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Mund

Der Mund ist ein Intimbereich bzw. ein Oralbereich worüber viele Zahnpatienten bei der Zahnbehandlung nicht gerne Sprechen.

Mund Lippen Wangen Mundhöhle Mundboden

Der Mund ist eine Körperöffnung durch die Nahrung aufgenommen wird. Er wird als Mundhöhle oder Mundraum bezeichnet.


Somit ist beim Menschen die Körperhöhle mit den umgebenden Weichteilen im Kopf, die den ersten Teil des Verdauungstraktes bildet. Der Mund ist die Öffnung für die Nahrungsaufnahme, dient der Stimmerzeugung (Phonetik) und wird auch für die Atmung genutzt.
Hauptteile des Mundes sind die Mundspalte (von den Lippen umschlossen), der Mundvorhof, der sich zwischen Lippen und Wangen sowie zwischen Oberkiefer und Unterkiefer (nebst Zahngruppen) befindet. Die Lippen drücken zusammen mit der mimischen Muskulatur das menschliche Gefühle des Lächelns aus. Zum Hauptteil des Mundes gehört auch die Mundhöhle mit dem Mundboden, der Zunge und dem Gaumen. Der Mund dient neben seiner Verdauungsfunktion, dem Kauen bzw. Zerkleinern und Einspeicheln auch der Stimmerzeugung und kann zur Atmung genutzt werden. Im Mundraum und im Rachenraum können Insektenstich die Atemwege durch rasches Anschwellen der Schleimhaut blockieren wie auch bei der Zunge. Magensäure und Lebensmittelsäuren sind Feinde der Mundgesundheit, denn Säuren wie die Magensäure greifen den Zahnschmelz an und können durch Karies die Zähne schädigen. Auch Zähne haben Feinde wie Karies und Parodontitis, denn Karies verursachenden Bakterien verwerten zuckerhaltige Lebensmittel und produzieren daraus Säure die den Zahnschmelz angreifen.

Mundhöhle als Mundraum

Die Mundhöhle ist der Anfang des Verdauungsapparats und ist der Raum, der nach vorne durch die Lippen, nach oben durch den harten und weichen Gaumen begrenzt ist und sich von der Nasenhöhle trennt.

Mund Mundhöhle Cavitas oris Mundboden 

Der Mundhöhlenraum ist seitlich durch die Wangen und nach unten durch den Mundboden begrenzt.

Mundraum, Mundhöhlenraum

Der Mundraum wird als Mundhöhle (Cavitas oris) oder Mundhöhlenraum bezeichnet und beginnt vorne an der Mundspalte die ohne scharfe Grenze hinten in den Schlund übergeht.

Der Mundhöhlenraum ist durch die Wangen seitlich und nach unten durch den Mundboden begrenzt. Die Mundhöhle beginnt vorne an der Mundspalte und geht hinten in den Höhlenschlund über. Die hintere Grenze vom Mundhöhlenraum bildet der Rachenraum. An den Seiten der Mundraum befinden sich die Zähne des Oberkiefers und Unterkiefers. Die Mundhöhle wird durch die Zähne in einem innerhalb der Zahnbögen gelegenen Hauptraum sowie einen, zwischen den Zähnen bzw. Lippen und Wangen und dem Vorraum getrennt. chronische Entzündungen im Mundraum und in den Mandeln sowie im Bindegewebe können unbehandelt über Jahre das körpereigene Immunsystem massiv schwächen. Das Mundhöhlen-Dach wird vom Gaumen gebildet und der vordere, knöcherne Anteil, (harte Gaumen) trennt die Mundhöhle von den Nasenhöhlen. Der hintere bewegliche Teil wird als weicher Gaumen bezeichnet und trennt sie vom Nasopharynx (Schlund), während unter dem weichen Gaumen der Übergang der Mundhöhle in den Schlund (Oropharynx) erfolgt. In den seitlichen Übergangsgebieten (Wänden) liegen die Gaumenmandeln (Mandel) und von oben hängt in der Mitte das Zäpfchen (Uvula) als hinterster Anteil des weichen Gaumens herab. Die Zunge wölbt sich von unten in die Mundhöhle.

Mundraum ist empfindlich

Im Mundraum ist alles empfindlich und auch nichts immun gegen den Alterungsprozess, denn mit der Zeit beginnen der Zahnfleischrückgang und der Wurzelbereich der Zähne durch die ansonsten schützende Schmelzschicht empfindlich gestört, wenn dies freigelegt ist.

Zähne können im Alter unter Mineralverlust leiden, was zur Abtragung des Zahnschmelzes beiträgt. Ohne den Schutz von Zahnfleisch und Zahnschmelz reagiert der Wurzelbereich der Zähne empfindlich auf äussere Reize. Im empfindlichen freiliegenden Zahnbereich kann Wurzelkaries entstehen. Sehr kleine Löcher im Dentin ermöglichen die Rückleitung von Wärme, Kälte und anderen Reizen zum Zahnnerv, was Zahnschmerz auslöst und im Mundraum empfindlich stört. Im Mundraum und im Rachenraum können Insektenstich die Atemwege durch rasches Anschwellen der Schleimhaut blockieren wie auch bei der Zunge. Im Mundraum können auch Aphthen mit entzündlichem Randsaum, das erbsengrosse Bläschen sind vorkommen. Aphthen sind schmerzhafte, von einem entzündlichen Randsaum umgebene Schädigung der Schleimhaut des Zahnfleischs, der Mundhöhle, der Tonsillen oder der Zunge.

Mundgesundheit im Mundraum

Für die Mundgesundheit im Mundraum sind auch Magensäure und Lebensmittelsäuren Feinde im Mundraum, denn Säuren wie die Magensäure greifen den Zahnschmelz an und können durch Karies die Zähne empfindlich schädigen.

Auch die Zähne im Mundraum haben Feinde wie Zahnkaries und Parodontitis, denn kariesverursachenden Bakterien verwerten zuckerhaltige Lebensmittel und produzieren daraus Säure die den Zahnschmelz angreifen. Verschiedene Bakterien die in der Mundhöhle leben ernähren sich von den Kohlenhydraten aus unserer Nahrung und wandeln sie in Säuren um. Diese Säuren greifen den Zahnschmelz an und entkalken ihn, anfänglich den äusseren Teil vom Zahnschmelz und dann das Zahnbein (Dentin). Wenn der Säureangriff wiederholt an der gleichen Stelle stattfindet, entsteht durch die Entkalkung ein Loch im Zahn. Die Parodontitis ist eine Erkrankung des Zahnhalteapparates bzw. entzündlich degenerative Erkrankungen vom Parodontium das das funktionelle Verankerungssystem vom Zahn ist mit den angrenzenden Strukturen. Zu den entzündlich degenerativen Erkrankungen vom Zahnbett bzw. Zahnhalteapparat gehören Zahnfleischrückgang, Kieferknochenabbau, Zahnfleischentzündung, Zahnbetterkrankung oder ähnlichem. Im Mundraum auftretende Erkrankungen sind meist sehr unangenehm und meist auch sehr schmerzhaft. Zwischen Zahnerkrankung, Munderkrankung und Allgemeinerkrankungen bestehen vielfältige Verbindungen, denn Erkrankungen in der Mundhöhle haben Auswirkungen auf andere Körperbereiche und Organe. Eine Zahnbehandlung kann durch den ärztlichen Eingriff helfen, die Erkrankung zu beheben, teilweise reicht aber auch eine sorgfältige Mundhygiene, denn durch eine gute Zahnpflege und Mundpflege sind Karies, Entzündungen vom Zahnfleisch und vom Zahnhalteapparat sowie Mundgeruch vermeidbar.

Speicheldrüsen im Mundraum

In Lippen, Wangen, und Gaumen gibt es viele kleine Drüsen, die den Speichel (Sekret) in die Mundhöhle abgeben.

Die Sekrete (Speichel) aller Drüsen im Mundraum enthalten Enzyme, die den Verdauungsvorgang einleiten. Während sich das Sekret der Ohrspeicheldrüsen gegenüber dem 2. oberen Mahlzahn entleert, entleert sich der Speichel der beiden anderen Drüsen hinter den unteren Schneidezähnen. Die ganze Mundhöhle ist mit Schleimhaut ausgekleidet. Die Schleimhaut enthält viele Drüsen, die einen feinen Schleim absondern. Im Bereich von Oberkiefer und Unterkiefer ist die Schleimhaut fest mit der Knochenhaut verwachsen und wird als Zahnfleisch bzw. Gingiva bezeichnet. Die Mundhöhle ist der Raum für die Zähle und dem Mundhöhlenvorhof (Mundvorhof), das den Raum zwischen den Wangen, Lippen und Zähnen bildet. Oben wird die Mundhöhle durch den harten und den weichen Gaumen begrenzt und unten durch die Unterseite der Zunge und die Mundbodenmuskulatur. Zahnstein der durch Einlagerung von Mineralien aus dem Speichel in die Plaque entsteht bezeichnet man im Mundraum als feste Auflagerungen auf dem Zahn, die man weder durch Spülen noch durch Zähneputzen entfernen kann. 
 
 

Mundvorhof

Der Mundvorhof wird vorne durch die Lippen, seitlich durch die Wange und innen durch die Zahnreihen mit den Alveolarfortsätzen begrenzt.

Mundvorhof Vestibulum Mundhöhle Lippen

In den Mundvorhof münden die Ausführungsgänge der Ohrspeicheldrüse und der Lippendrüsen und Wangendrüsen.

Mundvorhof als Teil der Mundhöhle

Der Mundvorhof (Vestibulum) ist der Raum zwischen den Lippen / Wangen und den Zahnreihen bzw. beim Zahnlosen Kiefer, den in die Mundhöhle ragenden Fortsätzen der Kieferknochen (Alveolarfortsätze).

Als Mundvorhof (Vestibulum oris) wird der Raum zwischen den Lippen resp. Wangen und den Zahnreihen bzw. beim Zahnlosen den in die Mundhöhle ragenden Fortsätzen der Kieferknochen (Alveolarfortsätze) bezeichnet. In den Mundvorhof münden die Ausführungsgänge der Ohrspeicheldrüse und der Lippendrüsen und Wangendrüsen. Die Mundschleimhaut bildet beim Mundvorhof eine tiefe Umschlagfalte im Bereich zwischen den Zähnen und den Lippen. Die auskleidende Schleimhaut ist im Bereich der Zähne fest mit dem Alveolarknochen verwachsen. Diese dem Knochen anhaftende Schleimhaut wird als Gingiva propria oder attached Gingiva bezeichnet. Die Gingiva propia als „Festsitzende Schleimhaut“ geht zum Zahn hin in die freie mariginale Gingiva bzw. bewegliches Zahnfleisch über. Zwischen den Zähnen befinden sich Zahnfleischpapillen. Die blassrosa erscheinende Gingiva propia bildet eine scharfe Grenzlinie zur dunkleren beweglichen Schleimhaut. Diese Grenze zur dunkleren beweglichen Schleimhaut wird Mukogingivalgrenze genannt. Die bewegliche Schleimhaut des Alveolarfortsatzes geht im Bereich der Umschlagfalte in die Lippenschleimhaut und Wangenschleimhaut über.  


 

Mundboden

Der Mundboden ist die untere Begrenzung der Mundhöhle.

Den Mundboden bilden die Weichteile zwischen Unterkieferkörper und Zungenbein bzw. bilden den Abschluss der Mundhöhle. Der flächige, zwischen Unterkiefer und Zungenbein ausgespannte Muskel (Musculus mylohyoideus) bildet dabei die Grundlage des Mundbodens. Im vorderen Mundboden zieht das Zungenbändchen (Frenulum linguae) vom Unterkiefer zur Zunge. Rechts und links davon münden die Ausführungsgänge der unteren Speicheldrüsen und an ihrer Mündung unter der Zunge befindet sich jeweils eine kleine Erhebung, die als Caruncla sublingualis bezeichnet wird. Seitlich von dieser Erhebung liegt eine gleichnamige Schleimhautfalte im Mundboden, die Plica sublingualis.


 

Gaumen

Der Gaumen hat im Bereich der Zähne eine knöcherne Basis, während er im hinteren Anteil von Muskulatur gebildet wird.

Harter Gaumen Palatum durum Weicher Gaumen

Der Übergang vom harten zum weichen Gaumen wird in der Regel erst bei Bewegung der Gaumenmuskulatur deutlich sichtbar.

Der Gaumen (Palatum) bildet das Dach der Mundhöhle und damit gleichzeitig die Abgrenzung zur Nasenhöhle.

Der eigentliche Gaumen ist der harte Gaumen, der von den Gaumenplatten gebildet wird, die sich vom Oberkiefer aus in die Tiefe der Mundhöhle erstrecken und aus den waagerechten Teilen beider Oberkiefer und Gaumenbeine, also aus vier durch Nähte miteinander verbundenen Knochenteilen, bestehen. Der Gaumen ist von einer gut durchbluteten drüsenhaltigen Schleimhaut überzogen. Die Gaumenschleimhaut geht vorn und seitlich in das Zahnfleisch über. Die Schleimhaut des Gaumens besitzt Querleisten bzw. Gaumenstaffeln.

Harter Gaumen (Palatum durum)

Die knöcherne Grundlage des harten Gaumens wird zum grössten Teil vom Gaumenfortsatz des Oberkiefers und nur im hinteren Bereich zusätzlich vom Gaumenbein gebildet.

Die dem Knochen fest anliegende, straffe Schleimhaut enthält zahlreiche Falten. In der Mitte verläuft eine Längsfalte, die Raphe palati. Hinter den mittleren Schneidezähnen geht diese Längsfalte in einen stärkeren Wulst über, die Papilla incisiva. Zur Seite hin ziehen mehrere leicht geschwundene Querfalten zu den Alveolarfortsätzen hin.

Weicher Gaumen (Palatum molle)

Der weiche Gaumen, auch Gaumensegel genannt, ist beweglich und besteht aus einer mit Schleimhaut überzogenen Muskelschicht, die beim Schlucken für eine Abdichtung der Mundhöhle zur Nasenhöhle sorgt.

Am Hinterrand des Gaumensegels befindet sich das Zäpfchen. Rechts und links vom Gaumensegel ziehen beidseits jeweils zwei Gaumenbögen nach unten. Zwischen den Gaumenbögen liegt auf jeder Seite eine Gaumenmandel. Der Übergang vom harten zum weichen Gaumen wird besonders deutlich, wenn man den Mund weit öffnet und Ah sagt. Man bezeichnet diese Grenzlinie zwischen hartem und weichem Gaumen deshalb auch als Ah- Linie. Diese Grenze wird jedoch noch besser sichtbar, wenn man bei geöffnetem Mund und geschlossener Nase versucht, durch die Nase auszuatmen. Man kann dann einen deutlichen Knick am Übergang vom unbeweglichen harten Gaumen zum beweglichen weichen Gaumen erkennen. Der Hinterrand von Oberkiefer- Totalprothesen (Vollprothesen) soll im Bereich der Ah- Line liegen.


 

Lippen

Am Übergang der Gesichtshaut zur Mundschleimhaut befindet sich das nur gering verhornte Lippenrot, dessen Farbe von den durchscheinenden Blutgefässen bestimmt wird.

Lippen Mund Gesichtshaut zur Mundschleimhaut

Eine dunkle Verfärbung des Blutes bei Sauerstoffmangel wird am Lippenrot daher deutlich sichtbar.

Die Lippen (Labia) werden von einem ringförmigen Schliessmuskel gebildet, der aussen von der Gesichtshaut und innen von der Mundschleimhaut bedeckt wird.

Bei den Lippen unterscheidet man Oberlippe (Labium superius) und Unterlippe (Labium inferius), wobei die Unterlippe meist grösser ist. Zwischen den Lippen befindet sich die Mundspalte und die Lippenschleimhaut geht im Bereich der Umschlagfalte in die Schleimhaut des Kiefers über. Im mittleren Bereich von Oberlippe und Unterlippe befindet sich jeweils ein Lippenbändchen, das zum Alveolarfortsatz zieht. Meist unterscheiden Kieferchirurgen und Kieferorthopäden kompetente Lippen von inkompetenten Lippen, denn die kompetenten Lippen versiegeln den Mund in entspannten Zustand und von inkompetenten Lippen spricht man, wenn Lippen im entspannten Zustand den Mund nicht vollständig oder gar nicht verschliessen.


 

Wange

Die Wange (Bucca) wird wie die Lippe von einer mittleren Muskelschicht gebildet, die innen von Schleimhaut und aussen von Gesichtshaut bedeckt ist.

Zwischen äusserer Haut und Muskulatur befindet sich ein Fettpolster. Von der Wangenschleimhaut ziehen vereinzelte Wangenbänder zum Alveolarfortsatz. Diese Schleimhautbänder können bei zahnlosen Patienten den Sitz einer Vollprothese beeinträchtigen. Gegenüber von den zweiten oberen Molaren mündet der Ausführungsgang der Ohrspeicheldrüse (Glandula parotis) in der Wange. Man kann ihn leicht an einer kleinen Erhebung (Papille) erkennen.


 

Funktion der Mundhöhle

Die Mundhöhle bzw. dem Mundhöhlenraum dient der Aufnahme und Vorbereitung der Nahrung für die weitere Verdauung im Magen- Darm- Trakt.

Funktion der Mundhöhle Verdauungssystem 

Vorne wird die Mundhöhle von den Lippen, seitlich von den Wangen, unten von Zuge und Mundboden und oben vom Gaumen begrenzt.

Die Mundhöhle stellt den ersten Abschnitt des Verdauungssystems dar.

Nach hinten geht der Mund im Bereich der Gaumenbögen in den mittleren Rachenabschnitt über. Die Mundhöhle ist von einer Schleimhaut (Mukosa) ausgekleidet, die aus einem mehrschichtigen Plattenepithel besteht. Durch Drüsenabsonderungen wird diese Schleimhaut feucht gehalten. An Stellen mit besonders starker mechanischer Beanspruchung, vor allem im Bereich der Gingiva (Zahnfleisch), ist die Schleimhaut verhornt. 

Die Mundhöhle hat eine vielfältige Funktion

Die Mundhöhle dient als Beginn des Verdauungstraktes (Kopfdarm) und zur Nahrungsaufnahme, denn das Verdauungssystem beginnt mit dem Mund.

Die Mundhöhle dient der Nahrungszerkleinerung und Nahrungsverdauung, wobei die Zähne, die einen Bissen festhalten, zerteilen und zermahlen können, in der Mundhöhle eine grosse Bedeutung haben. Die Lippen können mit ihrer feinen Empfindungsfähigkeit, Konsistenz und Temperatur einer Speise zu prüfen. Die Zunge ist nebst Mundschleimhaut, Rachens und des Kehldeckels besonders stark von Geschmacksknospen, den Geschmacksrezeptoren für süss, salzig, sauer und bitter, bedeckt. Die Geschmacksknospen machen zusammen mit dem Geruchssinn  unseren Geschmackssinn aus. Ausserdem dient die Mundhöhle der Lautbildung und damit der Sprache. Die sie begrenzenden Wangen mit ihrer Muskulatur spielen eine wichtige Rolle bei der Mimik und damit der Kommunikation.


 

Mundspeichel

Der Mundspeichel des Menschen befeuchtet die Mundhöhle, was das Schlucken, Sprechen und Schmecken ermöglicht.

Der Speichel im Mund sorgt für die Befeuchtung und Vorverdauung der Nahrung und sorgt für ein erleichtertes Schlucken, beeinflusst aber auch das Riechen.

Der Speichel sorgt mit dem Speichelfluss auch für die Physiologische Selbstreinigung bzw. Mundhygiene.

Speichelfunktion Speichel Säuren neutralisieren

Physiologische Selbstreinigung ist die antiseptische (desinfizierende) Wirkung des Speichels die Zunge und Zähne reinigt und dem Kariesrisiko entgegenwirkt.

Speichel bildet mit seinen antiviralen und antibakteriellen Faktoren die erste Barriere im Mund gegenüber Krankheitserregern.

Speichel ist für das Gebiss wichtig, denn ohne Speichel würden die Zähne des Menschen innerhalb weniger Wochen vollständig erodieren.

Speichel kann Säuren neutralisieren

Dünnflüssiger Speichel kann im Mund befindliche Säure neutralisieren und so das Kariesrisiko vermindern.

Diese Wirkung wird auch als Pufferung von Säuren bezeichnet. Die Säuren können dabei aus der Nahrung stammen oder als Stoffwechselprodukt beim Abbau von Zucker durch Bakterien entstehen. Die Pufferkapazität ist bei den Zahnpatienten unterschiedlich, d.h. bei einigen Patienten kann der Speichel mehr Säure neutralisieren als bei anderen. Diese individuelle Pufferkapazität kann man messen. Dazu erfolgt eine Bestimmung des pH-Wertes, der ein Mass für den Säuregrad ist.

Mundspeichel

Für die Produktion des Speichels sind die kleinen und grossen Mundspeicheldrüsen verantwortlich.

Mundspeichel Speichelfunktion Speicheldrüsen

Mundspeichel ist eine komplex zusammengesetzte Flüssigkeit, die neben 99% Wasser eine Vielzahl von organischen und anorganischen Verbindungen enthält.

Der Hauptanteil an Speichel wird dabei von den drei grossen, paarig angeordneten Speicheldrüsen, der Ohrspeicheldrüse, der Unterkieferspeicheldrüse und Unterzungenspeicheldrüse abgesondert.

Beim Erwachsenen werden täglich 0,5- 1,5 Liter Speichel gebildet. Speichel enthält ca. 99% Wasser und Salze, bestehend aus Natrium, Kalium, Kalzium, Phosphat, Chlorid und Fluorid sowie dem Eiweiss, abgeschilferte Epithelzellen, Blutzellen und Bakterien. Speichel erfüllt eine Vielzahl von Aufgaben wie das Anfeuchten der Mundhöhle, Spülfunktion der Zähne, Lösen von Geschmackstoffen, Gleitfähig machen der Nahrung, Pufferung von Säuren bzw. die Neutralisation, Remineralisation der Zähne sowie die antibakterielle Wirkung und beginn der Kohlenhydratverdauung. Zunächst feuchtet Speichel mit seinem hohen Wasseranteil die Mundhöhle an. Dabei hat der Speichel eine reinigende, leicht antibakterielle Spülwirkung und kann gleichzeitig auch Geschmacksstoffe aus der Nahrung lösen. Schleimstoffe (Muzine) im Speichel machen die Nahrung gleitfähig für den Schluckvorgang, das Enzym alpha- Amylase (= Ptyalin) leitet die Kohlenhydratverdauung ein.

Speichel für die Zahnreinigung

Für die Zähne hat Speichel betreffend Spülfunktion eine grosse Bedeutung, zwar kann Speichel den Zahnbelag (Plaque) nicht auflösen, aber die Zuckerkonzentration und Säurekonzentration auf der Zahnoberfläche durch Spülwirkung verringern.

Der Speichelfluss wird durch Kauen sowie Reizung der Geschmacksrezeptoren bzw. Sinnesnerven angeregt. Die Speichelflussmenge wird somit durch den Kauvorgang individuell bestimmt. Mit zunehmender Dicke vom Zahnbelag nimmt die Spülwirkung ab.

Remineralisation

Die im Zahnschmelz vorhandenen Bestandteile Kalzium, Phosphat und Fluorid können mit dem Speichel in Lösung gehen.

Dies kann zu einer Entkalkung bzw. Demineralisation der Zahnoberfläche führen. Andererseits können Kalzium, Phosphat und Fluorid aus dem Speichel in den Schmelz eingebaut werden und so eine Remineralisation von Entkalkungen im Anfangsstadium ermöglichen. Die Remineralisation wird dabei durch Fluoridzusatz und sorgfältige Plaqueentfernung deutlich beschleunigt.

Zwischen dem Speichel und der Zahnoberfläche findet somit ein ständiger Austausch von Kalzium, Phosphat und Fluorid statt, den man im Rahmen von Prophylaxemassnahmen und Behandlungsmassnahmen nutzen kann.

Speichel für Zahnreinigung Remineralisation Zahn

Die auf den Zähnen befindliche Plaque kann durch die Speichelbestandteile verkalken, wodurch Zahnstein entsteht.

Zahnstein setzt sich dabei im Wesentlichen aus Kalziumphosphat zusammen, das mit Geweberesten und Mikroorganismen vermischt ist.

Zahnsteinablagerungen findet man daher vor allem im Bereich der Ausführungsgänge der Speicheldrüsen an den Lingualflächen der unteren Frontzähnen und Bukkalflächen der oberen Molaren. Speichel hat eine Schutzwirkung vor Kariesbildung, doch die Kariesentstehung wird begünstigt durch eine verminderte Speichelmenge, zähen, mukösen bzw. Schleimigen Speichel, Mangel an Kalksalzen im Speichel und verminderter neutralisierender Wirkung des Speichels.

Mundflora

Die Zusammensetzung der Mundflora, also der im Mund vorkommenden Bakterien ist bei jedem Mensch sehr verschieden.

Besteht ein hoher Anteil an Kariesbakterien wie Streptococcus mutans und Laktobazillen, so ist das Kariesrisiko erhöht, denn die Bakterien können durch mikrobiologische Speicheltests nachgewiesen werden. Dabei können sowohl Art als auch Anzahl der Bakterien bestimmt werden.

Mundatmung

Die Mundatmung ist häufig Folge einer erschwerten oder behinderten Nasenatmung.

Ein unzureichender Lippenschluss, ein offener Mund in den Nachtstunden oder einfach nur eine schlechte Angewohnheit können die Ursache sein. Durch diese Fehlfunktion können Kieferfehlbildungen entstehen. Weiterhin kommt es bei Mundatmung durch den ständigen Luftstrom zu einer andauernden Austrocknung der Mundhöhle, wodurch der Speichel seine Kariesschützende Wirkung nicht mehr entfalten kann.


 

Mineralienspeicher

Karies entsteht, wenn die Zahnoberfläche von den Säuren angegriffen und entmineralisiert wird.

Speichel Mineralienspeicher Härtung Zahnschmelz

Der Speichel enthält alle Mineralsalze, die der Zahnschmelz zur Härtung und den Erhalt der Widerstandskraft gegenüber Säureattacken braucht.

Der Speichel ist ein Mineralienspeicher, ein natürliches Schutzsystem des menschlichen Körpers das für die Gesundheit der Zähne sehr wichtig ist.

Nach der Nahrungsaufnahme bauen Bakterien den in der Nahrung enthaltenen Zucker zu Säure um. Speichel neutralisiert Säuren, die von Zahnschädigenden Bakterien gebildet werden und den Zahnschmelz angreifen. Speichel vernichtet auch einen Teil der Krankheitserreger wie Bakterien und Kleinpilze, die in die Mundhöhle gelangen. Der Speichel enthält unter verschiedenem mineralische Bestandteile natürlicher Art, um diese Säuren zu verdünnen und abzubauen. Speichel fördert zusätzlich in den Zahnschmelz auch den Wiedereinbau (Remineralisation) Zahnhärtender Mineralien und wirkt somit der Entstehung von Zahn-Karies entgegen.


 

Kauen stimuliert Speichelfluss

Der Speichelfluss kann durch Kauen von Kaugummis angeregt werden.

Kauen stimuliert Speichelfluss Kaugummis Zähne

Kauen von speziellen Kaugummis mit dem Zuckeraustauschstoff Xylitol nach den Mahlzeiten produziert mehr Speichel und kann dadurch die Remineralisation des Schmelzes fördern und damit einer Karies vorbeugen.

Kauen stimuliert den Speichelfluss, das ganz normal während der Nahrungsaufnahme geschieht.

Kaugummis können auch als "Zahnbürstenersatz für Unterwegs" benutzt werden. Durch regelmässiges Kauen von zuckerfreiem Kaugummi produziert man mehr Speichel und der Plaque-ph reagiert damit nicht sehr stark auf den Zucker. Die Zahnreinigung wird aber durch den Zahnpflege-Kaugummi nicht ersetzt. Durch die angeregte Speichelbildung erfolgt nur ein erster Schritt für die Selbstreinigung der Mundhöhle. Zahnpflege-Kaugummis sind eine wertvolle Ergänzung zur Mundhygiene, besonders wenn man unterwegs keine Gelegenheit zu klassischen Mundhygiene hat. Für die Zahnprophylaxe zwischendurch bieten sich Zahnpflegebonbons und zuckerfreie Kaugummis an.  Beim Kauen und Sprechen sowie durch die dem Brechakt vorausgehenden heftigen Bewegungen der Mundmuskeln und Schlundmuskeln wird die Speichelabsonderung vermehrt. Die in 24 Stunden abgesonderte Menge des Speichels wird auf 1,5 kg geschätzt (erwachsenen Menschen).


 

Speicheldrüsen

Der Speichel ist ein natürliches Schutzsystem des menschlichen Körpers und ist sehr wichtig, denn Speichel ist für die Neutralisation von Säuren nach dem Essen oder Trinken zuständig und auch für die Remineralisation des Zahnschmelzes durch die enthaltenen Mineralien.

Speicheldrüsen anregen Kauen Kaugummi Zähne

Speicheldrüsen werden durch das Kauen von Kaugummi angeregt.

Speichel ist eines der wichtigsten natürlichen Schutzsysteme des menschlichen Körpers

Der Speichel enthält sämtliche Mineralsalze, die der Zahnschmelz zu seiner Härtung und für den Erhalt seiner Widerstandskraft gegenüber Säure braucht. Durch Kaugummikauen kann der Speichelfluss verstärkt werden. Dieses erhöhte Speichelflussvolumen enthält auch eine besonders hohe Konzentration an Mineralien und verfügt damit über eine noch höhere Neutralisierungskapazität. Medikamente wie Psychopharmaka und bestimmte blutdrucksenkende Mittel hemmen den Speichelfluss. Wenn die Speichelbildung vermindert ist, spricht man von "Xerostomie" und bei vermehrter Speichelbildung von "Ptyalismus".

Der Speichelfluss ist die Absonderung von Speichel aus den Speicheldrüsen.

Speicheldrüsen unterscheidet man zwischen den kleinen Lippendrüsen und den paarigen grossen Speicheldrüsen.

Kleinen Lippendrüsen sind die Speicheldrüsen der Wangenschleimhaut, Speicheldrüsen der Zunge und die kleinen Speicheldrüsen des harten und weichen Gaumens.

Zu den grossen Speicheldrüsen gehören die Ohrspeicheldrüsen, Unterkieferspeicheldrüsen und Unterzungendrüsen.


 

Aufgaben vom Speichel

Die Funktion vom Speichel im Mund hat für die Zähne eine wichtige Spülfunktion.

Funktion Mundspeichel Spülfunktion für Zähne

Als Sekretion wird die Abgabe von Mundspeichel durch Drüsen oder drüsenähnlichen Zellen bezeichnet. Die Sekretion des serösen Mundspeichels wird durch parasympathische Aktivität und die Sekretion des muzinösen Mundspeichels durch Aktivität des sympathischen Nervensystems angeregt.

Der Speichel hat eine Speichel-Multifunktion und erfüllt viele Aufgaben.

Der Speichel hält die Mundhöhle feucht und sie schützt die Schleimhäute vor dem Austrocknen.

 

 

 

 

 

Aufgaben Speichel, Speichelfunktion Zähne

 

Der Speichel verflüssigt die von den Zähnen zerkleinerte Nahrung, was den Transport zur Speiseröhre und das Schlucken erleichtert und die im Speichel enthaltenen Enzyme tragen zur Nahrungsverdauung bei.

In der Mundhöhle findet man ein Gemisch von verschiedenen Speichelarten, denn die kleinen Drüsen bilden eher mukösen Speichel und die grossen Drüsen wie die Unterzungenspeicheldrüse, Unterkieferspeicheldrüse und Ohrspeicheldrüse einen eher serösen Speichel. Neben Elektrolyten und Enzymen enthält der Speichel auch Immunglobuline (Antikörper), das zur Abwehr von Krankheitserregern in der Mundhöhle dient.

Speichel erfüllt viele Aufgaben und fungiert:

Antibakteriel
Pufferung
Antiviral
Fungizid
Gewebeschutz
Gleitmittel
Mineralisation
Verdauung

Speichel entsteht an der Luft

Der Speichel ist in den Speicheldrüsen bzw. in deren Ausführungsgängen nicht enthalten, denn er entsteht erst aus einer von den Speicheldrüsen gelieferten Substanz bei Zutritt der Luft.

Die Speichelabsonderung erfolgt nur, wenn die an die Speicheldrüsen tretenden Fasern des Nervs direkt oder reflektorisch gereizt werden. Die Speichelsekretion ist unterschiedlich und schwankt stark im Tagesverlauf. Die Speichelsekretion ist am höchsten bei der Nahrungsaufnahme oder beim kauen von Kaugumi. Speichel wird auch in der Nacht produziert, denn ein Versiegen des Speichelflusses hätte unangenehme Folgen. Da die Ausführungsgänge der Speicheldrüsen in der dicht bakterienbesiedelten Mundhöhle enden, kann nur ein kontinuierlicher Speichelfluss das Eindringen der Keime in die Drüsen verhindern.


 

Speichel - PH-Wert

Saures Aufstossen ist meist die Folge eines ungenügenden Verschlussmechanismus zwischen Speiseröhre und Magen.

Mundspeichel PH-Wert neutral oder basisch Zahn

Häufige Ursachen für eine Übersäuerung sind falsche Ernährungsgewohnheiten oder auch anatomische Fehlanlagen, die Magensäure zu einem Rückfluss vom Magen in die Speiseröhre führen.

Beim Speichel liegt ein normaler pH-Wert bei 7 bis 7,1, was einem neutralen oder leicht basisches Milieu entspricht.

Der Speichel kann mit diesem Wert seine wichtigsten Funktionen, die Remineralisierung des Schmelzes nach ernährungsbedingten Säureattacken sowie die Verdauung der Kohlenhydrate optimal ausführen. Der Speichel reagiert alkalisch und enthält durchschnittlich 0,5 %  feste Bestandteile. Wenn der Speichel zu sauer ist bzw. eine Übersäuerung vorhanden ist, sind diese Funktionen nicht immer gewährleistet was Auswirkungen auf den Zustand vom Zahnfleisch hat. Entzündungsbereitschaft und Schmerzanfälligkeit sind bei Übersäuerung des Speichels erhöht und die Wundheilungstendenz im Mund wird damit verschlechtert. Der saure Magensaft greift den Zahnschmelz an sodass Karies durch Magensäure entsteht und gleichzeitig das Zahnfleisch reizt. Auch wenn die Zähne eine grosse Härte aufweisen, reagieren sie sehr empfindlich auf Säureeinwirkung, denn Säure löst Mineralien aus der Zahnoberfläche und macht die Zahnoberfläche weicher, sodass ein Abbau von Zahnschmelz erfolgen kann was als Zahnerosion oder Säureerosion bezeichnet wird.


 

Speichelstein

Grund für die Entstehung eines Speichelsteins ist eine veränderte Zusammensetzung des Speichels, der ein Verklumpen der festen Bestandteile und Salze fördert.

Speichelsteine Unterkieferspeicheldrüse Speichel

Bis vor wenigen Jahren mussten viele Patienten bei der Diagnose "Speichelstein" operiert werden, wobei die Speicheldrüse ganz entfernt wurde.

Speichelsteine entstehen vielfach in der in der Unterkieferspeicheldrüse wo sich Salze im eingedickten Speichel lagern und sich zu kristallinen Strukturieren und sich vor den Ausführungsgang der Drüse verlegen.

Das Entfernen der betroffenen Speicheldrüse ist mit  Risiko verbunden, denn benachbarte Strukturen wie die Gesichtsnerven liegen sehr nahe und können bei der Operation verletzt werden. Darum hat die Schonung der Gesichtsnerven und deren nebenwirkungsarme höchste Priorität. Verletzungen der Gesichtsnerven bzw. Operationsrisiken werden mit der Stosswellenlithotripsie vermieden. Bei grösseren Speichelsteinen der Ohrspeichelkieferdrüsen sowie Unterkieferdrüsen und den Gangabschnitten ist die drüsenerhaltende, sonografisch kontrollierte Extrakorporale Stosswellenlithotripsie eine gute Wahl. Die Steindesintegration werden die Speichelsteinbruchstücke als sandartiges Material mit Hilfe medikamentöser Speichelflussanreger über den natürlichen Drüsenausführungsgang ausgeschieden.


 

Mundtrockenheit

Die Ursache für die Speichelflussreduktion und damit verbundener Mundtrockenheit liegt vielfach in Nebenwirkungen von Medikamenten, denn es gibt mehr als 400 hemmende Medikamente auf dem Markt, die den Speichelfluss hemmen oder fast ganz verhindern.

Mundtrockenheit Speichelfluss trockener Mund

Eine vorübergehende Mundtrockenheit kann durch Stress entstehen.

Ein trockener Mund verursacht durch geringen Speichelfluss ist sehr unangenehm, denn durch die Mundtrockenheit entstehen Probleme beim Sprechen.

Wenn durch Stress der Mund trocken wird, ist das eine vorübergehende Mundtrockenheit, vielfach liegt aber die Ursache für die Mundtrockenheit in der Reduktion vom Speichelfluss als Nebenwirkungen von Medikamenten. Die Speichelproduktion kann auch durch Autoimmunkrankheiten oder Rauchen beeinträchtigt sein.

Mundtrockenheit im Alter

Mit zunehmendem Alter verschärft sich das Problem der Mundtrockenheit, vielfach aber auch durch vermehrte Einnahme von Medikamenten, was zu vermehrten Erkrankungen wie Karies und Zahnfleischentzündung führt.

Mundtrockenheit Alter Medikamente Speichelfluss

Ungenügende Einnahme von Getränken erzeugt Mundtrockenheit und wird durch die natürliche Alterung der Speicheldrüsen zusätzlich verstärkt, welche weniger Speichel produzieren.

Mundtrockenheit durch Nebenwirkung von Medikamenten für Herzkreislauf (hoher Blutdruck, Betablocker), Medikamente gegen Depression oder gegen Parkinson sind im Alter sehr häufig.

Auch Medikamente gegen Asthma oder Schlafmittel, Bestrahlungstherapien im Bereich der Speicheldrüsen oder Chirurgische Eingriffe im Bereich der Speicheldrüse können Mundtrockenheit auslösen.

Mundtrockenheit hat Folgen

Schlucken oder ein gestörter Geschmacksinn sind vielfach Folgen von der Mundtrockenheit wie auch erschwertes Kauen.

Durch die Mundtrockenheit können verstärkte Blutungsneigung, schmerzhafte Stellen an der Mundschleimhaut, Zungenbrennen und Mundbrennen oder auch eine schlechte Haftung der Zahnprothese (ohne Speichel), verbunden mit Schmerzen entstehen, denn bei Prothesen können Brennen auf der darunter liegenden Schleimhaut stark störend wirken.

Mundtrockenheit Speichelfluss Zähne Prothese

Der Prothesenhalt wird durch die Mundtrockenheit durch ungenügende Speichelmenge immer in Mitleidenschaft gezogen sodass der Prothesenhalt verbessert werden muss..

Erkrankungen der Speicheldrüsen wie Sjögren-Syndrom oder Begleiterscheinungen bei bestimmten Krankheiten (Diabetes, Morbus Parkinson, Depression), Schlafen mit geöffnetem Mund, Tumor in der Mundhöhle etc. lassen eine Mundtrockenheit in Erscheinung treten.

Eine Mundtrockenheit kann als Begleiterscheinung von Erkrankungen auftreten, aber auch durch Medikamente wie blutdrucksenkende Mittel und Psychopharmaka hervorgerufen werden. Wenn zu wenig Speichel vorhanden ist, werden aggressive Säuren im Mund nicht neutralisiert, so dass Zahnkaries rasch zunimmt. Zuckerfreie Kaugummis regen den Speichelfluss an und fördern somit die Zahngesundheit und damit auch die Mundhygiene.

Xerostomie

Mundtrockenheit wird als Xerostomie bezeichnet und ist vielfach eine Begleiterscheinung von Medikamenten und Erkrankungen.

Der medizinische Ausdruck für Mundtrockenheit bzw. trockener Mund ist "Xerostomie". Mundtrockenheit bezeichnet die Trockenheit der Mundhöhle, die verschiedene Ursachen haben kann. Ein trockener Mund ist eine häufige Nebenwirkung verschiedener Arzneimittel, wie Anticholinergika, Atropin oder Psychopharmaka. Die Ursachen Mundtrockenheit können auch Krankheitsbilder, wie Sialadenitis, Sjögren-Syndrom oder auch Heerfordt-Syndrom sein. Auch kann die Entfernung von Speicheldrüsen, eine Strahlentherapie oder eine fieberhafte Allgemeinerkrankung Ursache für einen ständig trockenen Mund sein.

Behandlung der Mundtrockenheit

Die Behandlung der Mundtrockenheit bzw. Xerostomie ist meist schwierig, denn häufig liegt die Ursache der Mundtrockenheit in einer Mundatmung, welche durch verengte oder verstopfte Nasenwege verursacht wird.

Eine Unterfunktion der Speicheldrüsen kann verschiedene Ursachen haben, denn der Patient hat neben dem unangenehmen trockenen Gefühl im Mund unter Umständen auch erhebliche Beschwerden an der Mundschleimhaut und der Zunge, was sich wiederum auch auf das Sprechverhalten auswirken kann. Gleichzeitig können Prothesenempfindlichkeit (Prothesenunverträglichkeit) und eine erhöhte Kariesaktivität die Folge einer zu geringen Speichelsekretion sein. Tatsächlich kann eine Mundtrockenheit der Indikator einer ernsten systemischen Erkrankung oder exokrinen Drüsendysfunktion sein. Die Mundtrockenheit ist ein häufiges Beschwerdebild bei der älteren Bevölkerung, die unter einer Erkrankung des rheumatischen Formenkreises leiden und meist nur wenig Wasser trinken.

Entstehung der Mundtrockenheit sind:

Altersregression
Erkrankungen mit Speicheldrüsenbeteiligung
Flüssigkeitsverlust nach verminderte Kautätigkeit
Medikamenteneinnahme nach radiologische Therapie in der Mundregion und Gesichtsregion
Speicheldrüsenerkrankungen und Speicheldrüsenoperationen
Erkrankungen mit direkter oder indirekter Beeinflussung der funktionellen Versorgung und des Stoffwechsels der Speicheldrüsen.

Speichelflussminderung

Die beiden oralen Hauptsymptome der Speichelflussminderung (geringer Speichelfluss) sind ein Mundtrockenheitsgefühl oder Rauhigkeitsgefühl, ein Gefühl dass die Zunge klebt am Gaumen sowie ein verstärktes Durstgefühl.

Subjektive Symptome bei Mundtrockenheit:

Geschmacksstörungen
Schluckbeschwerden (beim leeren Schlucken)
schmerzhafte Stellen im Mund und Taubheitsgefühl
Zungenbrennen oder Mundbrennen
Mundgeruch
Zahnfleischbluten oder Zungenbluten
Sprechstörungen (durch Adhäsion der Schleimhaut)
Kaubeschwerden (beim Verzehr von trockener Nahrung)
Prothesenunverträglichkeit mit fehlender Haftfähigkeit und Druckstellen

Extraorale Symptome bei Mundtrockenheit:

Geruchsstörungen
Augentrockenheit mit Augenbrennen
Trockenheit der Nasenschleimhaut mit Schorfbildung und Nasenbluten
Miktionsbeschwerden mit verstärktem Harndrang
Trockenheitsgefühl im Hals mit Heiserkeit und chronischem Husten Hauttrockenheit
Verdauungsstörungen mit Sodbrennen, Verstopfungen, Appetitlosigkeit, Brechreiz und Durchfall


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Danksagung!

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