Health Care) bewährt. Letztere
eignen sich besonders für den vestibulären Bereich. Lingual genügt meist
sorgsames Abhalten mit dem Mundspiegel und gelegentliches Absaugen. Zum
Offenhalten des Mundes können alternativ auch wiederverwendbare Mundspangen
benutzt werden."
Hinzu kommen bei diesem noch relativ jungem Verfahren erhebliche
Investitionskosten, welche einen allgemeinen Praxiseinsatz zusätzlich
verhindern. Gleichwohl wird diesem Verfahren ein hohes Zukunftspotential
zugeschrieben. Dies besonders in Bezug auf Standardisierung, Qualitätssicherung
und Patientenkomfort.
Evtl. könnten in Zukunft Techniken auf Basis der
Kernspintomographie (z.B. Beschichtung der an sich kontrastarmen Zähne mit
einem Kontrastgel) die konventionellen Abdrucktechniken ebenfalls
revolutionieren.
Intraorale Erfassung – Leistungsdaten und Prozesse(mit
technischen Steckbriefen der auf dem Markt befindlichen Systeme, 2011)
oral, engl.: do.; zum
Mund gehörend; bei Zahnflächen: zur Innenseite hin - als Gegenteil zu
vestibulär;
Zahnflächen
Oralchirurgie
Oralchirurg, engl.: oral surgery; Fachgebiet innerhalb der
Zahnheilkunde, welches sich speziell mit operativen Eingriffen innerhalb der
Mundhöhle beschäftigt. Hierzu gehören besonders
die Entfernung von
Weisheitszähnen/verlagerten Zähnen
Narkosebehandlungen (unter Hinzuziehung eines Anästhesisten)
ästhetische Zahnfleischkorrekturen
umfangreichere
PA-Behandlung
Wurzelspitzenresektionen /
Hemisektionen
Kieferhöhlenoperationen
Behandlung von
Risikopatienten
Als "Oralchirurg" bzw. korrekt "Zahnarzt für Oralchirurgie" bzw. "Zahnarzt,
Oralchirurgie" (Komma beachten) kann sich ein Zahnarzt bezeichnen, der eine
3 bis 4-jährige Weiterbildung auf dem Gebiet der zahnärztlichen Chirurgie
absolviert und sich auf diesem Gebiet spezialisiert hat. Eine Betätigung in
anderen Bereichen der Zahnheilkunde ist zusätzlich möglich.
1982 wurde in Rheinland Pfalz ein "Berufsverband der Zahnärzte für
Oralchirurgie" gegründet. Von dort ging dann die Initiative aus, am 28.Februar
1983 in Frankfurt den "Bundesverband Deutscher Oralchirurgen e.V." zu gründen.
Auf Wunsch der Bundeszahnärztekammer wurde 1986 der Name des Verbandes in
"Berufsverband Deutscher Oralchirurgen - BDO - e.V." geändert.
BVAZ,
Fachgebiete,
Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie
Orale
Ol; anthropologischer Messpunkt am harten Gaumen, definiert als
Schnittpunkt der
Raphe-Median-Ebene mit der Verbindungslinie der Hinterränder der
Alveolen der
beiden mittleren (oberen) Schneidezähne
Orale Medizin,
Zahnarzt
Oraler Hygiene-Index (OHI),
engl.: oral hygiene index;
Mundhygiene - Status
Oraler Lichen Planus (OLP);
Lichen ruber planus
Oralophobie, "Zahnarztangst",
Dentalphobie, engl.: do.;
Angst
Oralsepsis
engl.: do.; irreführende Bezeichnung für Infektionen, die vom Kiefer o. der
Mundhöhle ausgehend, in den gesamten Körper über den Blutkreislauf "streuen".
Der Begriff "Fokalinfektion"
trifft das Krankheitsbild korrekter.
Blutvergiftung (Sepsis)
Oraqix ®
[orakicks], Handelsname für ein gelartiges Präparat zur "injektionsfreien
Lokalanästhesie" mit einem betäubenden Anteil von 2,5 %
Lidocain und
2,5 % Prilocain.
Einsatz in der
Parodontalbehandlung, wobei das Präparat zur Schmerzausschaltung mit einer
stumpfen Kanüle
in die zu behandelnde
Zahnfleischtasche eingebracht wird. Die in der Tasche sich verstärkende
Gel-Konsistenz verhindert ein Abfließen des Medikamentes; der Wirkungseintritt
erfolgt nach ca. einer halben Minute und hat eine ausreichende Tiefe zur
Durchführung von parodontalen Maßnahmen (Scaling,
Wurzelglättung)
OraVerse ®
Handelsname für ein Präparat zur Aufhebung einer Gewebeanästhesie
durch den Arzneistoff Phentolamin, einem Alpha-1/Alpha-2-Rezeptor-Antagonisten,
engl.: anesthesia reversal agent; "arzneimittelnews"
schreiben: Die Anwendung erfolgt direkt am Wirkort als submuköse Injektion;
eine intravasale Injektion ist zu vermeiden. Durch die Blockade der
Alpha-Rezeptoren am Verabreichungsort werden die Blutgefäße wieder erweitert und
so der zunächst durch den Vasokonstriktor verlangsamte Abtransport des
Lokalanästhetikums beschleunigt. In der Folge nimmt die Wirkung des
Lokalanästhetikums und damit die Gefühllosigkeit schneller ab. In klinischen
Studien wurde die Zeit, bis das Gefühl in Ober- und Unterlippe vollständig
wiederhergestellt war, durch die Gabe von OraVerse® um ca. 80 Min. verkürzt.
OraVerse® erhielt 2008 die Zulassung in den USA durch die
Food and Drug
Administration (FDA). In D. ist OraVerse® seit Anfang 2012 für die Aufhebung
der Weichteilanästhesie (d.h. der Anästhesie der Lippen und Zunge) und der
funktionellen Defizite zugelassen.
==>
Orbitahämatom;
Brillenhämatom
Orbitale, Augenpunkt, engl.: do.;
tiefster Punkt der Augenhöhle auf einer
Fernröntgenaufnahme bei seitlicher Projektion;
Condylion
("modifizierte Frankfurter Horizontale"),
Frankfurter Horizontale
Orbitalebene, Augenebene, zur
Augen-Ohr-Ebene senkrecht stehende
Frontalebene,
welche durch die beiden Orbitalia verläuft
Orbitalsenkrechte
OS, Augensenkrechte, Orbitalsenkrechte nach Simon;
senkrecht zur
Frankfurter Horizontalen stehende Linie durch das
Orbitale. Verläuft etwa im Bereich des Eckzahnes bzw. Mundwinkels.
Profilanalyse
Ormocere
ORMOCER™, Abk. von ORganical MOdified CERamics,
plastisch lichthärtender Glaskeramik-Füllstoffe mit einem anorganischem und
einem organischen Netzwerk; Gemeinschaftsentwicklung der Fa. DEGUSSA und der
Frauenhofer Gesellschaft, besonders mit der Absicht, die
Polymerisationsschrumpfung der
Komposite zu reduzieren; unter dem Namen DEFINITE™ auf den Markt gebracht.
Im Gegensatz zu den
Komposites
hat die Matrixstruktur z.T. anorganische Bestandteile (Si-O-Ketten und
CH2-Gruppen). Klinische Untersuchungen haben die erwünschte bedeutende
Schrumpfung des Materials bisher nicht bestätigen können.
Komposites,
Polymerisationsschrumpfung,
Silane
Orphan Diseases
seltene Erkrankungen, engl. Schlagwortbez. für den Oberbegriff "verwaiste
Erkrankungen". Dieser Begriff subsumiert "seltene Erkrankungen" (rare
diseases) und "vernachlässigte Erkrankungen" (neglected diseases), welche meist
auf einen genetischen Defekt zurück zu führen sind. Als "selten" gilt eine
Krankheit dann, wenn nicht mehr als einer von 2000 Menschen an ihr leidet.
Weltweit sind ca. 8.000 derartiger Erkrankungen bekannt. Als "vernachlässigt"
gelten Krankheitsbilder, die in Entwicklungsländern Bedeutung haben, in
Industrieländern aber kein nennenswertes Problem darstellen. O. D.
erfahren in der Regel weder in der Forschung noch in der Medikamentenentwicklung
(Orphan Drugs) die gebotene Aufmerksamkeit; ebenso mangelt es an entsprechenden
Diagnose- und Therapiemöglichkeiten.
Wie eine Marktanalyse von Insight Health in 2011 zeigt, erwirtschafteten die 62
in Deutschland derzeit zugelassenen Orphan Drugs in den vergangenen zwölf
Monaten einen Gesamtumsatz von knapp einer Milliarde Euro - alleine in der
gesetzlichen Krankenversicherung.
ortho-, orth-; von
griech. orthós für gerade, aufrecht, richtig
Orthodontie
Lehre und Wissenschaft vom "richtig Stellen der Zähne"; in D ungebräuchliche
Bez. für das gesamte Fachgebiet
Kieferorthopädie. Davon abgeleitet ist der engl.: Ausdruck "orthodontic",
übersetzt mit orthodontisch, = kieferorthopädisch. In D meist als
Bezeichnung für das alleinige Behandeln mit
festsitzenden Apparaturen gebraucht.
Orthogenie,
Kopfbiss,
Kantenbiss
Orthognathie, neutrale Bisslage,
Eugnathie
orthograd
engl.: orthograde; in "normaler" (physiologischer) Richtung
durchführend oder voranschreitend. Begriff z.B. bei der
Wurzelkanalbehandlung gebräuchlich: So spricht man von einer orthograden
Wurzelkanalfüllung, wenn diese durch die Krone des Zahnes durchgeführt
wird ("von der Krone zur Wurzelspitze hin voranschreitend"). Im Gegensatz dazu
steht die retrograde
Wurzelkanalfüllung, bei der die Füllung (bzw. der Verschluss) im Rahmen
einer
Wurzelspitzenresektion vom Apex der Wurzel aus erfolgt ("von der
Wurzelspitze zur Krone hin voranschreitend")
orthomolekulare Medizin
von orthos (griech.) = richtig, gut und molekular, Molekül
(lat.) = Baustein von Substanzen; nach dem amerikanischen Biochemiker und
zweifache Nobelpreisträger Linus Pauling, definiertes Wirkprinzip:
"Orthomolekulare Medizin ist die Erhaltung guter Gesundheit und die Behandlung
von Krankheiten durch Veränderung der Konzentration von Substanzen, die
normalerweise im Körper vorhanden und für die Gesundheit verantwortlich sind."
Das Therapieprinzip der Orthomolekularen Medizin beruht auf der Erkenntnis, dass
der menschliche Körper für ein gesundes, reibungsloses Funktionieren aller
Organe über 40 Vitalstoffe benötigt. Gemeint sind Vitamine, Mineralstoffe,
Spurenelemente und essentielle Fettsäuren.
Orthopantomogramm
OPG, OPT, auch Orthopan, engl.: orthopantograph;
Röntgenschichtaufnahme zur Panoramaabbildung des gesamten Kieferbereichs;
außerhalb des Mundes durchgeführte
Funktionsorthopantomogramm, Orthopantomograph,
Panoramaröntgenaufnahme
Orthopantomograph ®
geschützter Gerätenamen für eines der ersten Geräte zur Anfertigung einer
Panoramaröntgenaufnahme. Davon abgeleitet heißt dieses Verfahren auch
Orthopantomographie
orthoradiale Projektion;
laterale Zahnaufnahme
Orthorexia nervosa
Orthorexie, griech.: orthos= richtig; orexis = Appetit; junges
Krankheitsbild (1997 von dem Mediziner Steven Bratman erstmals beschrieben) mit
dem Zwang, sich "gesund zu essen"; wer an ihr leidet, ist zwanghaft auf gesunde
Nahrungsmittel fixiert. Bei diesen "Gesundessern" dreht sich alles nur noch um
die Nahrungsaufnahme. Sie berechnen bei jeder Mahlzeit den Gehalt an Vitaminen
und Spurenelementen und verdammen alles "Ungesunde" wie Fett, Fleisch, Zucker
oder Kaffee. Betroffen sind häufig Frauen und Angehörige höherer
Bildungsschichten, die sich für Gesundheitsfragen interessieren. Der Namen
leitet sich von der Essstörung Anorexie ab.
Orton Krone
"Guss-Hülsenkrone", engl.: Orton's crown; nach
Forrest Hoy Orton benannte, zu den historischen Metallkronen zählende
indirekte Kronenart aus Feingoldfolie und darauf angegossener
Vollgusskrone.
Os , engl.: do.; u.a. lateinische Bezeichnung für den
Mund (Pl. ora) oder den
Knochen
(Pl. ossa)
Os hyoideum,
Zungenbein
Os incisivum
Zwischenkiefer, "Goethe Knochen", engl.: incisive bone,
premaxilla; unpaariger Knochen im vorderen Oberkiefers als
knöchernes Fundament der
Schneidezähne. Beim menschl. Säugling und bei vielen Tieren (bildet
z.B. bei Vögeln den Hauptteil des Schnabels) als selbstständiger
Knochen, sonst aber beim Menschen mit dem Oberkieferknochen (Maxilla) im
vorderen Teil des harten Gaumens verwachsen. Eine Störung in der
embryonalen Knochenentwicklung führt u.a. zu einer Gaumenspalte.
Gaumenspalte,
Oberkiefer |

|
Osseointegration
Implantatknochenverbund, "ankylotische
Verbindung", engl.: do.; direkter Verbund von funktionell belasteten
Implantatoberflächen mit dem umgebenden
Alveolarknochen ohne die Zwischen(an)lagerung von
Bindegewebe
("Neo-Periodont") (
Biointegration) Im Gegensatz zu der "federnden"
Aufhängung eines natürlichen Zahnes im Alveolarknochen (ein natürlicher Zahn
ist über das
Desmodont federnd aufgehängt ist - die Federung erlaubt ein Nachgeben
("Intrusion") des Zahnes bei einer vertikalen Belastung bis zu ca. 20 µm während
des Kaudrucks
-), gibt die starre Implantatverankerung nur noch um ca. 2 µm im Alveolarknochen
nach. Während man unter O. in den 60er Jahren des letzten Jhds. allein
die rein mechanische Verankerung des Implantates im Knochen verstand, wird diese
Verankerung heute als föießender Prozess zwischen Knochen und
Implantatoberfläche betrachtet.
Eine gute O. trägt zum Langzeiterfolg eines Implantats
entscheidend bei. Zur regelrechten O. müssen bestimmte Voraussetzungen
erfüllt sein:
Passgenauigkeit zwischen Implantatbohrung im Knochen ("Implantatschacht")
und Implantat,
primäre Stabilität (
Knochenlager) und
eine angepasste Belastung während der Einheilphase.
Weiter muss ein
bioinertes oder
bioaktives
Implantatmaterial vorliegen,
das Implantatdesign und die Mikromorphologie müssen für die
Knochenanlagerung attraktiv (osteophil) sein.
Bei therapierten Osteoporose-Patienten
ist folgendes zu beachten:
Bisphosphonate wirken dem Knochenabbau entgegen, indem sie die
Knochenresorption hemmen. Der so verlangsamte Knochenstoffwechsel behindert die
Einheilung von
Implantaten.
Überbelastungen ("Overload") führen wegen eines fehlenden
Desmodontalspalts nicht zu einer funktionellen Anpassung des Organismus,
sondern zu Beschädigungen des Implantats bzw. seiner
Suprakonstruktion oder aber, es erfolgt keine regelrechte O.. Beim
Fehlen einer
attached Gingiva besteht ein zehnfach erhöhtes Risiko für einen
Implantatverlust. Deshalb muss das chirurgische Vorgehen immer so
gewählt werden, dass nach dem Einbringen ein ausreichendes Maß an
attached Gingiva vorhanden ist - ggf. muss diese chirurgisch geschaffen
werden.
Alle modernen Verfahren der Oberflächenaufrauung der Implantatoberfläche
führen bei ungestörtem Heilungsverlauf zu einer O. innert 3-4 Monaten;
glatte Oberflächen (machined surface) haben eine wesentlich längere O.
.
Kommen mehrere Implantate nebeneinander zum Einsatz, so soll mit einem
Abstand von mindestens 3 mm inseriert werden, da es sonst im Rahmen der
Ausbildung zur
biologische Breite zu sich überlappenden Knochenresorptionen kommt und sich
keine
Interdentalpapille ausbilden kann. Der Abstand vom I. zu einem
natürlichen Nachbarzahn sollte mindestens 1,5 mm betragen und 5 mm nicht
überschreiten, da sich ebenfalls sonst keine regelrechte
Papille
bildet.
In der Forschung werden z.Zt. (2008) folgende Oberflächenmodifikationen von
Implantaten - in der Regel auf Titanbasis - für eine optimale O. verfolgt:
Verstärkung der "Kristallinität" und/oder Dicke der Titanoxidschicht
Schaffung einer geeigneten Mikrostruktur der Titanoxidoberfläche
Anreicherung der Grenz(ober)flächen mit schnell löslichen Kalzium-Phosphaten
Anreicherung der Grenz(ober)flächen mit organischen
Wachstumsfaktoren
Die bisherige Tradition, Implantate nur "statisch", d.h. unbelastet für drei
(Unterkiefer) bzw. sechs (Oberkiefer) Monate einheilen zu lassen, haben NENTWIG
ET AL. verlassen, nachdem experimentelle Untersuchungen gezeigt hatten, dass
eine "dynamische" Phase (Knochentraining) die
periimplantäre Knochenqualität verbessert. Diese Phase kann - in Analogie
zur Frakturheilung - bereits nach sechs Wochen statischer Einheilung beginnen (
Sofortbelastung).
Die Einheilung von
Implantaten kann u.a. durch
Nikotingenuss gefährdet werden - besonders soll dies bei langjährigen
Rauchern mit kontinuierlich hohem Nikotinspiegel eine Rolle spielen. Ein
wesentlicher Grund scheint die höhere Affinität von Kohlenmonoxid zum Hämoglobin
zu sein. Die verringerte Sauerstoffversorgung des Gewebes kann zu mangelhafter
O. führen. Daneben wird auch die Wirkung von Zyaniden, ein weiterer
Zigarettenbestandteil, dafür verantwortlich gemacht. Sie hemmen Enzyme, die für
den zellulären Sauerstofftransport zuständig sind. Besonders betroffen von
diesem Einfluss ist die Einheilung in der Knochenspongiosa. Neuere
Untersuchungen (Sverzut AT, Stabile GA, de Moraes M, Mazzonetto
R, Moreira RW.; Division of Oral and Maxillofacial
Surgery, State University of Campinas, Piracicaba, São Paulo, Brazil (J Oral
Maxillofac Surg. 2008 May;66(5):1004-9)) kommen zu anderen Ergebnissen
und stellen fest: "... eine Ablehnung von Implantaten bei Rauchern lässt sich
anscheinend wissenschaftlich nicht stützen."

kosmetisch unbefriedigendes Ergebnis
Bei therapierten
Osteoporose-Patienten ist folgendes zu beachten:
Bisphosphonate wirken dem Knochenabbau entgegen, indem sie die
Knochenresorption hemmen. Der so verlangsamte Knochenstoffwechsel behindert die
Einheilung von
Implantaten. Marktübliche Bisphosphonate sind (2005, in Klammern:
Wirkstoff): Actonel (Risedronat), Aredia (Pamidronsäure), Bondronat
(Ibandronsäure), Bonefos (Clodronsäure), Clodron Didronel (Etidronsäure),
Fosamax (Alendronsäure), Ostac (Clodronsäure), Skelid (Tiludronsäure), Zometa
(Zoledronsäure).
Untersuchungen zeigen, dass eine Immunsuppression - z.B. mit Cyclosporin A
(CsA) - die O. von Implantaten hemmen. So ergibt sich, dass eine mehr als
vierwöchige CsA-Therapie den Prozess der O. von Titan-Implantaten
deutlich mindert.
Abdeckkappe,
Ankylose,
Antibiotikaprophylaxe,
Auslenkung,
Biointegration,
dentogingivaler Verschluss,
Explantation,
Gingivaformer,
Implantat,
Implantatidentifikation,
Implantatindikation,
Implantat-Kronen-Ästhetik-Index,
Implantatprophylaxe,
Implantat: Risikofaktoren,
Implantat,-temporäres,
Implantatverlust,
Implantationszeitpunkt,
Knochendichte,
Knochenersatzmaterialien,
Knochenheilung,
Knochenlager (Implantatbett),
Kurzimplantate,
Nikotingenuss, Ossifikation,
Periotest,
Peripilastrium,
Pink Esthetic Score,
Primärstabilität,
Resonanzfrequenzanalyse,
Sekundärstabilität,
Sofortbelastung,
Sofortimplantation,
Verbundosteogenese
Implantate (siehe
unter Artikel Index - Ordner - Implantate)
Ossifikation
Verknöcherung, engl.: ossification; stattfinden durch eine
mineralische Einlagerung in vorgebildete Gewebe (z.B. Knorpel) oder
Mineralisation von bindegewebigem Osteoid ("Bindegewebsknochen"). Allgemein auch
als Oberbegriff für die Skelettreifung im Kinder-/Jugendlichenalter für
den Höhepunkt der Epiphysenkernbildung gebraucht.
Kallus, Osteomalazie
Ostektomie , engl.: ostectomy;
allgemein: Entfernung eines Knochenteils für eine Umformung o. Korrektur; in der
ZHK gebraucht bei Kochenresektionen, die im Bezug zu einem Zahn stehen; im
Gegensatz zu einer Osteoplastik,
welche ohne Zahnbezug ist (z.B. Entfern einer
Hyperostose)
Osteotomie
Osteoblasten
kleine, für die Knochenneubildung verantwortliche Körperzellen. Aus
:
"Sie entwickeln sich aus undifferenzierten Mesenchymzellen, embryonalen
Bindegewebszellen. Sie lagern sich an Knochen hautschichtartig an und bilden
indirekt die Grundlage für neue Knochensubstanz, die Knochenmatrix, indem sie
vor allem Typ-1-Kollagen, Calciumphosphate und -carbonate in den interstitiellen
Raum ausscheiden. Bei diesem Prozess verändern sie sich zu einem Gerüst aus
nicht mehr teilungsfähigen Osteozyten, das langsam mineralisiert und mit Calcium
aufgefüllt wird. Diese Osteozyten bilden ein Netzwerk, das in den neugebildeten
Knochen eingelagert wird. Gegenspieler der Osteoblasten sind die
Osteoklasten. Osteoblasten regulieren die
Funktion von Osteoklasten direkt durch die Sekretion von Signalstoffen:
Einerseits durch den aktivierenden RANK Ligand, andererseits durch das
inhibierende Osteoprotogerin (OG), welches RANKL neutralisiert."
Osteoklasten
Osteodensitometrie,
Knochendichte
Osteodentin; engl.: osteodentine; in
D ungebräuchliche Bez. für fast atubuläres "Reizdentin" ;
Tertiärdentin
Osteofibrom
Knochenfibrom, selten vorkommender, gutartiger Knochentumor,
bestehend aus Knochen- und Bindegewebe. Kann gelegentlich Schmerzen
verursachen oder zu einer
Spontanfraktur führen; ansonsten meist röntgenologischer
Nebenbefund.
Fibrom |

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Osteogenese
Neu- oder Umbildung von Knochen(gewebe), engl.: osteogenesis; nach
einer Zahnentfernung beim Heilungsverlauf regelmäßig auftretend (sog.
"Knochenregeneration"). Unterschieden wird eine Distanz-, Kontakt- und
Verbundosteogenese. Knochen ist als einziger Baustein unseres Organismus in der
Lage, durch
Regeneration seines eigenen Gewebes narbenfrei im Sinne einer
restitutio ad integrum zu heilen.
Ossifikation,
Osteogenesis imperfecta,
parodontale Regeneration
Osteogenesis
imperfecta
OI, Osteopsathyrosis, Glasknochenkrankheit, engl.:
do.; unvollständige, gestörte Knochensynthese mit einer starken Neigung
zu Knochenbrüchen und Skelettdeformitäten. Ursache der Erkrankung ist,
dass die Osteoblasten kein normales
Typ-I-Kollagen bilden, weil dafür zuständige Enzyme aus
genetischen Gründen nicht oder nicht korrekt funktionieren. Die
Knochentrabekel sind dadurch bedingt dünn und die Knochengrundsubstanz
ist vermindert. "Am häufigsten (1/30 000) ist der autosomal-dominant
vererbte Typ I, bei dem zum Teil auch Zahnbildungsstörungen auftreten.
Der autosomalrezessive Typ II ist nicht mit dem Leben vereinbar - die
Kinder werden bereits mit multiplen Frakturen, weichem Schädel und nicht
ossifizierten Rippen geboren. Die Typen III und IV sind sehr selten."
In D werden etwa 5.000 Erkrankte gezählt - eine ursächliche Behandlung
ist nicht bekannt,
Bisphosphonate können in manchen Fällen eine Verbesserung des
Krankheitsbildes bringen. Aufgrund der Frakturen und der
Beinfehlstellungen, ist die Mehrzahl der Betroffenen nicht steh- und
gehfähig.
Mögliche Begleitsymptome sind u.a. eine
Dentinogenesis imperfecta (grau-bläulich schimmernde Verfärbung der
Milch- und bleibenden Zähne, Schmelzabsplitterungen und Formabweichungen
der Zahnwurzeln) und durch die Bindegewebsschwäche bedingte blaue
Augenskleren (s. Abb.)
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Osteoinduktion
engl.: osteoinduction; Knochenneubildung durch Differenzierung von
osteogenen Zellen aus niedriger differenzierten Vorläuferzellen (u.a.
"Stammzellen"). O. wird u.a. durch osteoinduktive Proteine, sogenannte
bone morphogenentic proteins (BMP) gesteuert.
Osteoklasten
"Knochenfresser", knochenabbauende, vielkernige Riesenzellen; Durchmesser
50 bis 100 µm mit bis zu 10 Zellkernen. So kann ein einziger O. die
gleiche Menge Knochen abbauen, die 100 Osteoblasten
in dieser Zeit aufbauen.
Osteolyse
Osteologie , engl.: osteology; Lehre
von den Knochen bzw. vom Skelettsystem;
Osteolyse
Knochenabbau, Abbau o. Auflösung von Knochen, engl.: osteolysis;
meist gutartiger, durch Osteoklasten bewirkter
Verlust, z.B. durch Wachstum einer
Zyste,
Unter-/Überbelastung von Zähnen, durch Entzündungen (
Granulom,
Parodontitis marginalis) oder altersbedingt (Alveolarfortsatzabbau).
Bösartig z.B. beim Unterkiefer-Plasmozytom auftretend.
NICO,
Polyalveolyse
Osteom
Knochengewebsgeschwulst, engl.: osteoma; regelmäßig
strukturierter, langsam wachsender,
gutartiger
Knochentumor, sowohl von der Kompakta als auch der Spongiosa ausgehend,
besonders im Schädel u. Kiefer vorkommend. Röntgenologisch manchmal mit
einem Odontom zu verwechseln.
Osteoodontom,
Osteosarkom
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Osteomalazie
Knochenerweichung, engl.: osteomalacia; überwiegend durch einen
Vitamin-D-Mangel verursachte, generalisierte, unzureichende
Mineralisation des Skeletts (Störung im Calcium-Phosphat-Stoffwechsel).
Osteometer
engl.: do.; Gerätenamen mit zweifacher Bedeutung:
- als
Knochendichtemesser zur Behandlung/Überwachung bei
Osteoporose gebraucht
um die Knochenqualität zu überwachen. Geräte arbeiten meist auf
Basis einer
Sonographie
- in der zahnärztlichen
Implantologie zur unterstützenden Messung des vorhandenen
Knochenangebotes
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Osteomyelitis
Knochenmarkentzündung, falsch auch : Panostitis, engl.: do.;
welche meist eine
Entzündung des Knochens selbst (Ostitis)
und der Knochenhaut (Periost;
= Periostitis) mit einschließt. Verbunden mit einer O. ist klinisch und
labordiagnostisch meist eine schwere Allgemeininfektion. Im betroffenen Gebiet
kommt es häufig zu einer Knochenabstoßung (
Sequesterbildung), welche lokal abgeschirmt bleibt (
Totenlade)
Andererseits kann der
nekrotische Knochen aber auch über eine
Fistelbildung durch die
Kortikalis, das angrenzende Weichgewebe und die Haut hindurch nach außen
sequestriert werden. Eine großzügige chirurgische Sanierung des Infektionsherdes
verbunden mit einer entsprechenden
Antibiotikazufuhr sind die unabdingbaren therapeutischen Maßnahmen.
Von der Entstehung her wird unterschieden in:
- akute O., z.B. nach Unfällen, Infektion über die Blutbahn, nach
einem operativen Eingriff
- chronische O., z.B. nach subakuter Infektion mit schwach
virulenten Keimen oder Rückfall nach einer ungenügend behandelten akuten
O.
Die Diagnoseverfahren für eine O. sind vielfältig:
- Bluttest (generell oder Erythrocyten-Sedimentationsrate
- Biopsie durch Nadel-Aspiration aus der Tiefe
- röntgenologisch (Zahnfilm,
Panorama-Schichtaufnahme)
- Radionuklide mit anschließendem Röntgenscan
- Tomographie, Magnetresonanz, Ultraschall
In der
ZHK sind die Ursachen für eine O. u.a. die Folge von schlecht
heilenden, offenen
Kieferbrüchen,
infizierten Extraktionswunden, eitrigen Prozessen an der Zahnwurzel (Granulom)
oder im Kleinkindalter auch über den Blutweg (hämatogen)
bedingt. Der Unterkiefer wird häufiger als der Oberkiefer befallen.

Die O. war vor der Entdeckung der
Antibiotika eine unter Umständen tödlich verlaufende Erkrankung. Neuere Studien zeigen,
dass besonders die
Kernspintomographie eine Frühdiagnose der O. ermöglicht.
Eine O. sicca ist die von Beginn an chronisch verlaufende Form. Bei
geringen allgemeinen Beschwerden wird eine häufig jahrelang bestehende
Auftreibung des Knochenkörpers in diesem Gebiet beobachtet.
Die Osteomyelitis nach therapeutischer Bestrahlung (Radatio)
- die
Osteoradionekrose - führt zu
einem Zustand einer chronischen O., bedingt durch eine Zerstörung der
Blutgefäße des Knochens und damit erhöhter Infektanfälligkeit.
Von der klassischen O. zu unterscheiden ist die chronisch
rezidivierende multifokale Osteomyelitis (CRMO). Hierbei handelt es
sich um eine erworbene, nicht eitrige Skeletterkrankung, die auch den
Unterkiefer betreffen kann; sie wurde erstmals von Giedon et al. 1972
beschrieben. Bei ungeklärter
Genese tritt sie
bevorzugt im Kinder- und Jugendlichenalter auf. Als Therapie wird eine
Behandlung mit immunsuppressiven u. antiphlogistischen Medikamenten bei guter
Prognose angegeben.
Bruchspaltabszess,
Dekortikalisierung,
Granulom,
Knochenmark,
Knochenszintigraphie,
Kortikotomie,
Osteonekrose,
Ostitis,
Restostitis,
Säuglingsosteomyelitis,
Spontanfraktur,
Totenlade,
Zahnkeimosteomyelitis
Osteonekrose
aseptische Knochennekrose, engl.: osteonecrosis; Absterben von
Knochenstrukturen in der Regel als Folge einer mangelnden Durchblutung. Vereinzelt
auftretend nach chirurgischen Eingriffen am Knochen (Osteotomie),
Knochentransplantationen bei mangelndem Umbau durch körpereigene Zellen,
nach schweren Knochenentzündungen (Osteomyelitis),
Langzeitgabe von
Bisphosphonaten oder nach Bestrahlung (Osteoradionekrose)
Osteoodontom
engl.: osteoodontoma; gutartiger Mischtumor von Knochen und
Zahnsubstanz; in der Mitte zwischen Odontom
und Osteom stehend. Röntgenologisch nur
schwer korrekt zu diagnostizieren.
Osteosarkom,
Zahntumoren
Osteopathie
gr. für "Knochenleiden" mit unterschiedlicher Bedeutung:
-- Oberbegriff für jegliche krankhafte Knochenveränderung (Schulmedizin)
-- Diagnose- und Behandlungskonzept (Alternativmedizin im Sinne einer "manuellen
Therapie")
Osteopetrose
Marmorknochenkrankheit, Albers-Schönberg-Krankheit, engl.:
osteopetrosis, marble bone disease; Erbkrankheit, bei der Knochen zu dicht
und deshalb instabil werden kann.
Osteoporose
Osteoplastik
Knochenplastik, engl.: osteoplasty; in der
ZHK
mehrfach benutzte Ausdruck für:
- chirurgische Umformungen am Knochen (z.B. Kinnverkleinerung)
-
Knochentransplantationen zur Defektfüllung: Dabei Entnahme eines
Knochenspans oder Knochengewebes aus der Becken-, Schienenbein-, Kinn- oder
Kieferwinkelregion. Zwar stirbt das transplantierte Knochengewebe ab, es
überleben aber Zellen der Knochenhaut (Periost) und des Knochenmarks, welche
eine Verwachsung mit dem umgebenden eigenen Knochen herstellen können (
Osteosynthese); unter Umständen
mikrochirurgische Herstellung einer Blutversorgung aus dem umgebenden Gewebe
heraus. Durchführung bei größeren Knochendefekten, wie z.B. nach
Tumorresektionen, Auffüllung großer
Zysten, Deckungsplastiken bei Kiefer-Gaumenspalten, Erhöhung des
Alveolarfortsatzes als
präprothetische Maßnahme,
augmentativen Eingriffe bei Implantatversorgungen.
- Parodontologische Eingriffe und Defektauffüllung mit (meist
synthetischen)
Knochenersatzmaterialien bzw. Alveolarknochenumformungen (z.B.
Wiederherstellung der
biologischen Breite)
Exostose,
Knochenersatzmaterialien,
Paget Syndrom,
präprothetische Chirurgie.
Osteoporose
Knochenschwund, engl.: osteoporosis, ohne dass der Knochen
wesentlich an seiner äußeren Form verliert, da die Erkrankung das Knocheninnere
befällt und so mehr die Knochendichte verringert: Die
Knochenmarkräume vergrößern sich, der Knochen wird geschwächt und neigt zu
Spontanbrüchen. Die Krankheit, die durch zunehmend instabile Wirbel und
Langknochen zu Brüchen und Bewegungseinschränkungen führt, wird bei Frauen
in der Regel nach heutiger Lehrmeinung durch die Hormonumstellung in den Wechseljahren
ausgelöst. Der Kieferbereich ist von O. wegen seiner guten Durchblutung
weniger betroffen, sodass die die damit einhergehende
Entkalzifizierung weniger relevant ist; genaure wissenschaftliche
Zusammenhänge sind allerdings nicht geklärt. Bei sonst normalem Allgemeinzustand
(Vorsicht bei:
Diabetes, Alkohol- o. Nikotinabusus, Immunerkrankungen) ist keine
Kontraindikation für eine
Implantation
gegeben (Cave
Bisphosphonate in der O.-Therapie).
Die Ursachen einer relativen Unempfindlichkeit der Kieferknochen könnten auch
entwicklungsgeschichtlich bedingt sein: fast das gesamte Kopfskelett wird aus
mesenchymalen Vorläuferzellen gebildet, welche sich direkt in knochenbildende
Osteoblasten differenzieren. Im Gegensatz dazu
bilden sich Langknochen oder Wirbelsäule über eine indirekte Osteogenese
(knorpelige Zwischenschritte).
In Deutschland (2008) haben 7,8 Millionen Menschen über 50 eine O.; davon
6,5 Millionen Frauen und 1,3 Millionen Männer. Jede vierte Frau über 50 ist
davon betroffen. Und jeder zweite Mensch über 75 hat Knochenschwund. Eine
häufige Komplikation sind Hüftknochenbrüche.
Panoramaaufnahmen von Ober- und Unterkiefer - routinemäßig in
Zahnarztpraxen bei Risikogruppen durchgeführt - könnten als O.-Screening
dienen: Patienten mit niedriger Knochendichte sind möglicherweise auf diese
Weise zu identifizieren. Eine endgültige wissenschaftliche Stellungnahme zur
generellen Tauglichkeit derartiger Untersuchungen steht aber noch aus (2005).
Bei der Behandlung von Patienten mit O. stehen Kalzium (Ca) und
Vitamin D im Vordergrund. Die Kombination dieser beiden Elemente gehört zur
Basistherapie, auch wenn zusätzlich mit spezifischen O.-Therapeutika, wie
z.B. Bisphosphonaten, zusätzlich mit Erfolg eingesetzt werden. Aber:
Bisphosphonate - welche auch als Standardtherapie
skelettaler
Metastasen bei verschiedenen Krebsarten gelten - wirken dem Knochenabbau
entgegen, indem sie die Knochenresorption hemmen. Der so verlangsamte
Knochenstoffwechsel kann z.B. die Einheilung von
Implantaten verhindern; dies besonders bei Patienten, die Stickstoff
enthaltende Bisphosphonate wie Pamidronat und Zoledronat erhielten und diese
i.v.
verabreicht wurden. Problematisch ist besonders die lange Halbwertszeit der
Bisphosphonate, welche ~ 12 Jahre(!) beträgt. Marktübliche Bisphosphonate sind
(2005, in Klammern: Wirkstoff): Actonel (Risedronat), Aredia (Pamidronsäure),
Bondronat (Ibandronsäure), Bonefos (Clodronsäure), Clodron Didronel
(Etidronsäure), Fosamax (Alendronsäure), Ostac (Clodronsäure), Skelid
(Tiludronsäure), Zometa (Zoledronsäure).
Da es z.Zt. noch keine allgemeingültige Vorgehensweise gibt, derartige
Komplikationen zu vermeiden, sollte versucht werden, existierende und
potenzielle Infektionsherde schon vor Beginn der B.-Therapie zu
beseitigen. Ist bereits freiliegender Knochen sichtbar, wird die Verabreichung
von
Antibiotika und
antimikrobiellen Spüllösungen empfohlen. Für Patienten mit einer
oralen
Bishphonatbehandlung von über 3 Jahren und Patienten mit einer begleitenden
Behandlung mittels
Corticoiden sollten zusätzliche Tests und Therapien vor einer
Implantation
im Vordergrund stehen.
"Die Inzidenz
der Kiefernekrosen bei Bisphosphonattherapie liegt bei der Indikation
Osteoporose bei unter eins zu 10.000";
Professor Bruno Allolio, Universität Würzburg beim Praxis Update 2009
Osteopetrose
Implantat: Risikofaktoren,
Parodontitis-Risiko
Patientenbezogener Laufzettel "Überweisung / Konsil vor Bisphosphonat-Therapie".br>
Osteoradionekrose
ORN , Osteomyelitis nach Radatio; engl.:
osteoradionecrosis; schwerwiegende Folge einer
Strahlenbehandlung , wie sie z.B. bei bösartigen Tumoren eingesetzt
wird. Dabei werden die im Strahlefeld liegenden Kieferabschnitte mit
Strahlendosen von über 35 Gy zum Teil irreversibel geschädigt (Verlust
von Osteozyten, aktiven Osteoblasten und
Osteoklasten, Verminderung der
Blutversorgung). Es entwickelt sich daraus primär eine aseptische
Ostreoradionekrose. Bei einer Invasion von krankhaften Keimen in
derartigen, abwehrgeschwächten Knochen - z.B. im Rahmen einer
Extraktion - kann schon bei Dosen über 40 Gy eine infizierte
Osteoradionekrose (IONR) entstehen, deren Behandlung meist
sehr aufwendig und belastend ist. Diese infizierte Form gilt mit
ausgedehnten freiliegenden Knochenarealen und starken Schmerzen als
schwerste Form der
Osteomyelitis. Mit steigender Strahlendosis nimmt nicht nur das
Risiko, sondern auch die Schwere der Erkrankung zu.
Charakteristisch für die O. ist, dass sie in mehr als 90% den
Unterkiefer befällt, da dieser generell eine schlechtere Blutversorgung
als der Oberkiefer aufweist. Nach Autoren der Uniklinik Tübingen
(überarbeitet nach ZBW 1/2006) werden folgende
Empfehlungen ausgesprochen, um die Nebenwirkungen möglichst gering
zu halten:
- vor Radiotherapie
sorgfältige
Zahnsanierung
im
Strahlenfeld - abhängig von der Strahlendosis - nur kariesfreie
und
parodontal gesunde Zähne erhalten
- Chirurgische Maßnahmen
sollten 2-3 Wochen vor Strahlentherapie abgeschlossen sein
schonende chirurgische Eingriffe
sorgfältige Wundversorgung
kein sofortiges Eingliedern von Prothesen im bestrahlten Gebiet nach
chirurgischen Maßnahmen
-
konservierende Maßnahmen rechtzeitig abschließen
- Während und nach Radiotherapie
lebenslang intensive lokale
Mundhygiene- und
Prophylaxemaßnahmen
schonende Zahnentfernungen - falls unvermeidbar - frühestens ein
Jahr nach Strahlentherapie
antibiotischer Schutz für mindestens eine Woche
gut sitzende, bereits vorhandene
Prothesen dürfen unter zahnärztlicher Kontrolle während des
Essens getragen werden
Druckstellen unbedingt vermeiden, da die Verletzungs- und
Perforationsgefahr der Mundschleimhaut besonders groß ist
Neuanfertigung von abnehmbarem Zahnersatz frühestens ein Jahr nach
Bestrahlungsende - abhängig vom Fortschritt des Heilungsvorganges
vorausgegangener Zahnentfernungen
festsitzender Zahnersatz (Kronen, Brücken) dürften keine Probleme
bereiten
eine
Implantatindikation ist auch nach Jahren besonders kritisch zu
sehen
Osteomyelitis,
Strahlentherapie |

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Osteosarkom
engl.: osteosarcoma; bösartiger Mischtumor mit einer
Hauptlokalisation in den Metaphysen der langen Röhrenknochen (~ 80 %)
bei Jugendlichen auftretend; aber auch im Kiefer vorkommend (s. Abb.)
Mundhöhlenkarzinom,
Paget Syndrom
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Osteosynthese
operatives Zusammenfügen von Knochenteilen, "Verschraubung",
engl.: osteosynthesis; chirurgisch durchgeführt nach einer
Knochen(Kiefer-)fraktur oder
Osteotomie, nachdem diese in die richtige Stellung (reponiert)
wurden. Unterscheidung in funktionsstabile (sofortige,
uneingeschränkte (Kau-)Funktion) und übungsstabile O.
Konventionell durchgeführt mittels Drahtnähten, Schrauben oder
Metallplatten aus Stahl oder
Titan - im Kieferbereich meist durch sehr kleine Platten -
Miniplatten-Osteosynthese - , um die Knochensegmente in ihrer
(angenäherten) ursprünglichen Stellung zu fixieren - nachteilig können
hierbei eine Behinderung des Wachstums, Temperaturempfindlichkeit,
Wanderung der Platten, sowie die Notwendigkeit eines zweiten Eingriffs
sein. In jüngerer Zeit auch mittels resorbierbaren Materialien auf
Polylactidbasis (BiosorbFX®, Bionx Implants®), die diese Nachteile nicht
mehr aufweisen sollen.
Eine Verschraubung der Fragmente erfolgt nach Möglichkeit bei Quer- oder
kurzen Längsfrakturen durch paarweise parallel zur Längsachse des
Knochens angeschraubte Platten (= Laschenverschraubung, tap
screw joint).
Bei Substanzdefekten kombiniert man die O. mit Knochenzementen/Knochenersatzmaterialien
(sog. Verbund-Osteosynthese,
Osteoplastik).
Vorteil der O. ist die baldige Belastbarkeit. Dabei wird
unterschieden in sofortige Beübung (Bewegung ohne Belastung =
übungsstabil), unter Teilbelastung (= teilbelastungsstabil)
oder voller Belastung (= belastungsstabil).
Champy-Platte,
Collumfraktur,
Kieferbruch,
Knochenersatzmaterialien,
Knochenheilung,
Kompressionsosteosynthese,
Osteoplastik,
Plattenosteosynthese,
Unterkieferfraktur,
Zuggurtung,
Zugschraube. |

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Osteotom , engl.: do. or bone chisel;
Knochenmeißel ;
Osteotomie
Osteotomie
Ost, engl.: osteotomy; Durchtrennung bzw. Entfernung eines
Knochenteils mittels Säge,
Knochenmeißel oder
Fräse; in jüngster Zeit auch mittels
Ultraschall. In der
ZHK in der Regel durchgeführt zur Entfernung eines nicht in der
Zahnreihe stehenden
Weisheitszahnes, von
Wurzelresten oder sonstigen komplizierten
Zahnentfernungen und bei der
Wurzelspitzenresektion. Eine O. setzt immer die temporäre
Eröffnung (Fachausdruck: "Aufklappung")
der bedeckenden
Mundschleimhaut und der Knochenhaut (Periost)
voraus ("Schleimhaut-Periost-Lappen").
Der
BEMA kennt die drei Bezeichnungen:
Ost1: Entfernen eines Zahnes durch Osteotomie einschließlich
Wundversorgung. Die Abrechnung setzt die
Aufklappung des Zahnfleisches voraus.
Ost2: Entfernen eines verlagerten und/oder retinierten Zahnes,
Zahnkeimes oder impaktierten Wurzelrestes durch Osteotomie
Ost3: Sequestrotomie bei
Osteomyelitis der Kiefer
Verhalten nach einer Zahnentfernung
Blutgerinnungsstörungen,
Bogenschnitt,
Genioplastik,
Langenbeck,
Lappenoperation,
Lindemann Fräse,
Lingualis-Nerv,
Mukoperiostlappen,
Naht,
Nervenschädigung, Ostektomie,
Osteosynthese,
Parodontalchirurgie,
Piezochirurgie,
sagittale Spaltung,
Wundheilung,
Wundinfektion,
Wurzelspitzenresektion |

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Ostim
Handelsname; neuartiges, von der Fa.
Heraeus-Kulzer in
2003 eingeführtes
Knochenersatzmaterial "aus der Spritze". Neuartig ist die Applikation
als gebrauchsfertige Paste, welche nach Herstellerangaben vollständig resorbiert
werden soll. Das zur Hauptsache aus ungesintertem
Hydroxylapatit bestehende Material ist mit dem
CE-Logo versehen.
Ostitis
Knochenentzündung, engl.: do. or bone inflammation; in der Regel
gebrauchter Fachausdruck für eine Entzündung der
Knochen-Kompakta und deren
Spongiosa. Korrekt: für eine von den Gefäßen der Havers-Kanäle ausgehende
Knochenentzündung, im Gegensatz zur Osteomyelitis, welche ihren Ursprung im
Markraum hat.
Osteomyelitis,
Restostitis
oszillierende Bohrer,
unterstützende Ultraschallsysteme
OTC-Präparate
engl.: Abk. von Over The Counter ("über den Ladentisch");
Bezeichnung im deutschen Gesundheitswesen für solche Arzneimittel, die zwar
apothekenpflichtig sind, aber ohne Rezept erworben werden können ("rezeptfreie
Medikamente").
Pharmakon
Overbite, frontaler Überbiss,
Overjet
Overdenture,
Cover
denture
Overjet
Überbiss in
sagittaler (horizontaler) Ebene; gleichbedeutend mit der sog.
sagittalen
Frontzahnstufe. Bei
normalem Biss bzw. der
Prognathie hat der O. einen positiven, bei der
Progenie einen negativen Wert.
Der Überbiss in
vertikaler
Ebene wird als Overbite (frontaler Überbiss,
Tiefer Biss) bezeichnet.
Abweichung,
Angle,
Dachbiss,
Eugnathie,
Gebiss,
Kieferprofilfeld,
Kreuzbiss,
Neff-Verhältnis,
Retrognathie,
Vogelgesicht |
 |

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Owen Linien
engl.: Owen's contour lines; Bezeichnung für gestörte
Wachstumslinien, hervorgerufen durch eine verminderte Tätigkeit der
Odontoblasten, z.B. durch
systemische Erkrankungen in der Kindheit bedingt. Im Vergleich zu normalen
Wachstumslinien sind derartige Störungen als breitere und schwächer
mineralisierte Linien gekennzeichnet.
Geburtslinie,
Mineralisation, Odontoblasten,
Retziusstreifen
Oxalatblut
engl.: oxalated blood; Schlagwortbez. für Körperblut, welches außerhalb
des Körpers zur Plasmagewinnung genutzt wird und durch eine Oxalatlösung
ungerinnbar gemacht worden ist.
Oxidkeramik
engl.: oxide ceramics; Schlagwortbez. für keramische Werkstoffe auf Basis
von Metalloxiden wie Aluminiumoxid oder
Zirkoniumoxid.
Begriff dient zur Unterscheidung von Keramiken auf Silikatbasis (SiO2; z.B.:
Porzellan, Steinzeug). Wenn Keramiken als elektronegativen Bestandteil nicht nur
Sauerstoff, sondern z.B. auch Kohlenstoff oder Stickstoff enthalten, werden sie
als Nichtoxidkeramiken bezeichnet (z.B. Siliciumcarbid).
Keramik
Ozon
naszierender ("aggressiver") Sauerstoff, griech. "ozein" =
"nach etwas riechen", engl.: ozone; die aus drei Atomen (normaler
Sauerstoff: 2) bestehende Verbindung zerfällt leicht in normalen Sauerstoff und
ein einzelnes Sauerstoffatom, welches rasch wieder eine neue Bindung sucht; es
ist neben
Fluor das stärkste bekannte Oxidationsmittel und oxidiert alle Metalle außer
Edelmetalle sofort.
Eine Ozon-bedingte
keimtötende Wirkung (bakterizid,
fungizid und
viruzid)
wird in der
ZHK zum Desinfizieren von
Wurzelkanälen,
entzündeten Zahnfleischtaschen,
infizierten Wunden und
Aphthen vereinzelt eingesetzt und soll so die Gabe von
Antibiotika oder anderer Medikamente überflüssig machen. Außerdem wird O.
zur Wasserdesinfektion in Behandlungseinheiten verwendet. Es ist bisher bei O.
weder eine
Resistenzbildung der
Mikroorganismen noch die Auslösung
allergischer Reaktionen bekannt geworden. Durch den gasförmigen Zustand ist
auch ein Erreichen von schwer zugänglichen Hohlräumen eher möglich als mit
Flüssigkeiten oder Pasten.
Alle künstlichen Lichtquellen oder Spannungsentladungen (überspringende Funken,
Blitze) erzeugen als Nebenprodukt aus dem Luftsauerstoff O. Zum Einsatz
in versch. Lebensbereichen (z.B. Entkeimung von Bade- oder Trinkwasser)
existieren Ozongeneratoren - meist auf der Basis von Funkenentladung. Bedingt
durch die Luft als Ausgangsmedium erfolgt immer eine Beimischung mit
Stickoxiden. Nimmt man reinen Sauerstoff als Ausgangsstoff, so spricht man bei
dem entstehenden Produkt von "medizinischem Ozon", welcher für
systemische
Applikationsformen (z.B. "Ozon-Eigenblutbehandlung") eingesetzt wird.
In der Zahnmedizin stehen die Geräte UltraOzone (<500ppm O3) und
HealOzone
(2100ppm) zur Anwendung bereit. Als Eindatzgebiet werden vor allem "nicht
behandelbare" Kinder genannt.
HealOzone ,
Wasserentkeimung
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