EADPH
European Association of Dental Public Health; europaweit tätiger Verein
zur Entwicklung von "Mundgesundheitsstrategien" im Bezug auf eine Verbesserung
der öffentlichen Zahngesundheit. Eine enge Kooperation mit der zuständigen
Kommission der EU wird angestrebt.
Eagle-Syndrom
nach dem US-amerikanischen HNO-Arzt Watt Weems Eagle benannt, der das Syndrom
1937 erstmals beschrieb und welches auf einen verlängerten Processus styloideus
(Griffelfortsatz des Schläfenbeins) oder ein verknöchertes Ligamentum
stylohyoideum zurückzuführen ist und dadurch das
Zungenbein
tangiert. Das Syndrom geht mit
neuralgiformen
Schluckbeschwerden, Ohren-, Hals-, Kopf und Nackenschmerzen, insbesondere bei
einseitigen Kopfbewegungen, einher. Weiter bestehen unklare Gesichts- und
Kauschmerzen.
(Eastman)
interdental bleeding index (EIB)
SBI
easy to clean Effekt
in der
ZHK Schlagwortbez. für Methoden im Rahmen der
Nano-Technologie, welche die Zahnoberfläche derart versiegeln, dass sich
daran kein Biofilm
und damit
kariesauslösenden Bakterien anhaften können ("Bakterien perlen von der
Zahnoberfläche ab"). Sollten derartige Beschichtungen in die Praxis dauerhaft
umzusetzen sein, so könnte ein drastischer Rückgang bei den Volksseuchen
Karies und
Zahnbetterkrankungen ("Parodontose") erreicht werden. Die Forschung
konzentriert sich dabei auf flüssige Nano-Kunststoffe auf
Komposit-Basis
(2009). Experten räumen derartigen Methoden ein großes Zukunftspotential ein.
EBA-Zement
Abk. von Ethoxibenzoeacid; von den
Zinkoxid-Eugenolzementen abgeleitete
Befestigungs- oder
Unterfüllungs-Materialien mit einem Zusatz von etwa 60 % Ethoxibenzoesäure.
Die mechanischen Eigenschaften liegen zwischen einem provisorischen und
definitiven Zement; eine
Reizung des Zahnnervs wird als gering eingestuft. Bestandteile: Flüssigkeit:
Eugenol und
Ethoxibenzoesäure, Pulver: modifiziertes (Zusatz von Aluminiumoxid)
Zinkoxid.
Befestigungszemente,
Unterfüllung
EBM, Evidence-Based
Medicine;
Evidenzbasierte Medizin
ECC
Early Childhood Caries, frühe Milchzahnkaries;
Krankheitsbezeichnung ohne genauere Definition im Milchgebiss. In der
Literatur wird derzeit (2010) überwiegend jegliche Karies bei unter
Sechsjährigen mit diesem Ausdruck bedacht, ohne auf genauere Kriterien
einzugehen. Hieraus ergeben sich im internationalen Vergleich stark
differierende Zahlen im Bezug auf eine
Prävalenz. Dadurch bedingt wird auch die unterschiedliche
Ätiologie der beiden Hauptkariesformen in diesem Alter vermischt:
Nuckelflaschenkaries und gewöhnliche
Karies.
Entstehung ist - wie bei jeder
Karies -
multifaktoriell: hohe Zufuhr von
Kohlenhydraten und
Zucker,
weiche Speisen, schlechte
Mundhygiene, frühe Infektion mit
kariogener
Mikroflora,
Hypoplasien, Fehlernährung, niedriger Sozialstatus (als häufige
Assoziation) usw. . Im Speichel von Kindern mit ECC finden sich
im Vergleich zu Speichel von Kindern mit kariesfreien Gebissen erhöhte
Konzentrationen der Antikörper
sekretorische IgA und IgG. Die erhöhten IgG-Werte werden als
Reaktion auf Entzündungsprozesse der
Gingiva, die hohe IgA-Konzentration wird als Reaktion auf die hohe
Belastung der Kinder mit
kariogenen Bakterien, insbesondere
St. mutans, interpretiert.
Nach Wyne (1999) lässt sich die ECC in die folgenden Typen
untergliedern (aus zm-online):
Typ I (leicht bis mittelgradig)
Isoliert vereinzelte kariöse Läsionen an Milchmolaren und/oder
Milchschneidezähnen
Ursache: kariogen feste oder halbfeste Nahrung bei unzureichender
Mundhygiene
Betroffene Kinder: meist zwischen zwei und fünf Jahren
Typ II (mittelgradig bis schwer)
Kariöse Läsionen an den Milchschneidezähnen im Oberkiefer (abhängig vom
Alter mit oder ohne Molaren-/Eckzahnkaries)
Schneidezähne im Unterkiefer sind kariesfrei
Ursache: verlängerte Trinkzufuhr aus Saugerflaschen oder extrem
ausgeprägtes Stillen ("at-will-breast-feeding") bei guter oder
schlechter Mundhygiene
Betroffene Kinder: bald nach Durchbruch der ersten Milchzähne
Typ III (schwer)
Kariöse Läsionen an (fast) allen Milchzähnen, auch die unteren
Schneidezähne sind betroffen
Ursache: insgesamt kariogene Ernährung und unzureichende Mundhygiene
Betroffene Kinder: meist zwischen drei und fünf Jahren
Erhaltung von Milchzähnen,
Speichel |


tief zerstörte Backenzähne im Milchgebiss |
ECDI
European Centers for Dental Implantology; 2009 gegründete Gruppe von
implantologisch tätigen Praxen und Kliniken, welche sich besondere
Qualitätsanforderungen gesetzt haben: Die Ärzte der Zentren müssen seit
mindestens 15 Jahren implantologisch tätig sein und mindestens 3.000
Implantate
gesetzt haben. Die Zentren sind einer leitliniengerechten und wissenschaftlich
gesicherten Therapie verpflichtet.
Eckzahn
Augenzahn, Hundszahn,
dens caninus, dens
cuspidatus, engl.: canine or cuspid(tooth),
eyetooth für den oberen E.; zu den
Frontzähnen gehörender 3. Zahn (von der Mitte nach hinten) im Ober-
und Unterkiefer, sowohl im
Milchzahn-
wie im bleibenden
Gebiss; etwa zwischen dem 10. und 12.Lebensjahr als letzter
Frontzahn durchbrechend (
Dentition). Dadurch, dass schon die anderen Schneidezähne und meist
auch schon die kleinen Backenzähne (Prämolaren)
durchgebrochen sind, kann es im zu kleinen Kiefer zu einem Verhalten im
Knochen (Retention)
- Eckzahnretention - oder zu einem Durchbrechen vor oder über die
eigentliche
Zahnreihe ("nach außen") - Eckzahnaußenstand (Abb. rechts
unten) bzw. Eckzahnhochstand (Abb. unten) - kommen.
Eckzahndistanz,
Frontzahn,
Prämolarisation,
Retention,
Schneidezahn,
Simon Aug-Punkt,
Wechselgebiss,
Zahngrößen (Breite, Dicke, Länge) |

rechter oberer E. aus versch. Sicht |

Eckzahnaußenstand bei
einem
Engstand

|
Eckzahnbreite
Eckzahndistanz, EZD, nach Little (1975) engl.: bicanine
breadth or width; Abstand zwischen den Eckzahnspitzen eines
Kiefers, bzw. zwischen den vermuteten Eckzahnspitzen ibei
abgeschliffenen Eckzähnen. Infolge des Kieferwachstums tritt besonders
zwischen dem 6. u. 9. Lebensjahrs eine starke Vergrößerung mit
nachfolgend abgeschwächter Tendenz auf. |

|
Eckzahnführung
Eckzahn-geführte
Okklusion, engl.: canine guidance or cuspid guidance or
canine rise;
dynamische Okklusion unter Hauptbeteiligung der Ober- und Unterkiefer-Eckzähne;
bei der Seitwärtsbewegung (Laterotrusionsbewegung)
haben nur die Eckzähne von Ober- und
Unterkiefer der
Arbeitsseite miteinander Kontakt. Alle anderen Zähne der Arbeits- und
Balanceseite stehen sofort nach Einsetzen dieser Bewegung außer Kontakt.
Dadurch entsteht ein Schutz der übrigen Zähne vor horizontalen Kräften, welche
auf den Eckzahn selbst aufgrund seiner
parodontalen Stabilität nur wenig Einfluss haben sollen.
Frontzahnführung,
Gnathologie,
Gruppenführung,
Okklusion,
Okklusionskonzepte,
Zentrik
Eckzahnlücke;
Affenlücke
Eckzahnrelation;
Molarenrelation
ECM-Methode, (= electrical caries monitor,
Lode Medical Technology, Groningen, NL), elektrische Widerstandsmessung,
engl.: electrical resistance test;
Kariesdiagnostik
ECTS-Leistungspunktesystem
"ECTS" ist die Abk. von "European Credit Transfer System". System zur
Anrechung, Übertragung und Akkumulierung von Studienleistungen; 1989 im Rahmen
von ERASMUS eingeführt. Die Deutsche Hochschulrektorenkonferenz hat in 2004
beschlossen "... Kreditpunkte sollen an allen Hochschulen zügig eingeführt
werden und auch für hiesige Studierende wichtig werden. Neben den bisherigen
absoluten Noten sollen die Hochschulen künftig zusätzlich relative nach dem
Muster des ECTS vergeben... ... ECTS basiert auf der Übereinkunft, dass das
Arbeitspensum von Vollzeitstudierenden während eines akademischen Jahres 60
ECTS-Credits ergibt. Das definierte Arbeitspensum liegt in Europa im
Durchschnitt bei 1500 Stunden pro Jahr; in Deutschland geht man von 1800 Stunden
aus. Das bedeutet, dass ein Credit 25-30 Arbeitsstunden entspricht. Das
Arbeitspensum bezieht sich auf die Zeit, die die Lernenden im Durchschnitt
benötigen, um die für die jeweilige Veranstaltung oder das Modul genau zu
definierenden Lernergebnisse zu erzielen.
Bologna-Prozess,
Master
EDA
European Dental Association; die EDA wurde 1999 als Dachverband für
Fortbildungsorganisationen und –Institutionen gegründet. Sie bietet die
Möglichkeit eines Zusammenschlusses aller Gruppen und Institutionen, die in der
Weiterbildung engagiert sind sowie Einzelmitgliedschaften für Zahnärzte, die
sich in einem oder mehreren Fachbereichen spezialisieren wollen oder bereits
spezialisiert haben.
Edelmetalle
engl.: precious (noble) metals; hierzu gehören nach
Definition chemisch besonders beständige Metalle (
Korrosion) wie Gold, sowie die Platinmetalle: Platin, Iridium, Osmium,
Palladium, Rhodium, Ruthenium und im weiteren Sinn auch:
Silber und
Quecksilber; hinzu kommen noch weitere Metalle, die eine noch höhere
Korrosionsbeständigkeit besitzen aber nicht zu den E. gezählt werden:
Titan,
Zirkonium, Hafnium, Vanadium, Nion,
Tantal, Chrom, Molybdän und Wolfram. E. werden von Salzsäure nicht
angegriffen.
In der
ZHK gebräuchliche E. für Zahnersatz:
Legierungen. Die E. liegen dabei selten in reiner Form vor, sondern
aus Stabilitäts- und/oder Kostengründen als Legierungen.
Duktilität,
Legierungen,
Legierungspass,
NEM
(NichtEdelMetalle),
Schwund,
Spannungsreihe v. Metallen,
Spargold
Edentation, engl.: do.; teilweise oder
vollständige
Zahnlosigkeit, welche durch eine
Zahnentfernung bedingt ist
Edgewise-Technik
festsitzende kieferorthopädische Behandlung mittels runden Drähten und
Vierkantaußenbögen (Kantenbogentechnik) zur
körperlichen Bewegung von Zähnen;
Gable Biegung,
Light-wire-Technik,
Multibandbehandlung,
Straight-wire-Technik
EDI, European Association of Dental
Implantologists; BDIZ EDI (Bundesverband der implantologisch tätigen Zahnärzte
in Europa);
Edlan-Mejchar Operation
parodontalchirurgisches Vorgehen mittels gestieltem
Schleimhautlappen mit dem Ziel einer Vergrößerung der
befestigten Gingiva
bzw. einer Vertiefung der
Umschlagfalte
als Alternative zur klassischen
Verstibulumplastik; als
präprothetische Maßnahme tritt dadurch eine relative Erhöhung des
Alveolarfortsatzes ein.
EDTA
Abk. von Ethylene Diamine Tetra-Acetate, engl.: do., auch ÄDTA =
Äthylendiamintetraacetat , Editinsäure, Ethylendiamintetraessigsäure; es
handelt sich um einen organischen Chelatkomplex eines von 2 N- und 4 O-Atomen
gebildeten Oktaeders, dessen 12 Kanten z.T. durch (leicht sich auflösende)
O-O-Brücken verbunden sind; bei Kontakt mit
Natriumhypochlorid (NaOCl) wird
naszierender
Sauerstoff freigesetzt. EDTA bildet mit Metallionen lösliche Komplexe (Chelate);
Einsatz bei der Wurzelkanalaufbereitung (Auffinden und Erweitern von
Wurzelkanälen, "chemische Wurzelkanalaufbereitung") und bei der
mechanischen Aufbereitung in Gel-artiger Konsistenz als "Gleitmittel" empfohlen.
EDTA bewirkt weiter eine
interne Bleichung und eine Auflösung der präparationsbedingten
Schmierschicht. Da EDTA lediglich eine auflösende, aber keine reinigende
Wirkung hat, wird die Kombination mit
Natriumhypochlorid (NaOCl) als Spüllösung empfohlen. Handelsnamen: z.B.
Calcinase™, Glyde-Gel™.
Weiter findet sich EDTA auch als Zusatz in versch.
Lokalanästhetika: als zusätzlicher Stabilisator der beiden Wirkstoffe, des
Vasokonstriktors (z.B. Adrenalin) und des Anästhetikums (z.B. Articain).
EDTA ist seit 1948 als Medikament in den USA für die Ausschwemmung von
Schwermetallen und seit 2002 für die Notfallmedizin bei Hypercalcämie und
Arrhythmie zugelassen.
MTAD,
Natriumhypochlorid,
Wurzelkanalbehandlung
EDV
in der Zahnarztpraxis, Dental-EDV, Praxiscomputer, engl.:
EDP in the dental practice, practice computer; etwa ab 1980 vereinzelt
eingesetzte, im Jahr 2007 in fast allen Zahnarztpraxen vorhanden. Der
einschlägige Software-Markt ist schwierig zu durchschauen: Viele Angaben der
Hersteller lassen sich nicht miteinander vergleichen bzw. interpretierbar.
Insgesamt waren 2009 93 Programme auf dem Markt.
Im Abrechnungsverkehr mit den
KZVen
darf nur eine von der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV)
geprüfte und zugelassene Software ("KZBV-Modul") eingesetzt werden. Bei
der Vielzahl der Softwareanbieter werden etwa /
der Marktanteile von den 4 großen Softwareanbietern ZVG, CompuDent, ChreMaSoft
und Dampsoft gehalten, wobei die Firmen CompuDent, ZVG, ChreMaSoft und CompuPlan
zur CompuDent-Gruppe gehören und mehr als die Hälfte des Marktes ausmachen.
Ab 1. Januar 2012 müssen alle Praxen ihre vertragszahnärztlichen
Leistungen mit ihrer
KZV grundsätzlich in papierloser Form abrechnen. Das gilt für sämtliche
Leistungsbereiche, also konservierend-chirurgische Leistungen ebenso wie
Leistungen in den Bereichen Parodontalerkrankungen, Kieferorthopädie,
Kieferbruch und Zahnersatz. Auch Leistungen von zahntechnischen Fremdlaboren
sollen zukünftig in die elektronische Abrechnung einbezogen werden. Es wird
Übergangsregelungen geben, die in Ausnahmefällen weiterhin eine Papierabrechnung
erlauben. Die Einführung der papierlosen Abrechnung ist durch das
Sozialgesetzbuch V vorgeschrieben.
Bisher nur unbefriedigend gelöst ist das Problem der dokumentensicheren
Archivierung dann, wenn es sich um eine reine EDV-Praxis ("papierlose
Praxis") handelt. Fachspezifische Vorschriften bestehen bisher nicht. Eine
aktuelle Gerichtsentscheidung (OLG, 2010) ist durch.
Datenschutzbeauftragter nach dem Bundesdatenschutzgesetz
Effektive Dosis, engl.: effective
dose;
Personendosis
EFQM, Abk. von European Foundation for Quality
Management;
Qualitätsmanagement
#
eGK, eCard,
Gesundheitspass;
elektronische Gesundheitskarte
eHealth
Schlagwortbez. für medizinische Tätigkeiten, Qualitätsverbesserungen und
Rationalisierungsmaßnahmen die durch Instrumente wie Telemedizin und
Telematik
(elektronische Übertragung von Datenerfassungs- und Kommunikationsprozessen)
erzielt werden.
Ehricke-Löffel
nach einem Berliner Zahnarzt (1890-1970) benannte, konfektionierte,
metallische
Abformlöffel für den bezahnten und unbezahnten Kiefer. Galten
Jahrzehnte als Standard-Abformlöffel und wurden von Einmal-Löffeln aus
Kunststoff überwiegend abgelöst. Abb.: perforierte E.-L.
für den bezahnten Ober- und Unterkiefer.
Abdruck |

|
Eichner-Klassen
engl.: Eichner's categories (classifications); sehr umfangreiche
Klassifizierung beider Kiefer der versch. Ausprägungen eines
Lückengebisses nach der Anzahl der bestehenden
Stützzonen. Erläuterungen siehe Abbildung.

Andere Einteilungen (
Kennedy-Klassen;
Wild-Klassen) orientieren sich an der konkreten Lage der Lücken
innerhalb eines Kiefers und nicht an den
Stützzonen
Abstützung
Eid des Hippokrates, Hippokratischer
Eid, engl.: Oath of Hippocrates, Hippocratic oath;
Hippokrates
Eigenbeteiligung, Selbstbeteiligung,
engl.: co-payment,
Festzuschüsse,
Selbstbehalt,
Zuzahlung,
Eigenbeteiligung/Zuzahlung bei Zahnersatz
Eigenlabor,
Praxislabor
Einbetten
engl.: embedding; Schlagwortbezeichnung für eine bei der Herstellung von
Zahnersatz gebräuchliche Technik: Das Ersatzstück wird in Wachs gearbeitet
und in eine mit spez. Gips (
Einbettmasse) vorbereitete
Küvette oder
Muffel (= Behältnis) gebracht. Das rückstandsfrei entfernbare Wachs wird
nach Abbinden des
Gipses
durch Wärme entfernt ("ausgebrüht" o. "ausgebrannt") und hinterlässt damit eine
Hohlform des späteren Werkstückes, welche mit den entsprechenden endgültigen
Materialien ausgegossen/ausgespritzt wird. Ein ähnliches Vorgehen wird beim
Anfertigen von metallischem Zahnersatz ("Metallguss, Goldguss") angewandt.
Gegenteil von E. ist: Ausbetten, Ausküvettieren, engl.:
deflasking
Inlay,
Wachsmodell
Einbettmasse
engl.: (dental) investment compound or cast; gipsartige,
feuerfeste Substanz auf der Basis von Quarz o. Cristobalit mit einem feuerfesten
Bindemittel, in welche das Wachsmodell im Rahmen des Ausgießens (
Muffel) "eingebettet"
wird. Derartige Massen erfahren beim Abbinden und Erhitzen auf Schmelztemperatur
bewusst eine definierte Expansion (sog. Expansionseinbettung"), welche
zum Ausgleich der Kontraktion des Gussobjektes beim Abkühlen auf Raumtemperatur
("Gussschrumpfung") dient.
Einfachsatz, GOZ-Einfachsatz,
Schlagwortbezeichnung für eine
Liquidierung zu
den niedrigsten Sätzen der
GOZ
Eingliedern
Eingliederung von Zahnersatz, engl.: incorporation (of (artificial)
dentures); dauerhaftes Einbringen ("Einsetzen") von
Zahnersatz
in die Mundhöhle: Das E. besteht nicht nur aus dem Einsetzen (z.B.
Festsetzen mit
Befestigungszement) der
Restauration
in die Mundhöhle, sondern bedingt auch eine Anpassung dieser in die biologischen
Strukturen und eine Unterweisung über den richtigen Gebrauch und die Pflege.
Weiter können in der Nachfolgezeit noch geringfügige Korrekturen (z.B.
Einschleifen, Entfernen von
Druckstellen)
erforderlich sein. Versicherungstechnisch gilt als Tag der Leistungserbringung
der Tag des E. des Zahnersatzes. unter Umständen kann dem E. ein
provisorisches Einsetzen einer Arbeit ("Probetragen") vorausgehen.
Einprobe,
Fertigstellung,
Probeeinsetzen,
Zementieren
Einkaufsmodell
"Integrationsmodelle",
"Sonderverträge", engl.: "purchasing model" ; mögliches
Honorierungssysteme im Rahmen der
Gesetzlichen Krankenversicherung: Krankenkassen können auch außerhalb der
Rahmenverträge (
BEMA)
mit den
Kassenärztlichen Vereinigungen Leistungen „einkaufen“. Hierzu gehören
ärztliche/zahnärztliche Leistungen bei
Vertragsärzten
deren Gemeinschaften und Gesellschaften, Arznei-, Verband-, Heil- und
Hilfsmittel sowie Krankenhausleistungen und Pflegeleistungen; Leistungen, Preise
und Qualitätsstandards könnten frei verhandelt werden. Die Grundsätze dazu sind
im § 63
SGB V geregelt.
Vor dem Abschluss entsprechender Verträge sollte bedacht werden:
Regelungen, die den Vertragszahnarzt schützen und zu einer Konfliktvermeidung
bzw. -lösung beitragen (z. B. das vertraglich vereinbarte
Gutachterwesen) gelten nicht mehr
Der
Vertragszahnarzt muss die Vertragskonditionen mit den
Krankenkassen selbst aushandeln. Er kann sich hierbei nicht mehr auf das
Kollektiv der Vertragszahnärzte in Form der
KZV berufen
Auswirkungen bestehen aber nicht nur in Bezug auf die Vergütung der Leistungen.
Es können bspw. auch verlängerte
Gewährleistungsfristen Gegenstand der Vertragsverhandlungen sein.
Ein einzelner Vertragszahnarzt wird weniger Gewicht in den Vertragsverhandlungen
haben - und damit möglicherweise Ziele schwerer oder gar nicht durchsetzen
können als im Kollektiv. Regelungen, die den Vertragszahnarzt schützen und zu
einer Konfliktvermeidung bzw. -lösung beitragen
Die Einzelpraxis ist wesentlich abhängiger von den
Krankenkassen, da letztere die Versicherten in die
integrierte Versorgung bringen
Mit dem
Vertragsarztrechtsänderungsgesetz wurde eine Ausweitung dieser Modelle
präferiert und sog.
Selektivverträge auf der Basis des § 140a
SGB V von Kassenseite angestrebt.
integrierte Versorgung,
Manged Care,
Selektivvertrag
Einkommen
der Zahnärzte, engl.: income of dentists; der
Zahnärztliche Nachrichtendienst (zänd) schreibt hierzu im April 2008:
"Berechnungen zum durchschnittlichen Einkommen der Zahnärzte in
Deutschland haben nur wenig Aussagekraft. Dies geht aus den
statistischen Basisdaten zur vertragszahnärztlichen Versorgung hervor,
die im „Jahrbuch 2007“ nun von der KZBV veröffentlicht wurden. Demnach
ist die Streuung bei den Einkommen enorm groß: 50 Prozent der Zahnärzte
hätten 2006 mit ihrem Einkommen vor Steuern bei über 93.120 Euro pro
Jahr gelegen, 20 Prozent erreichten den Angaben zufolge nicht einmal
einen Einnahmen-Überschuss von 50.000 Euro.
Nach Abzug der zu zahlenden Steuern und der Beiträge für die soziale
Sicherung ergab sich laut KZBV für einen verheirateten Zahnarzt mit zwei
Kindern, der genau das rechnerisch mittlere Einkommen erzielte, im Jahr
2006 ein verfügbares Einkommen von rund 54.5000 Euro im
Bundesdurchschnitt. „In den alten Bundesländern lag das verfügbare
Einkommen 2006 bei 56.900 Euro, in den neuen Bundesländern bei 47.500
Euro“, heißt es in der Auswertung.
Verglichen mit einem Arbeitnehmer mit 13 Monatsgehältern entspreche dies
einem verfügbaren Einkommen des Zahnarztes von rund 4.200 Euro monatlich
im Bundesdurchschnitt (alte Bundesländer: 4.380 Euro, neue Bundesländer:
3.650 Euro). Dabei sei noch zu berücksichtigen, dass der Zahnarzt eine
durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 48,1 Stunden in den alten
Bundesländern und 47,8 Stunden in den neuen Bundesländern habe, die
erheblich über der durchschnittlichen Arbeitszeit in der Bevölkerung
liege"
und weiter heißt es:
"Ende des Jahres 2006 wurden in den Zahnarztpraxen in Deutschland
insgesamt rund 227.000 Arbeitnehmer entgeltlich beschäftigt. Der in den
deutschen Zahnarztpraxen erwirtschaftete Gesamtumsatz habe im Jahr 2006
rund 19 Milliarden Euro betragen."
Wert einer Zahnarztpraxis |

Verteilung der Einkommen 2009

Arbeitszeiten 2009

GKV-Ausgaben 1997 u. 2009
für zahnärztliche Behandlungen

Bild-Klick!
Zahl der niedergelassenen Zahnärzte / Ausgaben der GKV pro Mitglied an
die Zahnärzte

Steigerung des Finanzierungsbedarfs zahnärztliche
Einzelpraxis bei einer Neugründung 1985 - 2009 |

Rangskala der Einkommen versch. Arztgruppen

Aufteilung der Betriebs-ausgaben 2009

Realwert des zahnärztlichen
Einnahmen-Überschusses, Alte Bundesländer (1976 - 2009)

Punktwert-
Entwicklung für Zahnärzte,
GKV, von 1976 - 2009,
inflationsbereinigt |
Einlage
medikamentöse, engl.: medicated filling;
Schlagwortbezeichnung für eine im Rahmen einer
Gangrän- oder
Wurzelkanalbehandlung gebräuchliche Methode zur
Desinfektion des infizierten Wurzelkanals für einen bestimmten
Zeitraum; vereinzelt auch für das Einbringen eines Medikamentes bei
Caries profunda o.
Wundheilungsstörungen gebraucht.
Es wird eine mit einem bakterienabtötenden Medikament (z.B.
ChKM,
Chorhexidin) getränkte
Papierspitze in den Wurzelkanal gebracht und ggf. mehrmals
gewechselt. Andere Methoden bringen in den infizierte Wurzelkanal
desinfizierende
Calciumhydroxyd- oder Antibiotika- / Corticoidhaltige Pasten (z.B.
Ledermix®) ein. Ein neues Präparat ("Speikosept") arbeitet mit einem
2-prozentigen Chlorhexidin-Gel.
Zur Frage, ob nach einer Wurzelkanaleinlage der präparierte Wurzelkanal
offen gelassen werden sollte, geht man heute davon aus, dass nur bei
sehr akuten Prozessen der Kanal zur Druckentlastung maximal einige Tage
lang offen gelassen werden sollte, in den meisten Fällen aber nach
Spülen mit
NaOCl und entsprechender Trocknung, diese mit einer E. oder
gleich mit dem endgültigen Wurzelfüll-Präparat abgefüllt und
provisorisch verschlossen werden sollten, um eine Reinfektion aus der
Mundhöhle vorzubeugen ("One Step Technik"). Medikamentöse Einlagen mit
Cortison-Präparaten (z.B. Ledermix®) oder
Paraformaldehyd, wie sie früher üblich waren, sind heute
obsolet.
Apexifikation,
Calciumhydroxid,
Chlorphenol,
Dochtdrainage,
Formokresol,
Gangränbehandlung,
Reaktionsdiagnostik,
Schweizer Paste,
Vitalerhaltung,
Walkhoff-Paste,
Wurzelkanalbehandlung,
Zauberpaste |

Ausheilung eines apicalen Defektes mittels
ChKM
©: Dr. Robin Mohr |

konservative Behandlung eines
apicalen
Granuloms mittels
Calciumhydroxid-Einlage |
Einlagefüllung
Inlay,
Gussfüllung engl.: inlay; Füllung zur Versorgung eines defekten
Zahnes aus
Legierungen o.
keramischen Massen bzw. einer Zwischenform beider Werkstoffe (sog.
Galvano-Inlays). E. haben einen langen Bestand in der Mundhöhle, sind
aber auf Grund der aufwendigen Herstellung sehr viel teurer als
Amalgam- oder
Kompositefüllungen.
Inlay,
Keramik-Inlay
Einlagerungsosteoplastik
engl.: (sinus) inlay particulate graft; kieferchirurgisches Vorgehen zur
Beseitigung eines Knochendefektes (Unfälle,
Zysten oder
bösartige Veränderungen) bzw. zur Gewinnung von
autogenem Knochen für ein späteres
Implantatbett,
in der Regel beim
Sinuslift
angewandt. Zum Aufbau von fehlendem Knochen stehen mehrere Operationstechniken
zur Verfügung, die teilweise auch miteinander kombiniert werden (
auch unter
Augmentation):
Einlagerungsosteoplastik
Anwendung meist im Oberkieferseitenzahnbereich: man transplantiert Knochen
oder bei kleinen Defekten auch Knochenersatzmaterialien an den Boden der
Kieferhöhle;
Sinuslift
Auflagerungsosteoplastik
man transplantier Knochen auf den atrophischen Kieferkamm. Diese Technik,
welche nicht auf bestimmte Kieferregionen beschränkt ist, benötigt Knochen
(keine
Knochenersatzmaterialien), da meist größere zusammenhängende
Knochenstückchen (z.B. aus dem Beckenkamm) dem noch vorhandenen Knochen
aufgelagert und fixiert (aufgeschraubt) werden. Im Anschluss daran wird die
umgebende Schleimhaut mobilisiert und das Transplantat damit vollständig
bedeckt.
Sandwich-Osteoplastik
man transplantiert Knochen zwischen den noch vorhandenen Knochen; dabei muss
eine Restknochenstärke von ca. 8mm vorhanden sein. Man trennt diesen Knochen
sandwichartig auf und bringt in den vergrößerten Spalt Knochen ein. Auch bei
diesem Verfahren eignen sich wegen der Größe des Ersatzgewebes nur bedingt
Knochenersatzmaterialien. Angewandt meist im Oberkiefer-Frontzahngebiet, da
die ursprüngliche Knochenoberflächenstruktur erhalten bleibt.
Distraktionsosteogenese
(
Distraktionsosteotomie) man zieht einen vorher gespaltenen Knochen mit einer
entsprechenden Apparatur kontinuierlich auseinander (ca 0,7 mm/Tag). Im
Gegensatz zur vorher beschriebenen Sandwich-Technik wird der Spalt dabei durch
körpereigenes Material (Kallus) aufgefüllt. Wegen der Tragedauer der Apparatur
im Mund (auch nach der Distraktion noch ca. 3 Monate) nur selten angewandt und
auf spezielle Fälle beschränkt.
Einmalhandschuhe
Schutzhandschuhe, engl.: disposable gloves, single-use gloves;
im medizinischen Bereich vielfach angewandte Handschuhe, um die untersuchende
Person und/oder den Patienten vor Infektionen zu schützen. Zum Einsatz kommen
dafür hauptsächlich Materialien auf
Latexbasis, bei
Allergien auch
auf Nitril- oder Vinylbasis. Im Handel in versch. Größen (XS-XXL) angeboten als
gepuderte und ungepuderte E. sowie fabrikmäßig
steril
bzw. unsteril.
Einmalspritze, engl.: disposable
syringe;
Rekordspritze
Einprobe
von Zahnersatz, Anprobe, engl.: try-in, mock-up;
Tätigkeit der erstmaligen Überprüfung einer
Restauration
vor der endgültigen Fertigstellung und dem Einsetzen im Mund des Patienten.
Neben dem korrekten Sitz der Arbeit werden in dieser Phase besonders
funktionelle und kosmetische Faktoren überprüft. Das Werkstück befindet sich zu
diesem Zeitpunkt noch in einem Stadium, wo Korrekturen ohne erheblichen
zahntechnischen und finanziellen Aufwand möglich sind. Ggf. erfolgt eine E.
mehrmals.
Eingliedern,
Fertigstellung,
Wachsaufstellung,
Zementieren
Einschleifen
von Zähnen (natürlichen o. künstlichen), Okklusionskorrektur,
engl.: (spot) grinding, occlusal contouring; Verrichtungen an den
Kau-/Schneidekantenflächen natürlicher oder künstlicher Zähne zur Harmonisierung
der
Okklusion und
Artikulation, um
funktionelle Störungen zu vermeiden oder diesen vorzubeugen bzw.
parodontologische und kosmetische Verbesserungen zu erreichen. Ziel ist dabei,
eine störungsfreie
Artikulation
und eine stabile
Okklusion herzustellen. Man unterscheidet:
- Einschleifen von Störfaktoren
zur Harmonisierung von Okklusion u. Artikulation unter funktionellen
Aspekten. Ziel ist ein maximaler "Vielpunktkontakt" (
Okklusionskonzepte).
- Einschleifen als
ästhetische,
funktionelle oder
parodontaltherapeutische Maßnahme
Beseitigung von Frühkontakten und Gleithindernissen
Beschleifen der Zahnform zur Schaffung parodontal-hygienischer Verhältnisse
bei nicht regelrecht in der
Zahnreihe stehenden Zähnen
Korrektur der Zahnform im sichtbaren Bereich als kosmetische Maßnahme
- Einschleifen der Zahnform (morphologisches Einschleifen)
Veränderung der Zahnform bei gekippten/gedrehten Zähnen, um sog.
Schmutznischen zu beseitigen, die
Mundhygiene
zu erleichtern und die Einschubrichtung zu
verbessern
- Einschleifen von
Zahnersatz
Beseitigung störender Bissverhältnisse bei der Neueingliederung/Überprüfung
von
Zahnersatz, um Fehler bei der technischen Herstellung (Abdruck, Biss,
Labor) zu korrigieren;
Einprobe,
Remontage
Schaffung einer Vertiefung in der Kaufläche ("Auflagemulde") für eine
Klammer-Auflage
- kieferorthopädisches Einschleifen
Modifikation eines Behandlungsgerätes derart, um die körpereigene
Wachstumskräfte u. Muskelaktivitäten auf die Zähne zu übertragen und diese
regelrecht einzustellen
- diagnostisches Einschleifen
Modelle der betreffenden Kiefersituation werden in einem Artikulator von den
Kauflächen her versuchsweise eingeschliffen (Simulation), um außerhalb des
Mundes feststellen zu können, welche Veränderungen nach dem Einschleifen im
Mund zu erwarten sind, bzw. wo im Mund eingeschliffen werden muss, um ein
bestimmtes Resultat zu erzielen
- Rekonturieren
Wiederherstellen einer physiologischen Oberflächenstruktur der Kaufläche
(z.B.
Fissuren) im
Abrasionsgebiss
Aus den bislang vorliegenden
randomisierten kontrollierten klinischen Studien liegen keine
Nachweise dafür vor, dass systematisches okklusales E. mit einem
Nutzen verbunden ist. Zum Zwecke der Behandlung oder Prävention von
CMD
kann diese Therapie deshalb nicht ausschließlich empfohlen werden (aus einer
Stellungnahme der
DGZMK).
Ein selektives E. (spot grinding) wird nach gleicher Quelle bei
ausgewählten Indikationen (z.B. okklusale Vorkontakte nach Eingliederung von
Restaurationen, zum Stillstand gekommene
Kiefergelenksveränderungen) für sinnvoll erachtet.
adjustiert,
BoLu-Regel,
Dekuspidation,
diagnostisches Einschleifen,
DoMu-Regel, Eingliedern,
Einschleifregeln,
Kaubewegung,
Kaufläche,
Malokklusion,
Okklusionsfolie,
Vorkontakt,
TMD
Einschleifregeln; engl.: grinding
rules; kurzgefasste Ausdrücke (Abkürzungen der jeweiligen Technik) für das
empfohlene Vorgehen beim
systematischen Einschleifen. Mehr unter
BoLu-Regel,
DoMu-Regel
Einschubrichtung
engl.: direction of insertion; diejenige Richtung, bei welcher
Zahnersatz auf die Pfeilerzähne gesetzt ("geschoben") wird. Während bei
festsitzendem Zahnersatz (Brücken)
eine starke Parallelität der Pfeilerzähne erforderlich ist, um das
Werkstück einzusetzen, hat herausnehmbarer Zahnersatz größere
Toleranzen, bzw. können diese durch entsprechendes
Einschleifen geschaffen werden.
Äquator,
Brücke,
Klammer,
Modellguss,
Parallelometer |

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Einser, engl.: incisor;
Schlagwortbezeichnung für einen der mittleren
Schneidezähne;
Zahnschema
Einsetzen;
Eingliedern
Einsicht in Behandlungsunterlagen;
Dokumentation
eingliederige, single-span (bridge)
Brücke
Einstellverfahren
"Einstellung", engl.: (X-ray) adjustment procedure,
positioning; Begriff aus der
Röntgenologie. Gemeint ist damit die Position des Sensors (Röntgenfilm)
im Bezug auf das Objekt und die Richtung der Strahlenquelle. So wird z.B. bei
der
Winkelhalbierungstechnik der Zentralstrahl auf die Winkelhalbierende
"eingestellt", um dadurch auf dem Sensor eine etwa gleichgroße Abbildung des
Objektes (Zahnes) zu erhalten.
laterale Zahnaufnahme
Einstückgussprothese,
Modellguss
Einweginstrumente
Einmalinstrumente, engl.: one-way instruments; vor allem in
der zahnärztlichen Chirurgie gebräuchliche Instrumente zum einmaligem Gebrauch;
dies vor allem aus hygienischen Gründen. Bekannte Vertreter sind
Handschuhe,
Spritzen,
Kanülen und
Skalpelle.
Weiter während der zahnärztlichen Behandlung in Form von Spülbechern, Lätzchen,
Mundschutz usw. . Der Gebrauch derartiger Materialien stellt inzwischen vom
Umfang her ein nicht zu unterschätzendes Entsorgungsvolumen dar, ist aber z.T.
aus hygienischen
Gründen vorgeschrieben bzw. gefordert.
Einwilligung,
engl.: informed consent, operative permit ;
Aufklärung
Einzelabformung
engl.: single cast o. impression; Einzelabformung eines Kiefers
oder (historisch) einzelner Zahnstümpfe (Kupferring-Kerr-Abdruck)
Abdruck
Einzelleistungsvergütung
engl.: fee for service; Vergütungsform in der
gesetzlichen Krankenversicherung:
Jede ärztlich/zahnärztlich erbrachte
Sachleistung während einer Behandlung wird in einer vom
BEMA
festgelegten Höhe von den Krankenkassen ohne Abschläge ausbezahlt. In den
letzten Jahrzehnten des 20. Jhds. in der Zahnheilkunde übliche Vergütungsform,
welche auch heute noch auf dem Papier besteht, aber durch die übergreifende
Budgetierung ausgehebelt worden ist. In der Praxis heißt dies, dass zwar
eine Honorierung nach einer E. erfolgt, das Praxisbudget als
Gesamtjahresvorgabe (festgelegt im
Honorarverteilungsmaßstab) in der Regel die E. aller Jahresleistungen
erheblich nach oben beschränkt.
Nach Feststellungen des
IDZ
bestehen folgende Auswirkungen (positiv/negativ) bei einer E.:
umfassende medizinische und therapeutische Versorgung
Honorierung eng mit dem Umfang den Bemühungen und erbrachten Leistungen
verknüpft
Vermeidung von Überweisungen
kostenminimale Produktion
Nutzung des technischen Fortschritts
kurze
Wartezeiten
Spezialisierung, auch aufwendige Medizin wird angewendet
ermöglicht eine leichte Beurteilung der Praxis des Anbieters
tendenziell steigende
Gesundheitsausgaben
Erbringung medizinisch unnötiger Leistungen (Überversorgung/-therapie)
unnötig viele Wiederbestellungen, da jede Leistung honoriert wird, dadurch viele
kurze Arzt-Patienten-Kontakte und Erhöhung der Zeit- und Wegekosten für den
Patienten
vergleichsweise wenig
Prävention
BEMA,
Degression,
Festzuschuss,
Fallpauschale,
Gesamtvergütung,
Honorarverteilungsmaßstab,
Komplexgebühr,
Kopfpauschale,
Sachleistung
Einzelpraxis
engl.: single practice (office), solo dentistry practice;
in Deutschland die "klassische Form" der zahnärztlichen Berufsausübung
(~ 80% der Praxen in 2009 mit absteigender Tendenz). Eindeutiger Vorteil
der
.
ist die hohe Unabhängigkeit und Selbständigkeit und zwar insbesondere
bei der Bestimmung von:
• Praxisort
• Art u. Umfang der Praxiseinrichtung
• Zahl, Qualifikation und Persönlichkeit der Mitarbeiter
• Praxisorganisation
• Arbeitszeit und Freizeit
• Kostenaufwand für die Praxisführung
• Honorargestaltung bei Privatbehandlungen
Nachteil der E. ist, dass der gesamte Betrieb von einer Person
abhängt. Ausfallzeiten durch Krankheit, Urlaub oder Teilnahme an
Fortbildungsveranstaltungen lassen die Betriebskosten weiterlaufen,
bringen aber keine Einnahmen. Die Vertretung des Praxisinhabers durch
andere Praxen birgt unter Umständen die Gefahr, dass Patienten abwandern bzw. deren
diagnostische Unterlagen der Vertretung nicht zur Verfügung stehen. Auch
ist in der Einzelpraxis die Möglichkeit zu ständiger fachlicher
Kommunikation nicht vorhanden.
In der
Sozietät - gleich welcher Art - gibt es diese Nachteile nicht. Hinzu
kommt noch die Kostenersparnis durch die gemeinsame Nutzung von Räumen,
Einrichtung und Personal.
Aufbewahrungsfrist,
Degression,
Gemeinschaftspraxis,
Gewerbesteuer,
Kooperationsarten in einer Zahnarztpraxis,
Niederlassung,
Teilgemeinschaftspraxis,
Wert einer Zahnarztpraxis
Buchtipp: Gemeinschaftspraxis & Co. - Alternativen zur
zahnärztlichen Einzelpraxis (W. Schinnenburg;
ausführliche und kompetente
Darstellung der umfangreichen Materie von einem Zahnarzt und Fachanwalt
für Medizinrecht |

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Einzelzahnanästhesie,
intraligamentäre Anästhesie
Einzelzahnersatz
engl.: single-tooth denture,
Zahnersatz
eines einzelnen fehlenden Zahnes innerhalb einer
geschlossenen
Zahnreihe. Bis auf provisorische Versorgungsformen (
Interimsprothese) immer in Form einer festsitzenden Restauration, z.B. durch
eine Brücke
oder ein
Einzelzahnimplantat
Einzementieren, engl.:
cementation ; Schlagwortbezeichnung für das definitive Einsetzen einer
zahnärztlichen
Restauration.
Befestigungszement
Eisensulfat
engl.: iron sulphate; Einsatz in der
ZHK zur
Blutstillung
bei chirurgischen Eingriffen sowie in Verbindung mit
Retraktionsfäden zur Verdrängung der
Gingiva (z.B.
Visco Stat™ - Tissue Management System). Dabei kommt es zu einer Komplexbindung
zwischen dem Bluteiweißen und E. und dadurch zu einem mechanischem
Verschluss der Blutgefäße.
Mortalamputation
Eismann Index
Index zur Ermittlung des KfO-Behandlungserfolgs, engl.: do.; von Eismann 1970
entwickelter ("numerische Erfolgsbewertung kieferorthopädischer Therapie") und
1973 von Schmuth einer breiten Fachöffentlichkeit vorgestellter morphologische
Messzahl zur Einteilung von
Dysgnathien
aufgrund einer
Modellanalyse.
In der Bewertungstabelle nach Eismann werden 15 Kriterien aufgeführt, die nicht
nur Ästhetik und Funktion, sondern auch die Wahrscheinlichkeit potentieller
Folgeerkrankungen, wie vor allem
Karies und
Parodontopathien bewerten. Wegen der Kompliziertheit des Verfahrens konnte
sich der E. in der Praxis nicht durchsetzen.
Eiter
Pus, engl.: pus; zerstörte infizierte Gewebszellen in flüssiger
Form. Die typischen Eiterbakterien sind
Staphylo- und
Streptokokken; die Verflüssigung erfolgt durch Leukozyten ("weiße
Blutkörperchen").
Abstrich,
Abszess,
Autovakzine,
Exsudat,
Infiltrat,
ubi pus
...,
Ulzeration,
Vereiterung
Eiterbakterien
Schlagwortbezeichnung für
Bakterieanarten, welche eitrige
Entzündungen verursachen. Als typische Vertreter gelten die kugelförmigen
Staphylo- und
Streptokokken
Abstrich,
Abszess, Eiter
EKF-Index (Abk. von Extraktion,
Karies, Füllung); auch in D nicht mehr gebräuchliche Messzahl,
ersetzt durch den
DMF-Index
E-Klammer, engl.:
circumferential clasp ;
Doppelarmklammer
Ektodontium,
Schmelz
Ektomolare
ekm, am weitesten seitlich (außen) gelegener Punkt an der
Außenfläche der
Alveolarfortsatzes. Dieser Punkt liegt gewöhnlich auf den
Alveolarrändern der zweiten Molaren, bei Affenschädeln im Bereich der
dritten Molaren. Der Abstand E. zu E. wird als
Maxilloalveolarbreite bezeichnet.
Endomolare,
Maxilloalveolarindex |

|
ektopisch,
engl.: ectopic; nicht an der typischen Stelle befindlich oder
liegend; zuweilen gebraucht für
verlagerte Zähne
Ekzem
Ekzema, engl.: eczema; nicht ansteckende, in vielfältig
auftretende juckende Entzündung der Haut meist auf dem Boden einer
Überempfindlichkeit. Wird ein E. durch eine allergische Reaktion
ausgelöst, wird dies als
Kontaktallergie bezeichnet (Typ IV-Allergie)
Allergie
Elastizitätsmodul; engl.: modulus of elasticity;
Polymerisationsschrumpfungskraft
Elastomere
Elaste, engl.: elastomer; Oberbegriff für eine große und weit
verbreitete Gruppe von elastisch-plastischen (elastisch-irreversibel)
Abdruckmaterialien wie die
Silikone und die
Polyether-Gummimassen und
Polysulfide mit unterschiedlicher Konsistenz (dünn-, mittel-,
schwerfließend, knetbar). Ihr wesentliches Merkmal ist die sog.
Gummielastizität: sie lassen sich auf mindestens das Doppelte ihrer Länge
dehnen und kehren beim Loslassen in ihren Ausgangszustand zurück.
Die Anwendung erfolgt bei der zahnärztlichen Abdrucknahme stets nach dem
gleichen Prinzip: Eine Basispaste wird mit einer Aktivator- und Katalysatorpaste
vermischt, wobei die Konsistenz der Basispaste durch Füllstoffe, Strukturbildner
und Fließhilfsmittel verändert und so den jeweiligen Gegebenheiten des
Abdruckobjektes angepasst werden kann. Nach der Abbindung entstehen
(hart-)gummiartige, durch die Zusatzmittel unterschiedlich elastische Abdrücke,
welche ein sehr präzises
Rückstellungsvermögen besitzen und sich in ihrer Form nur noch unwesentlich
verändern.
Abdruck
Elbrecht
Klammer
engl.: Elbrecht's clasp; ungebräuchliche Klammerart, wobei der
Klammerstiel in der zentralen
Fissur über die
Kaufläche verläuft. Angewandt historisch meist auf dem letzten UK-Molaren, wenn
kein Gegenbiss
vorhanden ist (fehlender
Antagonist).
Klammer
Elbrecht
Schiene
Parodontalschiene, "Parodontoseschiene", "Krallenschiene",
engl.: crib splint; durch den Patienten abnehmbare Schienungsklammer,
welche ursprünglich die Zähne von
oral und
vestibulär
umfasste und so einen gewissen Halt im parodontal vorgeschädigten Gebiss
bewirkte.
Kauflächenauflagen verhindern ein Absinken der E. . Aus kosmetischen
Gründen wird eine (kosmetisch unbefriedigende) Modifikation derart vorgenommen,
dass der labiale
Teil der Schiene durch interdentale Greifer ersetzt wird. Weiter wurden
Kombinationen mit partiellem Zahnersatz vorgenommen. Gilt wegen der Gefahr von
Kariesbildung durch das Tragen und einer ungünstigen Hebelwirkung in Kombination
mit partiellem Zahnersatz heute als
obsolet.
fortlaufende Klammer,
Parodontalschiene
elektrische Zahnbürste
engl.: electric tooth brush; seit Mitte der 60er Jahre des
letzten Jahrhundert auf dem Markt befindliche elektrisch betriebene
(Akku, Batterie) Zahnreinigungsgeräte ("Urtyp": broxodent™), welche in
der 1. Generation den Handzahnbürsten unterlegen waren und nur
für Menschen mit eingeschränkter Feinmotorik empfohlen wurden. Sie
wirkten durch einfach vibrierende oder rotierende Bewegungen und waren
noch z.T. mit dem Stromnetz direkt verbunden. Durch eine konstante
Weiterentwicklung sind sie heute (2011) bei richtiger Anwendung
den Handzahnbürsten in der Regel überlegen. Entscheidend ist aber immer
die richtige Putztechnik und -dauer. Bürsten mit sog. Timern sind
deshalb zu bevorzugen.
Die modernen elektr. Z. werden in zwei Produktklassen unterteilt:
- oszillierende Geräte
arbeiten mit einer Frequenz von ca. 60 - 80 Hz und oszillieren
(schwingen) in einem Rotationswinkel von ca. 50° - typischer
Vertreter: 3D Excel (s. Abb. oben). Diese Bürstenart ist von ihrem
Borstenkopf her klein, meist rund und erreicht so auch schwer
zugängliche Bereiche des Gebisses. Konstruktionsbedingt sind die
Bürsten in der Anwendung nicht ganz einfach zu handhaben, sollen sie
den konventionellen Bürsten überlegen sein: Jeder Zahn muss einzeln
gereinigt werden, zum Erreichen der
Zahnzwischenräume muss eine Schwenkbewegung ausgeführt werden.
Ein Zeitvorteil entsteht bei richtiger Anwendung kaum.
- schallaktive Bürsten ("Ultraschallzahnbürsten";
Sonic Zahnbürste)
mit einem breiten Frequenzbereich im hunderter Hertz-Bereich (200 -
500 Hz) = bis zu 30.000 Bewegungen/Minute; teilweise auch im echten
Ultraschallbereich (KHz-Bereich). Entscheidend ist nicht so sehr der
Hertz-Bereich, sondern die Amplitude (Auslenkung der Borstenenden).
Sie sollte bei etwa 4 mm liegen. Typische Vertreter: Philips
Sonicare.
Ein großes und auf Dauer teures Problem sind die Ersatzbürsten dieser
Geräte. Ebenfalls sollte vor einem Kauf abgeklärt werden, wo
Bürstenköpfe, defekte Akkus oder eine Reparatur möglich sind.
Bedenken wegen einer möglichen elektrischen Gefährdung im Badezimmer
bestehen heute nicht mehr, da alle auf dem Markt befindlichen Geräte
Akku- oder Batteriebetrieben sind, wobei die Akku-Versionen durchweg
mehr Power aufweisen.
Dr. Stefan Zimmer (Uni-Klinik Düsseldorf) nennt
Entscheidungskriterien:
Hat die Zahnbürste einen Timer?
Wie hoch ist die Frequenz der Bürste? Obwohl nicht durch Studien
belegt, ist davon auszugehen, dass eine höhere Oszillationsfrequenz eine
bessere Plaqueentfernung erlaubt
Wie groß ist die Amplitude der Bürste? Eine Amplitude von 3-4 mm
scheint für eine gute Reinigungsleistung erforderlich
Was kosten Ersatzbürsten und wie lange halten sie? Häufig wird nicht
an die Folgekosten gedacht
Wo bekomme ich Ersatzköpfe? Bisweilen müssen Ersatzköpfe in der
Apotheke bestellt werden
Handelt es sich um ein Akku- oder Batterie-Gerät? Letztere sind
meist preiswerter, aber auch deutlich leistungsschwächer
Ist der Akku austauschbar oder muss ein neuer Handgriff oder gar ein
komplett neues Gerät mit Ladestation gekauft werden, wenn der Akku
"schlapp" macht?
(Hand-)Zahnbürste,
Sonic Zahnbürste,
Zahnputztechniken
|

Abb.:
|

Abb.:
|

Abb.:
Braun/Oral-B |
Elektroakupunktur
nach Voll, EAV, Vega-Test, engl.: Voll's
electroacupuncture, Vega's test; 1971 zur
Verträglichkeits-Testung und zum Auffinden spezieller
Akupunkturpunkte eingeführt. Nach den Vorstellungen des Arztes VOLL
ist seine Methode als eine Kombination der traditionellen chinesischen
Medizin mit modernster Elektrotechnik zu sehen. Dabei soll folgendes
geschehen:
Zwischen den einzelnen Körperorganen sollen tiefreichende
Wechselbeziehungen bestehen, welche durch ein Fließen in Kanälen der
Lebensenergie 'Chi' erfolgt. Krankheiten jeder Art sollen diesen
Energiefluss hemmen oder behindern. Eine der Möglichkeiten zur Behebung
derartiger Fließstörungen soll das Einstechen von Nadeln in die Kanäle
an entsprechenden, organspezifischen Punkten der Haut
(Akupunkturpunkten) sein. VOLL will mit seiner Methode diese
Akupunkturpunkte nachweisen und durch elektrische Reizung zum Zwecke der
Heilung stimulieren. Dabei ist der diagnostische Teil seines Gerätes im
Prinzip ein simples Widerstandsmessgerät mit selbstdefinierter,
bezugsloser Skaleneinteilung; der therapeutische Teil besteht aus einer
regelbaren Wechselspannungsquelle, die die Zufuhr von niederfrequenten
Impulsen geringer Spannung zur Behebung des Energiegleichgewichtes
ermöglicht.
Durch zusätzliches Einbringen von Substanzen in den Messkreislauf soll
einerseits deren individuelle Verträglichkeit, andererseits deren
schädigende Belastung - falls sie sich schon im Mund befinden - getestet
werden. Dazu werden diese Stoffe in
homöopathischer Konzentration in Glasampullen gegeben und diese in
eine "Wabe" gestellt. Dieser aus Metall bestehende "Diagnoseblock" wird
als Nebenschluss in den Patientenmesskreis oder mittels einer "Antenne"
mit diesem in Bezug gebracht. Dadurch soll der Stromkreis der
Leitwertmessung beeinflusst und aus dem Ergebnis entsprechende
Behandlungskonsequenzen gezogen werden.
Sowohl unter physikalischen wie auch medizinischen Aspekten kann dieser
Test nur als "pseudowissenschaftlicher Unfug" (Prof. Visser,
Göttingen) bezeichnet werden. Als
Allergietestung ist dieses Verfahren - trotz gegenteiliger
Behauptungen - nicht geeignet.
Abschließend eine Meldung in "Die Welt" vom 7.4.2006:
Eine Fachkommission der Schweizerischen Gesellschaft für Allergologie
und Immunologie (SGAI) bewertet die alternativmedizinischen Verfahren
der "Bioresonanz" und "Multiresonanz" sowie die Elektroakupunktur nach
Dr. Voll nach eingehender Begutachtung als "diagnostischen und
therapeutischen Unsinn". Die physikalischen Grundlagen dieser Verfahren
hätten sich nach der Überprüfung durch Physiker als falsch
herausgestellt. Die Diagnosen sind zufällig, die Diätempfehlungen
irrational und die vermeintlichen Therapieerfolge in kontrollierten
Studien nicht wiederholbar. Die vom Züricher Allergologen Professor Dr.
Brunello Wüthrich angeführte Kommission konstatiert in der
Fachzeitschrift "Aktuelle Dermatologie": "Mangels gesetzlicher
Interventionsmöglichkeiten möchte die SGAI Patienten vor diesen
unsinnigen Diagnose- und Behandlungsmethoden warnen"
Eine Variante der EAV ist der sog. Vega-Test (Vega's
test): Während VOLL über 1000 Akupunkturpunkte kennt, kommt der
Vega-Test mit nur einem Punkt aus.
Allergietestung,
alternative Behandlungsmethoden |

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Elektroanalgesie
Elektroanästhesie, Schmerzausschaltung mittels Schwachstrom,
engl.: electroanalgesia; mit unterschiedlichem Erfolg angewandte Methode
zur lokalen Schmerzausschaltung im Kieferbereich bei nicht-chirurgischen
Anwendungen. Durch Überlagern eines Schwachstroms im Mikro-Ampere-Bereich können
die für die Empfindlichkeit eines Zahnes verantwortlichen Nervenfasern gehemmt
und die Reizempfindlichkeit vermindert werden.
Anästhesie,
Analgesie, TENS
Elektrochirurgie
engl.: electrosurgery; Oberbegriff für chirurgische Eingriffe mittels
kleinflächiger aktiver Elektrode (chirurgische
Diathermie,
Thermokaustik); Gewebezerstörung mittels Joule-Wärme an der aktiven
Elektrode; in der Regel als
Skalpellersatz, aber auch zur Blutstillung (Kautern).
Herzschrittmacher,
HF-Chirurgie
Elektrodesiccation,
Elektrodesikkation, Desiccation =
Trocknung, Ausdörrung;
HF-Chirurgie
Elektrofulguration, fulgur
= Blitz;
HF-Chirurgie
Elektrokauter
Elektrokauterisation, engl.: electrocautery, durch Strom erhitzte
Drahtschlinge ("Glühschlinge"), Kugel oder Messer zur örtlichen Gewebezerstörung
(Verbrennung, Verkochung, Verschorfung) von störendem Zahnfleisch o. zur
örtlichen Blutstillung. Relativ primitive Geräte, da im Gegensatz zur modernen
HF-Chirurgie keine Steuerung der Stromstärke und damit Wärmeentwicklung
möglich ist. Hierdurch große Gefahr der Verletzung vitaler Strukturen in der
Nachbarschaft.
Elektrokoagulation;
Koagulation = Ausflockung, Gerinnung;
HF-Chirurgie
Elektrometrie, elektrometrische
Längenbestimmung,
Endometrie
Elektromyostimulation
engl.: electro-myostimulation; auch: EMS; geht von der
Tatsache aus, dass jeder lebende Organismus fein abgestimmt in einer definierten
Art und Weise harmonisch und kohärent schwingt. Aus der Literatur ist bekannt,
dass Störungen der Muskulatur, Verletzungen und deren Folgen durch eine EMS
verbessert werden können; gelegentlich auch bei
Kiefergelenkserkrankungen eingesetzt.
Elektronische
Gesundheitskarte
eGK, Gesundheitspass, eCard, engl.: electronic health
insurance card; nach § 291 a
SGB V vorgeschriebener maschinenlesbarer Ausweis als Nachfolger der seit
01.01.1995 geltenden Krankenversichertenkarte ("Chip-Karte")
mit zum System gehörender elektronischer Patientenakte. Ziel des
Bundesgesundheitsministeriums (BMG) ist es, mithilfe der eGK das
Gesundheitswesen in Deutschland grundlegend zu modernisieren. Die Karte gilt
dabei als "Schlüssel" zu einer neuen
Telematik-Infrastruktur.
Wie die bisherige
Krankenversichertenkarte (Chip-Karte) wird sie zunächst nur zum Einlesen der
Versichertenstammdaten dienen. Längerfristig sollen weitere Funktionen hinzu
kommen.
Mit der gesetzlichen Verpflichtung der Krankenkassen, in 2011 erste
Gesundheitskarten auszugeben, müssen alle Praxen im Bundesgebiet mit neuen
Lesegeräten ausgestattet werden. Diese bundesweite Ausstattung der Praxen muss
bis zum 30.09.2011 abgeschlossen sein. Die Ausgabe der eGK an die Versicherten
wird ab dem 01.10.2011 beginnen. Die Einführung der eGK erfolgt zunächst mit
eingeschränkten Anwendungen; die bisherige Chip-Karte gilt paralell weiter. Beim
sog. "Basis-Rollout" muss die Praxis vorerst nur die Versichertenstammdaten
auslesen und ins Praxisverwaltungssystem übernehmen – analog zur heutigen
Krankenversichertenkarte (Chip-Karte). Weitere Funktionen sind später
vorgesehen.
Chip-Karte,
gematik,
ZOD
Werdegang der eGK aus IT-Sicht
Elektrophorese
Ionophorese, engl.: electrophoresis, ionophoresis; Wanderung von
Ionen in einem elektrischen Gleichstromfeld. Anwendung: Trennung von
Stoffgemischen versch. Ladung oder Molekülgröße; in der Medizin gebräuchlich zur
biochemischen Bestimmung von Eiweißen und Nukleinsäuren. Wandern bei diesem
Vorgang niedermolekulare Teilchen, so spricht man von Ionophorese.
Iontophorese
Elektrosensibilität
engl.: (self-reported) electromagnetic hypersensitivity; als bisher
ungelöstes medizinisches Problem: Betroffene Menschen schreiben zahlreiche
Symptome wie Kribbelgefühle, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen,
Schlafstörungen, Reizbarkeit, Geschmacksstörungen usw. dem Einfluss elektrischer
und magnetischer Felder im häuslichen Umfeld, am Arbeitsplatz, in der Mundhöhle
oder anderswo zu. Nach wie vor existiert jedoch kein verlässlicher medizinischer
oder biologischer Indikator mit dem sich die Existenz dieser subjektiv erlebten
Befindlichkeitsstörung beweisen ließe, ebenso wenig ein Untersuchungsverfahren.
Zweifelhafte Therapie mittels "Stromsanierung" (z.B. Entfernung von
Amalgamfüllungen)
Galvanismus im Mund,
Spannungsreihe v. Metallen
Elektrotomie, -tomie =
schneiden;
HF-Chirurgie
Elevatorium
engl.: (e)levator; stumpfes chirurgisches Gerät zum
Lösen/Anheben der Knochenhaut (Periost)
vom Knochen
Hebel,
Periotom

Eliminatio dentis, völlige
Umfließung der Zahnurzel mit
Taschenepithel ;
Parodontitis marginalis
E-Linie
nach Ricketts, "Esthetic-Line" engl.: Ricketts
esthetic line; Verbindungslinie zwischen den Punkten No und
Pgs (Nasenspitze
und Weichteilkinn)
. Diese Linie dient als sagittaler Bezug zur Lippenposition bei der
Profilanalyse.
Ästhetiklinie,
Fernröntgenbildanalyse,
Mundtangente,
Nasolabialwinkel
Ellis Klassen, engl.:
Ellis classes; Einteilung bei Zahnfrakturen;
traumatische Zahnverletzungen
Eluxation,
Avulsion
Elyzol ™
- Dentalgel (Handelname),
Metronidazol-Antibiotikum.
Das gebrauchsfertig Gel sollte nach erstmaligem Scalen und Wurzelglätten in die
entzündete Zahnfleischtasche eingebracht werden. Nach Vertreiberangaben
(Colgate-Palmolive) soll E. besonders gegen die "Markerkeime"
Porphyromonas gingivalis, Prevotella intermedia, Bacteroides fosythus und
Treponema denticola wirksam sein.
Emdogain ™
EMD, Schmelz-Matrix-Protein, "Protein des Amelogenin",
engl.: enamel matrix protein; gewonnen aus Zahnkeim-Extrakten von
Schweinen soll es zur Förderung der regenerativen Erneuerung von verloren
gegangenen parodontalen Strukturen (
Parodontium) dienen. Es wird deshalb in der
parodontalen Therapie zur Förderung der Geweberegeneration eingesetzt.
Daneben soll E.
antibakterielle Eigenschaften besitzen und auch zur
direkten
Pulpenüberkappung eingesetzt werden können. Nicht geeignet für eine
geschlossene
Parodontaltherapie, wo keine signifikante Regeneration eintritt.
E. wird als Gel in entsprechende Knochendefekte (Knochentaschen)
eingebracht. Nach Herstellerangaben Fa.
Biora; Straumann, Basel) erfolgt dabei eine "biologische Regeneration" der
Knochentasche, welche bis zu einem Jahr dauern kann. Dabei wird dem E.
eine "biologische Barrierefunktion" nachgesagt, welche epitheliales
Tiefenwachstum (
GTR) verhindert.
Bei
Replantationen und
Transplantationen von nicht mehr im Kiefer befindlichen (avulsierten)
Zähnen können Schmelz-Matrix-Derivate wie z.B. E. der
Resorption an beschädigten Wurzeloberflächen vorbeugen und den parodontalen
Heilungsprozess anregen.
Der eigentliche Wirkstoff des E. ist das Protein des Amelogenin, das vom
menschl. Körper (von den Zellen der Hertwigschen Epithelzellen) während der
natürlichen Zahnentwicklung produziert wird. Es ist maßgeblich zur
Differenzierung von
Wurzelzement bildenden Zellen während der Zahnreifung beteiligt. Dieses
Eiweiß wird bei erkrankten Zähnen auf die gereinigte Wurzeloberfläche
aufgebracht und führt unter Nachahmung der natürlichen Prozesse zu einer
Wiederherstellung von
Wurzelzement,
parodontalem Ligament und
Alveolarknochen; in Kombination mit einem koronalen Verschiebelappen auch
zur Deckung von
Rezessionen.
Defekte, welche mit E. versorgt werden, sollen auch in der Regel schneller und
komplikationsloser heilen, obwohl Amelogenin allein kein antibakterielles
Potenzial besitzt. Diese Tatsache wird der Trägersubstanz des
Schmelzmatrixderivates - ein Propylen-Glykol-Alginat (PGA) -Träger -
zugeschrieben; zudem enthält das Gel wärmebehandeltes E.. Letzteres soll
das Infektionsrisiko senken. Der genaue Wirkungsmechanismus ist bisher (2010)
nicht restlos aufgeklärt.
Gesteuerte Geweberegeneration,
parodontale Regeneration,
Parodontitis,
Trans-Replantation
EMF = Edelmetall-frei (EMF-Legierung);
NEM
Eminektomie
engl.: eminectomy; chirurgische Höhenabtragung der Eminentia articularis
(Eminetia = Vorwölbung, Wulst) am
Tuberculum articulare zur dauerhaften Behandlung der rezidivierenden
kondylären Kiefergelenksluxation. Durch diesen, vor allem bei älteren Patienten
durchgeführten Eingriff, kann sich der
Kondylus
leichter in die Gelenkpfanne zurückbewegen; außerdem wird die Mobilität im
oberen Gelenkraum eingeschränkt, sodass der
Kondylus daran
gehindert wird, vor den Vorsprung zu treten.
Kiefergelenk
EMOM, Executive Master
of Oral Medicine;
Master
empfindliche Zähne, oder
Zahnhälse, engl.: sensitive teeth, sensitive tooth necks;
überempfindliche Zähne
Emphysem
krankhafte Luft(Gas-)ansammlung im Körpergewebe, engl.:
emphysema; z.B. bei zu starken Einblasen von Luft in den Wurzelkanal
(Insufflation) bzw. "Überspülung" mit
Wasserstoffperoxid im Rahmen einer
Wurzelkanalbehandlung oder durch gasförmige bakterielle
Stoffwechselprodukte. Führt zum typischen Knistergeräusch ("Schneeballknirschen)
der darüber liegenden Haut beim Abtasten (Palpation).
Pergamentknistern,
Wurzelkanalspülung
Empress ®
auch IPS-Empress (IPS = Ivoclar Porcelain Systems), sog. "Presskeramik",
engl.: pressed all-ceramic restorations; 1989 von der
Fa. Ivoclar
(Lichtenstein) entwickeltes und heute vielfach angewandtes
Pressverfahren zur Herstellung von Kronen, Inlays und (bedingt) kleinen
Brücken auf
Glaskeramikbasis (Prinzip: s. Abb. re.). Diese Glaskeramik besteht
aus Siliziumoxid, Aluminiumoxid und Kaliumoxid mit
Leuzit als Kristallbildner und ist der Urvater vieler
Presskeramiken, die heute am Markt sind.
Befestigungszement,
Keramik,
Keramikinlay,
Komposit-Inlay,
Mantelkrone,
Presskeramik |

Ersatz alter
Amalgamfüllungen
durch Empress™-
Presskeramik
|
Empyem , engl.: empyema;
Eiteransammlung in bestehenden Körperhöhlen
wie der
Kieferhöhle, Stirnhöhle, Gelenken, usw.
Sinusitis
EMS,
Elektromyostimulation
EM-Zahnersatz
Abk.v. Effektive Mikroorganismen im Zahnersatz, aus Japan stammende
"Philosophie" über ein "neuartiges Material", aus welchem Zahnersatz (Kronen,
Brücken) hergestellt werden kann. Der Entwickler/Entdecker dieses
"Wundermaterials" - Prof. Teruo Higa - betitelt eine seiner Veröffentlichung
"Eine Revolution zur Rettung der Erde. Mit effektiven Mikroorganismen (EM) die
Probleme unserer Welt lösen". "EM" - oder korrekter "EM-1" - enthält 80 Arten
von "nützlichen" Mikroorganismen, wie Photosynthesebakterien,
Milchsäurebakterien, Hefen und Aktinomyceten sowie Zuckerrohrmelasse und Wasser.
Diese Bakterien werden in einem "komplizierten Verfahren" in zahnkeramische
Massen eingearbeitet und sollen dann auf den Organismus eine vielfältige
positive Wirkung haben (z.B. als „freie Radikalefänger“).
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aus Zahnmedizin und Zahntechnik erst ermöglicht hat.
Die Graphiken
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www.corel.com
) und TechpoolStudios Inc. (
www.lifeart.com
) bzw. wurden entsprechend überarbeitet; sie dürfen weder gespeichert bzw.
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