Die Kiefermodelle

 
Funktion: Grundlage der Behandlungsplanung
Beschreibung: Die Gipsmodelle sind die Grundlage zur Befunderhebung, Diagnose, Behandlungsplanung und Arbeitsgrundlage herausnehmbarer und festsitzender Apparaturen im Labor
 
  Ganz gleich ob die Modelle rund, eckig oder in Plastikformen gesockelt sind, sie müssen immer in habitueller Bisslage fixiert sein. Als einheitliche Richtlinien gelten bei allen Verfahren: 1. die Raphe-Median-Ebene, 2. die Tuber-Ebene, 3. die Kauebene. Da die Anfangsmodelle das Aushängeschild eines jeden Kieferorthopäden sind, sollten sie mit sehr viel Sorgfalt gearbeitet werden.  
 
  Die Raphe-Median-Ebene (1) entspricht der Körpermedianebene. Sie sollte im rechten Winkel zur Tuber-Ebene (2) und der Modellsockel parallel zur Kauebene (3) getrimmt oder gesockelt werden. Die Modelle sollten beim Hinstellen auf die Dorsalflächen immer in habitueller Okklusion stehen. Die Seitenflächen können rund oder eckig getrimmt oder aber auch in Plastikformen gesockelt werden.  
 
  Nachdem die Modelle in Form gebracht wurden, werden sie mit Nassschleifpapier geglättet, alle Bläschen, sowohl negativ als auch positiv, werden entfernt, und die Oberfläche wird mit Talkum, Glänzflüssigkeit oder Seife versiegelt (poliert). So können die Modelle jahrelang staubfrei aufbewahrt werden.