Inaktivitätsatrophie
engl.: (inactivity or) disuse atrophy; Geweberückgang in Folge
einer unzureichenden oder Nichtbenutzung des betreffenden Körperorgans. So führt
z.B. ein Zahnverlust zu einem
Rückgang des Alveolarfortsatzes in diesem Gebiet, welcher sich noch
verstärkt, wenn das betreffende Gebiet nicht durch Zahnersatz funktionell
belastet wird.
In-Ceram
®
Alumina, Spinell, Zirconia; Handelsname für eine spezielle Keramik mit hoher
Festigkeit: In-Ceram erreicht seine hohe Festigkeit durch ein spezielles
Verfahren. Auf einem Spezialgipsduplikat des
Meistermodells wird aus einem Aluminiumoxid-Schlicker die Modellation des
Kronen- oder Brückengerüsts vorgenommen. In einem Brennvorgang werden die
Gerüste gesintert. Das daraus resultierende kreideartige Gerüst wird mit
Lanthanglas infiltriert. Dadurch werden die Poren der Keramik aufgefüllt, der
Werkstoff verdichtet. Das Ergebnis ist eine deutliche Steigerung der Festigkeit
(400 bis 600 MPa). Danach wird die Verblendung mit Aufbrennkeramik vorgenommen.
Vorgesinterte, industriell gefertigte In-Ceram-Keramikblocks werden z.B. für die
Kopierschleiftechnik mit
Celay und für das
CAD/CAM-Fräsverfahren mit
Cerec
geliefert. Durch die vorgesinterten Rohlinge fällt die lange Sinterzeit weg, und
wegen der höheren Kapillarität ist auch die Infiltrationszeit drastisch
verkürzt, so dass die Herstellzeiten in der Praxis bei höherer Materialqualität
deutlich geringer ausfallen.
Eine Sonderstellung bei In-Ceram nimmt das Wolceram-System (auch
Flemming-Cream, bellaDent) für labortechnische
Fertigungszentren ein. Hier wird unter Nutzung moderner Digitaltechnik das
Kronenkäppchen geschlickert, gebrannt und gesintert - und die Festigkeit
ebenfalls durch Infiltration erhöht.
Befestigungszement,
Keramik,
Incisale
In, Inzisalpunkt, engl.: do.;
Referenzpunkt bei der Schädelvermessung (Kephalometrie):
Die
Schneidekanten der oberen bzw. unteren
Schneidezähne (Incisivi). Die Spitze der Schneidekante des am weitesten
nach vorn (labial)
stehenden mittleren oberen (Incision superior) bzw. unteren (Incision inferior)
Schneidezahns wird als Incision bezeichnet.
Incisivus, Inzisivus, Dens incisivus;
lat. Bezeichnung für einen
Schneidezahn
Index
Verzeichnis, pl.: Indizes, in der Medizin für Messzahl,
Verhältniszahl, engl.: do., indices; aus versch. Messgrößen
zusammengesetzte Messzahl zur Beschreibung eines (krankhaften) Zustands, um
diesen vergleichbar zu machen. Häufig in der
Karies-Prophylaxe und
Parodontologie angewandte Verfahren, um Erkrankungszustände zu
klassifizieren.
API,
Belagsindex,
BMI,
CER-Index, Cervical
Plaque Index (CPI),
Community Periodontal Index of Treatment Needs,
CPITN,
CSI Calculus Surface
Index,
DDE-Index,
Dentalindex,
Denture-Hygiene-Index,
Dichotomer
Index,
DI-S,
Distal-Mesial-Plaque-Index,
DMF-Index, EIB,
Eismann Index,
EKF-Index,
Fazialindex,
Fluorose-Index,
Furkationsindex,
Gaumenhöhenindex,
Gaumenindex,
Gesichtshöhenindex,
Gesichtsindex,
Gingiva-Index,
Gingivablutungsindex,
Helkimo-Index (Mobilitätsindex),
ICDDAS-Index,
Irritationsindex (O'Leary),
Keratinisationsindex,
Little-Index,
Lobene Stain Index,
"Lussi-Index",
Marginal Line Calculus Index,
Maxilloalveolarindex (Oberkieferindex),
Mejare-Index,
Mesio-Distal-Index,
Miller-Klassen,
Morelli Index,
Mundhygiene-Status (Index),
Oraler Hygiene-Index OHI-S,
PAI-Index,
Papillenblutungsindex,
Papillenverlust - Klassifikation (papilla presence index, PI),
PAR-Index (Peer Assessment Rating Index),
parodontale Indizes,
Pell-Gregory-Klassifikation,
Periodontal Disease Index,
Pink Esthetic Score,
Plaque-Index (PI),
Plaquebildungsindex (PFRI),
PMA-Index,
Pont Index,
Prämolarenindex ,
PRI Index,
PSI,
Ramfjord_Index,
RCI-Index,
RDF-Index,
Russel Parodontalindex,
SiC-Index,
Sulkus-Blutungs-Index (SBI),
T-F Index, TSIF-Index,
Temporo-Mandibular-Index,
T-Health
Index,
Tonn Index,
TSIF-Index,
Unterkieferindex,
Volpe-Manhold Index,
Wyne
Index,
Zahnbogenindex,
Zahnsteinindex,
Zahnsteinoberflächen-Index,
Zungenbelagsindex,
Zygion-Alveolar-Index
Indikation, engl.: indication,
therapeutisches Vorgehen, Ergreifen einer bestimmten ("indizierten")
Maßnahme im Krankheitsfall. Gegenteil:
Kontraindikation
Indikatorpaste
Indikatorlack, engl.: indicator paste (paint); Substanzen zum
Auftragen, z.B. auf eine frisch eingegliederte
Prothesenbasis, um zu prüfen, an welchen Stellen diese nach kurzzeitigem
Einsetzen "weggedrückt" werden. Diese Stellen sind prädestiniert dafür, in
absehbarer Zeit eine
Druckstelle zu entwickeln und können so vorbeugend abgetragen werden.
Ebenfalls als Lack anwendbar bei Passproblemen von
Kronen:
der auf die Innenwände der Krone aufgetragene Lack reibt sich beim Versuch des
Einsetzens an den Stellen ab, an welchen die Krone "zu eng" ist. Wird statt
eines speziellen Lacks für diese Prozedur eine dünn fließende
Abdruckmasse auf Elastomer-Basis verwendet, so spricht man auch von
Innenabformung.
Indirekte Überkappung des
Zahnnervs, engl.: indirect pulp capping;
Calciumhydroxid,
Eugenol,
Tertiärdentin,
Überkappung,
Indirekte Unterfütterung einer
Prothese,
engl.: indirect relining;
Unterfütterung
Individualprophylaxe
auf den Einzelnen zugeschnittene Vorbeugung, engl.: individuale
prevention; im Gegensatz zur
Gruppenprophylaxe beim Einzelnen durchgeführte zahnärztliche
Prävention
in einer
zahnärztlichen Praxis; vereinzelt auch als "Professionelle Prophylaxe"
bezeichnet. Ab Ende des letzten Jahrhunderts auch Bestandteil in den
BEMA-Positionen der
Gesetzlichen Krankenkassen als sog.
IP-Positionen und
FU-Positionen geworden.

Inanspruchnahmeverhalten
Behandlung von (geistig) behinderten Patienten,
Gruppenprophylaxe,
Kariesprophylaxe,
Prävention,
Zahnmedizinische Prophylaxeassistentin (ZMP)
individueller
Abdrucklöffel
"Indivlöffel; engl.: individual impression cup; auf die
individuelle Kiefersituation angepasster Träger ("Löffel"), welcher zur Aufnahme
der
Abdruckmasse dient. Nur so kann bei präzisen Abformungen eine hohe
Genauigkeit erreicht werden, da die Abdruckmasse in jedem Kieferbereich eine
etwa gleiche Stärke aufweist und individuell ausgeprägte Kiefersituationen - im
Gegensatz zum "Konfektionslöffel"
(industriell vorgefertigte Schablonen aus Metall oder Kunststoff) - sicher
erfasst werden.
Abdruck,
Funktionsabdruck,
Schreinemakers-Methode,
Vorabdruck
indolent, engl.: do. or painless; nicht
schmerzhaft, unempfindlich gegenüber
Schmerzen
Induration, lat. durus = hart, engl.: do.;
diffuse oder umschriebene krankhafte Verhärtung eines Gewebes, z.B. bei einer
Aktinomykose.
infaust, ungünstig, schlecht, engl.: do.
o. unfavorable; z.B. wird eine unheilbare
Tumorerkrankung als "infaust" bezeichnet.
Infektion
Ansteckung, engl.: infection; Eindringen von
Mikroorganismen in den Körper, häufig auch gleichgesetzt mit einer
Infektionskrankheit oder
Entzündung.
Als
odontogene Infektion bezeichnet man eine Erkrankung, die vom Zahn selbst
(z.B.
Granulom,
Weisheitszahn) oder vom
Zahnhalteapparat (z.B.
Parodontitis marginalis,
Parodontalabszess) ausgeht bzw. durch Behandlungsmaßnahmen (z.B.
Zahnextraktion) verursacht wird.
Karies und entzündliche Zahnfleischerkrankungen (Parodontitis)
zählen weltweit zu den häufigsten Infektionskrankheiten.
Aerob-anaerobe Mischinfektionen sind die häufigste Ursache odontogener
Infektionen, allerdings steigt die Zahl reiner
anaerober Entzündungen an, worauf jüngere Studienergebnisse hindeuten. Die
Resistenzrate gegenüber
Penicillin ist dabei eher niedrig, Ausnahme stellen anaerobe gramnegative
Erreger dar.
Für die Therapie odontogener Infektionen schlagen (Eckert
AW et al.: Keimspektren und Antibiotika bei odontogenen Infektionen. Renaissance
der Penicilline? Mund Kiefer GesichtsChir 2005; 9: 369-376; BSMO, in
FVDZ-NewsLetter vom 16.1.06) folgende Strategien unter Berücksichtigung
regionaler Gesichtspunkte vor:
submuköse
Abszesse mittels Inzision und
Drainage behandeln, nur bei Ausbreitung
Antibiotikagabe
Logenabszesse mittels Inzision und Drainage behandeln, Antibiotikagabe - Mittel
der Wahl
Penicillin G oder V - u.a. bei Mehrlogenabszessen
bei schweren Grunderkrankungen (Immunsuppression) z.B. Amoxicillin, eventuell
zusammen mit Clavulansäure; alternativ
Clindamycin.
Infektionsprophylaxe:
Desinfektion,
Sterilisation, Impfungen und
Antibiotika
gelten als die Hauptbestandteile einer Infektionsvorbeugung. In der Mundhöhle
mit ihren unzähligen Erregern ist eine besonders gute
Mundhygiene ebenfalls eine gute und natürliche Prophylaxe.
Als
Superinfektion bezeichnet man eine erneute Infektion mit ähnlichen
Erregern bei noch bestehenden Erkrankung oder noch nicht genügender Bildung von
Abwehrstoffen.
Eine Sekundärinfektion (secondary infection) bezeichnet eine
zusätzliche Infektion mit einem anderen Erreger; z.B. eine bakterielle
Zusatz-Infektion bei einer Virus-bedingten Grippe.
Abszess,
Antibiotika,
Bakteriämie,
Endokarditisprophylaxe,
Hyperinfektion,
Immunsuppression,
nosokomiale Infektion,
Schmierinfektion,
Tröpfcheninfektion,
Virulenz
inferior, engl.: do.; untere(r), niedere(r);
Zahnflächen
Infiltrat
engl.: infiltrate; Bez. für Stoffe, die sich in gesundem Gewebe ein- oder
anlagern, wie z.B. Bakterien, Flüssigkeiten, Fremdkörper, Zellen, Blut mit der
histologischen Unterscheidung nach der Art der Körperreaktion (z.B. eitriges
Infiltrat als Vorstufe eines
Abszesses).
Bez. auch für Medikamente, die man in den Körper einbringt (z.B.
Lokalanästhetika =
Infiltrationsanästhesie).
Abszess,
Druckschmerz,
Exsudat,
Herderkrankung
Infiltrationsanästhesie
lokale Schmerzausschaltung, nicht ganz korrekt auch:
terminale Anästhesie, "örtliche Betäubung", "Spritze", engl.:
infiltration anaesthesia; Unterform der
Lokalanästhesie: Durch Einbringen eines
Lokalanästhetikums unter die Schleimhaut in das Gebiet der
Wurzelspitze eines Zahnes erfolgt mittels Diffusion der Lösung,
durch den Knochen hindurch, eine Blockade der feinen afferenten (von der
Peripherie zum Zentralnervensystem verlaufenden) Nervenbahnen, es wird
auch von einer "pulpalen Infiltrationsanästhesie" gesprochen.
Die I. gilt in der
ZHK als das Standard-Betäubungsverfahren im Oberkiefer und im
Unterkiefer etwa bis zum
Zahn 5 (2. kleiner
Prämolar), ebenso im gesamten
Milchgebiss. Eine Betäubung der Molaren des Unterkiefers ist wegen
der
Kompaktheit des Kieferknochens - hier ist keine Knochendiffusion
möglich - nur mit einer
Leitungsanästhesie und/oder anderen Techniken (z.B.
intraligamentäre
Anästhesie) zu erreichen.
Betäubt werden meist der betroffene Zahn und die beiden
Nachbarzähne als Folge einer lokalen I.
Zum Wirkungseintritt s.u.
Lokalanästhesie.
Anästhesie,
Aspiration,
Lokalanästhesie,
Spritzenabszess |

|
infiltrieren, engl.: infiltrate;
durchdringen, durchtränken;
Infiltrat,
Infiltrationsanästhesie
Inflammation, engl.: do.; vom lat.: Brand,
Glut; Synonym für
Entzündung
Informationsmaterial
über Zähne, Aufklärungs-/Patientenbroschüren, engl.:
informative (material) over teeth; auf dem Markt befinden sich
eine Vielzahl von Informationsmaterialien. Anlaufadressen sind bei kostenlosen
Infos Zahnarztpraxen, die
Arbeitsgemeinschaften für Jugendzahnpflege (bei den Gesundheits- oder
Landratsämtern angesiedelt), die
Krankenkassen und die
Zahnärztekammern. Die nachfolgenden Nennungen stellen eine kleine Auswahl,
aber keine Wertung dar:
- Ratgeber "Zähne" der Stiftung Warentest, vollkommen überarbeitete
und aktualisierte Neuauflage (2004), informiert objektiv und ausgewogen über
Mundgesundheit und Zähne: Von der richtigen Pflege und Vorsorge über die
aktuellen Behandlungsmethoden und Materialien bis zur Zahnkosmetik. Für
Eltern besonders interessant sind die Kapitel "Zahn- und
Kieferregulierungen" sowie "Mutter, Baby, Kind". Dieses Buch kann das
Gespräch mit dem Zahnarzt nicht ersetzen. Aber es verschafft den Lesern
einen einen klaren Überblick, damit sie die richtigen Fragen stellen
können...
12.95 € bei der Stiftung
Warentestoder im Buchhandel
- “Kinder können Zähne zeigen” von der
ZMF Eva Lachner geht gründlich und trotzdem allgemeinverständlich auf
die Zahnbelange der Kleinen ein und gibt nicht nur den Eltern wertvolle
Tipps zur Zahngesundheit. Im Anhang befindet sich eine umfangreiche,
tabellarische Zusammenstellung in Form einer Zuckerliste oder eine
Marktübersicht über empfehlenswerte Kinder- und Jugendlichenzahnpasten. Das
Buch ist im Jopp-Oeschverlag (CH) unter der ISBN 3-0350-5075-9 erschienen
und kostet 12.90 €.
- Der
Verein für Zahnhygiene ist eine ausgezeichnete
Adresse für Aufklärungs-, Lehr- und Lernmaterialien, welche sich preislich
an den Gestehungskosten orientieren.
- Das
Forschungsinstitut für
Kinderernährung Dortmundgibt wertvolle Tipps und weist auf
Veröffentlichungen zum Thema "Kinderernährung" hin
-
Stillen
und Beikost - klare Empfehlungen für Eltern durch die Fachgesellschaften
von Ärzten, Hebammen und Ökotrophologen.
infraalveolär
engl.: infraalveolar; unterhalb der knöchernen Begrenzung (Limbus
alveolaris) der
Alveole gelegen. Bez. gebräuchlich als infraalveoläre Tasche =
Knochentasche
Infradentale
Id, engl.: do.; Referenzpunkt bei der Schädelvermessung (Kephalometrie):
Schnittpunkt der Vorderkante des unteren
Alveolarfortsatzes und der Medianebene, die zwischen den mittleren
Schneidezähnen liegt.
infrakrestal, unterhalb des
Arcus
alveolaris (Limbus alveolaris) gelegen ;
krestal
Infrakrestalplatik
Verbreiterung des
Alveolarfortsatzes durch Auffüllen von
unter sich
gehenden Bezirken mit
Knochenersatzmaterialien, z.B. mit
Hydroxyl-Apatit. Gilt als
chirurgisch-präprothetische Maßnahme zur Verbesserung des
Prothesenlagers
Alveolarkammplastik,
krestal
Infraktur
korrekt: Infraktion, Kroneninfraktion, engl.: infraction,
Cracked-tooth-Syndrom; unvollständiger Zahn- o. Knochenbruch ("Knochenfissur",
hair-line fracture), die Bruchstücke erfahren dabei keine Lageveränderung
(Dislokation).
Bei festem Zubeißen auf den betroffenen Zahn können erhebliche Schmerzen
auftreten, falls dieser
vital ist. I. sind im Zahnbereich
röntgenologisch im Gegensatz zu vollständigen Frakturen kaum darstellbar,
weshalb die
Diagnose meist nur klinisch erfolgen kann.
intra-radicular splinting,
Kieferbruch,
Schraubenaufbau,
Zahnfraktur
Infrarotlicht, Infrarotlampe, engl.: infrared radiation;
Wärmetherapie
Infrawölbung
engl.: infra-curvature; der Bezirk einer Zahnkrone, der unter
ihrem breitesten Umfang ("Äquator")
liegt. Der Bezirk darüber wird als Suprawölbung bezeichnet.
Wichtig beim Anfertigen von
Klammern: Mindestens ein Teil des Klammerarms muss in der
Infrawölbung liegen, um einen Halt am Zahn zu bieten.
Äquator,
Klammer,
Klammerarm,
Zahnhalsklammer |

|
Infrawölbungsklammer,
Infrawölbung,
Zahnhalsklammer
Infusion
Perfusion, engl.: do.; vom lat. infusio = Aufguss; bezeichnet
allgemein die Zufuhr von Flüssigkeiten in einen Körper; in der Medizin für die
flüssige Zufuhr (in die Arterie, Vene, unter die Haut oder in den Knochen) von
Medikamenten
oder Körperflüssigkeitsersatz ("Volumengabe", "Volumensubstitution") gebraucht;
unter Laien in der Regel mit einer intravenösen Infusion
gleichgesetzt.
Zum Einsatz kommen meist Schwerkraft-Tropfflaschen (durchsichtige Tropfkammern),
deren Fließgeschwindigkeit über eine Schlauchklemme geregelt wird.
Ingestion, engl.: do. ,
Nahrungsaufnahme; Aufnahme eines Stoffes über die Nahrung oder den
Verdauungstrakt.
Ingrediens
pl.: Ingredienzen, Bestandteil, Komponente, engl.: ingredient; in
der Medizin gebräuchlich für den Bestandteil (egal ob Wirk- oder
Begleitsubstanz) einer Arznei;
Pharmakon
Inhalationsnarkose
engl.: inhalation anesthesia; allgemeine Betäubungsart, bei welcher das
Gas (z.B. Halotan
oder
Lachgas) zusammen mit anderen Gasen (Sauerstoff, Stickstoff) über eine Maske
("Maskennarkose" bei Kurzeingriffen ohne erhöhte Aspirationsgefahr, in
der ZHK
ohne Bedeutung) oder über einen Schlauch, direkt in die Luftröhre eingeführt (
Intubationsnarkose), verabreicht wird.
Wegen der hohen Dosierung bei alleiniger Verabreichung meist in Kombination mit
einer Injektionsnarkose durchgeführt.
Lachgasanästhesie,
Narkose
Inhibitor, Hemmer, Stabilisator;
engl.: do.; Substanz, welche eine chemische Reaktion verlangsamt oder ganz
unterbindet
Inion
engl.: do.; Messpunkt bei der
Schädelvermessung: Vorsprung der Protuberantia occipitalis externa
(Vorsprung in der Mitte der Squama occipitalis; hier setzen der
M.
trapezius und das Ligamentum nuchae an).
Medianebene
Initialbehandlung
Initialtherapie, engl.: initial treatment, initial therapy;
Ausdruck in der
ZHK gebräuchlich bei der parodontalen Vorbehandlung. Gemeint ist
damit die Vor- oder Akutbehandlung einer entzündlichen
Zahnfleischerkrankung vor der eigentlichen
Parodontalbehandlung: Behandlung einer akuten
Gingivitis,
Zahnsteinentfernung, Beseitigung sonstiger krankheitsauslösender Faktoren ("Reizfaktoren",
z.B. schlecht angepasste Kronen- und Füllungsränder),
grobe Anleitung und Motivation zu einer gründlichen
Mundhygiene. Erst nach Abklingen der akuten Beschwerden bzw. nach
Überprüfung, ob eine Mitarbeit (Compliance)
zu erwarten ist, kann mit der eigentlichen Befunderhebung und Therapie - falls
nötig - begonnen werden.
Parodontalbehandlung
Initialkaries
initiale Schmelzkaries, Kariesinitial, beginnende Karies,
(Schmelzkaries,
Schmelzläsion), engl.: incipient caries o. initial
caries; Bezeichnung für eine Kariesform, welche sich noch
oberflächlich im Schmelz befindet und sich als kreidige Verfärbung, dem
White Spot (bei leichten Verfärbungen:
Brown
Spot), darstellt. Die Schmelzoberfläche ist angeraut, es ist
aber noch keine
Kavitation ("Loch") zu erkennen; als echter Kariesbefall im Sinne
eines
DMF-T Wertes gelten derartige oberflächliche Veränderungen noch
nicht. Eine gute
Mundhygiene,
Remineralisation/Regeneration
durch den
Speichel und zahnärztliche Maßnahmen (z.B.
Fluoride, antibakterielle Gelées,
Fissurenversiegelung, in jüngere Zeit auch viel versprechende
Ergebnisse mit
Hydroxylapatit) können häufig noch eine natürliche Ausheilung der
I. bewirken.
Schwer zu unterscheiden ist die I. oft von einer unterminierenden
Karies, bei welcher der Zahnschmelz fast intakt erscheint, sich die
Karies aber schon tief ins Dentin vorgearbeitet hat (
Hidden Caries). Zur Abgrenzung haben sich
spez. Röntgenaufnahmen oder neuere Verfahren zur Karieserkennung
(z.B.
Diagnodent) bewährt.
Brown
Spot,
Fissurenversiegelung,
Karies,
Kariesklassifikation,
Präkaries,
Primärkaries,
Remineralisation,
restitutio ad integrum,
White Spot |

I. an den Zahnhälsen der Frontzähne
(mangelnde Zahnpflege;
Gingivitis)
|
Injektion
"Einspritzen", engl.: injection; mit Druck verbundenes Einbringen
von therapeutischen Flüssigkeiten (Medikamenten)
ins Körpergewebe meist mittels einer feinen Hohlnadel (Injektionskanüle,
Kanüle) mit einer Länge zwischen 25 bis 42 mm; in der
ZHK gemeinhin als "Betäubungsspritze" bekannt.
Nach dem Einbringungsort werden versch. I.-Arten unterschieden, z.B.:
in eine Arterie, intraarteriell = i.a.
in eine Vene, intravenös = i.v.
in einen Muskel, intramuskulär = i.m.
unter die Schleimhaut, in das Unterschleimhautgewebe, submukös = s.m.
in die Haut, intracutan = i.c.
unter die Haut, in das Unterhautgewebe, subcutan = s.c.
in das Zahnligament = intraligamentäre
Anästhesie
in den Knochen = intraossäre Anästhesie
fraktionierte Injektion = Nachspritzen eines
Lokalanästhetikums; in der Regel bei größeren Eingriffen
Nicht durchsetzen konnten sich bisher (2007) nadellose Injektionssysteme,
wie sie neuerdings bei der Zufuhr von Impfstoffen und Insulin in der
Humanmedizin eingesetzt werden. Problematisch ist dabei das dichte Aufsetzen des
Injektors auf der Unterlage. Letzteres Hindernis wurde durch die Einführung
eines Silikonaufsatzes zumindest teilweise gelöst. Das laute Geräusch im
Kopfbereich bei der Auslösung der Injektion, mit dem die Lösung durch die
Schleim- und Knochenhaut hindurch mit hohem Druck appliziert wird, stößt
besonders bei Kindern und ängstlichen Patienten selten auf große Akzeptanz.
fraktionierte
Lokalanästhesie (Injektion), Injektionsnekrose,
Lokalanästhesie,
Luer,
Nadelbruch
Nadelstich-Verletzungen:
Tipps für Praxischef
Injektionsnekrose
engl.: injection necrosis; in der
ZHK
äußerst seltene Komplikation nach einer submukösen
Injektion. Es bildet sich um die Injektionsstelle herum ein
nekrotischer Bereich.
Vorkommen meist am Gaumen, wenn die Injektionsflüssigkeit unter großem Druck
eingebracht wurde.
Injektionsverfahren;
Prothesenbasis
Inklination , engl.: inclination;
Neigung oder
Kippung der
Zahnachse; seltener gebraucht für eine Neigung der
bukkalen
Höcker von
Molaren oder der Neigung des
Kieferwinkels.
Unter Proklination wird eine nach
anterior (nach
vorn) abweichende
Zahnachse verstanden
Abweichung,
Angulation,
Fehlstellung von Zähnen,
rekliniert,
Zahnmerkmale
Inklusion
Einengung, Einschluss, engl.: inclusion; in der ZHK
Ausdruck gebraucht im Sinne einer Reinklusion eines Zahnes, d.h.,
der Zahn befand sich ursprünglich in einem Normalstand zur
Okklusionsebene hin und wurde dann durch die Nachbarzähne wieder in
den Kieferknochen gedrückt. Vorkommen hauptsächlich bei den 2.
Milchmolaren (Zahn
V), welche nach dem Durchbrechen der bleibenden Nachbarzähne (Zahn 4
und 6) bei Platzmangel und Wurzelresorptionen nicht mehr an der
Gebissentwicklung teil nehmen.
Infraokklusion
(Depression) |

persistierender
u. intrudierter
Milch-Backenzahn |
INKO
Abk. von Investitions- und Kostenberatungsprogramm; das in
Zusammenarbeit zwischen Organisationen der Heilberufe und der Deutschen
Apotheker- und Ärztebank entwickelte interaktive EDV-Programm versteht sich als
erste Entscheidungshilfe vor einer
Niederlassung.
Durch INKO wird es ermöglicht, die Auswirkungen von wirtschaftlichen
Entscheidungen bei der Praxisgründung/-übernahme überschaubar zu machen und
mögliche Risiken darzustellen.
inkompatibel, engl.: incompatible;
(untereinander) unverträglich
Inkorporation
inkorporiert, engl.: incorporation, incorporated;
Einsetzen, Eingliedern eines Fremdkörpers in das Körperinnere; in der
ZHK gebräuchlich für das (erfolgreiche) Einsetzen (und der Adaptation des
Organismus daran) eines
Zahnersatzes oder eines
Implantats ("erfolgreich inkorporiert").
Inkrementtechnik;
Sandwichtechnik
Inlay
Einlagefüllung, engl.: do.; aus
hochgoldhaltigem Edelmetall ("Gold-Inlay",
Goldguss-Füllung) oder aus kosmetischen Gründen aus Keramik (
"Keramik-Inlay"),
einer Kombination beider Werkstoffe (
"Galvano-Inlay")
oder
Komposite (
Komposite-Inlay) gefertigt; aufwendige
Präparationsart. Ein I. ist im Gegensatz zum
Onlay vollständig im Zahn mittels
Befestigungszement verankert und überdeckt keine
Höcker - die
Kaufläche ist somit nicht vollständig bedeckt. Besonders die
Gold-Inlays zählen zu den dauerhaftesten und erprobtesten
Reparaturmaßnahmen am Zahn überhaupt - Haltbarkeitszeiten von 1 - 2
Jahrzehnten und mehr sind die Regel. Durch spezielle Poliermethoden
lässt sich der technisch bedingte Spalt zwischen Füllung und Zahn bei
Metallfüllungen minimieren ("anfinieren");
ebenfalls tragen besondere Präparationsarten (
Federrand) zu einem optimalen
Randschluss bei.
Die Übergänge von I. zu
Onlays und
Overlays sind fließend.
Die Inlay-Präparation (inlay-preparation) erfolgt (zur
optimalen
Retention) möglichst überall parallelwandig (
Kastenpräparation,
Ausblocken), ggf. Abschrägung am Rand (
Federrand) und der Beseitigung angeschliffener Schmelzprismen.
Unter sich gehende Stellen werden entweder im Mund durch die
Unterfüllung oder eine
Aufbaufüllung korrigiert bzw. im
Labor
aufgefüllt ("ausgeblockt").
Die Inlayabformung (inlay-impression) erfolgt nach
Präparation mit
Präzisionsabformmassen; die Herstellung des I. selbst erfolgt
in der Regel in einem
Dentallabor = indirektes Inlay (indirect method for making
inlays). Heute nur noch wenig gebräuchlich und auf Metall-Inlays
und/oder auf kleine
Kavitäten beschränkt ist die direkte Abformung (mittels Inlay-Wachs)
des Gussobjektes im Mund = direktes Inlay (direct method for
making inlays;
Abdruckarten). Hierbei wird im Mund die Kavität mit erhitztem
Inlay-Wachs aufgefüllt, an der Oberfläche der Kaufläche angepasst und
diese Wachsform dann in einem Labor
eingebettet und mit einer erhitzten
Legierung "ausgegossen". Es entfällt bei dieser Methode die
aufwendige
Modellherstellung.
ausgezeichneter
Randschluss; sehr langlebig, Anfertigung außerhalb des Mundes
(Ausnahme:
Cerec o. ähnliche Verfahren);
wenig zahnsubstanzschonend, mindestens 2 Zahnarztbesuche, teuer (~ 400 -
600,- €)
aktives Zementieren,
Amalgamalternativen,
anfinieren,
Federrand,
Goldhämmerfüllung,
Gussfüllung,
Haltbarkeit von Inlays vs. Teilkronen,
Haltbarkeit verschiedener Füllungsmaterialien und Techniken im
Seitenzahnbereich,
Haltbarkeit von zahnärztlichen Arbeiten,
Höckerschutz,
Kastenpräparation,
Kavitätenpräparation,
Kegelstumpfinlay,
Keramikinlay,
Komposit-Inlay,
Onlay,
Overlay,
Pinlay,
Scheibenschliffpräparation,
Sofortinlay,
Teilkrone,
Tucker-Technik,
Verblockung
|



"Inlaystaße"

Abgrenzung:
Inlay, Onlay,
Teilkrone
|
Inlaybrücke, inlay-bridge;
Brücke
Inlayklammer
engl.: inlay-clasp; Bezeichnung mit zweierlei Bedeutung:
Klammerart, bei der die Auflage in einer zuvor eingearbeiteten Vertiefung des
Inlays liegt
Klammerarm im sichtbaren Bereich, der kurz und klein gehalten und der Form eines
Inlays angepasst ist; dadurch soll der
Eindruck vermittelt werden, als würde sich an diesem Zahn keine Klammer
(optischer Hinweis auf einen herausnehmbaren Zahnersatz), sondern ein Inlay
befinden.
Inlay,
Klammer
Innenabformung, engl.: internal
impression (?);
Indikatorpaste
Innenbogen
engl.: inner arch;
lingual
(zungenwärts, im Unterkiefer) oder gaumenwärts (palatinal,
im Oberkiefer) an den Zähnen des Kiefers befestigter Draht im Rahmen
einer (festsitzenden) kieferorthopädischen Behandlung (sog. "Lingualtechnik").
Die Einführung der Lingualtechnik begann Ende der 70er Jahre des letzten
Jhds. Hilfreich war dabei die ebenfalls zu dieser Zeit sich
durchsetzende
Schmelz-Ätz-Technik.
Brackets,
Multiband-Apparatur |

|
Innenkonus
Innenteleskop, Primärkrone, Innenkrone, engl.: inner
conus or inner telescope crown; das Primärteil ("Innenteleskop"),
welches fest auf den Zahn zementiert wird.
Teleskopkrone
inneres Saumepithel
engl.: inner dental epithelium; heute nicht mehr gebräuchliche Bez. für
die in der
Zahnfleischtasche befindliche unverhornte Gingivabegrenzung. Heute ersetzt
durch: orales Sulkusepithel
Saumepithel,
Sulkus
INR-Wert, International Normalized Ratio,
Prothrombinratio; von der
WHO
empfohlener Blutgerinnungstest
Quick-Wert,
Insalivation,
engl.: do.; Einspeichelung (der Nahrung) ;
Kauakt,
Speichel
Insertion
Hineinpflanzen, engl.: do.; Begriff in der
ZHK gebräuchlich für das chirurgische Setzen von Implantaten ("Implantatinsertion");
Implantat,
Pilotbohrung
Insert
Insert-Füllung, Inserts, engl.: do.;
keramische Füllkörper zur Verbesserung der Füllungsqualität und/oder
des
Randschlusses bei
Kompositfüllungen. Grundgedanke dieses Systems ist eine Verringerung
des bis zu einer
vierprozentigen Schrumpfung unterliegenden Komposite-Anteils durch
das Einbringen vorgefertigter (nicht mehr schrumpfender) industriell
gefertigter Keramik-Körper aus "Beta-Quartz" verschiedener
Standard-Größen (sog. "Inserts"). Die I. werden nach
entsprechender Vorbehandlung in eine noch nicht polymerisierte
Komposite-Füllung eingepasst. Dadurch verringert sich die Dimension der
absoluten Schrumpfung erheblich.
Als Ergebnis einer Studie der Kölner Universität (Vilehr, 2002) sind
I. nur bedingt zu empfehlen; dies besonders wegen Abplatzungen und
Brüchen der Keramik. In der Praxis haben sich I. bisher (2013)
nicht durchgesetzt.
Fournierfüllung,
Kegelstumpfinlay |

|
Inspektion
engl.: inspection; gründliches Betrachten einer krankhaften Veränderung
bzw. des Zustands eines Patienten; meist kombiniert mit einem Betasten (
Palpation) und Abhören (
Auskultation). Zählt zu den klassischen medizinischen Befunderhebungen und
betrifft in der
ZHK neben dem allgemein sichtbaren Körperbefund besonders die I. der
Zähne, des Zahnfleischs, der Zunge, des Gaumens und sonstigen
Schleimhautbereiche in der
Mundhöhle.
Diagnose,
Untersuchung,
Zahnstatus
Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ)
IDZ
Institut für Qualität
und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG); wurde im Zuge der
Gesundheitsreform am 1. Juni 2004 als eine Einrichtung der Stiftung für Qualität
und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen gegründet und ist im Auftrag des
Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) oder des Bundesgesundheitsministeriums
(BMG) tätig. Finanziert wird das IQWiG durch Zuschläge für stationäre und
ambulante medizinische Leistungen, die überwiegend von der Gesetzlichen
Krankenversicherung (GKV) erstattet werden.
Zu den Instituts-Aufgaben gehört unter anderem die Bewertung von Operations- und
Diagnoseverfahren, Arzneimitteln sowie Behandlungsleitlinien. Auf der Basis der
evidenzbasierten Medizin erarbeitet das IQWiG außerdem die Grundlagen für neue
Disease Management Programme (DMP) - strukturierte Behandlungsprogramme für
chronisch Kranke. Das Institut trägt so dazu bei, die medizinische Versorgung in
Deutschland zu verbessern. Der umstrittene ehem. Leiter Peter Sawicki wurde 2010
durch Jürgen Windeler abgelöst.
Qualitätsinstitut
Instrumentendesinfektion
Instrumentensterilisation (unter dem Gesichtspunkt hygienischer
Risikofaktoren); zahnärztliche Behandlungsinstrumente werden z.B. nach Spaulding
( J. Hosp. Res. 1972 ; 9 : 5–31) unter hygienischen
Gesichtspunkten in Risikofaktoren eingeteilt:
| Kategorie |
Beschreibung |
Anspruch an
Desinfektion/Sterilisation |
| Kritische
Instrumente |
Hohes Infektionsrisiko
durch kontaminierte Instrumente. Verwendung der Instrumente in
normalerweise sterilen anatomischen Bereichen (Organe, Blutbahn).
Beispiele : Nadeln, Skalpelle, Implantate, Dialysemembranen |
Sterilisation
; wenige Ausnahmen : high level Desinfektion |
| Semikritische Instrumente |
Infektionsrisiko durch
kontaminierte Instrumente geringer. Verwendung der Instrumente in
nicht sterilen Bereichen mit typischerweise Schleimhautoberfläche.
Beispiele : Endoskope, Endotrachealtubus, Spekula |
High level
Desinfektion ; für gewisse Instrumente Sterilisation einfacher.
(Alternativen : chemisch-thermische Desinfektion, Dampfdesinfektion) |
| Nicht
kritische Instrumente |
Infektionsrisiko gering.
Direkter Kontakt nur mit intakter Haut. Beispiele : Gesichtsmaske,
Blutdruckmanschette, EKG-Elektroden |
Reinigung
(Wasser, Detergentien). Low level Desinfektion bei Kontamination
durch Körperflüssigkeit |
Flussdiagramme: (© Copyright by Arbeitskreis Qualität
Oktober 2003)

Ab 2006 gelten in D entsprechende RKI-Empfehlungen, wobei "Semikritische
Produkte" nochmals in Gruppe A und Gruppe B unterteilt werden. Näheres unter
Hygiene
Desinfektion,
Hygiene,
Sterilisation
Instrumentieren
engl.: passing instruments; Oberbegriff für die manuelle Tätigkeit einer
zahnärztlichen Mitarbeiterin während einer
Behandlung.
Gemeint ist damit das Bereitstellen und -halten, das Reichen an und das Abnehmen
der Instrumente von dem Behandler.
integrative Medizin
engl.: integrative medicine; vom Amerikaner Dr. med. Edward Taub
geprägter Begriff. Bezeichnet werden solle damit "die ganzheitliche Anwendung
mehrerer Heilverfahren." bzw. die "ganzheitlich-systemische Beurteilung des
Patienten". Er hatte die Vorstellung von "Gesundheitshäusern" (statt
Krankenhäuser), worin Schulmediziner, Hypnose-Therapeuten, Psychologen,
Chiropraktiker, chinesische Mediziner, Akupunkteure und Energie-Heiler
zusammenarbeiten und voneinander lernen. In D ist dieser Begriff nicht eindeutig
definiert und wird so verschieden gebraucht:
1.) Im Verein für Integrative Medizin e. V. treffen sich Ärzte,
Wissenschaftler und medizinische Fachkräfte aus verschiedenen Bereichen, mit dem
Ziel durch Zusammenarbeit ärztliche Betreuung für den Patienten möglichst
effizient zu gestalten. Im Fokus stehen nicht nur einzelne Körperregionen,
sondern immer der Mensch als Ganzes.
2.) verbindet moderne schulmedizinische Errungenschaften mit dem
wissenschaftlich gesicherten Erfahrungsschatz der klassischen
Naturheilverfahren. Neben klinischen Verfahren wie z.B. schulmedizinischer
medikamentöser Behandlung, Injektionen, Infusionen, klassischer Physiotherapie,
Lymphdrainage, Massagen oder evtl. Operationen kommen regulative Verfahren in
Frage wie z.B.:
Akupunktur, Pflanzenheikunde (Phytotherapie),
Ernährungsberatung, Chiropraktik, Neuraltherapie, Magnetfeldtherapie,
Homöopathie,
Mikrobiologische Therapie, Bewegungstherapie.
br>
3.) Der Begriff integrative Zahnmedizin (engl.: integrative
dentistry), wurde erstmals von Christoph Arlom, MSc im GZM Journal 4/2005
geprägt. Er fordert u.a.: "Endpunkt einer Integration ist die
ganzheitlich-systemische Beurteilung des Patienten." Andere Zahnärzte bevorzugen
den Begriff "systemische Zahnmedizin"
alternative Behandlungsmethoden,
Ganzheitliche Zahnmedizin,
Holodontie,
Naturheilverfahren,
Odonton,
Schulmedizin,
Wechselbeziehungen
Integrierte Versorgung
IV, "Praxisnetze", engl.: integrated care;
Schlagwortbezeichnung aus der
Gesetzlichen Krankenversicherung für eine interdisziplinäre Behandlung
("interdisziplinäre-fachübergreifende Versorgung" ohne nähere Definition des
Begriffes "fachübergreifend")
mit einer engen Kooperation unterschiedlicher medizinischer Gesundheitsberufe
(z.B. Haus- und Fachärzte, Zahnärzte, ärztliche und nichtärztliche
Leistungserbringer, Krankenhäuser, Gesundheitszentren, Vorsorge- und
Rehabilitationseinrichtungen, Arztnetze). Näheres ist im
§
140, SGB V geregelt. Sie gilt in D als erster Schritt des Gesundheitswesens
hin zu einer
Managed Care.
Mit dem GKV-WSG
(Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs in der Gesetzlichen Krankenversicherung,
2007) und einer Konkretisierung des §140a/b sollen Effizienzgewinne
(Kosteneinsparungen) im zahnärztlichen Bereich besonders beim Zahnersatz
erreicht werden. Angestrebt werden besonders von Kassenseite Vereinbarungen
zwischen
Krankenkasse,
Vertragszahnarzt und einem
Zahntechniklabor mit oder ohne Beteiligung einer
KZV. Mit über 6.400
Verträgen, einem Umsatzvolumen von gut 800 Millionen Euro erreichte die IV in
2008 ihren vorläufigen Höhepunkt.
Im Gegensatz dazu versteht man unter Intergrationsmodellen sog.
Einkaufsmodelle
Claridentis,
Gesetzliche Krankenversicherung,
Selektivvertrag,
Sicherstellungsauftrag,
Versorgungsauftrag,
Vertragsarztrechtsänderungsgesetz
Interalveolärlinie
Kammverbindungslinie, engl.: interalveolar line; virtuelle
Linie, welche durch die
Kieferkamm-Mitte von Ober- und Unterkiefer in einem zahnlosen Kiefer
verläuft. Die Bedeutung dieser Linie besteht darin, dass sich die
künstlichen Zähne im Backenzahnbereich aus statischen Gründen auf oder
innerhalb dieser Linie befinden sollten, damit Kippeffekte vermieden
werden.
Interalveolärwinkel: Interalveolärlinie und
Okklusionsebene bilden den Interalveolärwinkel (interalveolar
arch), auch als Kammstellungswinkel bezeichnet. Es gilt beim
Aufstellen künstlicher Zähne von der Statik her:
Ist der Winkel < 80°, sollten die Backenzähne im
Kopfbiss, ist der Winkel < 70° im
Kreuzbiss aufgestellt werden.
Okklusion |

|
interdental, engl.: do.; Lagebezeichnung
für zwischen den Zähnen befindlich, gelegen.
Interdentalraum,
interproximal,
Zahnflächen
Interdentalbürstchen
Zahnzwischenraumbürste, engl.: interdental brush; feine Bürsten
mit Kern aus Draht ("Pfeifenreiniger") zur optimalen Reinigung schwer
zugänglicher Stellen zwischen den Zähnen (
Interdentalraum), unter
Brücken und
Stegen
und an
Implantaten; zusätzlich wird eine Stimulation der
Interdentalpapille erreicht.
Anwendung sollte nur nach vorheriger Instruktion in einer Zahnarztpraxis zu
Hause durchgeführt werden, da bei unsachgemäßem Gebrauch Schäden an Zahn und
Zahnfleisch auftreten können. Die richtige Größe kann mit einer IAP
Mess-Sonde (Interdental Access Probing) ermittelt werden (siehe Abb.), da
eine zu kleine Bürste ungenügend reinigt und eine zu große entweder nicht passt
oder Verletzungen bewirkt.

SOLL und IST beim
jährlichen Verbrauch
Munddusche,
Wurzeleinziehung,
Zahnseide
Interdentalhölzer
medizinische "Zahnstocher", engl.: interdental pick,
toothpick; dreieckig geformte Hölzchen aus splitterfreiem Material (z.B.
Balsaholz) zur groben Reinigung des
Interdentalraums und Stimulation der
Interdentalpapille.
Zahnhölzchen
Interdentalkaries, Zahnzwischenraumkaries, engl.: interdental space caries;
Approximalkaries,
Kariesdiagnostik
Interdentalkeil, Matrizenkeil,
engl.: interdental wedge;
Matrize
Interdentalklammer,
Pfeilklammer
Interdentalpapille
Papille, engl.: interdental papilla; der Teil der
Mundschleimhaut (Gingiva),
welcher zwischen den Zähnen liegt und im gesunden
Gebiss den Zahnzwischenraum weitestgehend ausfüllt. Im
Molarenbereich durch den Papillensattel konkav ausgebildet.
Knöcherne Unterlage der I. ist das interdentale Knochenseptum ("Interdentalseptum").
Bei
Parodontalerkrankungen ist die I. häufig stark verkleinert
oder fehlt ganz.
Gingiva,
Gingivarandschnitt,
Interdentalraum,
Interdentalstimulator,
Kontaktpunkt,
Miller-Klassen,
Papilla,
Papillenblutungsindex,
Papillennaht,
Papillenverlust - Klassifikation (papilla presence index, PI),
Pink Esthetic Score,
Randleiste,
Sattel (Col),
Schwarzes Dreieck,
Zahnhölzchen,
Zahnfleischnische |

Anatomie / Begriffe
des Zahnhalte-apparates
|
|
|

Schädigung der Papille durch überstehende
Füllung |
Interdentalpapillenverlust;
Papillenverlust - Klassifikation (papilla presence index, PI)
Interdentalraum
Spatium interdentale, Approximalraum, Zahnzwischenraum,
Interdentalbereich, Interdentium, engl.: interdentium,
geleg. auch embrasure; Raum zwischen den
Approximalflächen zweier benachbarter Zähne, welcher nach
okklusal
durch den
Kontaktpunkt und
apikalwärts
durch die höchste Stelle des
Interdentalseptums begrenzt wird.
Da der normalen
Mundhygiene und der natürlichen Selbstreinigung nur schwer
zugänglich, ist der I. ein bevorzugter Ort (=
Prädilektionsstelle) für ein Einnisten von
Bakterien mit der Folge einer
Karies- oder
Zahnfleischerkrankung. Ein voll bezahntes Gebiss (incl. der
Weisheitszähne) hat 30 Zahnzwischenräume.
Zur Reinigung des als kritisch angesehen Gebiets stehen als
Hilfsmittel neben
Zahnseide unter anderem
medizinische Zahnhölzchen und Interdentalraumbürsten zur Verfügung.
Mit beiden Methoden können die
Plaqueindizes deutlich gesenkt werden; zwischen Zahnhölzchen- und
Zahnseide-Gruppe konnten bei Untersuchungen keine signifikanten
Abweichungen gefunden werden.
Interdentalraumbürsten gelten als besonders effektiv, da sie auch
schwer zugängliche Oberflächenkonkavitäten (z. B. bei
Wurzeleinziehungen) reinigen, die von Zahnseide nicht erreicht werden
können. Einfache Zahnstocher sind hingegen als weniger effektive
Hilfsmittel mit erhöhtem Verletzungspotential anzusehen.
Innovativ sind die neuen Zahnzwischenraumbürsten aus der
elmex Forschung
Die neuen Interdentalbürsten haben im Unterschied zu herkömmlichen
Zahnzwischenraumbürsten einen dreieckigen Querschnitt. Sie sind damit
optimal an die Form des Zahnzwischenraumes angepasst. Die Bürstchen gibt
es in sechs verschiedenen Größen mit Außendurchmessern von zwei bis acht
Millimetern und größenspezifischer Farbcodierung.
Approximalkaries,
EVA-System,
Gingiva,
Interdentalpapille,
Kontaktpunkt,
Mundgeruch,
Papillenblutungsindex,
Papillenverlust - Klassifikation (papilla presence index, PI),
Randleiste,
Sattel (Col),
Verblockung,
Wurzeleinziehung,
Zahnhölzchen,
Zahnseide |


Schädigung der Papille durch überstehende
Füllung
|
Interdentalseptum
interdentales Knochenseptum, engl.: interdental septum; dünn auslaufender
Alveolarfortsatz-Knochen zwischen zwei benachbarten Zähnen; knöcherne
Unterlage der
Interdentalpapille
Interdentalstimulator , engl.:
interdental stimulator; meist kegelförmig ausgebildete Hilfsmittel aus Gummi
oder Kunststoff zur Massage der
Interdentalpapille nach vorheriger Instruktion.
Interessensschwerpunkte
ISP, engl.: interest emphasis; wenig aussagekräftiges,
berufsrechtlich nicht geregelte und umstrittene Titulierung auf dem
Fortbildungssektor. ISP sagen nichts über die die eigentliche
Vorbildung des Behandelnden aus. Sie sind eine Selbsteinschätzung und deuten auf
"berufliche Hobbys" hin. ISP können aber juristisch negative Folgen
haben, da bei Zahnärzten mit ISP-Angabe im Streitfall höheres fachliches
Wissen und Können vorausgesetzt werden kann. Die Musterberufsordnung der
Bundeszahnärztekammer(kennt keine ISP. Vielmehr sagt § 21, 2 aus: "Der Zahnarzt
darf auf besondere, personenbezogene Kenntnisse und Fertigkeiten in der Zahn-,
Mund- und Kieferheilkunde hinweisen."

Fortbildung,
Tätigkeitsschwerpunkt
Die Verwendung von Berufs- und Qualifikationsbezeichnungen im Lichte des
Wettbewerbsrechts – eine Rechts- und Rechtsprechungsübersicht
Interimskrone , provisorische Krone
Provisorium
Interimsprothese
herausnehmbares
Provisorium, temporärer herausnehmbarer
Zahnersatz, engl.: temporary (or transitional)
prosthesis; dient überwiegend als kosmetische (im Backenzahnbereich
auch zur Abstützung der
Okklusion) Versorgung nach Zahnentfernung bis zur Anfertigung des
endgültigen Zahnersatzes. Da sich Wundgebiet und Kiefer noch verändern,
kann es notwendig sein, den Sitz der I. bis zum Abschluss der
endgültigen Wundheilung (~ 6 Monate) mehrmals zu korrigieren.
Tragezeit - je nach Abheilung (Knochenumbau)
- 4 bis 9 Monate; ist dann wertlos.
Immediatprothese,
Perioprothetik,
Prothese,
Provisorium |

|
Interkalarlinie
Aufbisslinie, Wangensaum, Linea alba, interkalar =
eingeschaltet, zwischengeschaltet, engl.: intercalary line; in
Höhe der
Okklusionsebene im Wangenbereich sichtbarer Wulst, unter Umständen mit
Teilabdrücken der Backenzähne durch (nervöses) Aufbeißen. in der Regel mit
einer
Leukoplakie oder Vorstufe davon in diesem Gebiet
vergesellschaftet.
Keratinisationsindex, |

|
Interkondylarachse,
Scharnierachse
interkoronal
engl.: intercoronal; zwischen zwei (künstlichen) Kronen
befindlich; Ausdruck gebraucht besonders bei
Geschieben: z.B.
interkoronales Geschiebe als Geschiebe, welches in den Zwischenraum
zweier Kronen eingearbeitet ist (
Interlock-Geschiebe). Dagegen
bezeichnet der Ausdruck intrakoronal (intracoronal), dass
das Geschiebe innerhalb einer künstlichen Krone gelegen ist.
Liegt dieses außerhalb einer Einzelkrone, so spricht man von
extrakoronal (extracoronal).
Geschiebe |

interkoronal |

intrakoronal |

extrakoronal |
Interkuspidation
I. = Zusammenschluss, Interkuspidationsposition, IKP
,
habituelle I., engl.: intercuspidation; Zusammenbiss der Ober-
und Unterkieferzahnreihen im maximalen Vielpunktekontakt; auch als
statische Okklusion bezeichnet. Weitere Bezeichnungen dafür sind:
maximale Okklusion o. maximale Interkuspidation (engl.: maximal
intercuspal position or maximal intercuspidation)
Veraltet taucht noch der Begriff "Terminalokklusion" auf.
AufbissSchiene,
Okklusion,
Schlussbiss,
Zentrik
Interkuspidationskontaktpunkte, engl.: intercuspal contact points; Berührungspunkte der Zähne beim
Zusammenbiss.
Kontaktpunkt,
Okklusion,
Okklusionsfeld
Interkuspidationstiefe, engl.:
intercuspal depth; Tiefe der Verzahnung eines
Höckers mit dem
des Antagonisten.
Ist im starken
Abrasionsgebiss annähernd Null
Interleukin-1-Polymorphismus;
Parodontitisrisikofaktor
intermaxillär
1.) engl.: maxillomandibular; zwischen
Ober-
und
Unterkiefer gelegen (befindlich); z.B.
intermaxilläre Verschnürung
2.) auch: intermaxillar, engl.: do., zwischen den beiden
Oberkieferhälften gelegen; z.B. zwischen den
Alveolarkämmen
intermaxilläre Verschnürung
auch: intermaxilläre Fixation, engl.: maxillomandibular tie fastening;
zeitweilige Fixierung der Zahnreihen des Unterkiefers an die des
Oberkiefers. Nach Anbringen von Halteelementen an den Zähnen (Brackets,
Kappenschienen) wird der Unterkiefer mittels Gummizügen oder Drähten
mit dem Oberkiefer fest verschnürt und so ruhig gestellt. Vereinzelt
noch im Rahmen einer
Kieferbruchbehandlung oder bei speziellen Operationen (z.B.
Progenie-Op) angewandt.
Ernst Ligatur |

|
intermittierend, engl.: intermittent;
zeitweilig auftretend oder aussetzend, "kommend und gehend"
internal derangement
(temporomandibular joint), diskoligamentäre Dysfunktion mit Binnenschaden,
"innere Störung des
Kiefergelenks"; engl. Schlagwortbezeichnung für eine Funktionsstörung
des Kiefergelenks: Das Erkrankungsbild ist definiert durch intraartikuläre
Funktionsstörungen aufgrund von Form-, Positions- und Strukturveränderungen der
beteiligten Gelenkanteile. Fehl- und Überbelastungen des Kiefergelenks können zu
Formabweichung der Gelenkkomponenten führen. Da der
Discus articularis die beiden inkongruenten Gelenkkörper der Fossa
articularis und des
Condylus mandibulae abgleicht, werden dort auch abnorme Scher- und
Druckbelastungen abgefangen und können zu Schäden führen.
Als Ursache kommen zu weite Exkursionsbewegung des Unterkiefers, wie zum
Beispiel beim Gähnen, bei der Intubationsnarkose oder bei maximaler
Mundöffnung bei zahnärztlicher Behandlung in frage. Die Bandstrukturen des
Gelenks werden dadurch überdehnt. Traumatische Einflüsse, wie Gelenkkompression
und Schleudertrauma, führen zusätzlich zu intraartikulären
Weichteilverletzungen. Ebenfalls haben psychogene Faktoren einen Einfluss.
Funktionsanalyse,
Kiefergelenk,
Kiefergelenksbeschwerden,
Subluxation
International Academy of
Periodontology
IAP; Zusammenschluss weltweiter, unabhängiger Fachleute für parodontale
Erkrankungen mit der Zielsetzung, die Öffentlichkeit über die Indikation
Parodontitis
aufzuklären und einen Beitrag zu deren Bekämpfung zu leisten. Die Mitglieder der
IAP arbeiten eng mit der
FDI World Dental
Federation zusammen. Ein Hauptaugenmerk der Organisation gilt der
Aufklärungsarbeit in Ländern der Dritten Welt und den sogenannten
Schwellenländern. Als ein weiteres Instrument zur Zielerreichung hat die IAP ein
Programm ins Leben gerufen, das frei verkäufliche Mundhygieneprodukte untersucht
und bewertet.
internes Granulom;
Granulom
Interokklusalabstand
engl.: interocclusal distance; Abstand ("Intraokklusalabstand")
der
Seitenzähne von Ober- und Unterkiefer bei Einnehmen der
Ruhelage bzw. der Bestimmung des engsten
Sprechabstandes
interproximal
engl.: do.; Lagebezeichnung für das Gebiet, welches zwischen den
Approximalflächen (Berührungsflächen) der Zähne liegt. Während die
Bezeichnung "interdental" den
gesamten Raum zwischen zwei Zähnen (Krone, Zahnhals, Wurzel) bezeichnet,
beschränkt sich i. nur auf die Zahnkrone.
Zahnflächen
Interproximal Access Efficacy
(IAE)
"Effektivität der Erreichbarkeit des Zahnzwischenraums"; seit 1983 weltweit
gebräuchliche Testmethode um die Fähigkeit von Borsten einer
Zahnbürste
zu bewerten, in die Zahnzwischenräume
vorzudringen. Dabei werden nachempfundene Front- beziehungsweise Seitenzähne
vertikal oder horizontal geputzt. Die Werte werden anschließend kombiniert, um
die gesamte Erreichbarkeit der Zahnzwischenräume festzustellen.
interradikulär
engl.: interradicular; Lagebezeichnung bei mehrwurzligen (Backen-) Zähnen
für das Gebiet, welches zwischen den Wurzeln liegt (Bifurkation
bei zweiwurzligen,
Trifurkation bei dreiwurzligen Zähnen).
Zahnflächen
Interzeptivbehandlung
engl.: interceptive orthodontics; eine Art
kieferorthopädische Frühbehandlung, um eine sich anbahnende Fehlentwicklung
in relativ kurzer Zeit zu therapieren, im Sinne einer Teil- oder Vorbehandlung
zur Verringerung der sich anbahnenden
Anomalie.
Kieferorthopädie-, Frühbehandlung
intraalveolär, engl.: intra-alveolar;
innerhalb des Zahnfachs (Alveole);
Zahnflächen
intrakoronal, engl.: intracoronal;
interkoronal
Intrakutantest
Intrakutanprobe, Intradermaltest, engl.: intradermaltest; sog.
Provokationstest durch Injektion einer geringen Menge einer als
Allergen
verdächtigen Substanz in die Haut. Dadurch wird bei empfindlichen Patienten eine
lokale Hautreaktion ausgelöst, welche Rückschlüsse auf eine
Allergie gibt. Angewandt zur Erkennung einer Soforttyp-Allergie und
Prüfung der Immunitätslage gegen bestimmte Krankheiten.
Allergietestung
intraligamentär
engl.: intra-ligamentous; Bereich der Verbindungsstrukturen zwischen Zahn
und
Alveolarknochen; der sog.
Desmodontal- oder
Parodontalspalt. Zur sprachlichen Einordnung:
"intraligamental" beschreibt die Richtung, in die das
Anästhetikum appliziert wird und ggf. auch die Technik für diese Injektion.
"intraligamentär" bezeichnet die Ausbreitung und Wirkung der
Anästhesie
intraligamentäre
Anästhesie
intraligamentäre Anästhesie
ILA, intradesmodontale Anästhesie, Einzelzahnanästhesie, spez.
Form der
örtlichen Betäubung ins Ligamentum circulare via Sulcus gingivalis
zur Erreichung einer Einzelzahn-Schmerzausschaltung mit einer
Wirkungsdauer von ca. 45 min, engl.: intra-ligamentary anesthesia,
periodontal ligament anesthesia (PDL); 1903 in Frankreich
erstmals von dem Zahnarzt Granjeon angewandt, hat diese spez. Form der
örtlichen Betäubung bis heute (2012) keine allgemeine Verbreitung
gefunden.
Es gilt folgendes Prinzip: Mit einer speziellen "Druckspritze"
("Druckinjektor"; z.B.:
HSW SOFT - JECT®) wird eine geringe Menge (ca. 0,2 ml) eines
Betäubungsmittels mit gefäßverengendem Zusatz (
Lokalanästhetika) mit einer sehr feinen Injektionsnadel während etwa
20 Sek. in das
Desmodont (intraligamental; das
Desmodont
wird auch Periodontalligament genannt, daher die Bezeichnung "intraligamentär")
zwischen Zahn und Kieferknochen eingebracht. Die Injektionskraft sollte
weniger als 3 Newton betragen. Die Injektion selbst sollte langsam über
einen Zeitraum von ca. 20–60 Sekunden erfolgen.
Das
Anästhetikum (Betäubungsmittel) breitet sich entlang der Zahnwurzel
(im
Ligament) aber viel stärker durch den Zahn umgebenden Knochen aus.
Dadurch werden sehr schnell die den Zahn umgebenden Nervenendigungen
desensibilisiert. Innerhalb von ca. 30 Sekunden erreicht das
Anästhetikum die Wurzelspitze und betäubt den Zahnnerv an der
Zahn-Eintrittsstelle (am
Foramen apikale). Es gibt praktisch keine Latenzzeit zwischen
Injektion und Eintritt der Anästhesie. Zur Injektion des
Anästhetikums ins Desmodont genügt ein geringer Druck; eine
Krafteinwirkung von 5 Newton kann bereits zu einer Zahnauslenkung in der
Alveole führen.
Als
Kanülen wurden systemadaptierte ILA-Injektionsnadeln mit einem
Durchmesser von 0,3 Millimetern, kurzer Länge von 13 Millimetern mit
extra kurzem Anschliff ausgewählt. Injektionsnadeln für die ILA sollten
keine Länge unter zwölf und über 16 Millimeter haben. So ergeben sich
folgende Vor- und Nachteile:
nur eine geringe Menge an Betäubungsflüssigkeit (ca. 0,2 ml) zur
Schmerzausschaltung; auch Risikopatienten lassen sich so problemlos
behandeln
fehlender oder nur geringer Einstichschmerz, da äußerst dünne Nadeln
angewandt werden
die Wirkung tritt sofort ein (s.u.
Lokalanästhesie.)
es wird nur der Zahn betäubt; das umgebende Gewebe (Wange, Lippe) und
die Nachbarzähne bleiben normal empfindlich - kein Taubheitsgefühl in
Wange, Zunge und Lippen
das Empfindungsvermögen ist nach ca. 30 Minuten wieder uneingeschränkt
vorhanden.
iatrogen bedingte Aufbissempfindlichkeit des betäubten Zahnes bis zu
24 Stunden, da in das
Desmodont injiziert wird. Diese Nebenwirkung kann durch die Wahl des
richtigen Instrumentariums und der richtigen Technik durch einen
erfahrenen Anwender vermieden werden.
unter Umständen kleine Schleimhautnekrosen
im Bereich der Einstichstelle. Bei zu hoher Druckausübung im Bereich der
Interdentalpapille kann es zu deren
Nekrose kommen.
an parodontal entzündeten Zähnen u. tiefen
Zahnfleischtaschen ist keine Anwendung möglich
nicht anwendbar bei länger dauernden und tieferen chirurgischen
Eingriffen
wegen einer möglichen Gefahr der
Bakterämie unterschiedliche wissenschaftliche Auffassung bei
Patienten mit einem
Endokarditis-Risiko
(Antibiotikaschutz als Prophylaxe)
Als Hauptanwendungsgebiete der ILA gelten:
Entfernung von Milchzähnen, kleinere chirurgische Eingriffe
Präparationen an einzelnen Zähnen
Differentialdiagnose örtlich nicht genau bestimmbarer Schmerzen, da mit
dieser Technik nur ein einzelner Zahn betäubt wird.
Komplettierung der herkömmlichen
Lokalanästhesie bei nicht ausreichender Tiefe
Risikopatienten, denen nur wenig der Anästhesie-Lösung injiziert
werden soll (z.B. nach Herzinfarkten, kardialen Bypässen und
kreislauflabile Patienten, wegen der deutlich geringeren erforderlichen
Anästhetikamengen)
Entfernung von erkrankten Zahnnerven (Endodontische
Behandlungen,
Vitalexstirpation)
Zur sprachlichen Einordnung:
"intraligamental" beschreibt die Richtung, in die das
Anästhetikum appliziert wird und ggf. auch die Technik für diese
Injektion.
"intraligamentär" bezeichnet die Ausbreitung und Wirkung der
Anästhesie
Anästhesie,
intra-ossäre Anästhesie,
Lokalanästhesie,
The Wand
Zahnerhaltende Behandlungen unter intraligamentärer Anästhesie -
Vergleich gängiger Methoden der zahnärztlichen Lokalanästhesie
Intraligamentäre Anästhesie bei anatomisch eng begrenzten
dentoalveolären Eingriffen |

©

typische Blutleere
der
befestigten Gingiva nach Setzen der i. A.
an den Zähnen 35, 36, 37, 38 .
Alternativ käme bei diesem Umfang eine
Leitungsanästhesie in Frage

Glockmann / Taubenheim "Die intraligamentäre Anästhesie"
ISBN: 3131328517
|
intraoral, enoral, i.o.,
engl.: do.; innerhalb des Mundes (gelegen oder stattfindend);
extraoral,
Zahnflächen
intraorale Röntgenaufnahme, "Zahnfilm",
"Mundaufnahme"; engl.: intraoral view;
Röntgenfilm
intravenös
gängige Abk.: i.v. , engl. intravenous; in der Vene befindlich, in
die Vene einbringen. Bei einer intravenösen Injektion (i.v. ; Infusion,
Perfusion) wird eine Flüssigkeit (Pharmakon)
in eine bestimmte Vene (Blutgefäß) eingebracht.
Infusion
intrinsisch, engl.: intrinsic; von
innen her (angeregt), innerhalb (eines Zahnes); Gegenteil:
extrinsisch.
Bleichen,
Erosion,
Verfärbung von Zähnen
Intrusion
Zahnintrusion, zentrale Zahnluxation, "Eindrücken",
intrudiert, engl.: do. o. tooth depression; auch als
zentrale Zahnluxation (s. Abb.) bezeichnet. Neben einer anatomisch
bedingten Wachstumsstörung (Überwachsen eines
Milchzahns infolge des Durchbruchs der Nachbarzähne, sog.
Milchzahndepression; s. Abb. re. oben) sind es vor allem
traumatische Zahnverletzungen, welche bereits durchgebrochene
Zähne wieder tief in das Knochenfach (Alveole)
hineindrücken ("Intrusionsluxation") - oft bis zur Unsichtbarkeit der
Zahnkrone.
Eine Therapie ist davon abhängig, wie weit der Zahn eingedrückt und ob
das Wurzelwachstum schon abgeschlossen ist. Sie erfolgt meist durch
einen chirurgischen Eingriff, nach Möglichkeit im unmittelbaren
Zusammenhang mit dem Trauma.
Bei Milchzähne kann der intrudierte Zahn (sog. Milchmolarendepression)
den Keim des bleibenden Zahnes in seiner Ausbildung und seinem Wachstum
behindern - unter Umständen ist eine unverzügliche Entfernung erforderlich.
Avulsion,
Extraktion,
Konkussion,
Milchzahnpersistenz,
traumatische Zahnverletzungen |

|

persistierender
u. intrudierter
Milch-Backenzahn
|
Intubationsnarkose
endotracheale, ITN, engl.: endotracheal anesthesia;
Narkoseart, bei welcher - nach entsprechender
Prämedikation - das Narkose-(Luft-)Sauerstoff-Gas entweder durch den
Mund (orotracheal) oder durch die Nase (nasotracheal) mittels eines
Gummirohrs ("Trachealtubus", "Guedel-Tubus"; "Intubation") via Luftröhre
der Lunge zugeführt wird. Standardverfahren bei der Allgemeinbetäubung;
daneben existieren noch als Sonderformen die Larynxmaskennarkose
(setzen einer Kehlkopfmaske in den Rachengrund über den Kehlkopfeingang)
und die Maskennarkose (legen einer dichten Maske auf Mund u. Nase
bei sehr kurzen Eingriffen).
Die am häufigsten angewandte Narkoseart hat den großen Vorteil, dass bei
einer relativ niedrigen Narkosemenge eine ausgezeichnete Freihaltung der
Atemwege besteht ("Aspirationprophylaxe", zusätzlich mittels
aufblasbarer Gummimanschette am Tubusende).
Zahnsanierungen unter ITN stellen wegen einer Risikoabwägung
eine große Ausnahme dar und sollten, wenn notwendig, einzeitig
("Alles auf einmal") erfolgen. Anschließend müssen
präventive Maßnahmen derart greifen, dass eine spätere Behandlung
unter normalen Bedingungen möglich ist. Eine Übernahme der
Anästhesiekosten durch die
Gesetzlichen Krankenkassen ist bei behandlungsunwilligen Kindern bis
zum vollendeten 12. Lebensjahr dann gegeben, wenn eine andere Art der
Schmerzausschaltung nicht möglich ist; über dieses Alter hinaus nur
dann, wenn es sich um eine Phobie handelt, die vom Anästhesisten einem
ICD-10-Schlüssel zugeordnet werden kann.
Inhalationsnarkose,
Narkose |

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invasiv, eindringend, engl.: invasive;
Diagnostik bzw.
Therapie unter chirurgischer Eröffnung des Körpers;
minimal-invasiv
Invisalign
Zusammensetzung von engl.: invisible = unsichtbar; align =
ausrichten, Aligner-Schienen; jüngeres Konzept einer
kieferorthopädischen Behandlung; 1997 von der Fa. Align in
Kalifornien entwickelt. Nach Firmenangaben sollen mit dieser Methode
fast 70 Prozent aller kieferorthopädischen Behandlungsfälle allein oder
in Kombination mit anderen Techniken ästhetisch kaum störend behandelt
werden können. Die Umformung geschieht mittels dünner klarsichtiger
Tiefziehfolien (Abb. oben) über einen Zeitraum von 10-18 Monaten. Die
Vorteile dieser Methode liegen in dem großen "Tragekomfort", einer
uneingeschränkten Mundhygiene und einem ästhetisch kaum störenden
Behandlungsverfahren.
Der Hauptindikationsbereich umfasst dentoalveoläre Korrekturen
(Umstellungen/Umformungen von Zähnen und Kiefern) bei:
moderatem frontalem
Eng- und
Lückenstand
Pro-,
Retrusion der Kiefer-Front
geringer In-, Extrusion (Einsatz von Attachments)
stabiler neutraler Interkuspidation
Bedingt geeignet sind Aligner-Schienen bei:
ausgeprägter In-, Extrusion
Torsion von Eckzähnen oder Prämolaren
Lückenschluss nach Prämolarenextraktion
Zahnretention
Nicht angezeigt bzw. wirkungslos sind Behandlungen bei:
Kindern mit noch nicht abgeschlossenem Zahnwechsel bzw. Zahndurchbruch
insuffizienter Mundhygiene (Risiko von Schmelzdemineralisation)
zur Korrektur von skelettalen
Dysgnathien (sagittal, transversal, vertikal) = Bissverlagerungen
Verfahren: Der Ausgangsbefund (Ist-Zustand; Abb. Mitte) wird nach
einem Mundabdruck 3D-visualisiert und mittels aufwendiger
Computerberechnung das gewünschte Ergebnis (Soll-Zustand) festgelegt.
Für die einzelnen Schritte (die Menge der Zwischenschritte wird von
spezialisierte Kieferorthopäden der Fa. Align festgelegt) der behutsamen
Umformung wird jeweils eine entsprechende Schiene (Abb. oben)
angefertigt - dies können je nach Schwierigkeitsgrad bis zu 50 einzelne
Folien sein. Etwa alle zwei Wochen wird die Schiene gegen ein neues
Modell ausgetauscht - dieser Prozess muss nicht unbedingt in einer
Fachpraxis erfolgen.
Nicht anwendbar ist dieses System bei Bisslageverschiebungen, da die
Schiene immer nur auf einen Kiefer einwirkt, bei stärkeren Bewegungen (>
1-2 mm) mehrerer Zähne, bei größeren Drehungen einzelner Zähne und im
wachsenden Kiefer. Es kann deshalb davon ausgegangen werden, dass es
sich bei diesem System vorwiegend um eine Korrekturmaßnahme für nicht so
gravierende Fälle in der kieferorthopädischen Erwachsenbehandlung
handelt.
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in vitro
im Reagenzglas, engl.: do.; Prüfung eines Medikamentes/Stoffes nicht am
lebenden Körper (
in vivo), sondern Versuchsdurchführung in
einem Labor mit dem im Organismus nachgeahmten Bedingungen. I. v. Versuche
können immer nur einen groben Anhalt geben und nicht auf den lebenden Organismus
übertragen werden.
Blindversuch, in vivo,
klinische Studie
in vivo
am lebenden Körper, engl.: do.; Versuchsdurchführung an einer lebenden
Person; in der Regel mit sehr aussagekräftigen - allerdings individuellen - Werten.
Blindversuch, in vitro,
klinische Studie
Involution , engl.: do; natürliche
Rückbildung eines Organs bei mangelnder Funktion; in der Regel altersbedingt;
Alveolarkammatrophie
Inzidenz
Messzahl für Neuerkrankungen, engl:, incidence; Zahl der neu auftretender
Erkrankungen in einer definierten Bevölkerung pro Zeiteinheit (in der Regel pro Jahr),
bezogen auf die gleiche Bevölkerung (z.B. pro 1.000 oder pro 100.000).
Prävalenz,
Screening
inzisal
incisal, engl.: incisal; auf der Schneidekante, die Schneidekante
betreffend, so bedeutet der Begriff "Inzisalkante"
Schneidekante;
Zahnflächen
Inzisalpunkt , engl.: incisor point;
Berührungspunkt der unteren Schneidezähne mit den oberen;
Incisale,
Inzisivenpunkt,
Okklusionsebene,
Posselt-Diagramm
Inzisalstufe,
Frontzahnstufe
Inzision
Incisio, Aufschneiden, Einschneiden, Spalten, engl.:
incision; von Gewebe,
Abszessen mit einem scharfen Instrument (
Skalpell)
Abszess,
Abszesseröffnung,
Gaumenabszess,
Mundbodenphlegmone,
Parazentese,
RST-Linien,
Spaltung,
Stichinzision
Inzisivenpunkt, engl.: incisor teeth
point; Berührungspunkt der mittleren
Schneidezähne
im Ober- bzw. Unterkiefer
Inzisivus , Incisivus;
Schneidezahn
Inzisivuszyste; Inzisivuskanalzyste,
naso-palatinale Zyste;
Ductuszyste
Inzisur
lat.: incisura, engl.: incisure; Einschnitt, Einbuchtung,
Einsenkung an Körperteilen
IOK-IUK-Winkel,
Interinzisalwinkel
Ionendosis
engl.: ion dose; physikalische Einheit zur Messung ionisierender
Strahlung; sog.
SI- Einheit in Coulomb/Kilogramm, C kg–1, früher als
Röntgen (R) bezeichnet; 1 Röntgen ist gleich 258 µC/kg. Sie ist die
durch radioaktive Strahlung
in Luft (T = 0°C; p = 1013 hPa) erzeugte Ladung pro Masse (die Menge an
Strahlung, die beim Durchtritt durch ein Kilogramm Luft (T=0°C; p=1013 hPa) eine
Ladung von 1 Coulomb hervorruft). Heute beim
Strahlenschutz durch die Relation zur Äquivalentdosis (Personendosis)
abgelöst.
Die Ionendosisleistung ist die Ionendosis x Zeit
Dosimeter,
Personendosis,
Röntgendermatitis
Ionen-Zahnbürste
engl.: Ion-Toothbrush, Zahnbürstenart, welche mit Spannungen
und "Ionenströmchen" das Zähneputzen revolutionieren soll. Das Prinzip ist
dabei, dass beim Putzen die Zahnoberfläche negativ aufgeladen werden soll, um so
die Bakterien elektrisch "abzustoßen". Erreicht werden soll dieser Effekt mit
unterschiedlichen Metalleinlagen im Bürstenkopf und im Griff, welche einen
Galvanismus auslösen - teilweise mit oder ohne zusätzlicher Batterie. So
schreibt ein
deutscher Vertreiber: "... Galvanismus: Ionenkraft von zwei verschiedenen
Metallen: Pures Gold (+) und Metall (-) Schichten am Boden der Bürsten
produziert Ionen in Ihrem Mund, die beim Bürsten Zahnbelag entfernen und
schlechten Atem verhindern. Sie können den Effekt deutlich spüren, sobald Sie
die Zahnbürste verwenden."
"Gutachten" wissenschaftlich "unbedeutender" Institute belegen diesen
therapeutischen Wunsch-Effekt und "erhärten" die Werbeaussagen wie "Entgiftung
der Mundhöhle", "weißere Zähne" oder "schnelle Zahnbelagszersetzung". Für keines
der angepriesenen Systeme konnte bisher eine klinisch nachprüfbare Wirkung
belegt werden.
alternative Behandlungsmethoden,
oligodynamische Wirkung
ionisierende
Strahlen
ionisierende Strahlung, engl.: ionizing
radiation; Oberbegriff für aus schnell bewegten Ionen bestehenden Strahlen.
Dosimeter,
Gonadendosis,
Hormesis, Ionendosis,
Röntgendermatitis,
Röntgenstrahlen,
Röntgenstrahlen und Schwangerschaft,
Strahlenrisiko,
Strahlenschutz,
Strahlensterilisation,
Strahlentherapie
ION-Krone ™
von 3M Espe hergestellte, mikro-glasfaserverstärkte, kaltverformbare,
temporäre Polycarbonat-Kronen für den Front- und Seitenzahnbereich als
Provisorium,
Frasco-Krone |

©: 3M
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Ionomere
Salze von organischen Polysäuren. Diese Polymere besitzen ionischen Gruppen,
welche einen besseren Zusammenhalt der Molekülketten bewirken. Einsatz in der
ZHK bei
Füllungsmaterialien
Glasionomerzement
Ionophorese, engl.: ionophoresis;
Elektrophorese
Iontophorese
Depotphorese, engl.: iontophoresis; wenig erforschte und
wissenschaftlich umstrittene Methode zum gezielten Transport von
Medikamenten unter die Haut bzw. die Nähe von Erkrankungsherden bzw. in
bestimmte Bezirke des Zahns - besonders in solche, die mit
konventionellen Methoden nicht erreicht werden können (
Ramifikation).
Cupraldepotphorese,
oligodynamische Wirkung
wissenschaftliche Stellungnahme der
DGZMK
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Prinzip der I.
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IP-Positionen
Individual-Prophylaktische Leistungsbeschreibungen ("Positionen")
innerhalb des
BEMA;
zur
Zahnprophylaxe berechtigt sind
gesetzlich Versicherte vom 6. bis einschl. 18. Lebensjahr (ab 18. Geburtstag
nicht mehr!); zusätzlich gilt für die IP 5 (s.u.), dass diese für Bundeswehr und
ZIVIs ohne Altersbegrenzung zugänglich ist. Erbringung bei jüngeren u. älteren
Patienten nur nach (ähnlichen oder analogen) Positionen in der
GOZ.
Man unterscheidet:
- IP 1 : Erstellen eines
Mundhygiene-Status
Der Mundhygienestatus umfasst die Beurteilung der
Mundhygiene und des Zahnfleischzustandes des Patienten, die Feststellung
und Beurteilung von
Plaque-Retentionsstellen
sowie die Erhebung geeigneter Indizes
und ggf. das
Einfärben der Zähne. Geeignet sind Indizes mit dokumentierbarem
Messwert. Das sind z. B. der
Papillen-Blutungs-Index (PBI), der
Approximalraum-Plaque-Index (API) oder der
Quigley-Hein-Index. Die
Dokumentation ist Bestandteil der Krankenblattunterlagen. Die einmal
gewählten Indizes sind innerhalb eines Prophylaxeprogramms beizubehalten.
- IP 2 : Aufklärung und Motivation zur
Mundgesundheit/Prävention
An die Erhebung des Mundhygienestatus nach IP 1 schließt sich ggf. die
Aufklärung über Ursachen von Karies, Gingivitis und Zahntraumata sowie deren
Vermeidung an
zusätzlich ggf. Ernährungshinweise und Mundhygieneberatung, auch unter
Berücksichtigung der Messwerte der gewählten Mundhygiene-Indizes nach IP 1
Empfehlungen zur Anwendung geeigneter
Fluoridierungsmittel zur Schmelzhärtung (fluoridiertes Speisesalz,
fluoridierte Zahnpasta, fluoridierte Gelees und dergl.); ggf.
Abgabe/Verordnung von
Fluoridtabletten
praktische Übung von Mundhygienetechniken, auch zur Reinigung der
Interdentalräume.
Der Zahnarzt soll Inhalt und Umfang der notwendigen Prophylaxemaßnahmen nach
den individuellen Gegebenheiten des Einzelfalles festlegen. In einem
Zeitraum von drei Jahren sind alle Leistungsbestandteile mindestens einmal
zu erbringen.
- IP 3, nicht mehr gültig : Überprüfung des
Behandlungserfolges, galt nur bis Ende 2003
- IP 4 : lokale
Fluoridierungsmaßnahmen
umfasst folgende Leistungen:
Die lokale Fluoridierung zur Zahnschmelzhärtung mit Lack, Gel o. ä. einschl.
der gründlichen Beseitigung von harten und weichen Zahnbelägen (=
Plaque) und der
Trockenlegung der Zähne.
Das Entfernen harter Zahnbeläge (=
Zahnstein) ist nach BEMA Nr. 107 abzurechnen (nur 1x jährlich möglich;
ggf. über
GOZ,
d.h. Patient muss privat bezahlen)
Eine Leistung nach IP 4 kann bei vorzeitigem Durchbruch der
6-Jahresmolaren auch bei Kindern bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres
abgerechnet.
Eine Leistung nach Nr. IP 4 kann je Kalenderhalbjahr einmal abgerechnet
werden.
Bei Versicherten mit hohem
Kariesrisiko kann ab dem 6. Lebensjahr bis zur Vollendung des 18.
Lebensjahres die Nr. IP 4 je Kalenderhalbjahr zweimal abgerechnet werden.
- IP 5 :
Fissurenversiegelung
Versiegelung von kariesfreien Fissuren und Grübchen der bleibenden Molaren (Zähne
6 und 7 in allen Kieferquadranten) mit aushärtenden Kunststoffen
Eine Leistung nach Nr. IP 5 umfasst die Versiegelung der
Fissuren und der
Grübchen einschließlich der gründlichen Beseitigung dieser
weichen Zahnbeläge und der Trockenlegung der zu versiegelnden Zähne.
Das Entfernen harter Zahnbeläge (=
Zahnstein) ist nach BEMA Nr. 107 abrechnungsfähig.
Eine Leistung nach Nr. IP 5 kann auch bei Durchbruch der
6-Jahres-Molaren bei Kindern bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres
abgerechnet werden.
Das Versiegelungsmaterial ist mit der Bewertung abgegolten.

Inanspruchnahmeverhalten
FU-Positionen,
Individualprophylaxe,
Papillen-Blutungs-Index
IPR,
engl. Abk. v.: Intraoral
Pressuredependent Registration, im Mund durchgeführte, kraftabhängige
Registration
zur objektiven Bestimmung der neuromuskulären Leistung des Unterkiefers.
Registrat
IPS-Empress™,
Presskeramikverfahren,
Empress
Iridium
zu den Platinmetallen gehörendes äußerst hartes
Edelmetall
von dunkel-silbriger Farbe, welches in geringfügiger Konzentration (etwa 0,1 m%)
zahnärztlichen
Legierungen
zur Optimierung eines feinkörnigen Gefüges beigemischt wird.
IridoDentales Syndrom
Weyers-Syndrom, seltene erbliche Fehlentwicklung mit Loch- u.
Schlitzbildung der Regenbogenhaut, Entrundung der Pupille,
Zahnentwicklungsstörungen (Zahnunterzahl
u. Mikrodontie)
sowie abweichender Geschlechtsentwicklung.
Irradiation
engl.: do.; in der Medizin: Ausstrahlung von Schmerzen, Gefühlen, Affekten. In
der ZHK
gelegentlich für unklare, ausstrahlende Schmerzen, ausgelöst durch eine
Pulpitis oder
Neuralgie,
verwendet
Irrigationswasser
Irrigation = Ausspülung, Durchspülung (z.B. eines
Wurzelkanals);
wissenschaftliche Bezeichnung für das zur Kühlung und Reinigung dienende Wasser
("Spray"),
welches sich in allen zahnärztlichen Behandlungssystemen und Geräten befindet.
Seit Jahrzehnten wird, besonders wegen der steigenden Anzahl immunsupprimierter
Patienten, eine Infektion durch dieses Medium diskutiert. Bisher existieren noch
keine wissenschaftlich beschriebenen Fälle einer Infektion auf diesem Wege,
deshalb sind derartige Überlegungen rein theoretischer Natur, aber wohl
vorstellbar. Das Robert-Koch-Institut (RKI) schreibt dazu in seinen
Hygienerichtlinien (2006): "... Ob ein Infektionsrisiko im Zusammenhang mit der
Anwendung von Wasser aus Dentaleinheiten durch Legionellen, Pseudomonaden (vor
allem P. aeruginosa) und ubiquitäre (nicht tuberkulöse) Mykobakterien für
abwehrgeschwächte Patienten besteht, ist bisher nicht abschließend zu beurteilen
..."
Als prophylaktische Empfehlungen gelten:
für chirurgische Eingriffe sollte steriles Wasser oder besser sterile
Kochsalzlösung
aus einer vom normalen Leitungssystem unabhängigen Quelle ("Einwegwasser")
verwendet werden.
Spülung der Wasserleitungen in den zahnärztlichen Behandlungseinheiten vor und
nach dem Arbeitstag.
Montage von Rückschlagventilen an den wasserführenden Teilen der
Behandlungseinheit.
Absaugen,
Hygiene,
Wasserentkeimung
Irritationsfibrom,
Fibrom
Irritationsindex
Plaque-Irritationsindex, engl.: (plaque) irritation index; von
O´Leary et al. 1972 eingeführte, wenig gebräuchliche Messzahl, welche primär die
Ausdehnung des Plaquebefalls in vier Stufen unterteilt. Hinzu kommen noch als
zusätzliche (Reiz-)Faktoren:
Zahnstein (supra- und subgingival) und überstehende Füllungs- und
Kronenränder, verursacht durch überhängende oder defekte
Restaurationen.
Index,
Plaque,
Plaqueindex
Ishihara-Test
eng.: Ishihara Test for Color Blindness; Untersuchung zur Aufdeckung einer
Rot-Grün- oder Gelb-Blau-Sehschwäche. In der
ZHK
eingesetzt zum zuverlässigen
Screening der
Farbtüchtigkeit bei der
Zahnfarbenbestimmungen.
ISO 9000;
Qualitätsmanagement
Isodromie
von Isodrom = Gleichrichter, engl.: isodrome technique;
versch. Methoden, welche ein paralleles
Beschleifen
mehrerer Zähne bzw. gleichgerichtete Bohrungen im Kieferknochen mit Hilfe von
Schablonen im Mund ermöglichen. Die meist sehr klobigen Apparaturen werden im
Mund nur selten angewandt.
Implantate,
Parallelometer,
Präparation
isognath
engl.: isognathous; Bezeichnung z.B. für einen
Zahnbogen, der im Ober- und Unterkiefer etwa gleich groß ist; so wird z.B.
im Tierreich das Gebiss des Schweins als i. bezeichnet, da die untere und
die obere Zahnreihe genau aufeinander treffen.
Eugnathie,
anisognath
Isomaltulose
auch: Palatinose,
Zuckeraustauschstoff; mild-süßes, dem Zuckergeschmack nahe kommendes
natürliches Disaccharid (meist aus Rübenzucker gewonnen), das auch in geringen
Konzentrationen in Honig und Zuckerpflanzen vorkommt. I. kann von den
Kariesbakterien nicht zu zahnschädigenden Säuren abgebaut werden und wirkt nicht
laxativ (abführend).
Aus: "Genau wie Zucker wird Isomaltulose voll verstoffwechselt und
weist deshalb denselben kalorischen Wert von 4 kcal/g auf. Doch im Gegensatz zu
Zucker findet dieser Prozess wesentlich langsamer statt, sodass die glykämische
Wirkung sehr niedrig ist und die Glukose dem Körper über einen längeren Zeitraum
zur Verfügung gestellt wird."
Einsatz als Süßungsmittel z.B. in "zahnfreundlichen"
Eistees oder Schokolade (2009);
Isometrie-Regel;
Cieszynski-Dieck-Technik
isotonische (isoionische) Kochsalzlösung,
Natriumchlorid
ISQ, Implantat-Stabilitäts-Quotient,
Resonanzfrequenzanalyse
IST-Gerät, IST =
Intraorale-Schnarch-Therapie, engl.: intraoral snore therapy;
Apnoe
Isthmusfraktur
engl.: isthmus breakage; bevorzugter Bruch einer mehrflächigen
Füllung am Übergang von der
okklusalen zur
approximalen Fläche, bedingt durch eine zu geringe Tiefe einer der beiden
Kavitäten (meist der
okklusalen). Vorkommen besonders bei der Füllungsversorgung von Milchzähnen,
da hier aus anatomischen Gründen (Eröffnung der
Pulpa) nicht
statisch stabil präpariert werden kann
Behandlung von Milchzähnen,
Präparation
Ivory
Matrizenspanner
engl.: Ivory matrix retrainer, matrix clamp of Ivory;
nicht eindeutig definierte Bezeichnung für einen Matrizenspannertyp:
1.) klassische Ivory Matrize ("Halbbandmatrize"): ein
abgerundetes Kreissegment aus Stahlblech mit entsprechenden
Perforationen wird in den I. M. eingespannt und deckt an einem
präparierten Zahn eine
Approximalfläche ab (Black
I+II-Kavität).
2.) Bandmatrize; ein ringförmiges Band umschließt die gesamte
Zahnkrone. Anwendung bei
MOD-Kavitäten; wenig Möglichkeiten zur
Kontaktpunktkonturierung; s. Abb. rechts außen
Matrize,
Tofflemire Matrize |

klassischer I. M. |

Bandmatrize |
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Aktualisierung der Artikel 2012