I; Abkürzungssymbol für einen
Schneidezahn
(vom lat. Incisivus)
Zahnformel
IAP Messsonde
Interdentalbürstchen
iatrogen, engl.: iatrogenic; durch
einen Arzt verursacht, durch einen ärztlichen Eingriff entstanden;
z.B.
Kieferbruch,
Sinusitis,
Spontanfraktur
Iatrophobie
krankhafte Angst vor einem Arztbesuch, hauptsächlich bedingt durch
unverständlichen Fachbegriffe, bedrohlich aussehende Instrumente und Geräte, die
Scham beim Entkleiden, unangenehme Gerüche (etwa nach Desinfektionsmitteln) oder
fehlendes Verständnis und Mitgefühl für die individuell empfundenen Ängste,
Sorgen und Unsicherheiten.
IBI, interdentaler Blutungsindex,
engl.: (Eastman) interdental bleeding index (EIB); einer der
Indizes der
Mundhygiene;
SBI
Ibuprofen
Schmerzmittel , engl.: do.;
Analgetikum
mit entzündungshemmender und fiebersenkender Wirkung. Die empfohlene Dosis von
I. beträgt bei oraler wie rektaler Anwendung täglich 20 bis 30 mg pro
Kilogramm Körpergewicht. Als eine wichtige neue Therapieoption für Kinder ab
zwei Jahren mit Schmerzen oder Fieber haben Kinderärzte bei der Jahrestagung der
Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (2004) die
Ibuprofen-Zäpfchen für Kleinkinder bezeichnet.
Neuere Studien haben gezeigt, dass systemisch appliziertes I. dazu
beiträgt, die Entstehung von
entzündlichen Veränderungen der Gingiva zu verhindern; eine
Plaque-Neubildung - der Hauptgrund für derartige Erkrankungen - wird durch
diese Maßnahme jedoch nicht positiv beeinflusst.
Bei gleichzeitiger Einnahme von niedrig dosierter
ASS
und I. sind Wechselwirkungen möglich, weil I. die
gerinnungshemmende Wirkung von ASS verringern kann.
Analgetika
ICD, International Classification of
Diseases, von der
WHO
aufgestellter, internationaler 5-stelliger Diagnoseschlüssel;
Diagnose
ICDAS
Abk. von International Caries Detection Assessment System ("internationales
System zur Beurteilung des Vorhandenseins einer
Karies"). Von
der EU-Kommission entwickeltes Vorgehen, um eine vorhandene Karies
quantitativ (nicht nach dem sonst üblichen "JA-Nein-Prinzip") zu
diagnostizieren. Untersucht wird die getrocknete Zahnoberfläche, evtl.
zusätzlich mit einer stumpfen(!)
(WHO)-Sonde.
Im Zweifelsfall wird der geringere Kariesgrad gewählt:
ICDAS
Code |
Codebeschreibung |
Konsequenz |
| 0 |
Zahnfläche gesund
Unveränderte Schmelzverhältnisse liegen vor |
-- |
| 1 |
Verfärbung nur am getrockneten Zahn sichtbar |
-- |
| 2 |
opake oder braun verfärbte,
aber nicht defekte Schmelzoberfläche |
Abwarten |
| 3 |
Kleiner Schmelzdefekt, Sonde steckt in der Fissur,
der Defekt scheint visuell/taktil noch
auf den Schmelz beschränkt zu sein |
Abwarten, minimalinvasive Füllung |
| 4 |
grau-opak durchschimmernde Kavität,
evtl. mit kleiner Öffnung im Schmelz |
normale Füllung |
| 5 |
deutliche Dentinkaries oder Sekundärkaries |
normale Füllung |
| 6 |
Exzessive Dentinkaries |
Höckerüberdeckung, Onlay, Krone |

Weiter beschreibt ICDAS die Art der Füllungstherapie:
ICDAS
Code |
Beschreibung der durchgeführten Maßnahme
am Zahn |
| 10 |
teilweise versiegelt |
| 20 |
vollständig versiegelt |
| 30 |
zahnfarbene plastische Füllung |
| 40 |
Amalgamfüllung |
| 50 |
Stahlkrone |
| 60 |
Gold- oder Porzellanrestauration |
| 70 |
gebrochene Restauration - Material egal |
| 80 |
temporäre Restauration |
| 90 |
nicht beurteilbar |
Karies,
Kariesdiagnostik
ICOI , International Congress of Oral
Implantologists, Implantologischer Weltverband;
ICON
® ;
Kariesinfiltration
idiopathisch
protopathisch, engl.: idiopatic; Erkrankung, welche ohne
erkennbare Ursache selbstständig entstanden ist; als Gegensatz z.B. zu "traumatisch"
(= durch Gewalteinwirkung entstanden).
Ideeller Wert
/ Goodwill einer
Zahnarztpraxis ;
Wert einer Zahnarztpraxis
IDS; Abk. v. Internationale Dental-Schau;
weltweit größte Messe zu Dentalprodukten. Findet traditionsgemäß alle zwei Jahre
in Köln statt.
IDZ
Institut der Deutschen Zahnärzte; 1986 aus dem Forschungsinstitut für die
zahnärztliche Versorgung (FZV, gegr. 1980) hervorgegangen, mit einem der
Hauptschwerpunkte "epidemologische Untersungen" zur Feststellung der
Mundgesundheit der Deutschen Bevölkerung. Weiter werden wissenschaftliche
Untersuchungen zur
Qualitätssicherung und bei der Entwicklung zukunftsweisender Modelle für die
zahnärztliche Versorgungsstruktur im Gesundheitswesen erforscht. Das IDZ
versteht sich als Ansprechpartner für wissenschaftliche Anfragen und Analysen
der zahnärztlichen Versorgung auf nationaler, europäischer und internationaler
Ebene (ERO,
FDI
oder WHO).
2006 wurde die viel beachtete "Vierte Nationalen Mundgesundheitsstudie" (DMS
IV) veröffentlicht.
Der 1988 konzipierte BZÄK/ KZBV-Arbeitsmittel- und Werkstoffwegweiser
Das
Dental Vademekum hat mit seinen neun Bänden (1989 bis 2007) immer wieder
eine ausgezeichnete und komplexe Übersicht über den deutschen Dentalmarkt
vermittelt.
Als sog. "Stabsstelle" ist die
Zahnärztliche
Zentralstelle Qualitätssicherung (ZZQ) Teil des IDZ.
Mundgesundheit
IGeL
"IGel-Leistungen", Abk.: von individuelle Gesundheitsleistungen,
Selbstzahlerleistungen, engl.: etwa individual health sevices;
Schlagwortbezeichnung für medizinische Leistungen (Diagnose-
und
Behandlungsmethoden), die nicht zum Leistungskatalog der
Gesetzlichen Krankenversicherung gehören und deshalb nicht von
Vertragsärzten über
Chip-Karte abgerechnet werden können; weder die Notwendigkeit noch die
Wirksamkeit ist bei diesen Leistungen eindeutig anerkannt. Rund zwei Drittel der
Ärzte bieten IGeL-Leistungen an - an der Spitze liegen Augenärzte, Gynäkologen,
Urologen, Orthopäden sowie Hautärzte (2010); insgesamt 28 Prozent der
Versicherten erhalten pro Jahr mindestens eine medizinische Leistung auf
Privatrechnung, fünf Jahre zuvor waren es noch 23 Prozent. In der Summe sind
dies 1,5 Milliarden Euro jährlich in Deutschland, schätzt das Deutsche Institut
für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI), das dem
Bundesgesundheitsministerium zugeordnet ist.
In der Zahnmedizin ist IGeL - bis auf wenige Ausnahmen - unbekannt.
medizinisch nicht notwendige Leistungen,
Therapiefreiheit
Ignipunktur
engl.: ignipuncture; abgeleitet vom lat. igni = Feuer, Brand, pungere =
Einstechen, bezeichnet I. eine (historische) Behandlung mit "glühenden
Nadeln" (Thermokauter-Punktur), welche ins Gewebe gestochen werden und
damit durch eine Narbenbildung zur Schrumpfung der "behandelten" Stellen führen.
Mit I. wurde früher eine beginnende
Parodontitis marginalis durch Einstechen in die
Zahnfleischtaschen behandelt. Durch Narbenbildung sollten die entsprechenden
Zahnfleischtaschen schwinden.
IGZ
Interessengemeinschaft Zahnärztlicher Verbände in Deutschland e.V.,
engl.: Community of interests of dental associations in Germany; Zusammenschluss
zahnärztlicher Gruppierungen; von der Grundhaltung her als Gegenpol zum
FVDZ gegründet.
Ziel der IGZ ist es, eine starke, geschlossene und repräsentative Vertretung der
niedergelassenen Zahnärzte in Deutschland darzustellen. Die IGZ besteht aus acht
unabhängigen zahnärztlichen Verbänden in den Bundesländern Berlin, Bayern,
Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen, Saarland, Schleswig-Holstein und
Nordrhein-Westfalen, die gemeinsam zweimal jährlich die Zeitschrift IGZ-Kontakte
herausbringen.
I-Klammer
engl.: I-clasp; der
Bonyhárd-Klammer nachempfundene, grazile Klammerart aus Klammerdraht oder
als Gussklammer hergestellt. Im Gegensatz zur Bonyhárd-Klammer fehlt der I-K.
der Kugelkopf. Aus zahnschädigenden Gründen wenig gebräuchlich
Klammer
i.m. , engl.: do. or intramuscular;
Abk.: von intramuskulär = in den Muskel hinein, innerhalb des
Muskels; meist im Zusammenhang mit
Injektionen gebraucht
Image
der Zahnärzte, engl.: popularity of the dentists;
Beurteilung der Bevölkerung mit der Zufriedenheit der Zahnärzte.
Unterteilung in Fern- und Nahbild; seit Jahrzehnten im weit oberen
Bereich der Beliebtheitskala angesiedelt.
Das Nahbild (Wahrnehmung des eigenen Zahnarztes) fällt dabei
immer positiver aus als das Fernbild, da hier konkrete
persönliche Erlebnisse und Erfahrungen beurteilt werden, während das
Fernbild stark durch die öffentliche und veröffentliche Meinung geprägt
ist. |

|
imaging
engl.: = bildgebend; Oberbegriff für alle Aktivitäten im Zusammenhang
mit dem photographischen und digitalen Bild. In der Medizin gebraucht für das
Bearbeiten von gespeicherten Bilder, um z.B. die Auswirkungen einer geplanten
Therapie zu visualisieren. Dies geschieht meist mit digital aufgenommenen
Bildern = Digital Imaging
Imbrikationslinien
Pickerill-Linien, engl.: imbrication lines; dachziegelartig
ausgebildete Schnittpunkte von
Retziusstreifen und
Schmelzoberfläche. An den Schnittpunkten entsteht eine seichte Vertiefung,
welche als Kreis in einer horizontalen Ebene um die Zahnkrone verläuft. Zwischen
den I. erhebt sich der Schmelz und bildet ebenfalls einen wulstförmigen
Ring um die Zahnkrone; diese Erhebungen werden als
Perikymatien bezeichnet. Auf den
Kauflächen fehlen diese Linien, zum Zahnhals hin sind sie am dichtesten. Auf
der Schmelzoberfläche eines gerade durchgebrochenen Zahnes sieht man weiter noch
seichte Grübchen ("shallow pits"), die als Abdrücke der
Schmelzbildungszellen (Ameloblasten)
auf dem Schmelz verbleiben.
Bei
Milchzähnen werden derartige Linien nur am
Zahnhals
beobachtet.
Imitatkrone;
ION-Krone,
Provisorium
Immediatprothese
Sofortprothese, Immediatersatz, von "immediat" = sofort,
unmittelbar, engl.: immediate denture or prosthesis;
herausnehmbarer Zahnersatz, der sofort nach
Zahnextraktion eingesetzt wird; besonders bei der Anfertigung einer
Vollprothese im stark reduzierten
Lückengebiss (Restgebiss) angewandt. Normalerweise muss nach der
Extraktion von Zähnen wegen Umbauvorgängen des Kieferknochens (Prothesenlagers)
eine gewisse Zeit abgewartet werden, bis der endgültige Zahnersatz
eingegliedert werden kann. Bei der Sofortprothese wird ein anderer Weg
beschritten: Nach einem Abdruck werden im
Dentallabor die noch vorhandenen Zähne auf dem
Modell entfernt ("radiert"; es wird versucht, eine Situation
herzustellen, die der einem Zustand nach der zahnärztlichen Entfernung
der Zähne gleicht) und der
Zahntechniker arbeitet den entsprechenden Zahnersatz. Nach
Fertigstellung des Zahnersatzes werden die Zähne im Mund extrahiert und
die I. unmittelbar danach eingegliedert. Da sich Wundgebiet und
Kiefer noch verändern, kann es notwendig sein, den Sitz der I.
bis zum Abschluss der endgültigen Wundheilung (~ 6 Monate) mehrmals zu
korrigieren.
Wegen der oben beschriebenen Umbauvorgänge muss dieser Zahnersatz nach
ca. 6 - 9 Monaten dem Kiefer durch
Unterfütterung korrekt angepasst werden; nur in seltenen Fällen ist
eine Neuanfertigung wegen starkem Knochenschwund erforderlich.
Druckstelle,
Interimsprothese,
präprothetische Chirurgie,
Prothese,
Provisorium,
Unterfütterung,
Vollprothese |

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|
Immersionstest;
Korrosion
Immunisierung
Schutzimpfung, "Impfung", engl.: immunization, vaccination;
Einbringen eines Immunogens durch einen Arzt (Antigen,
welches in der Lage ist, eine Immunantwort
auszulösen) in den Körper eines Tieres oder Menschens, um dadurch eine eine
Immunreaktion auszulösen. Erreger einer bestimmten
Infektionskrankheit werden in abgeschwächter Form bei der aktiven I.
(Vakzination) dem Körper zugefügt, sodass dieser aus sich heraus entsprechende
Antikörper produziert, welche den Erreger bekämpfen. Dieser Vorgang wiederum
löst die Bildung von sog. "Gedächtniszellen" aus, welche dann bei einer späteren
"echten" Infektion gezielt den körpereigenen Abwehrprozess steuern. Bei einer
passiven I. wird mit einem Serum geimpft, welches die spezifischen
Antikörper gegen den jeweiligen Krankheitserreger oder dessen Toxin bereits in
sehr hoher Konzentration enthält und so die körpereigene Abwehr unterstützt.
Eine I. gilt als präventive Maßnahme ("Schutz") gegen zahlreiche
Infektionskrankheiten. Grundsätzlich besteht in D (2008) keine
Immunisierungspflicht - dadurch bedingt wird in den letzten Jahren von einer
zunehmenden "Impfmüdigkeit" gesprochen.
In der zahnärztlichen Praxis hat der Arbeitgeber seine MitarbeiterInnen auf eine
I. gegenüber Hepatitis B Viren hinzuweisen (Aufklärung u. Beratung) und
die Kosten dafür zu tragen (falls diese nicht von der
GKV übernommen werden).
Immunsuppression
engl.: immunosuppression; künstliche Unterdrückung der körpereigenen
Abwehrkräfte, meist eingesetzt bei einer körperfremden
Transplantation. Zum Einsatz kommen meist Medikamente ("Immunsuppressiva"
als eine Kombination mehrerer Medikamente), seltener eine ionisierende
Bestrahlung. Da Medikamente nicht gezielt, sondern
systemisch
wirken, gilt als Hauptnebenwirkung einer derartigen Therapie, dass der Körper
verstärkt anfällig gegenüber Infektionen ist und eine erhöhte Tumoranfälligkeit
aufweist. Stress
weist eine hohe I. auf. Eine Bestimmung der I. durch Blutwerte ist
nur bedingt möglich, da sich nur 2-4 % der dafür verantwortlichen Zellen (meist
Leukozyten) in der Blutbahn befinden.
Immunsystem
Immunsystem
engl.: immune system, vom lat.: Immunität = "frei von Lasten";
Organsystem mit der Funktion, Gebilde innerhalb des Körpers als eigen
oder fremd zu erkennen und diejenigen zu eliminieren, die fremd sind (so
besteht der menschliche Körper aus 1014 (100.000.000.000.000) Zellen,
wird aber besiedelt von 1015 (1.000.000.000.000.000) fremden,
mikrobiellen Zellen. Demnach ist nur jede zehnte Zelle an uns menschlich. Daher
muss es ein System im Körper geben, das genau zwischen fremd und eigen erkennen
kann). Winzige Eiweißstrukturen - Tolllike-Rezeptoren (TLR) - sitzen auf der
Oberfläche von Immunzellen. Kommt es zu einer Infektion, erkennen die Rezeptoren
bestimmte Muster im Erbgut der Erreger, die im Lauf der Evolution erhalten
geblieben sind, und lösen daraufhin Abwehrreaktionen aus. Hauptsächlich handelt
es sich bei den fremden Strukturen um
Mikroorganismen. Daneben reagiert das I. auch auf
Neoplasmen,
Transplantate und bestimmte Fremdsubstanzen (z.B. einige Toxine).
Zu seiner Funktion bedient sich das I. zweier Mechanismen: Die
unspezifische (angeborene) und die spezifische (erworbene)
Immunität (= veränderte Reaktionsbereitschaft des I. gegenüber
Antigenen). Die
beiden Systeme stehen miteinander in Verbindung und beeinflussen sich
gegenseitig.
Spezialisierte Zellen unseres Immunsystems, die Neutrophilen, stellen in
der Abwehr von Krankheitserregern die erste Verteidigungslinie dar. Sie nehmen
in den Körper eingedrungene
Bakterien auf und zerstören diese. Neue Forschungsergebnisse aus dem
Berliner Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie (2004) zeigen nun, dass
Neutrophile noch einen ganz anderen Abwehrmechanismus einsetzen: Sie produzieren
extrazellulär eine faserige Struktur und werfen gewissermaßen ein Netz aus, in
dem die Bakterien gefangen und abgetötet werden.
Weiße Blutkörperchen (Leukozyten) zirkulieren mit dem Blut durch den
ganzen Körper und verlassen die Blutbahn nur dort, wo sie für die Immunabwehr
benötigt werden, wie zum Beispiel in der Nähe von
Entzündungsherden.
Die T -Lymphozyten (T -Zellen, benannt nach dem Thymus, in dem deren
Reifung ausgehend von Stammzellen stattfindet) sind für die zelluläre Immunität
verantwortlich. Sie kontrollieren virusbefallene Körperzellen und wehren Pilzen
und Parasiten ab. T-Helferzellen sind weiße Blutkörperchen, die dazu beitragen,
andere Immunzellen zu aktivieren, wenn der Körper von Viren oder Bakterien
befallen wird. Gleichzeitig helfen sie, eigenes Gewebe zu tolerieren,
Entzündungen zu verhindern oder diese einzudämmen.
Die B-Lymphozyten (B-Zellen) sind für die humorale Immunität
verantwortlich. Humoral weist daraufhin, dass die Immunität über Flüssigkeiten
vermittelt wird und nicht über Zellen direkt. B-Zellen reifen im
Knochenmark. Sie tragen auf ihrer Oberfläche Antikörper (AK),
die ins Blutplasma, das heißt in die Blutflüssigkeit ohne Zellen und ohne
Wundverschlusssystem, abgegeben werden können. AK binden spezifisch
Antigene von
Mikroorganismen, die somit für Abwehrreaktionen als Fremdkörper markiert werden.
AK beziehungsweise Immunglobuline sind eine Familie von Y-förmigen
Proteinen (Eiweißen), die an den Y-Enden
Antigene binden
können. Die Bindungsstellen, die sich rein zufällig während der Reifung der
B-Zellen ergeben, sind bei verschiedenen Immunglobulinen sehr unterschiedlich.
Der Stamm des Y-förmigen Moleküls weist wesentlich geringere Unterschiede auf.
Demnach werden Immunglobuline des Menschen in nur fünf Klassen eingeteilt: IgA,
IgD, IgE, IgG und IgM, die jeweils unterschiedliche Aufgaben haben. IgA kommt in
Speichel, Tränen, Schweiß, Lungen und im Verdauungssystem vor. Es
verhindert die Anlagerung von Bakterien und deren Giftstoffen (Toxine) an
Körperzellen. IgD ist hinsichtlich seiner Funktion noch nicht definiert. IgE
findet sich im Plasma von Gesunden nur in geringer Konzentration, die nur bei
allergischen Reaktionen und Infektionen mit Parasiten erhöht ist. IgG
neutralisiert vor allem Toxine und bindet Mikroorganismen, so dass diese besser
"gefressen" werden können. IgM wird als erstes nach Kontakt mit einem Antigen
gebildet und richtet sich besonders gegen Mikroorganismen." (nach
Dr. Alexander Huwig, Schaan/Lichtenstein)
Antikörper,
Autovakzine,
Biofilm,
Cortison,
Diabetes,
Herpes,
HIV,
Immunsuppression,
Kariesimpfung,
Lichen ruber planus,
Lymphknoten,
Mundflora,
Naturheilverfahren,
Parodontitis,
Parodontitisrisikofaktor,
Plaque,
Sensibilisierung,
Sjögren
Syndrom,
Stress
Impaktion
Impaktierung, impaktierter Zahn, engl.: impaction,
impacted tooth; anatomisch-mechanische Behinderung ("Einkeilung" als
physikalisches Hindernis) eines durchbrechungswilligen Zahns, z.B. aus
Platzmangel oder falscher Lage; häufig bei
Weisheitszähnen auftretend. Dagegen wird das Ausbleiben der
Eruption eines
normal gelegenen und entwickelten
Zahnkeimes
ohne physikalisches Hindernis als primäre
Retention bezeichnet.
Eruption,
Retention
Imperator ™ ,
Winkelstück; heute nicht mehr gebräuchliches Bohrerhandstück; abgelöst
durch schnell-laufende Winkelstücke oder
Turbinen
Bohren
Impfung gegen Karies, engl.: caries
vaccination;
Kariesimpfung
Implantat
künstliche Zahnwurzel, engl.: (dental) implant; welche in
den Knochen des Ober- oder Unterkiefers eingebracht werden. Auf oder an
dieser kann herausnehmbarer oder festsitzender
Zahnersatz verankert werden.
Die Anzahl der gesetzten Implantate in Deutschland ist erheblich
gewachsen, die geschätzte Summe der Implantationen in Deutschland stieg
von 200.000 Implantaten im Jahr 2001 auf schätzungsweise über 1
Millionen in 2010. Etwa 80 Prozent der Implantate werden von 20 Prozent
der implantierenden Zahnärzte eingepflanzt. In D waren in 2007 etwa 5%
der
prothetischen Neuversorgungen implantatgestützt. Damit hat die
Implantologie noch immer einen geringen
Anteil im Vergleich zur konventionellen Versorgung, selbst wenn die
Nachfrage nach dieser Versorgungsform steigt.
In neuerer Zeit (2013) werden I. praktisch nur noch aus
Titan hergestellt. Dieser, auch in der Allgemeinmedizin sehr
erprobte und vielfältig eingesetzte Werkstoff, geht mit dem
Kieferknochen eine feste Verbindung ein (
Osseointegration) und gilt biologisch als besonders verträglich (
Biokompatibilität). Ebenso überwiegend gebräuchlich sind heute I.
in Form von Schrauben - sog.
Schraubenimplantate (engl.: screw-type implant) mit einer
Länge zwischen 8 u. 15 und einem Durchmesser zwischen 3 u. 4
Millimetern. Die Auswahl der Implantatlänge und -breite (s.u.) ist
abhängig vom verfügbaren Knochengewebe und von der erwarteten
okklusalen
Belastung. Allein in D sind derzeit (2013) mehr als 100 versch.
Implantatsysteme erhältlich, welche vom Grundprinzip her ähnlich sind,
sich aber im Implantatdesign, der Oberflächenbeschaffenheit und der
Aufbautenvielfalt unterscheiden.
Nach der Art der Bedeckung durch die
Mundhöhle
unterscheidet man in:
- (halb-)offene Implantate; diese sind in der
ZHK die Regel
- geschlossene Implantate; diese werden vielfach in der
allgemeinen Medizin angewandt
Von der Vorgehensweise und der Operationstechnik werden
unterschieden, wobei beide Formen zu den halboffenen Implantaten
gehören:
Das Implantat selbst kann liegen:
- im Knochen (Normalfall) = enossales Implantat
- unter der Knochenhaut, aber auf dem Knochen = subperiostales
Implantat
- in der Schleimhaut = intramuköses Implantat
Von der Länge her wird unterschieden:
- Normalimplantate ("Langimplantate"): ca. > 8 mm;
Standardversorgung bei normalen anatomischen Verhältnissen
-
Kurzimplantate: 6 - 8 mm Länge; Einsatz bei reduziertem
Knochenangebot
-
Ultra-Kurzimplantate: < 6mm; Einsatz bei stark reduziertem
Knochenangebot
-
Miniimplantate: mit einer Länge zwischen 13 u. 15 mm und einem
Durchmesser von 1,8 bis 2,5 mm
Vom Durchmesser her werden die durchmesserreduzierten
Implantate (kleiner 3,5 mm) von den normalen I. unterschieden:
- bei engen Platzverhältnissen (z.B. Frontzahnbereich) oder
altersbedingter Reduktion des Kieferknochens können diese schmalen
I. helfen, zusätzliche
augmentative Maßnahmen mit den damit verbundenen Risiken und
Kosten zu vermeiden. Generell weisen diese I. höhere
Belastungswerte am
krestalen Knochen auf, sodass marginale Knocheneinbrüche
vorkommen können. Des Weiteren droht bei langjähriger Belastung das
Auftreten von Ermüdungsbrüchen.
Die
Abformung eines I. zur Aufnahme der Suprakonstruktion
kann im Prinzip auf drei versch. Wegen erfolgen:
Implantatmaterialien sind:
- Metall; heute (2013) in der Regel
Titan - Titan Grad 4.
Allergische Reaktionen auf Ti haben eine geschätzte
Prävalenz von 0,6%, sind somit äußerst selten. Bekannt ist, dass
Bakterien ((z.B.: Streptococcus sanguinis und
Lactobacillus salivarius))
in
vitro in der Lage sind, Oberflächendefekte an exponierten
Titan-Oberflächen zu produzieren, was zu einer deutlichen
Verschlechterung der mechanischen Eigenschaften des Implantats
führen kann (Gil FJ, Rodriguez A, E Espinar, Lamas
JM, Padulles E, A Juarez; 2012).
- Aluminiumoxid-Keramiken,
Zirkoniumdioxid-Keramiken (ZrO2)
frühere
Keramiken neigten häufig zu Brüchen oder mussten stark
dimensioniert werden. Mit Zirkoniumimplantaten sollen diese Nachteile
beseitigt zu sein;
Langzeiterfahrungen liegen noch nicht vor (
Zirkoniumoxid), insofern kann noch keine Empfehlung für das I.
selbst ausgesprochen werden. Dagegen haben sich metallfreie
Suprakonstruktionen inzwischen etabliert.
- Kombinationen aus Titan und Keramiken
- Zur Frage nach der Bewährung
von
Zirkoniumdioxid als
Implantatmaterial nahm Prof. Dr. Dr. Jörg Wiltfang (Kiel) 2008
Stellung: Nach wie vor sei Titan der „Goldstandard“
für Implantate. Daran müssten sich andere Werkstoffe messen lassen.
Zirkoniumdioxidkeramiken bezeichnete er als neue Hoffnungsträger.
Immerhin sei das Material chemisch inert und dem
Titan
hinsichtlich Ästhetik und Plaqueresistenz überlegen, in vielen
anderen Charakteristiken jedoch nicht.
Auch in 2010 erfüllen zweiteilige Zirkonimplantate noch nicht die
Belastungsanforderungen.
Wissenschaftlich noch nicht endgültig abgeklärt ist die Frage der
Implantatoberfläche: Nachgewiesen ist, dass in Hinsicht auf eine
frühere Belastungsmöglichkeit eine raue I.-Oberfläche ideal ist (
TPS-Implantat), da sich hier der neue Knochen am besten anlagern
kann; andererseits zeigen auch Studien, dass es bisher keinen
signifikanten Unterschied zwischen den versch. Implantat-Systemen gibt. Dabei zeigt sich, dass die Qualität einer
Implantatoberfläche nicht durch dessen mechanische Rauhigkeit, sondern
durch die Mikromorphologie bestimmt wird. Aktueller Standard (2012) sind
abtragend behandelte Oberflächen mit definierter Rauhigkeit im
Submikron-Bereich. Diese wirken hydrophil und fördern die Anlagerung knochenbildender Zellen. Zusätzlich tragen diese Oberflächen in
unterschiedlichem Ausmaß dazu bei, dass Vorläuferzellen zu
Osteoblasten reifen und Schlüsselfaktoren für die knöcherne
Einheilung synthetisiert werden.
Der Teil des I., welcher sich im Knochen befindet, sollte
mindestens 10 mm lang und 3,75 mm im Durchmesser sein; liegt die
anatomisch verwertbare Knochendicke darunter und sind mindestens noch 3
mm Knochendicke vorhanden, kann eine entsprechende Knochenbreite durch
Bone-Splitting oder -spreading versucht werden (
Augmentation,
Knochenlager).
Alternativ werden in jüngerer Zeit "kurze
u. ultrakurze Implantate" bei mangelndem Knochenangebot
propagiert. Ein derartiger Einsatz, welcher erhebliche Kosten und
chirurgische Eingriffe (
Augmentation) sparen kann, kann aber nur bei guter Knochenqualität
und entsprechendem Implantatdesign erfolgreich sein.
Der Abstand vom I. zum (natürlichen) Nachbarzahn sollte
mindestens 1,5 mm betragen und 5 mm nicht überschreiten; der Abstand
I. zu I. sollte mindestens 3 mm haben (
Osseointegration).
Noch fehlen der Implantologie Ergebnisse
der so genannten
Evidenz-basierten Medizin, welche die Wirksamkeit von Therapien nach
strengen wissenschaftlichen Kriterien und aufgrund der Analyse vieler
Studien beurteilt (
Implantaterfolg und
Tübinger Implantatregister)
Unabdingbar für eine lange Überlebensrate sind optimierte
okklusale Verhältnisse der
Suprakonstruktion und eine optimale
Mundhygiene (
Implantatreinigung).
I. werden - bis auf wenige Ausnahmen - nicht von den
gesetzlichen Krankenkassen bezahlt oder bezuschusst (Stand 2013.
Suprakonstruktionen u. Reparaturen/Erneuerungen der
Suprakonstruktion werden mit einem
Festzuschuss bedacht.
Für Implantate bei
Gesetzlich Versicherten.
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat 2004 ein grundsätzliches
Urteil ("Leitsatzentscheidung") zur Berechenbarkeit von
Implantatnebenkosten (Vorratshaltung, Bohrer) gefällt.
Abdeckkappe,
Abdruckpfosten,
Abutment,
Alveolarmukosa,
biologische Breite,
Blattimplantat,
BOI-Implantat,
Brånemark Implantat,
CCARD,
Champions-Implants,
Computergestützte Navigation,
3D-Printing,
Explantation,
Fachgesellschaften,
Fixturenregistrierung,
Gingivaformer,
Gerüstimplantat,
Implantatanzahl,
Implantatidentifikation,
Implantate - Indikationsklassen,
Implantaterfolg,
Implantatindikation,
Implantat - Komplikationen,
Implantat-Kronen-Ästhetik-Index,
Implantatprophylaxe,
Implantatreinigung,
Implantat:
Risikofaktoren,
Implantat,-temporäres,
Implantationszeitpunkt,
Implantatverlust,
implantologische Fachgesellschaften,
Kaufunktion,
Knochendichte,
Knochenlager (Implantatbett),
Knochensauger,
kombiniert festsitzende Versorgung,
Konnektor,
Magnetkräfte,
Mesostruktur,
Messlehre,
Metallosis,
MicroPlant™-System,
Miniimplantate,
Nadelimplantat,
OMI,
Osseointegration,
Ostel mentor,
Osteometer,
Osteoporose,
Peripilastrium,
Pilotbohrung,
Pink Esthetic Score,
Primärstabilität,
PRP,
Q-Implant-Konzept,
Resonanzfrequenzanalyse,
Robodent,
Satellitenimplantat,
Schaftlochbohrer,
Schleimhautanker,
Sinuslift,
Sofortbelastung,
Sofortimplantation,
Suprakonstruktion,
TPS-Implantat,
Transfixation,
Tübinger Implantatregister,
Verbundbrücke,
Verbundosteogenese,
Zylinderimplantat,intramobiles
.
|

Überarbeitete
Graphik nach
einer Vorlage der Fa.
www.lifecore.de/

Bild-Klick!
Implantat-
bezeichnungen

verschraubte
Implantatkronen

eingeheiltes I. ;
schematisch ist der im Kieferknochen liegende Implantatpfosten
dargestellt

Implantat-Werkstoffe:
Vergleich Titan vs. Zirkoniumdioxid

Bild-Klick!
4 I. im Unterkiefer

statisches Missverhältnis zwischen Implantat- und Kronenlänge bei einem
Kurzimplantat |
Implantatanzahl
Anzahl der Implantate, engl.:
quantity of implants; gerade im zahnlosen
Oberkiefer stellt sich immer wieder die Frage, wie viele Implantate allein
schon aus statischen Gründen nötig sind, um die - im Vergleich zum Unterkiefer -
schlechtere Knochensituation nicht zu überfordern. Als Richtschnur kann gelten,
dass mindestens 60 mm Implantatfixierung vorhanden sein sollten. Dies
bedeutet, dass wenn 1 Implantat 10 mm im Knochen fixiert werden kann, noch
weitere 5 Implantate gleicher Fixierungstiefe gesetzt werden sollten. Sollten
wegen zurückgebildeter Kieferverhältnisse (Atrophie)
diese Richtzahl nicht mehr erreicht werden können, ist ein
Sinuslift unter Umständen indiziert.
Neuere Untersuchungen (2010,
)
lassen diese Richtschnur relativieren: "Innerhalb der Grenzen dieser Studien
wurde geschlussfolgert, dass unabhängig von der verwendeten Anzahl an
Zahnimplantaten, diese die MBF (=
maximale Kaukraft)
bei zahnlosen Patienten steigern. Während Männer eine höhere Kaufkraft zeigen,
scheinen die Parameter Patientenalter und Befestigungstyp keine wichtige Rolle
zu spielen."
Implantate - Indikationsklassen,
Implantaterfolg,
Sinuslift
Mehr
über die Kosten von Implantaten im Implantatforum:
Implantbett, engl.: bone bed or (implant) bone supporting area;
Knochendichte,
Knochenlager
Implantatbrücke, engl.: implant
bridge;
Brücke, Implantat
Implantate - Indikationsklassen
die maßgebenden Verbände (BDO, DGMKG, DGI und DGZI) haben 2008 ein sog. "Konsensuspapier"
verabschiedet und folgende Indikationsklassen zur Implantattherapie erlassen:
Implantat, Implantatanzahl,
Implantatindikation
Implantaterfolg
Erfolgskriterien in der
Implantologie, eng.: criteria of success in implantology; für
die Erfolgsdefinition zahnärztlicher Implantate gibt es bis heute keinen
allgemeingültigen Konsens (sog. Standards), obwohl international
verschiedene Kriterienvorschläge aufgestellt wurden, die den Erfolg
mittels klinischer und röntgenologischer Kontrollparameter bewerten.
Grundsätzlich wird unterschieden in:
- Überlebensrate
sie gibt die Prozentzahl der Implantate an,
welche sich noch zu einem best. Zeitpunkt im Mund befinden - man
nennt dies auch "In-situ-Rate". Damit wird keine Aussage darüber
gemacht, ob das Implantat objektiv überhaupt noch funktionstüchtig
ist. Eine qualitative Aussage fehlt somit.
- Erfolgsrate
hier fehlt es in der Wissenschaft bisher völlig an vergleichbaren
Erfolgskriterien - meist werden negative Ereignisse (z.B.
Periimplantitis, Entfernung des Implantates) als "(Miss-)Erfolg"
gewertet.
Bei der Vielzahl der Erfolgsdefinitionen sind dies die am meisten
angewendete Erfolgskriterienvorschläge: Albrektsson-Kriterien (im
ersten Jahr ca. 1mm, in den darauffolgenden Jahren ca. 0,2 mm
Knochenverlust/Jahr), Jahn-d'Hoedt-Kriterien, Buser-Kriterien,
NIH-Kriterien, Naert-Kriterien.
Allgemein werden folgende Kriterien als I. angesehen:
- Keine anhaltenden Beschwerden wie Schmerzen, Infektionen (Periimplantitis),
Taubheitsgefühl im/um das Operationsgebiet, Neuropathien
- Nur geringer Knochenverlust (0,2 mm) im ersten Jahr in der
Umgebung der künstlichen Zahnwurzel
- Fester Sitz; keine o. nur geringe Beweglichkeit
- Auf dem Röntgenbild ist kein Spalt zwischen dem Implantat und
dem umgebenden Kieferknochen sichtbar
- Patient kommt mit dem Implantat zurecht
(Patientenzufriedenheit), sowohl funktionell wie auch ästhetisch.
Gerade beim späteren Aussehen im sichtbaren Bereich (
rosa Ästhetik) können Wünsche und Machbares auseinanderklaffen.
(s. Abb.)
Eine neuere Definition stammt von der "Pisa Consensus Conference
2007". Hierzu steht in der Veröffentlichung von Dr. Miriam
Thöne-Mühling, Prof. Dr. Ulrich Lotzmann u. Prof. Dr. Reiner Mengel in
"ZPW online vom Juni 2011":
"1. Success (optimum health)
– weder Schmerz noch Druckempfindlichkeit bei funktioneller Belastung
– keine Mobilität
– < 2 mm röntgenologischer Knochenabbau seit Implantation
– keine Exsudation
2. Satisfactory survival
– kein Schmerz bei funktioneller Belastung
– keine Mobilität
– 2–4 mm röntgenologischer Knochenabbau
– keine Exsudation
3. Compromised survival
– Empfindlichkeit bei funktioneller Belastung
– keine Mobilität – 4 mm röntgenologischer Knochenabbau, doch weniger
als ½ der Implantatlänge
– ST > 7mm
– evtl. Exsudation
4. Failure
– Schmerz bei funktioneller Belastung
– Mobilität
– röntgenologischer Knochenabbau weniger als ½ der Implantatlänge
– nicht therapierbare Exsudation
– Implantat nicht prothetisch versorgbar (Sleeper)
– Implantat nicht mehr in situ
Hierbei wird berücksichtigt, dass es periimplantäre Gesundheitszustände
zwischen den Stadien „Erfolg“ und „Misserfolg“ gibt. So fallen in die
Kategorie „Satisfactory survival“ Implantate, die ehemals klinische
Probleme aufwiesen bzw. potenziell gefährdet sind. Wohingegen zur Gruppe
„Compromised survival“ Implantate zählen, welche von Periimplantitis
betroffen sind."
Der Online-Dienst "MedAustria"
berichtet 2012 über eine Studie der Berner Universitätsklinik:
"Risiko eines Implantatverlusts ist gering
Die Studie mit einer Laufzeit von zehn Jahren umfasste mehr als 300
teil-bezahnte Patientinnen und Patienten, bei denen Ende der 90er Jahre
einzelne oder mehrere Zähne durch insgesamt 511 Implantate ersetzt
worden waren. Dabei wurden Titanimplantate mit einer damals neuen
mikrorauen Oberfläche verwendet, die noch heute eingesetzt werden.
Die Nachkontrolle dieser Patienten ergab, dass über diese Zeit lediglich
sechs Implantate nicht gehalten hatten, was einer Verlustrate von 1.2
Prozent entspricht. Weitere 1.8 Prozent der Implantate zeigten während
dieses Zeitraums eine biologische Komplikation in Form einer Infektion.
«Die Resultate haben unsere bereits optimistischen Erwartungen
übertroffen», freut sich Daniel Buser, Direktor der Klinik für
Oralchirurgie und Stomatologie, der mit Giovanni Salvi,
stellvertretender Direktor der Klinik für Parodontologie, und Urs
Brägger, Leiter der Abteilung für Kronen- und Brückenprothetik, die
Studie durchgeführt hat. «Solche Kennzahlen sind für uns wichtig, damit
wir den Patientinnen und Patienten die Risiken darlegen können.»
Der Zahnmediziner betont, dass die Studie unter strikten Bedingungen
durchgeführt worden sei, da nur evidenz-basierte Behandlungsmethoden zur
Anwendung kamen, wissenschaftlich gut dokumentierte Implantate verwendet
wurden und die meisten Patienten eine gute Mundhygiene betrieben sowie
regelmässig mit Dentalhygienekontrollen betreut wurden."
Vorsicht ist bei Aussagen wie "nach 5 Jahren noch 97 % an Ort und
Stelle" angebracht, da mangels eindeutiger Erfolgskriterien nichts
darüber ausgesagt wird, wie der Zustand dieser Implantate ist; andere
Statistiken zählen das erste Jahr der Implantateinpflanzung
(stillschweigend) gar nicht erst mit, da in dieser Zeit der größte
Verlust auftritt.
Explantation,
Gerüstimplantat, Implantat,
Implantatanzahl,
Implantatindikation,
Implantate -
Indikationsklassen,
Implantat - Komplikationen,
Implantatprophylaxe,
Implantat:
Risikofaktoren,
Implantatverlust,
Implantationszeitpunkt,
Knochenlager,
Periimplantitis,
Pink Esthetic Score,
Sekundärstabilität,
Tübinger Implantatregister
|

kosmetisch unbefriedigendes Ergebnis |
Implantatidentifikation
Identifizieren eines Implantats, "Implantatsteckbrief", engl.: dental
implant identification; immer neue Implantatsysteme und die in der Vorzeit
der allgemeinen Implantation teilweise "exotischen" Systeme machen die
Identifikation dessen, was in den Kiefer inseriert wurde schwierig, denn in der
Anfangszeit der Implantation waren Dinge wie Implantpass oder
Komformitätserklärung nach dem
MPG
noch unbekannt. Allein in D sind derzeit (2010) mehr als 100 versch.
Implantatsysteme erhältlich, welche vom Grundprinzip her ähnlich sind, sich aber
im Implantatdesign, der Oberflächenbeschaffenheit und der
Aufbautenvielfalt
unterscheiden. Häufig führt ein Anruf bei dem Kollegen, der das Implantat
gesetzt hat, zu einem Erfolg. Hilft dies nicht weiter, so besteht eine gute,
wenn auch aufwendige Chance, das System aufgrund einer Röntgenaufnahme zu
identifizieren. Hauptkriterien sind dabei:
die äußere Form mit der Zahl der Gewinde sowie Schneidewinkel und Steigung der
Gewindegänge
apicale Öffnung bzw. Abrundung
evtl. vorhandene Kunststoffanteile
Form des Durchtrittsbereichs durch die Gingiva und die Koppelung mit dem
Abutment
Nachfolgende Links können bei der Identifikation im Internet hilfreich sein:
Implantatindikation
engl.: implant indication; ist an strenge Voraussetzungen
geknüpft:
perfekte Mundhygiene, besonders am Übergang zwischen Implantat
und Zahnfleisch muss eine optimale
Plaquefreiheit vorhanden sein
befriedigende anatomische Voraussetzungen: wo kaum noch
Kieferknochen vorhanden ist - z.B. durch eine stark fortgeschrittene "Parodontose"
- , kann auch nichts mehr eingepflanzt werden. Eine Ausnahme stellen
hier die subperiostalen Implantate und das
Sinusliftung dar. Generell ist die Knochenmasse und Dichtigkeit und
somit der Implantaterfolg im Unterkiefer besser als im Oberkiefer.
keine schweren Grunderkrankungen, wie z.B. Bluterkrankungen (Leukämie),
nicht eingestellte Zuckerkrankheit (Diabetes
mellitus), ständige Zufuhr von Blutverdünnern (Marcumar-Therapie als
Infarkt-Prophylaxe), chronische Störungen des Immunsystems, rheumatische
Erkrankungen, schwere Leber- und Nierenleiden, schlechter allgemeiner
Körperzustand, Alkohol-, Nikotin- und Drogenabhängigkeit. Auch bei
regelmäßiger Einnahme von
Cortison,
Immunsuppressiva und Zytostatika ist
eine Implantation nicht angezeigt. Eine Therapie mit
Bisphosphonaten (auch Jahre zurückliegend) stellen ein besonderes
Problem dar.
Implantate bei Jugendlichen können wegen des stark im Wachstum
befindlichen Kiefers bei Mädchen erst frühestens etwa ab 15 und bei
Jungen ab 17 Jahren eingegliedert werden (
Implantationszeitpunkt); der
darauf ruhende Zahnersatz sollte - außer bei Einzelzahnimplantaten -
nachträglich dem wachsenden Kiefer angepasst ("unterfüttert")
werden können.
Die Implantat- und später die Zahnersatzversorgung stellen hohe
Anforderungen an Zeit, Technik und Geschick des Behandlers. Es
müssen deshalb mehrere Termine eingeplant werden und entsprechende
finanzielle Mittel vorhanden sein.
regelmäßige Kontrollen in einer zahnärztlichen Praxis (sog.
Recall; mindestens 2mal im Jahr), um rechtzeitig negative
Veränderungen zu erkennen und zu beheben (z.B.
Unterfüttern des Zahnersatzes, Korrektur des Bisses, Behandlung von
Implantat-Zahnfleisch-Taschen)
Bisphosphonate, Implantat,Implantat
- Komplikationen,
Implantat: Risikofaktoren,
Implantat,-temporäres,
Implantatverlust,
Osteoradionekrose
Implantate -
Indikationsklassen |

Beispiel einer Fehlindikation |
Implantationszeitpunkt
1.) frühester bei Jugendlichen
frontaler Oberkiefer: Mädchen 15 Jahre, Jungen 17 Jahre
lateraler Oberkiefer: nach Beendigung des
skelettalen
Wachstums
frontaler Unterkiefer: schon im Kindesalter, vor allem bei angeborener
Zahnlosigkeit bzw. -unterzahl
lateraler Unterkiefer: nach Beendigung des skelettalen Wachstums
2.) nach einer Zahnextraktion, engl.:
time of implantation (after a tooth extraction); Zeitpunkt des Setzens eines
Implantates im Anschluss an eine
Extraktion.
Nach der IP-Konsensus-Konferenz
(2003) wird nach "Typen" unterteilt:
Typ 1 :
Sofortimplantation
Typ 2 : 6-8 Wochen nach Extraktion. Die Weichgewebsheilung ist weitgehend
abgeschlossen
Typ 3: 3-4 Monate nach Extraktion. Das Weichgewebe ist abgeheilt, der Knochen
beginnt zu heilen; als
Goldstandard
bezeichnet (2007)
Typ 3: ab 6 Monate nach Extraktion. Spätimplantation im abgeheilten Knochen
Allgemein gilt, dass sich ein- bis zweiwurzlige Zähne wegen einer guten
Primärstabilität besser für eine Typ 1 oder Typ 2 - Implantation eignen; bei
dreiwurzligen Zähnen (Oberkiefer-Molaren)
besteht häufig eine Diskrepanz zwischen Implantat und umgebenden Knochen, da bei
prothetisch gewünschter Implantatposition das Implantat meist in das Gebiet
zwischen den Wurzeln (Wurzelseptum) gesetzt werden muss.
Implantatkinematik,
Auslenkung
Implantat - Komplikationen
die Insertion dentaler Implantate gilt als sicheres chirurgisches Verfahren.
Chirurgische Komplikationen, die vor allem in ungünstigen anatomischen
Verhältnissen und/oder reduziertem Knochenangebot auftreten, können die
Verletzung von Nachbarstrukturen involvieren. Eine sachgerechte prothetische
Versorgung erfordert eine ausreichende präoperative Planung unter funktionalen
Aspekten. Biologische und mechanische Grenzen müssen berücksichtigt werden.
Durch Knochenersatzmaterial verursachte Komplikationen können anatomische
Defekte vergrößern.
Zu diesen hauptsächlichen Komplikationsfaktoren hat der Bundesverband der
implantologisch tätigen Zahnärzte in Europa (BDZI EDI) 2010 einen
Leitfaden
herausgegeben.
Implantatidentifikation,
Tübinger Implantatregister
Implantat-Kronen-Ästhetik-Index
ICA = Implantat Crown Aesthetic Index; aus neun Parametern
bestehende Messzahl zur Bewertung einer Implantatkrone und der darum
befindlichen Weichgewebe. Bei ästhetischen Abweichungen im Vergleich zu
einem gewählten Referenzzahn werden "Strafpunkte" vergeben.
Pink Esthetic Score |

kosmetisch unbefriedigendes Ergebnis |
Implantatlager, engl.: bone bed
or (implant) bone supporting area;
Knochendichte,
Knochenlager
Implantatprophylaxe
engl.: implant prophylaxis; Oberbegriff für vielfältige Maßnahmen,
besonders auf dem Gebiet der
Implantatreinigung und
Implantatnachsorge im Sinne eines Langzeiterfolges einer
Implantatinsertion.
Implantatprothetik; besser:
Impantologieprothetik, engl.: implant prosthodontics; Schlagwortbez.
für eine prothetische Maßnahme auf der Basis von
Implantaten
Implantatreinigung
Implantoplastik, engl.: implantant cleaning; der biologische
Schwachpunkt jedes Implantates ist die Übergangsstelle von der Mundhöhle in den
Kieferknochen am Implantathals. Diesen beim natürlichen Zahn
bakteriendichten Verschluss kann es bei einer künstlichen Zahnwurzel nicht
geben. Umso mehr muss gerade dieses Gebiet besonders gut gereinigt und gepflegt
werden, soll es nicht durch eindringende Bakterien zu der gefürchteten
Periimplantitis mit einem möglichen Abstoßen des Implantates kommen.
Ziel ist eine schonende und gründliche Entfernung von
Plaque und
Zahnstein (
PZR) an allen Zahn- und Implantatoberflächen einschließlich der
Suprakonstruktionen. Dafür stehen grundsätzlich
Ultraschallinstrumente, Handinstrumente und
Pulver-Wasser-Strahlgeräte zur Verfügung.
Um
Zahnstein an Implantatoberflächen zu entfernen, ist auf den Einsatz von
Metallinstrumenten zu verzichten, diese könnten zum Verkratzen der Oberfläche
und so zu Kristallisationspunkten für die schädliche
Plaque führen.
Für Schall- und Ultraschallgeräte gibt es deshalb spezielle Kunststoff- oder
Karbon-Aufsätze. Auch der Einsatz von Pulver-Wasser-Strahlgeräten hinterlässt
eine glättere Oberfläche als herkömmliche Instrumente. Nachteilig ist allerdings
bei diesen unter Druck arbeitenden Geräten, dass das dem Implantat anliegende
Zahnfleisch bei unsachgemäßer Anwendung verletzt werden kann. Deshalb wird die
Politur am besten mit einem weichen Gumminapf und feiner Polierpaste
durchgeführt, wenn hierfür ein Zugang gegeben ist. Ferner empfiehlt sich der
Einsatz von
Zahnseide und die regelmäßige
Spülung mit einer
Chlorhexidinhaltigen-Lösung.
Airflow mit Glycinpulver kann im Vergleich zu Natriumbicarbonatpulver als
überlegene Methode, um Plaque an Zahnimplantaten zu entfernen, angesehen werden,
weil Glycin weniger aggressiv ist. Darüber hinaus scheint die Verwendung von
Glycinpulver eine aktive Rolle bei der Hemmung der bakteriellen Wiederbesiedlung
von Implantaten in einer kurzen Testphase (24 h) zu besitzen.
Implantat,
Implantatprophylaxe,
Periimplantitis
Implantat
Risikofaktoren, engl: implant: risk factors; folgende
Gegebenheiten gelten hauptsächlich als Risikofaktoren für eine erfolgreiche
Implantation. Je nach Schwere verbieten sie ggf. eine Implantation ganz:
-
medizinische
Knochenerkrankungen (z.B.
Osteoporose)
immunologische Erkrankungen
Einnahme von Steroiden (z.B.
Cortison)
nicht eingestellter
Diabetes mellitus
Bisphosphonat-Therapie; dies besonders bei Patienten, die Stickstoff
enthaltende Bisphosphonate wie Pamidronat und Zoledronat erhalten
Knochenbestrahlungen
-
parodontale
aktive Parodontopathie
rezidivierende Parodontitis in der Anamnese
genetische Faktoren
-
Nikotinkonsum
Definition: leichter Raucher = < 10 Zigaretten/Tag; starker Raucher = > 10
Zigaretten/Tag. Neuere Untersuchungen (Sverzut AT, Stabile
GA, de Moraes M, Mazzonetto R, Moreira RW.; Division of Oral and
Maxillofacial Surgery, State University of Campinas, Piracicaba, São Paulo,
Brazil (J Oral Maxillofac Surg. 2008 May;66(5):1004-9)) kommen zu
anderen Ergebnissen und stellen fest: "... Ablehnung von Implantaten bei
Rauchern lässt sich anscheinend wissenschaftlich nicht stützen."
-
Mundhygiene /
Compliance
Kontrolle der häuslichen Mundhygiene /
Recall / Überprüfung des
Gingivaindex
-
funktionelle
Bruxismus
tiefer Überbiss
Kopfbiss
Implantat,
Implantaterfolg,
Implantatidentifikation,
Implantat - Komplikationen,
Osseointegration,
Tübinger Implantatregister
Implantat-Stabilitäts-Quotient (ISQ,
implant stability quotient);
Resonanzfrequenzanalyse
Implantat
temporäres, provisorisches Implantat, engl.: temporary
implant; besonders wegen eines weiteren chirurgischen Eingriffs und
aus Kostengrünen wenig praktiziertes Vorgehen im Rahmen einer
Implantation oder bei
Kieferorthopädischen Behandlungen. T. I. können
provisorische prothetische Versorgungen aufnehmen und so Weich- und
Hartgewebe schonen, als kieferorthopädische Verankerung dienen
(Befestigung von Regulierungsapparaten in zahnlosen Kieferabschnitten)
und helfen, die Bohrschablone bei der definitiven Implantation zu
fixieren (Herstellung einer Bohrschablone durch Doublierung der
Interimsversorgung; dies erlaubt ein präzises Platzieren der
definitiven Implantate an vorher festgelegter Lokalisation).
Implantat,
Miniimplantat |

|
Implantatverlust
engl.: implant loss; unterteilt nach:
der "Survival rate", d.h., das Implantat selbst ist vorhanden, der
Zustand (normal eingeheilt oder Störungen wie z.B.
Periimplantitis) wird nicht berücksichtigt
dem echten Verlust
Über 90 Prozent aller Implantate sind im Sinne einer "Survival rate" noch zehn
Jahre nach der Implantation erhalten. Doch 16 Prozent der Patienten und 7
Prozent der Implantate zeigen nach 9 bis 14 Jahren Entzündungszeichen
Periimplantitis. Das belegt eine Untersuchung aus Schweden (2005).
Risikofaktoren waren
Rauchen und eine vorausgegangene
Parodontitis. Ebenso spielen genetische Faktoren eine noch nicht genauer
bekannte Rolle (2005). So scheinen beispielsweise bestimmte Variationen
(Gen-Polymorphismen) in der genetischen Bauanleitung von Entzündungs- und
Immunbotenstoffen wie Interleukinen das Risiko für eine Parodontitis zu erhöhen.
Ebenso berichten Forscher , dass das Verhältnis zwischen bestimmten Rezeptoren
und Liganden, welche die Bildung und das Überleben von
Osteoklasten
steuern, bei einer Periimplantitis verändert sind.
Bisphosphonate, Implantat,
Implantatidentifikation,
Implantat: Risikofaktoren,
Osseointegration,
Tübinger Implantatregister
Implantologie
engl.: implantology; Lehre von dem Einpflanzen körperfremder
(alloplastischer) Materialien zum Ersatz eigener (verloren gegangener)
Organfunktionen mit dem Ziel der gewebeverträglichen Einheilung
(Biointegration).
Implantat,
Implantologie (Bezeichnungen,
Titel),
implantologische Fachgesellschaften
Implantologie
Bezeichnungen, Titel, engl.: designations, titles in Implantology;
bisher gibt es in D keinen klassischen
Fachzahnarzt für Implantologie, da diese Art der Weiterbildung in den
entsprechenden Ordnungen nicht existiert (2007). Folgende Titel in der
Implantologie bestehen beispielhaft, wobei das öffentliche Führen unter Umständen
problematisch sein kann; nähere Auskünfte durch die
Zahnärztekammern; in Klammern die jeweiligen verleihenden Organisationen:
Executive Master in Oral Medicine in Implantology, (IMC)
Master of Science Dental, (Donau Universität Krems)
Master of Science in Oral Implantology, (Universität Amsterdam – ACTA)
Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie, (Praxisschildfähig je nach
Landeszahnärztekammer)
Spezialist Implantologie, DGZI
Spezialist für Implantologie, EDA
implantologische
Fachgesellschaften,
Weiterbildung
implantologische
Fachgesellschaften
engl.: associations of oral Implantologists; 2009 existierten in D
mehrere implantologische
Vereinigungen mit über 100 Mitgliedern, welche den implantologisch tätigen oder
interessierten Zahnärzten zur Seite stehen. Sie untergliedern sich in:
- rein wissenschaftliche Fachgesellschaften
Deutsche Gesellschaft für Implantologie im Zahn-, Mund- und Kieferbereiche
e.V. - DGI,
Gründungsjahr 1994 ; ~ 8.000 Mitglieder (2012; damit größte
wissenschaftliche Fachgesellschaft in Europa; enge Verzahnung mit
Hochschullehrern)
Deutsche Gesellschaft für Zahnärztliche Implantologie e.V. -
DGZI , 1970 von sieben
implantologisch tätigen Zahnärzten in Bremen ins Leben gerufen; älteste
implantologische Gruppierung Europas; ~ 3.500 Mitglieder
Deutsches Zentrum für Orale Implantologie e.V. -
DZOI, Gründungsjahr
1990 ; ~ 350 Mitglieder
- berufspolitisch bzw. wissenschaftliche Fachgesellschaften
Bundesverband der implantologisch tätigen Zahnärzte in Europa e.V. im Sinne
einer berufspolitischen Gesellschaft -
BDIZ mit EDI,
Gründungsjahr 1989 ; ~ 3.000 Mitglieder
Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer und Gesichtschirurgie e.V.;
berufspolitische und wissenschaftliche Fachgesellschaft; -
DGMKG,
Gründungsjahr 1951 ; ~ 1.420 Mitglieder
Berufsverband Deutscher Oralchirurgen; berufspolitisch tätig -
BDO,
Gründungsjahr 1983 ; ~ 900 Mitglieder
- Zusammenschlüsse mit besonderen Merkmalen
European Centers for Dental Implantology (ECDI);
2009 gegründete Gruppe von implantologisch tätigen Praxen und Kliniken,
welche sich besondere Qualitätsanforderungen gesetzt haben
- weltweite wissenschaftliche Fachgesellschaften.
AO Academy of
Osseointegration, über 6000 Mitglieder, in über 70 Ländern der Welt
vertreten
AAID, American Academy of
Implant Dentistry, 1951 gegründet, mehr als 3.500 Zahnärzte als
implantologische Mitglieder
International Congress of Oral Implantologists -
;
Gründungsjahr 1972 ; in über 80 Ländern vertreten
Implantoplastik;
Implantatreinigung
Impregum ® , bekanntes
Abdruckmaterial für Präzisionsabformungen.
Polyether;
#
Impressionsfraktur
"eingedrückter Knochenbruch", engl.: depression fracture; meist
durch stumpfe Gewalteinwirkung (Hammer, Stein) verursachtes Eindrücken des
Knochens nach innen, welcher im Extremfall zu einem Loch- oder Stanzbruch führen
kann. Hauptsächlich an der
Schädelkalotte
beobachtet.
Kieferbruch
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