Dochtdrainage
Fadendrainage, Kapillardrainage,
Weiser
Drainage, engl.: wick drainage; in der
Endodontie
bekannt als D. nach Weiser: Zum Abfluss von Sekret bzw. Entlastung
bei einer Gasbildung wird in den aufbereiteten Wurzelkanal ein dochtartiger
Wattefaden in den Wurzelkanal gebracht und durch den provisorischen
Verschlusszement hindurch an die Kaufläche geführt. Durch die Kapillarwirkung
soll so Sekret aus der Tiefe in die Mundhöhle abgeleitet werden. Methode gilt
heute als obsolet,
da die gleiche Kapillarkraft auch Bakterien aus der Mundhöhle in den Wurzelkanal
befördert.
Drainage,
Einlage,
Gangränbehandlung,
Wurzelkanalbehandlung
Doktor
Dr., Doktor med., Doktor med.dent., akademischer Grad als
Namensbestandteil, engl.: doctor; von Laien häufig gebrauchte Anrede für
einen Arzt (med.)/Zahnarzt
(med.dent.) ohne dabei Bezug auf einen tatsächlichen Doktorgrad (Promotion,
doctor's degree) zu nehmen. Ein medizinischer Doktorgrad (Dr.med.,
Dr.med.dent.) wird durch die medizinische Fakultät einer Universität auf Grund
einer Dissertation (Doktorarbeit) erworben werden; er ist nicht automatisch
Bestandteil des medizinischen Staats-Examens.
Das Führen dieses akademischen Grades ist nur bei Erlangung an einer in D
anerkannten Universität gestattet. Ansonsten muss der Zusatz der verleihenden
Universität mit aufgeführt werden; z.B. "Dr.med.dent. de universitad de ...".
Nähere Auskünfte erteilen die Kultusministerien der betreffenden Bundesländer.
Von anglo-amerikanischen Bildungseinrichtungen ist der Grad eines "Ph.D."
(Philosophical Doctor, Doctor of Philosophy; gesprochen: "Pie Äitsch Dieh")
bekannt. Dieser grenzt sich vom Medical Doctor (MD) oder
Doctor of Dental
Science (D.D.S.) ab, welcher mit erfolgreichem Studienende vergeben wird.
Vorraussetzung zum Ph.D. ist ein
Master-Abschluss
oder ein Bachelor mit Auszeichnung. Im Gegensatz zum "Dr." wird "Ph.D." hinter
den Namen gestellt, die Person aber mit "Doctor" vor dem Namen angeredet.
Approbation, D.D.S.,
Habilitation,
Master,
Zahnarzt
Dokumentation
von Behandlungen bzw. Therapiemaßnahmen,
Patientenunterlagen,
Aufzeichnungspflicht, engl.: (medical or treatment) documentation; die
wichtigsten diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen (z.B.:
Anamnese,
Diagnoseuntersuchungen,
Funktionsbefunde,
Medikation, ärztliche Hinweise für und Anweisungen an die Funktions- und
Behandlungspflege, Abweichung von einer Standardbehandlung,
Behandlungsalternativen) und Verlaufsdaten (z.B.:
Aufklärung bzw. der Verzicht auf eine Aufklärung durch den Patienten,
Operationsbericht, Narkoseprotokoll, Besonderheiten im Behandlungsverlauf) sind
schriftlich zu dokumentieren (= Dokumentationspflicht). Eine
Aufzeichnung in der
Patientenakte ("Karteiblatt") in Stichworten reicht aus, sofern diese
für die mit- oder nachbehandelnden Ärzte bzw.
Gutachter verständlich sind. Routinehandreichungen und Routinekontrollen
müssen grundsätzlich nicht dokumentiert werden. Die D. ist vor unbefugtem
Zugriff und vor nachträglicher Veränderung nachhaltig zu schützen.
Die Dokumentationspflicht ergibt sich aus folgenden Rechtsvorschriften (2010):
§12
Musterberufsordnung der
Bundeszahnärztekammer sowie den
Berufsordnungen der
Landeszahnärztekammern: Befunde und Behandlungsmaßnahmen sind chronologisch
und für jeden Patienten getrennt zu dokumentieren.
§ 5 Abs.1 des
Bundesmantelvertrags-Zahnärzte (BMV-Z): über jede Behandlung sind
Aufzeichnungen zu fertigen, aus denen die einzelnen Leistungen, die behandelten
Zähne und, soweit erforderlich, der Befund sowie die Behandlungsdaten
ersichtlich sind.
§ 7 Abs.3
Ersatzkassenvertrag-Zahnärzte (EKV-Z): Befunde, Behandlungsmaßnahmen sowie
die veranlassten Leistungen einschließlich Behandlungstag mit Zahnbezug sind
fortlaufend zu dokumentieren.
Einsicht/Überlassung von Behandlungsunterlagen:
Ein Patient hat das Recht, die ihn betreffenden Behandlungsunterlagen ohne
besondere Begründung einzusehen und auf seine Kosten Kopien oder Ausdrucke von
den Unterlagen fertigen zu lassen. Dies kann verschiedene Hintergründe haben.
Denkbar ist z.B. ein Behandlerwechsel, der Abschluss einer Versicherung oder
aber auch das Begehren, eine durchgeführte Behandlung durch einen
Sachverständigen oder Nachbehandler überprüfen zu lassen. Er kann eine Person
seines Vertrauens mit der Einsichtnahme beauftragen. Der Anspruch auf
Einsichtnahme erstreckt sich auf alle objektiven Feststellungen über den
Gesundheitszustand des Patienten (z.B. naturwissenschaftlich objektivierbare
Befunde, Ergebnisse von Laboruntersuchungen sowie von Untersuchungen am
Patienten wie EKG, Röntgenbilder usw.) und die Aufzeichnungen über die Umstände
und den Verlauf der Behandlung (z.B. Angaben über verabreichte oder verordnete
Arzneimittel, Operationsberichte, Arztbriefe und dgl.). Das Einsichtsrecht
erstreckt sich nicht auf Aufzeichnungen, die subjektive Einschätzungen und
Eindrücke des Arztes betreffen. Weitere Einschränkungen des Einsichtsrechts
können bestehen im Bereich der psychiatrischen Behandlung und wenn Rechte
anderer in die Behandlung einbezogener Personen (z.B. Angehörige, Freunde)
berührt werden. Die Rechtslage im Hinblick auf die Überlassung von
Original-Röntgenbildern (Kopien analoger Rö-Bilder zeigen nicht die
Detailschärfe wie die Originale) an den Patienten oder einen von ihm
Bevollmächtigten (z.B. Anwalt) ist höchstrichterlich noch nicht geklärt.
Allerdings dürfte die Herausgabe an einen Nachbehandler unstreitig gegeben sein.
Aufbewahrungsfrist,
Aufklärung,
Befund,
Behandlung,
Diagnose,
Indexerhebung,
Krankengeschichte,
Legierungspass,
Medizinischer Dienst (MDK),
Patientenrechtegesetz (PatRG).
Dokumentationspflicht hat auch Grenzen
Vermeidung von Dokumentationsfehlern
Doldersteg
Dolder-Gelenk, engl.: Dolder bar; zu den
Geschieben zählende
Halte- und Stützelemente, engl.: Dolder bar joint attachment;
kennzeichnend ist die sog. "Reiterverankerung zur Abstützung und zum
Halt:
Dolder-Gelenk: eiförmiger Steg als
Verbindungselement zwischen festsitzendem und herausnehmbaren
Zahnersatz; Abstützung und Halt bei überwiegend vom Zahnfleisch
getragenem ("gingivale Abstützung") Ersatz; s. Abb.
Dolder-Geschiebe: rechteckiger Steg mit abgerundetem Oberteil als
Verbindungselement zwischen festsitzendem und herausnehmbaren
Zahnersatz; Abstützung und Halt bei überwiegend vom Restgebiss
getragenem ("parodentale Abstützung") Ersatz
Gilmore Reiter,
Steg |

|
Dolor
lat. für Schmerz, Weh, engl.: pain or ache; ist einer der
klassischen Entzündungssymptome.
In der ZHK
meist bei Nachschmerzen nach einem Eingriff gebräuchlich: Nachschmerz nach einer
Zahnentfernung
= Dolor post extractionem; Abk.: Dolor post.
Apernyl, Dry socket,
Wundinfektion
Dontisolon ®
cortisonhaltige Paste (Prednisolon), hauptsächlicher Einsatz bei
Zahnfleischentzündungen (sog.
Tascheninfektionen) als sinnvolle Unterstützung und Ergänzung der
ursächlichen Therapie. Das
Medikament enthielt ursprünglich neben
Prednisolon ein
Antibiotikum (Neomycin)
und ein
Antiseptikum (Surfen). Seit einigen Jahren wird Dontisolon® in
Zylinderampullen
nur noch als Monopräparat mit Prednisolon (Corticoid)
als Wirkstoff angeboten.
Cortison, Druckstelle
Doppelbiss
"Sonntagsbiss",
engl.: double bite; Bezeichnung für das Bestehen von zwei
gewohnheitsmäßig (habituell)
eingenommenen Stellungen des Unterkiefers beim Zusammenbiss: Eine nach der
Anatomie des
Kiefergelenks bestimmten Stellung (anatomischer Biss) und einer mehr
individuellen (habituellen, meist nach vorn verlagerten) Ausrichtung; beide
Zusammenbisse können vom Patienten problemlos eingenommen werden.
Biss,
Okklusion
Doppelblindversuch, engl.: double
blind study;
Blindversuch
Doppelkrone;
Teleskopkrone
Doppelmischabdruck
Doppelmischtechnik, engl.: composite impression,
putty-wash impression; zu den einzeitigen Abdruckverfahren
zählende Technik: Relativ festes Abdruckmaterial und dünnfließendes
Abdruckmaterial werden getrennt, aber gleichzeitig ("einzeitig")
angemischt. Das feste Material ("putty") kommt in den Abdrucklöffel, das
dünnfließende ("wash") in eine Abdruckspritze
Doppelmischabdruck. Mit
dem Material aus der Spritze werden im Mund die mit besonderer Präzision
abzudrückenden Zähne (meist
Präparationen) umspritzt und unmittelbar danach der Abdrucklöffel
mit dem festeren Material in den Mund gebracht. Es erfolgt im begrenzten
Rahmen eine Vermischung der beiden Materialien und ein gleichzeitiges
Abbinden.
Auch bei der sog. Heavy-Body-Wash Technik handelt es sich im
Prinzip um eine Doppelmischtechnik, nur dass statt einem knetbaren
Material ("putty") eine hochvisköse Masse ("heavy bodied") als festere
Komponente eingesetzt wird.
Abdruck,
Doppelmischabdruck,
Einphasenabformung,
Elastomere,
Funktionsabdruck,Hydrokolloid-Abdruck,
Korrekturabdruck,
Zweiphasenabformung |

|
Doppelvorschubplatten
auch Vorschubdoppelplatte, VD-Platte, VDP, engl.: Double
feed plates; einem modifiziertem
Aktivator ähnliches funktionell-kieferorthopädisches Behandlungsgerät.
Besonders bei Patienten mit
Angle
Klasse-II/1-Okklusion geeignet. Der Behandlungseffekt besteht aus einer
Kombination von Wachstumshemmung im Oberkiefer und
anteriorer Positionsänderung des Unterkiefers. Nach Untersuchungen soll ein
Behandlungsbeginn in der späten Phase des
Wechselgebisses keine Nachteile gegenüber einer frühzeitigeren Behandlung
besitzen.
Aktivator,
Kieferorthopädie
Doppelzahn, Zwillingszahn, engl.:
twin teeth or gemination;
Gemination
Doramad
"radioaktive Zahnpasta"; von der Auergesellschaft in Berlin zwischen 1940
und ca. 1945 hergestelltes Zahnpflegemittel, das nach Herstellerangaben "die
Zellen mit neuer Lebensenergie aufladen" und "die Bakterien" in "ihrer
zerstörenden Wirksamkeit" hemmen sollte. Radioaktivität mit all ihren
Begleiterscheinungen war damals offensichtlich noch nicht allgemein bekannt.
Doriot Gestänge
engl.: Doriot (s transmission); nach seinem franz.
Erfinder benannte, historische Konstruktion als Bestandteil einer
zahnärztlichen Behandlungseinheit zur rotierenden Bewegungsübertragung
mittels Transmissionsschnüren von einem Motor (in der
Behandlungseinheit) zu dem
Hand-
oder
Winkelstück. Wurde in den 60er Jahren des letzten Jhds. durch
Mikromotoren ersetzt, welche sich direkt unterhalb der Hand- oder
Winkelstücke anschließen.
|

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dorsal, dorsalis, engl.: do.; rückseitig,
den Rücken betreffend, zum Rücken hin (nach hinten) gelegen
Dosis, engl.: dose;
Personendosis
Dosimeter
Personendosimeter, Messgerät für die Dosis (Menge)
ionisierender Strahlung, engl.: do. or dose meter. Es
misst die Hp(0,07)- Hp(10)-Werte. Hp(0,07) mit der Kurzbezeichnung Hs =
the individual superficial dose equvalent at depth 0.07 mm; Hp(10) mit
der Kurzbezeichnung Hp = the individual penetrating dose equivalent at
depth 10 mm.
Jede
Strahlung, die auf das Dosimeter trifft, schwärzt den eingelegten
Film graduell, sodass die Dosimetriestellen die Monatsbelastung des
Trägers in
Millisievert ermitteln können. Die Einheit benennt die im Körper
deponierte Energie der Strahlen, die mit einem jeweils festgelegten
Faktor für die biologische Wirksamkeit multipliziert wird und so
Auskunft über die Belastung für den Organismus gibt.
Rund 300.000 Beschäftigte in Deutschland müssen während ihrer
Arbeitszeit ein Personendosimeter tragen. In der
ZHK beim Einsatz in der Praxis nicht vorgeschrieben.
Feldgröße,
Gonadendosis,
Langzeitdosis,
Oberflächendosis,
Personendosis,
Radioaktivität,
Strahlenbelastung,
Strahlenschutz
|


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Double-flare-Technik; spezielle Methode
der
Wurzelkanalaufbereitung;
Step-down-Technik.
Dowel pin, Modellstift;
Sägemodell
Downpack
Downfill, engl. Sprachgebrauch im Rahmen einer
endodontischen
Maßnahme (
Wurzelkanalbehandlung):
Kondensation
der thermisch plastifizierten
Guttapercha
von koronal
nach apikal.
Down-Syndrom
Trisomie 21, veraltet: Mongolismus; engl.: Down
syndrome or trisomy 21; es ist mit 1 auf 650 Geburten die
häufigste durch eine Chromosomenstörung verursachte Erkrankung (in D
wird die Zahl der Erkrankten auf bis zu 50 000 geschätzt), wobei das
Chromosom Nr. 21 oder ein Teil davon dreifach statt üblicherweise
zweifach in jeder Zelle vorhanden (Trisomie 21) ist; dadurch kommt es
unter anderem zu Reifungsstörungen des Gehirns. Kinder mit D.-S.
haben häufig ein chronisch obstruktives
Schlafapnoe-Syndrom
(OSAS). Neben körperlichen und geistigen Behinderung, werden
zahnärztlicherseits häufig
Zahnfehlstellungen und -unterzahlen,
Schmelzhypoplasien, eine große Zunge (Makroglossie),
hoher
Kariesbefall und
Zahnfleischerkrankungen beobachtet. Zum Syndrom gehören weiter
multiple Begleiterkrankungen, unter anderem an Herz, Lunge und
Schilddrüse, die im Behandlungsablauf (z.B. bei der
Anästhesie) bedacht werden sollten.
Mit einer sogenannten Multiplex-Sequenzierung lässt sich die Trisomie 21
eines Fötusses im Blut der Mutter nachweisen. Nachteil sind allerdings
die extrem hohen Kosten.
Die oft erhebliche
Makroglossie, muss evtl. vor Therapiebeginn chirurgisch
korrigiert werden, um ausreichenden Zugang zur Mundhöhle zu
gewährleisten. Der vergleichsweise hohe Kariesbefall ist nicht
allein auf die häufig anzutreffende
Schmelzhypoplasie zurückzuführen, sondern hat seine Ursache oft auch
in der
eingeschränkten Pflege. Von Seiten der Patienten erschwert eine mehr
oder minder ausgeprägte geistige Behinderung die
Kooperationsfähigkeit. Aus diesen Gründen ist bei D.- S.-Patienten
eine intensive
Individualprophylaxe unabdingbar
Auch das problematische, oft aggressive Verhalten von immerhin 50% der
geistig behinderten Patienten, stellt ein Problem für die Integration in
die Behandlung dar. Häufig liegt die Ursache in einer simplen
Hyperakusis: Vor allem laute Geräusche werden nicht toleriert und lösen
aggressives Verhalten aus. Dagegen zeigt Musik einen durchweg positiven
Einfluss auf Verhaltensauffälligkeiten. Unterschätzt wird auch häufig
die eingeschränkte Fähigkeit vieler Patienten, Schmerzempfinden
entsprechend auszudrücken. Nicht nur aus zahnärztlicher Sicht führt dies
meist zu einer zu spät erfolgenden und dann rein schmerzorientierten
Therapie. Auch wenn Patienten mit D. manchmal nur sehr schwer
konventionell zu behandeln sind, sollte vor einem vorschnellen Einsatz
der noch immer risikobehafteten
Narkose jedoch immer anderen Behandlungsstrategien der Vorzug
gegeben werden: Dem Einsatz von Kommunikationshilfsmitteln (ähnlich dem
in der Kinderzahnheilkunde) bei der Vermittlung von Präventionsinhalten
und gegebenenfalls einer unterstützenden
Analgo-Sedierung.
Behandlung von (geistig) behinderten Patienten ,
kieferorthopädische Frühbehandlung
Ratgeber für betagte Menschen, chronisch Kranke, Behinderte und
deren Pflegepersonal:
|

intraorale Ansicht eines Pat. mit Down-Syndrom:
ausgeprägte Parodontitis, starker Kariesbefall, desolate Mundhygiene |
Doxycyclin
halbsynthetisches, lipophiles Tetracyclin, engl.: do.; mit guter
Verträglichkeit und einer guten Verfügbarkeit in der Mundhöhle - besonders in
den meisten
parodontalen Strukturen (wie z.B. der
Gingivaflüssigkeit) durch reversible Chelatbildung.
Einsatz zur unterstützenden
systemischen
Therapie bei
schweren bzw. behandlungsresistenten Zahnfleischerkrankungen; z.B.: für 3-5
Tage, 2x1 Kapsel (100mg), morgens und abends, später dann 1x täglich über 21
Tage, jeweils nach dem Essen. Auch bei längerer Einnahme (über Monate, z.B.:
Doxcxylin 100 Ratiopharm 2x1 für 1 Woche, dann 1x1 für 3 Wochen, anschließend
Doxyderma(50mg) tgl. 1x für einen Monat, dann 1x1/2 für 1 Jahr) scheinen sich
keine kritischen Veränderungen in der mikrobiellen Flora oder ihrer
antibiotischen
Resistenz zu ergeben; eine Kontrolle der Leberwerte wird empfohlen.
In jüngerer Zeit vermehrt lokaler Einsatz in niederer Dosierung SSD,
noch nicht
antibiotisch wirksam) als hochwirksamer, reversibler Hemmer (
MMP) des Knochenabbaus in der
Parodontologie.
Niedrig dosiertes D. (subantimicrobial dose) wirkt sich auch günstig auf
den Wundheilungsprozess nach einer
Kürettage
aus, bedingt durch dessen Wirkung als Proteinasehemmer
Matrix-Metalloproteinasen - MMP.
D. darf nicht gemeinsam mit Milch, Joghurt oder anderen Milchprodukten
eingenommen werden, da die Wirkung durch die kombinierte Einnahme abgeschwächt
wird. Sollen trotzdem Milchprodukte verzehrt werden, sollten mindestens zwei bis
drei Stunden Abstand zwischen dem Verzehr der Nahrungsmittel mit
Wechselwirkungen und der Einnahme eingehalten werden.
D. ist auch Grundlage des medienwirksam angepriesenen Präparates
"Periostat® - die Pille gegen Zahnausfall". Der amerikanische Hersteller "Colla
Genex" behauptet, dass die Pille eine Entfernung der die Krankheit
verursachenden, bakterienhaltigen Zahnbeläge dadurch überflüssig mache, da das
Mittel die den Zahnhalteapparat zerstörenden Bakterienenzyme (sog.
Kollagenasen) unterdrücke.
Atridox™,
lokale Antibiotikazufuhr,
MHK,
PMIK
("antiinfektiöse Therapie"),
Winkelhoff-Cocktail
Drainage
Dränage, engl.: do.; Ableitung von Wundsekreten (z.B. Eiter aus einem
Abszess, Blut) durch Gummi- oder Kunststoffstreifen bzw. -Schläuche oder
Gaze (sog. Drain).
Bei der Redon Drainage (Redon s drainage) wird ein Drain in
eine sonst verschlossne Wunde gelegt und Sekrete durch Unterdruck abgesaugt.
Dochtdrainage,
Mundbodenphlegmone,
Parazentese,
perimandibulärer Abszess
Drehbewegung, Rotationsbewegung ,
engl.: rotary movement;
Zahnbewegungen
Dreh-Gleit-Bewegung, engl.:
rotary-gliding-movement;
Unterkieferbewegungen
Dreh-Gleit-Gelenk, engl.:
rotary-gliding-joint;
Kiefergelenk
Drehbrücke, Drehgelenk ; engl.:
rotary bridge;
Torsionsgeschiebe
Drehstand
engl.: tooth irregularity (rotary position); anormale
Stellung eines Zahnes durch Drehung um seine Längsachse; meist
auftretend im Frontzahnbereich infolge von
Engständen.
Unterscheidung einmal nach der Lage der Drehachse = zentrische
Drehung (sog.
Pflugscharstellung; s. Abb.) oder exzentrische Drehung und
zum anderen nach der Richtung der Drehung der Zahnaußenfläche =
Mesialrotation (zur
Zahnbogenmitte hin gedreht; s. Abb.) bzw. Distalrotation (zum
Zahnbogenende hin gedreht; s. Abb.)
Engstand,
Pflugscharstellung,
Zahnbewegungen |

zentrischer Drehstand mit Distalrotation;
sog.
Pflugscharstellung
|

zentrischer Drehstand mit Mesialrotation;
sog.
Schmettelings-
stellung |
Dreiecksklammer
engl.: triangular clasp; der
Ösenklammer
ähnliches
Halteelement; Einsatz vorwiegend bei kieferorthopädischen Apparaturen.
Drei-Punkt-Abstützung,
Drei-Punkt-Artikulation ;
Tripodisierung
Dronabinol
(delta-9-THC), Schmerzmittel auf Cannabis-Basis, engl.: do. (Marinol™);
internationaler Freiname für das pharmakologisch wirksamste
Delta-9-Tetrahydrocannabinol (auch Tetrahydrocannabinol oder Dronabinol genannt)
wird aus dem Hanf, Cannabis sativa, gewonnen. Da in Deutschland oder der EU
keine Fertigarzneimittel zugelassen sind, müssen diese aus den USA importiert
werden, wo es z.B. als Marinol™ am Markt ist, oder als
Rezepturarzneimittel auf Betäubungsmittel-Rezept verschrieben werden:
ölige Dronabinol-Tropfen 2,5 Prozent, 10 ml (entsprechend 250 mg Dronabinol).
Dosierung einschleichend beginnen mit 2 x 3 Tropfen (entspricht zweimal 2,5
mg)." Oder: "100 Kapseln à 5 mg Dronabinol, entsprechend 500 mg Dronabinol.
Dosierung: 2 x 1 Kapsel täglich.
Der Apotheker stellt nach diesen Angaben Kapseln oder Tropfen her. D.
wird in Deutschland von den Unternehmen Delta 9 Pharm und THC Pharm produziert.
Seit etwa 5 Jahren erfolgt der Einsatz dieses
Pharmakons vermehrt in der Schmerztherapie: Es wirkt analgetisch,
spasmolytisch auf die glatte und quergestreifte Muskulatur, antianorektisch,
antiemetisch, in höherer Dosis sedierend, anxiolytisch und in gewissem Umfang
euphorisierend. Wie bei den Opioiden beginnt man die Dronabinol-Therapie in
niedriger Dosierung: Beginnend mit zweimal 2,5 mg pro Tag, steigert man die
Dosis, bis die individuell erforderliche Erhaltungsdosis erreicht ist - das sind
meist zwischen 5 bis 10 mg dreimal täglich. Es gibt keine definierten
Tageshöchstdosen. Allerdings werden mit mehr als 30 mg pro Tag die meist
unerwünschten sedierenden Effekte stärker zutage treten, so dass diese Dosis zur
Zeit als Höchstdosis betrachtet werden muss. D. eignet sich nicht, einen
Akutschmerz rasch zu lindern.
Eine Pilotstudie (Attal N et al.: Are oral cannabinoids safe and
effective in refractory neuropathic pain? Eur J Pain. 2004;8(2):173-7) zum
Einsatz von Cannabinoiden in der Therapie des chronisch neuropathischen
Schmerzes konnte keine Überlegenheit von oralem THC gegenüber herkömmlicher
Therapie zeigen. Außerdem kam es bei 2/3 der Patienten zu limitierenden
Nebenwirkungen.
Extrakte der Hanfpflanze Cannabis werden traditionell in der Volksmedizin
gegen
Entzündungen eingesetzt. Anfang des letzten Jahrhunderts gab es das
Naturheilmittel noch in jeder Apotheke. Wegen der berauschenden Wirkung des
Inhaltsstoffs THC (Tetrahydrocannabinol) verschwand die Pflanze jedoch in den
30er Jahren aus den Regalen.
Analgetika
Druckabformung,
Kompressionsabdruck
Druckgeräte,
Druckbehälterverordnung;
BuS-Dienst.
Druckinjektor;
intraligamentäre Anästhesie
Druckknopfanker;
Ceka-Anker,
Kugelanker
Druckschmerz
DS, engl.: tenderness, pressure pain; Oberbegriff für eine
Schmerzart,
die vielfältig entstehen kann:
beim Untersuchen: durch Drücken an den typischen Druckpunkten des
Trigeminusnerven (sog. Nervenaustrittspunkte)
als Folge von
Entzündungen im Mund-Kiefer-Bereich (z.B.
apikale oder
marginale Entzündungen) dann, wenn unter der Schleimhaut oder im
Kieferknochen liegende Sekrete/Gase nicht nach außen abgeleitet/durchbrechen
können (
Abszess,
Infiltrat)
Überbelastung von Zähnen (z.B. bei einer
traumatischen Okklusion)
beim Druck auf des Kiefergelenk bei
Kiefergelenkserkrankungen oder -verletzungen
bei Hämatomen
als Folge von
Verletzungen
Drucktamponade
engl.: pressure tamponade; mechanische Blutstillung bei stärkeren
Nachblutungen
im Kieferbereich. Tampons oder Tupfer ("Aufbisstupfer")
aus Gazestreifen (meist mit einem blutstillenden Mittel getränkt) werden unter
Druck in das Operationsgebiet eingebracht und nach dauerhaftem Stehen der
Blutung wieder entfernt. In Körperhöhlen werden auch
resorbierbare
Materialien eingesetzt.
Tamponade,
Sickerblutung
Drum Schiene;
Miniplast-Schiene
Dry Socket
lat.:
alveolitis sicca,
trockene Alveole; klinisches Bild einer
Wundinfektion nach einer
Zahnentfernung infolge Zerfalls des
Blutkoagulums. Der Kieferknochen liegt "trocken" frei und zeigt keinerlei
Anzeichen einer Heilung; starke, neuralgiforme Beschwerden, welche durch
Einlage von schmerzstillenden
Tamponaden gelindert werden können. Die Bildung einer D. s.
ist eine der häufigsten
Komplikationen nach Entfernung der unteren
Weisheitszähne. Bakterielle Besiedlung und Verlust des Blutkoagulums können
zu Schmerzen, Entzündung und Irritationen bis hin zur
Kieferklemme führen. In der Literatur wird eine Häufigkeit von 3-4 % bei
Routine-Zahnextraktionen und ein Prozentsatz von 45 bei Weisheitszahnentfernung
angegeben.
Bewährte
Einlagen zur Schmerzstillung und Heilung sind Präparate wie Socketol®
(Perubalsam, Thymol,
Lidocain) oder
Chlorphenol-Kampfer-Menthol (ChKM) bzw.
Jodoform (Jodotamp®).
Apernyl,
Alveolitis,
Koagulum,
Wundheilung,
Wundinfektion,
Wundrevision
Dual härtend
eng.: binary hardening; Bezeichnung für
Füllungsmaterialien und
Befestigungszemente auf Kunststoffbasis (z.B.
Komposite), welche entweder durch ein Pasten-Katalysator-Gemisch oder durch
Photo-Polymerisation chemisch aktiviert werden. Wenig gebräuchlich.
Dublieren
Doublieren, engl.: doubling; Anfertigung eines identischen zweiten
Modells ("Duplikationsmodell");
meist in einem
zahntechnischen Labor, um die fertige Zahnersatzarbeit auf dem
Ausgangsmodell auf Passgenauigkeit überprüfen zu können, da das Erstmodell meist
während der Verarbeitung beschädigt/zerstört wird.
Begriff auch gebräuchlich bei der Neuanfertigung einer
Vollprothese,
welche "identisch" zu der bisher getragenen Prothese sein soll ("Prothese nach
Vorlage").
Dubowitz-Syndrom
engl.: do.; 1965 erstmals beschriebener, autosomal-rezessiver, stark
ausgeprägter Minderwuchs; mit multiplen angeborenen Anomalien und geistiger
Retardierung. Am Schädel fallen u.a. eine hohe fliehende Stirn, flache
Supraorbitalleisten, Unterentwicklung von Jochbein und Unterkiefer, kurze
Lidspalten, ein breiter und flacher Nasenrücken und eine ungewöhnliche Mundform
auf.
Dübelkrone;
Davis Krone
Ductuszyste
Duktuszyste, Ductus-Incisivus-Zyste, nasopalatinale Zyste,
engl.: nasopalatine duct cyst; zu den
dysgenetischen, nicht
odontogenen
Zysten zählendes
Geschwulst, entstanden aus Epithelzellresten an den Vereinigungsstellen des
embryonalen Gaumens mit dem Zwischenkiefer. Lage im
Gaumen hinter
den mittleren Schneidezähnen.
Alveolarfortsatzzyste,
Zyste
Duktilität
Dehnbarkeit, Kaltverformung, Verformbarkeit,
Schmiedbarkeit, engl.: ductility; häufige Eigenschaft von Edelmetallen
bzw. deren Legierungen, sich im Kaltzustand unter Belastung dauerhaft zu
verformen. Während Glas bei Krafteinwirkung auf die Oberfläche sofort bricht,
können Metalle (z.B. Gold), sich primär verformen, bevor sie brechen/reißen.
Legierung
Dunlop Methode
Zahnfleischdruckverband, "Taschenpackung", engl.: Dunlop´s method; historisches Vorgehen zur Einebnung von Zahnfleischtaschen bzw.
Erweiterung der
Zahnfleischtasche: Paraffin oder Zement wird für eine gewisse Zeit unter
Druck in eine Tasche gebracht, wodurch eine Erweiterung eintritt und dadurch
bedingt eine bessere Zugänglichkeit für therapeutische Maßnahmen unter Sicht
gegeben ist.
Duraphat ®
Handelsname für einen häufig eingesetzten
Fluoridlack (NaF,
2,5 oder 5 prozentig) mit Langzeitwirkung (bis zu einem halben Jahr) zur
Kariesprophylaxe und (seltener) Behandlung
überempfindlicher Zahnhälse. Mit seinen Experimenten zur Entwicklung
eines an den Zähnen haftenden, dadurch Tiefenwirkung erzielenden
Fluoridlackes begann Professor Schmidt 1960 an seiner Hochschule in
Marburg. Nach über 10-jähriger Forschungsarbeit erzielte er schließlich
im Jahre 1970 den Durchbruch mit einem hydrophilen Fluoridlack, der
durch seine Lösung in Alkohol die Feuchtigkeit auf den Zähnen aufnahm
und damit eine bessere und längere Haftungszeit als bisher erreichbar
ermöglichte. Anfang der 70er Jahre kam dieses Produkt unter dem Namen
„Duraphat“ auf den Markt.
Fluoride
|

Applikation mittels Carpulen-Spritze auf die Zahnober-
fläche |
Durchbruchszeiten
der Zähne, Dentitionszeiten,
engl.: tooth eruption times;
Dentition,
Gebiss,
Mineralisationszeiten,
Wechselgebiss
Durchleuchtung,
Kariesdiagnostik (Diaphanoskopie)
Durchschnittsgesicht, engl.: biometry
face;
Biomet-Gesicht
DVT
digitale Volumentomographie, , engl.: digital volume(tric)
tomography or CBCT = Cone Beam Computed Tomography
(Cone = konusförmig, Beam = Strahl), "Cone Beam Technik",
dreidimensionales
bildgebendes Verfahren, 1982 entwickelt, 1998 in die
ZHK
eingeführt.
Der digitale Volumentomograph besitzt eine um 360 Grad rotierbare
Röntgenröhre mit einem dreidimensionalen Nutzstrahlbündel, der
Detektor ist ein Bildverstärker, die Bilderfassung erfolgt mittels
CCD-Chips. Bei der Bilderstellung rotieren Röntgenröhre und
Bildverstärker um die fixierte Patientenliege. Dabei wird pro Grad ein
Einzelschnittbild erstellt und alle 360 Bilder zu einem 3-dimensionalen
Rohdatensatz ("Volumen") durch gerätespezifische Software
zusammengerechnet. Aus den Axialschichten der primären Rekonstruktion
werden, je nach Bedarf, weitere sekundäre Rekonstruktionen errechnet. Im
Volumen findet eine isometrische Auflösung der favorisierten Hartgewebe
(Knochen, Zähne) statt.
Das DVT bedient sich zur Berechnung seiner dreidimensionalen
Ergebnisstrukturen zweidimensionaler Bilder als Datensatz für die
Software, während ein
CT mit einer eindimensionalen Detektion arbeitet. Somit ergeben
sich erhebliche Qualitätsunterschiede zugunsten des DVTs. Technisch
bedingt kann ein DVT keine Bilder unterhalb des Kopfes erzeugen.
Nachteilig bekannt sind bei allen digitalen Röntgentechniken die sog.
zervikalen Burnout-Effekte an metallischen Rekonstruktionen
(Metallfüllungen, -kronen). Diese - auch als Aufhärtungsartefakte
bezeichneten - Veränderungen täuschen dem Betrachter eine (zirkuläre)
Karies
vor und können so eine
Kariesdiagnostik unmöglich machen.
Bezüglich der
Strahlenexposition liegt die DVT zwischen konventioneller
Diagnostik und CT (Geräteabhängig; Dosisreduzierungen sind bei der
weiteren Entwicklung zu erwarten)*).
Da mit der DVT die Hochkontrastunterschiede zur Darstellung
gebracht werden und die Ebene frei gewählt werden kann, ergibt sich für
die Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde eine breite Indikationsstellung; so
ermöglicht z.B. DVT eine eindeutige Lagebestimmung des
Weisheitszahns zu seinen anatomischen Nachbarstrukturen.
Insbesondere die Lagebeziehung zum
N.
alveolaris inferior kann vor der Operation eindeutig bestimmt werden.
Komplikationen bei Weisheitszahnentfernungen, die sich aus der
anatomischen Ausgangsituation ergeben, können somit durch dieses
bildgebende Verfahren reduziert werden. Wegen der auch bei einem
CT bekannten Auslöschungs- und Aushärtungsartefakten können
teilweise krankhafte Strukturen vorgetäuscht werden, weshalb derartige
Geräte zur Kariesdiagnostik weniger geeignet sind.
Als Einsatzgebiete werden angegeben:
Planung von
Implantaten
Tumoren und tumorähnliche Läsionen
Kiefergelenkerkrankungen
kompliziert
verlagerte Zähne
Kieferbrüche
Operationen unter Navigation (computergestützte
virtuelle Lokalisation und Führung eines Instrumentes)
Nasennebenhöhlendiagnostik
Nach der geltenden
Rö-Verordnung (2004) ist der Betrieb eines derartigen Gerätes in
einer Zahnarztpraxis durch den Zahnarzt erlaubt.
*) Vergleich
verschiedener Rö-Untersuchungstechniken in der
ZHK betreffs
Strahlenbelastung (Faustregel, Geräteabhängig):
4
intraorale Aufnahmen = 1
Panoramaaufnahme
4 Panoramaaufnahmen = 1 DVT
4 DVTs = 1
Dental-CT
Für den Betrieb einer DVT-Anlage reicht die normale
Fachkunde nicht aus. Hier müssen zusätzlich eine Sachkunde über
8 Std. und 25 Untersuchungen nachgewiesen werden.
DVT-Geräte sind sehr teuer (abhängig von der Größe des dargestellten
Volumens) und haben eine schwierige Einstellungstechnik. Ein Einsatz in
einer "normalen" Kleinpraxis ist deshalb kaum rentabel.
bildgebende Verfahren,
Dental-CT,
Panoramaröntgenaufnahme,
Positronen-Emissions-Tomographie,
SPECT,
Strahlenbelastung,
TACT - Verfahren,
Tomographie,
Voxel
|


Im Vergleich zum
CT wird das Strahlenbündel auf einen Konus eingeblendet, wobei
die durch den Patienten(kopf) hindurchtretende Strahlung bei einem
360°-Umlauf um den
liegenden Patienten permanent auf einem gegenüberliegenden,
zweidimensionalen Flächensensor registriert wird. Daher wird aus einem
360°-Umlauf die Rekonstruktion eines
(dreidimensionalen) Volumens auf einmal möglich. Aus Zahnärztliche
Mitteilungen 96, Nr. 6 ©: PD R. Schulze
|




oben stehende Abbildungen sind nur ein geringer Teil davon, was an
Informationen auf einem DVT sichtbar ist. |
Dysfunktion, engl.: dysfunction;
Fehlfunktion, erblich bedingte oder als Krankheit erworbene Funktionsstörung
von Organen; Gegenteil ist
Eufunktion
dysgenetisch, engl.: dysgenic;
von Dysgenese = anlagebedingte (embryonale) Fehlentwicklung einzelner
oder mehrerer Organe; z.B.
Lippen-Kiefer-Gaumenspalten;
genetisch
Dysgnathie
Gebissfehlstellung, von der Norm abweichende Gebisszustände,
engl.: dysgnathia; dabei können diese
Abweichungen
angeboren
sein oder im Laufe des Lebens erworben werden (
Habits,
frühzeitiger Milchzahnverlust).
Unterschieden werden von der Norm (
Eugnathie) abweichende Kieferverschiebungen nach vorn (=
Prognathien) oder hinten/zurück (= Retrognathien). Je
nachdem, welcher Kiefer betroffen ist, spricht man zusätzlich von
mandibulären (der Unterkiefer ist betroffen) oder maxillären (der
Oberkiefer ist betroffen) Proganthien/Retrognathien. Sind beide Kiefer
betroffen, so ist die Bezeichnung "bignathe oder bimaxilläre
Dysgnathie".
Nach dieser Systematik ergeben sich 9 versch. Abweichungen in
sagittaler Richtung (s. Abb. unten)
Abweichung,
Akromegalie,
Angle-Klassen,
ästhetische Analyse,
Distalbiss,
Eismann Index,
Eugnathie,
Fehlstellung von Zähnen,
Frontzahnstufe,
Gelenkwinkel,
Headgear,
Kompressionsanomalie,
Kreuzbiss,
Le Fort,
Lutschen,
Mikrogenie,
Mikrognathie,
Modellanalyse,
PAR-Index (Peer Assessment Rating Index),
Protrusion,
Retrognathie
|

die drei Haupt-
Lagebeziehungen
des Unterkiefers zum Oberkiefer.
oben:
normaler Biss
Mitte:
Rückbiss (= Prognathie)
unten:
Vorbiss (= Progenie)
|

|
Dysmorphophobie
körperdysmorphe Störung, engl.: body dysmorphic disorder; krankhafte
Unzufriedenheit eines Menschen mit dem Erscheinungsbild seines Körpers oder
Teilen davon - er nimmt sich als hässlich oder entstellt wahr. Die Erkrankung
beginnt typischerweise in der Pubertät.
Dysodontie
engl.: dysodontiasis; wenig gebräuchlicher, nicht klar definierter
Ausdruck für Störungen der Zahnanlage, Zahnfehlstellungen und
Dentitions-Störungen;
DLS-Syndrom
Dysokklusion,
Malokklusion
Dysostose
engl.: dysostosis; auf einzelne Knochenskelett-Abschnitte begrenztes
Störung der Knochenentwicklung bis hin zum völligen Fehlen der betreffenden
Partien
Franceschetti - Syndrom,
Kieferbogensyndrom,
Kiefergelenkagenesis
Dysphagie, Schluckstörung, engl.:
dysphagia; Unfähigkeit, den
Schluckakt auszuführen;
Veitstanz
Dysplasie, Dysplasia, engl.: do.;
Fehlbildung, Fehlentwicklung eines Gewebes; mengenmäßig korrekt gebildete
Zahnhartsubstanz, die jedoch strukturelle Mängel aufweist.
Zahnhartsubstanzdefekte
D.Z.O.I.
Deutsches Zentrum für orale Implantologie eV.
implantologische Fachgesellschaften
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